Arbeitsblatt: Bestimmung der Wassergüte
Material-Details
Bestimmung der Wassergüte
Biologie
Oekologie
8. Schuljahr
40 Seiten
Statistik
18462
2009
21
11.04.2008
Autor/in
Marigona (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Studienseminar xxxx Lehramt für die Sekundarstufe Unterrichtsentwurf zum 3. Unterrichtsbesuch im Fach Biologie Name: Schule: Datum: Uhrzeit: 11.25 – 13.00 Uhr Klasse: 8 Biologie NW Ausbildungslehrer: Fachleiterin: Hauptseminarleiterin: I. Übersicht: 1. Thema der Unterrichtsreihe: „Ökologische Bewertung eines naturnahen Fließgewässers am Bsp. des Wendbach. 2. Thema der Unterrichtsstunde: „Bestimmung der Biologischen Gewässergüte des Wendbach 3. Stundenziel Die Schülerinnen und Schüler sollen ausgewählte Wasserorganismen mit Hilfe eines Bestimmungsbogens benennen und deren Häufigkeit in einem repräsentativen Gewässerabschnitt des Wendbachs bestimmen. Lernziele: LZ 1 Die Schülerinnen und Schüler sollen ausgewählte Wasserorganismen von Fließgewässern mit Hilfe eines Bestimmungsbogens kennen lernen und deren Aussehen beschreiben können. LZ 2 Die Schülerinnen und Schüller sollen die Häufigkeit der verschiedenen Wasserorganismen erarbeiten. LZ 3 Die Schülerinnen und Schüler sollen selbständiges und kooperatives Handeln unter gemeinsamer Erarbeitung in Gruppen festigen und verbessern. LZ 4 Die Schülerinnen und Schüler sollen „Untersuchen, „Beobachten und „Auswerten als wichtige Methoden der Biologie vertiefen. II. Planungselemente 1. Stundenrelevante Voraussetzungen: Der Kurs Biologie (8nw), in der Jahrgangsstufe 8, findet als Wahlpflichtunterricht mit 4 Wochenstunden statt. Den Kurs unterrichte ich in Biologie seit Anfang des Schuljahrs im Rahmen des Ausbildungsunterrichts. Der Kurs wird zur Zeit zwei Stunden pro Woche von xy unterrichtet und zwei Stunden von mir. Ein Teil der Schülerinnen und Schüler ist mir aus dem Sportunterricht bekannt, wo ich sie seit drei Monaten im Klassenverband unterrichte. Der Kurs besteht insgesamt aus 24 Schülern, davon sind 10 Mädchen und 14 Jungen. Der größte Teil der Schüler nehmen interessiert und motiviert am Unterrichtsgeschehen teil. Den Schülern ist Einzelarbeit, Partnerarbeit und Gruppenarbeit bekannt. Gruppenarbeit, im Sinne einer schülerzentrierten Handlungsweise, mit eigenständiger Organisation, Erarbeitung und Ergebnispräsentation, wird zum Teil von den Schülern beherrscht, jedoch sollten diese Kompetenzen noch erweitert und verbessert werden. Ein Teil der Lerngruppe ist sehr leistungsfähig. Das Erarbeiten unbekannter Sachverhalte stellt für diese Schülerinnen und Schüler meist kein Problem dar. Ein Teil der Schüler hat in diesem Bereich Schwierigkeiten. Diese Schwierigkeiten werden aber zum Teil von ihnen durch fleißiges und ordentliches Arbeiten aufgefangen. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich seit Anfang des Schuljahres mit verschiedenen Ökosystemen. Sie kennen Nahrungsbeziehungen und Abhängigkeiten in Ökosystemen, sowie Stoffkreisläufe (Sauerstoff-, Stickstoff-; Kohlenstoffkreislauf), Wechselwirkungen zwischen Produzenten, Konsumenten und Destruenten, Auswirkungen von Eingriffen des Menschen auf die Ökosysteme Wald und Meer, sowie die typischen Pflanzen und Tiere in den Ökosystemen Wald und Meer. Aufgrund der gesammelten Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler über Ökosysteme, wird nun beim Ökosystem Fließgewässer der Schwerpunkt auf praktische Untersuchungen gelegt. Um die Aufgabenstellung bewältigen zu können, wurden die theoretischen Grundlagen der praktischen Untersuchung bereits in der vorherigen Stunde erarbeitet Zudem ist bei der Unterrichtsplanung die starke Abhängigkeit von den Wetterverhältnissen zu beachten. Dem sollte durch Alternativplanung bei regnerischem Wetter Rechnung getragen werden. 