Arbeitsblatt: Raumplanung

Material-Details

Fachliche Grundlagen der Raumordnung mit Aufgabenstellung, Teil 2
Geographie
Deutschland
12. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

23473
2411
3
12.08.2008

Autor/in

albra (Spitzname)
Land: Deutschland
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Raumordnung – Fachliche Grundlagen 2 Ek 13 RP Aufgabe: Fassen Sie die Kernaussagen des Textes auf der Folie zusammen und bereiten Sie sich auf die Präsentation vor dem Kurs vor! Die Raumforschung erkundet die Zusammenhänge im „Lebensraum. Dazu müssen verschiedene Disziplinen herangezogen werden: Geographie, Geologie und Geoökologie, Meteorologie, die Bevölkerungs-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und, wegen der vielen Konflikte, die Rechtswissenschaften. In Deutschland dient das System der laufenden Raumbeobachtung durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) dazu, die strukturelle Entwicklung aller Regionen zu erfassen, um so die wissenschaftlichen Grundlagen für raumordnerische Maßnahmen bereitzustellen. Landesplanung ist die Anwendung der Raumforschungsergebnisse innerhalb eines Bundeslandes. Ökologische Zusammenhänge Die Raumforschung beschäftigt sich mit der Umgestaltung der Landschaft und der Nutzung der Ressourcen, durch die ursprünglich geschlossenen Ökosysteme zu labilen Systemen verändert werden, die überwacht und gewartet werden müssen. Das Mikroklima kann durch die Nutzung des Raums entscheidend verändert werden. In bebautem und unbebautem Gelände ergeben sich klimatische Unterschiede durch unterschiedliche Strahlungsbilanz, Verdunstung und Energiezufuhr durch Verbrennung. Immissionen verschiedener Art belasten die Atmosphäre, Windrichtung und Windgeschwindigkeit ändern sich durch Bebauung. Raumforschung und Raumplanung versuchen geeignete Maßnahmen zu finden, die den genannten Veränderungen des Kleinklimas entgegenwirken können. Kaltluft soll z.B. schnell abfließen können, damit die Frostgefährdung für die Landwirtschaft in Kaltluftseen und Muldenlagen verhindert wird. Andererseits soll Kaltluft Zugang zu Kessellagen von Städten bekommen (besonders wichtig bei Inversionslagen). um den Luftaustausch zu begünstigen. Solche Prinzipien sind wichtig für die Bauplanung in Siedlungen, wo insbesondere durch größere Einheiten (Blöcke) erhebliche Veränderungen der Windverhältnisse erzeugt werden. Der Wasserhaushalt wird durch die Überbauung großer Flächen gestört: Die Versickerung des Wassers wird unterbunden. große Anteile des natürlichen Niederschlags werden durch die Kanalisationssysteme abgeleitet, der Grundwasserspiegel sinkt, Grundwasservorräte und Brunnenergiebigkeit werden reduziert. Da der weit überwiegende Teil des Trinkwassers dem Grundwasser entnommen wird. in einigen Bundesländern über 90 %, müssen gerade in den Ballungsräumen mit ihrem großen Wasserbedarf Versorgungsprobleme entstehen. Zum Ausgleich werden Oberflächengewässer nur selten herangezogen, sie sind oft verschmutzt und können nur nach aufwändiger Aufbereitung verwendet werden. Wird ein Hektar Freifläche bebaut oder asphaltiert (,,versiegelt), so nimmt die jährliche Speisung des Grundwassers, z. B. in den Lössgebieten des Mittleren Neckarraums, um 1300 m3 ab, der Oberflächenabfluss dagegen um 6000 m3 zu. Diese fehlende jährliche Tiefensickerung entspricht dem täglichen Trinkwasserbedarf von rund 10000 Menschen in privaten Haushalten. Neben der Untersuchung des Grundwasserreservoirs und den Möglichkeiten seiner nachhaltigen Nutzung untersucht man die Flussbett- und Wasserführung fließender Gewässer, die bei falscher Auslegung für Versumpfung, Austrocknung oder Überschwemmungen verantwortlich ist. Flurbilanz und ökologische Standortkarten enthalten wichtige Angaben über Pflanzenwuchs und Grundwasserfilterung. Die Beschaffenheit des Bodens. die Hangneigung und die Geländewelligkeit müssen im Hinblick auf die vorgesehene Nutzung untersucht werden.