2. Konzeption der Unterrichtsreihe 2.1 Intentionen der Unterrichtsreihe Die Beziehungen der Menschen zur Umwelt sind Thema der Jahrgangstufen 7 und 8. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, dass der Mensch nicht nur auf sich selbst bezogene Entscheidungen treffen kann, sondern auch Verantwortung für die Umwelt übernehmen muss. Die Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt werden bei der Untersuchung von Ökosystemen verdeutlicht. Bislang hat sich der Kurs mit den Ökosystemen Wald und Meer beschäftigt. Das Ökosystem Meer wurde überwiegend theoretisch erörtert, Ökosystem Wald war begleitet von Waldexkursionen und praktischen Untersuchungen. Die Unterrichtsreihe „Ökosystem Fließgewässer stellt die Begegnung vor Ort und handlungsorientierte Arbeitsweisen in den Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler lernen den Lebensraum „Fließgewässer, mit seinen spezifischen Lebensbedingungen am Beispiel des Wendbachs kennen. Die Unterrichtsreihe beginnt mit der Untersuchung der Gewässerstruktur. Es folgt zunächst eine Untersuchung der Wasserqualität mit einfachsten Mitteln den eigenen Sinnen. Im Anschluss untersuchen die Schüler die Wasserqualität nach chemischen und physikalischen Parametern. Dies beinhaltet die Messung von Temperatur, pH-Wert, Leitfähigkeit, Sauerstoff, Phosphorgehalt und Nitratgehalt Die Biologische Gewässergüte erarbeiten die Schülerinnen und Schüler in Form von Bestimmungsübungen ausgewählter Zeigerorganismen Die Unterrichtsreihe schließt ab, mit der Erstellung einer Hausarbeit in Kleingruppen. Hier werden die Schüler angeleitet ihre Ergebnisse selbständig auszuwerten und wissenschaftlich zu präsentieren. 2.2 Einordnung der Unterrichtsstunde in die Unterrichtsreihe 1.Stunde: 2.3.Stunde: 4.Stunde: „Einführung in die praktische Feldarbeit „Untersuchung der Gewässerstruktur des Wendbach „Ergebnisauswertung der Untersuchung der Gewässerstruktur 5.Stunde: „Vorbereitung auf die Untersuchung der Wasserqualität mit einfachen Mitteln 6.7.Stunde: „Chemische und physikalische Wasseranalyse in vereinfachter Form 8. Stunde: „Einführung in die chemische und physikalisch Wasseruntersuchung 9.Stunde. „Ökologische Bedeutung der chemischen und physikalischen Parameter bei der Untersuchung der Wasserqualität 11.12. Stunde: „Chemische und physikalische Wasseranalyse in spezifischer Form 13. Stunde: „Vorbereitung auf die Bestimmung der Biologischen Gewässergüte 1415. Stunde „Bestimmung der Biologischen Gewässergüte des Wendbach 16. Stunde: „Ergebnisauswertung der Untersuchungen zur Biologischen Gewässergüte 2.3 Legitimation der Unterrichtsreihe: Innerhalb der Richtlinien und Lehrpläne im Fach Biologie für die Realschule des Landes NRW ist die Unterrichtsreihe „Ökosystem Fließgewässer Bestandteil des Themenkreises 1 „Leben in Ökosystemen der Jahrgangsstufe 7 und 8. In diesem Themenkreis steht die Verantwortung des Menschen für die Umwelt im Vordergrund. Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt sollen durch Untersuchungen von Ökosystemen aus dem direkten Lebensumfeld der Schüler verdeutlicht werden. Dabei sollen originale Begegnung vor Ort und handlungsorientierte Arbeitsweisen im Vordergrund stehen. 3. Didaktische Strukturierung der Unterrichtsstunde Der elementare Gehalt: Der elementare Gehalt des Unterrichtsgegenstandes ist die Aussagekraft von bestimmten Tieren im Fließgewässer über die Wasserqualität des Gewässers. Zur Biologischen Gewässergütebestimmung werden mit bloßem Auge erkennbaren Wasserorganismen des Gewässergrundes herangezogen. Man findet im Wendbach Wasserorganismen vor allem an oder unter Steinen, im Feindsediment, auf Totholz oder an Wasserpflanzen. Zur Bestimmung der Tiere stehen den Schülern Bestimmungshilfen zur Verfügung, in denen Wasserorganismen aufgenommen sind, die leicht zu bestimmen und typisch für ihre jeweilige Gewässergüteklasse sind. Die Bestimmung der der ausgewählten Wasserorganismen ist zum Großteil vor Ort mit einer Lupe möglich. Um zu einem aussagekräftigen Ergebnis zu gelangen, wird ein repräsentativer Gewässerabschnitt von 5-10 Meter Länge gründlich nach vorhandenen Wasserorganismen abgesucht. Dabei werden alle Substrate nach folgendem Ablauf untersucht: 10 Steine umdrehen, 5x Kies, Sand, Schlamm sieben, 5x in Wasserpflanzen keschern und 3 Laub- bzw. Totholzpackungen durchsuchen. Ausschlaggebend über die Bewertungsstufe sind die Artenzahl, also die Anzahl unterscheidbarer Formen und deren Häufigkeit. Das Arteninventar gibt wichtige Auskünfte über den gesamtökologischen Zustand des Gewässerabschnitts. Ein natürliches Artenspektrum ist nur in Gewässern zu erwarten, die auch eine naturnahe, vielfältige Gewässerstruktur aufweisen. Ein geringes Artenspektrum trotz guter Gewässerstruktur und guter Wasserqualität kann auf länger zurückliegende Verunreinigungen hinweisen. Auch in versauerten Gewässern oder beim Vorhandensein bestimmter toxischer Stoffe ist eine biologische Verarmung zu beobachten. Individuenzahl wird in den Stufen 0, 1-5, 6-10, 11-40 und über 40 angegeben. Dementsprechend wird die Häufigkeit in: fehlt, vereinzelt, mäßig, häufig und massenhaft unterteilt. Daraus ergibt sich dann die Biologischee Gewässergüte, deren Skala von sehr gut bis schlecht in fünf Klassen unterteilt ist. Relevante Inhalte Fachrelevanz Quellen, temporäre Wasserlachen, Wasserfälle, Tümpel, Weiher, Seen, Teiche, Bäche und Flüsse sind nur einige „Süßgewässer aus der Vielzahl und Vielfalt unserer Binnengewässer. Innerhalb der Unterrichtsreihe „Ökologische Bewertung eines naturnahen Fließgewässers am Bsp. des Wendbach. lernen die Schülerinnen und Schüler, die Struktur und das Beziehungsgefüge von Süßwasserökosystemen anhand des charakteristischen Beispiels des Ökosystems Fließgewässer kennen. Im Fach Biologie soll den Schülern und Schülerinnen so häufig wie möglich die Begegnung mit Lebewesen ermöglicht werden. Der Umgang mit dem Lebenden Objekt eröffnet ihnen einen emotionalen Zugang zu fachspezifischen Inhalten. Biologische Zusammenhänge und Beziehungen in Ökosystemen und darüber hinaus fachspezifische Methoden und Arbeitsweisen lassen sich am Beispiel der praktischen Untersuchung des Wendbachs gut verdeutlichen. Schülerrelevanz Binnengewässer, mit ihren im Vergleich zu marinen Ökosystemen, kleinen Wasserflächen, bilden eine besondere Attraktion für den Menschen, gerade auch für die Schüler, so dass man davon ausgehen kann, dass die Schüler bei diesem Thema besonders motiviert sind. Die Schülerinnen und Schüler können bei ihren Untersuchungen Natur mit allen Sinnen erleben. Gesellschaftsrelevanz Aus der Begeisterung vieler Menschen für ihren Aufenthalt am Wasser und auf dem Wasser resultieren jedoch auch eine Reihe von Konflikten, insbesondere zwischen Naturschutz und Tourismus, Angelsport, Berufsfischerei, Wassersport, gewerbsmäßiger Schifffahrt, sowie Bau- und Verkehrsplanung. Um diese Konflikte zu erkennen und bewerten zu können ist es notwendig, dass Schüler ein Verständnis über das Ökosystem Fließgewässer aufbauen. Wenn man die verschiedenen Parameter eines gesunden Gewässers kennt und die Zusammenhänge und Bedeutung einzelner chemischer und physikalischer, sowie biologischer Parameter versteht, kann man die Probleme und Fehler des Menschen in Beziehung zum Umgang mit dem Ökosystem Fließgewässer kritisch bewerten und hinterfragen. Die direkte Konfrontation mit negativen Auswirkungen menschlicher Eingriffe in das Ökosystem Fließgewässer ermöglicht die Auseinandersetzung mit den eigenen Konsumgewohnheiten und ökologischökonomischen Interessenskonflikten. Didaktische Reduktion Eine Vielzahl von Lebewesen leben in Fließgewässern. Um jedoch eine Aussage über die Wasserqualität des Wendbaches treffen zu können, ist es nicht nötig, jedes vorgefundene Tier eindeutig zu bestimmen. Dies wäre dem Vorwissen der Schüler nicht angemessen und zudem viel zu umfangreich. Dementsprechend konzentriert sich die Bestimmung auf diejenigen wirbellosen Vertreter in Fließgewässern, die maßgeblich Aufschluss über die Wasserqualität geben. Zudem können einige typische Arten aus der Bestimmungshilfe herausgenommen werden, da sie im Wendbach nicht vorkommen. Dies stellt eine Erleichterung für die Schüler dar, für die bei der Bestimmung von Tieren eine zu große Anzahl von Tieren eher hinderlich ist. Ebenso ist es ausreichend, eine vereinfachte Bestimmung anhand von Beobachten und Vergleichen mit Abbildungen vorzunehmen, da die Untersuchung der Wasserqualität im Vordergrund steht und nicht die das richtige Anwenden eines Bestimmungsschlüssels. Zudem ist das Anwenden eines Bestimmungsschlüssels den Schülern noch nicht bekannt und würde somit die Untersuchungen unnötig erschweren. Damit die Schülerinnen und Schüler genügend Zeit haben, sich auf die Bestimmung der Organismen zu konzentrieren, wird die genaue Bestimmung der Biologischen Gewässergüte erst in der Folgestunde vorgenommen. Zudem wäre eine Bestimmung der Biologischen Gewässergüte vor Ort zu umfangreich. III Verlaufsplan Zeit Phase Geplantes Lehrerverhalten Geplantes Schülerverhalten Unterrichts/Sozialform Medien/Methodischdidaktischer Kommentar 11.25 11.35 Einstieg und Vorbereitungen auf Untersuchungen am Wendbach Vorstellung und Begrüßung des Gastes S. setzen sich in den bestehenden Kleingruppen zusammen Unterrichtsgespräch Durch das Abholen der Schüler zum Unterricht kann es zu zeitlichen Verzögerungen zu Beginn der Stunde kommen. 11.35 11.50 Wanderung zum Bach 11.50 12.35 Erarbeitung L. teilt benötigte Materialien aus pro Gruppe: 1Kescher, 1 Sieb, 2 Pinsel, 1 Pinzette und 2 Dosenlupen L. teilt Blätter mit Arbeitsanweisungen und Bestimmungsbogen aus. „Arbeitsanweisungen genau durchlesen Die einzelnen Schüler holen ihre Materialien und Schuhwerk für die Exkursion. S. arbeiten selbständig in Kleingruppen. S. untersuchen Steine, Sediment und den Pflanzenbestand nach Einstimmung der Lerngruppe auf die Exkursion zum Bach Gruppenarbeit Die Lehrperson geht am Ende der Schülergruppe mit. Der Weg zum Bach ist den Schülern aus den vorangegangenen Stunden bestens bekannt. Zudem herrscht auf dem Fußweg zum Bach eine geringe Verkehrsdichte. Von daher ist es nicht unbedingt erforderlich, dass die Lehrperson die Gruppe anführt. Auf angemessenes Verhalten seitens der Schüler ist zu achten. Arbeitsblätter: Aufgabenstellung Bestimmungsbogen Bewertungsbogen Das Gewässer gilt als L. erklärt Arbeitsschritte und Umgang mit den Utensilien. L. gibt Zeitrahmen für die Untersuchungen vor. L. steht für eventuelle Fragen bereit. L. beobachtet und bewertet Arbeit der einzelnen Gruppen (Karteikarte) Wasserorganismen S. bestimmen Wasserorganismen anhand des Bewertungsbogens und halten deren Anzahl auf dem vorgesehenen Arbeitsblatt fest. unbelastetes Gewässer und kann dementsprechend bedenkenlos von den Schülern untersucht werden. Jedoch sollte vor Beginn der praktischen Untersuchungen der Wasserstand und die Zugänglichkeit zum Ufer von der Lehrperson überprüft werden um Gefährdungen zu vermeiden. Schaffung von Zieltransparenz L. steht bewusst im Hintergrund um das selbständige Arbeiten der Schüler nicht zu stören. Ziel ist es, dass die Schüler die gesamten Bestimmungsaufgaben erledigen. Jedoch kann es bedingt durch den zeitlichen Rahmen oder die Wetterverhältnisse dazu führen, dass die Schüler Bestimmungsaufgaben nicht vollständig schaffen. Dennoch sollte unterbrochen werden, um für den Rückweg zur Schule und die dort stattfindende Reflektionsphase genügend Zeit in Anspruch zu nehmen. 12.35 12.40 12.40 13.00 Reflektionsphase Rückweg zum Klassenraum L. fragt Schüler zu den Untersuchungsergebnissen. L. begleitet Schüler zurück zum Klassenraum und weist Schüler an ihre benutzten Utensilien zu reinigen. S. sollen Meinungen zur Untersuchung der Biologischen Gewässergüte äußeren und eine erste Zwischenbilanz zu der Erarbeitung ziehen. Schüler bringen ihre Arbeitsmaterialien in den Biologieraum zurück und säubern die benutzten Utensilien. L-S. Gespräch im Halbkreis Schaffung einer angenehmen Gesprächsatmosphäre Reflektion über das Getane Die Lehrperson führt die Lerngruppe nicht an, sondern geht am Ende der Schülergruppe mit. Der Rückweg vom Bach zur Schule ist den Schülern bestens bekannt. Zudem herrscht auf dem Fußweg eine geringe Verkehrsdichte. Von daher ist es nicht unbedingt erforderlich, dass die Lehrperson die Gruppe anführt. Auf angemessenes Verhalten seitens der Schüler ist zu achten. Gegebenenfalls kann der Rückweg mehr Zeit als geplant in Anspruch nehmen, da ein Schüler Herzkrank ist, worauf besondere Rücksicht genommen werden muss. Damit sich die Gruppe nicht zu weit auseinander zieht warten die vorderen Schüler am Ende des Waldwegs auf die restlichen Schüler. IV Anhang: Achtung Materialien(Bilder) nicht vollständig Biologische Gewässergütebestimmung Benötigte Materialien: -Klemmbrett -2 Dosenlupen -1 Federstahlpinzette -2 Pinsel -1 Kescher -1 Sieb Aufnahme von Tieren: Nehmt die Tiere möglichst vorsichtig auf und legt sie in die entsprechenden Behälter (Dosenlupen). Löst die gefundenen Tiere mit Pinsel und Federstahlpinzette ab. (Legt danach die Steine in ihre alte Position.) Die Dosenlupen sollten vorher ca. 2cm hoch mit Bachwasser gefüllt werden. Zudem solltet ihr darauf achten, dass der Behälter im Schatten steht. Zur Bestimmung der Tiere steht der Bestimmungsbogen zur Verfügung. Dort sind die wichtigsten Tiere, die Hinweise auf die Wasserqualität geben, abgebildet und beschrieben. Nehmt zur Bestimmung der Tiere die Dosenlupe (10 fache Vergrößerung) zur Hilfe. Es sind Wasserorganismen aufgenommen, die relativ leicht zu bestimmen sind und typisch für ihre Gewässergüteklasse sind. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass alle vorhandenen Substrate untersucht werden (Sand, Kies, Steine, Schlamm, Totholz etc.), denn es kommen in den einzelnen Substraten sehr unterschiedliche Arten vor. Um zu Aussagekräftigen Ergebnissen zu kommen, sollte wie folgt vorgegangen werden: 1. Nehmt 10 Steine auf und sucht alle Seiten nach Tieren ab. Die Steine sollten möglichst schnell hochgenommen werden, da sonst Tiere herunterfallen oder fortgespült werden könnten. 2. Keschert 5x im Wasserpflanzenbestand 3. Siebe 5x im Feinsubstrat (Kies, Sand, Schlamm) 4. Untersucht 3 Totholzanschwemmungen bzw. Laubpackungen. Trag die Anzahl der gefundenen Wasserorganismen in „Strichlistenform in den Bewertungsbogen ein. Bewertungsbogen zur Untersuchung der Biologischen Gewässergüte Teil 2 Gefundene Tiere Steinfliegen und Steinfliegenlarven Eintagsfliegenlarven und Libellenlarven Köcherfliegenlarven Güteklassen Flohkrebse 2,0 1,5 1,7-2,7 1,8-2,0 Schlammfliegenlarven Wasserasseln 2-3 Wassermilben Egel und Würmer Mückenlarven Schnecken Käfer 1,6-2,2 Bestimmungsbogen zur Untersuchung der Biologischen Gewässergüte Steinfliege und Steinfliegenlarve: Steinfliege: Bis zu 12 mm lang Steinfliegenlarve: ca.12 mm lang Eintagsfliegenlarven: 9 mm lang 35 mm lang 12 lang mm Libellenlarven: Flohkrebse: Käfer: 10 bis 60 mm Bis 24 mm bis zu 12 mm 3 bis 12 mm Schlammfliegenlarven: Wasserassel: 20 bis 35 mm Wassermilbe: bis zu 12 mm 1-3 mm Köcherfliegenlarven: Köcherfliegenlarve ohne Köcher: bis 20 mm bis 15 mm Köcherfliegenlarven mit Köcher: bis 25 mm bis 40 mm bis 7 cm Mückenlarven: bis 40 mm lang bis 14 mm lang Egel und Würmer: bis 65 mm lang bis 25 mm lang Schnecken: bis 7 mm groß 7 mm groß Literatur: KLETT-VERLAG, Umwelt: Biologie 7/8, NRW Literaturangaben: 1. SCH RIFTENREIHE DER VEREINIGUNG DEUTSCHER GEWÄSSERSCHUTZ BAND 64, „Ökologische Bewertung von Fließgewässern, Deutscher Gewässerschutz e.V. Alternativ Planung: Verlaufsplan: Zeit Phase Geplantes Lehrerverhalten Geplantes Schülerverhalten Unterrichts/Sozialform Medien/Methodischdidaktischer Kommentar 11.2511.30 Einstieg und Problemwahrnehmung Begrüßung und Vorstellung des Gastes Schüler ordnen den Abbildungen die Begriffe Fluss, Bach und Quelle, zu. L.-S-Gespräch OHP Folie Durch das Abholen der Schüler zum Unterricht nach der Pause kann es zu zeitlichen Verzögerungen zu Beginn der Stunde kommen L. legt Bilder auf den OHP: Quelle, Bach und Fluss; 11.3011.40 11.40 11.55 Problematisierung und Hypothesenbildung Lehrerhinweis: „Unterschied zwischen Bach und Fluss? bzw. „Wie unterscheiden sich die abgebildeten Fließgewässer? {Weg vom Wasser bis ins Meer ?} Erarbeitung Der Lehrer fragt die Schüler, nach Möglichkeiten zur Überprüfung. wie sich Fließgewässer unterscheiden. Schüler äußern Ideen, worin sich die abgebildeten Fließgewässer unterscheiden: Größe Fließgeschwindigkeit des Wassers unterschiedliche Pflanzen und Tiere etc. Die Schüler sollen Ideen äußern. (Text lesen, Fließgewässer untersuchen) L. teilt Infotext aus und erklärt Aufgabenstellung. Tabelle anlegen mit den verschiedenen Fließgewässertypen und deren S. sollen den Infotext lesen und anhand dessen tabellarisch die verschiedenen Einteilungen von Fließgewässern schriftlich L.-S.-Gespräch Der Einstieg als stummer Impuls fördert das Interesse der Schüler. Tafel Problemwahrnehmung und Hypothesenbildung weckt Neugier der Schüler. Einzelarbeit Infotext, OHP-Folie Zieltransparenz Schüler verstehen Übergang zur nächsten Aufgabe Unterschiede von Fließgewässern herausarbeiten. spezifischen Merkmalen 11.55 -12.10 Ergebnissicherung L. fordert einen Schüler auf, ein Fließgewässer von der Quelle bis zur Mündung zu zeichnen. L. befestigt Karten mit Kennzeichen der jeweiligen Fließgewässertypen an der Tafel. erarbeiten. S. zeichnet Fließgewässer mit den unterschiedlichen Unterteilungen auf (Von der Quelle bis zum Meer) L.-S. Gespräch Durch Ergebnissicherung können fehlerhafte Einteilungen korrigiert werden Schüler tragen ihre Ergebnisse vor; Ergebnissicherung mit Hilfe von Lösungskarten spart Zeit ein und motiviert Schüler mitzuarbeiten. Schüler ordnen die richtigen Stichwörter (Arbeitskarten) der jeweiligen Gewässerzone zu. 12.10 -12.15 Hypothesen überprüfen „Inwieweit decken sich die Ergebnisse mit den Anfangs gesammelten Hypothesen? S. überprüfen und korrigieren gegebenenfalls die gesammelten Ideen. Arbeitskarten L.-S-Gespräch Tafel