Arbeitsblatt: 1-Kind-Politik

Material-Details

Text zum Zusammenfassen über die EinKindpolitik und ihre Problematik nach dem Erdbeben
Lebenskunde
Ethik / Moral
8. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

25384
2601
9
15.09.2008

Autor/in

Alia Probst
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

PEKING – Nach dem Mega-Beben hat das chinesische Regime seine Familienpolitik aufgeweicht. Viele «illegale» Kinder und Waisen kriegen somit eine neue Chance. Derweil stiegen die Opferzahlen auf 67200 Tote. Ein Primarschüler schaut aus einem Militärzelt in Dujiangyan. Hier wurde eine provisorische Schule eingerichtet. Das enorme Erdbeben hat in China zehntausende Tote gefordert. Darunter auch viele Kinder. Deswegen hat die chinesische Führung jetzt beschlossen, mit der alten Politik zu brechen: Sollte eine Familie ihr Kind beim Beben verloren haben, sollte es schwer verletzt oder behindert sein, dürfen die Eltern jetzt offiziell mehr als nur ein Kind haben. Das heisst auch, dass diesem Kind jetzt zuvor verweigerte Rechte zugestanden werden. Dazu gehört etwa die kostenlose Schulausbildung während neun Jahren. Chinesische Familien mit mehr als einem Kind waren zuvor mit einer Busse bestraft worden. Auch den vielen Adoptionswilligen kommt die Regierung entgegen: Für Waisenkinder des Bebens gibt es keine Begrenzung bei der Adoption in eine Familie mehr. Die Ein-Kind-Politik war in China in den 1970er Jahren eingeführt worden, um die explodierenden Bevölkerungszahlen in den Griff zu kriegen. Damit gingen allerdings auch erzwungene Abtreibungen und Sterilisationen einher. Dazu geriet das Geschlechterverhältnis aus dem Gleichgewicht, da die Behörden Buben über Mädchen bevorzugten. Nach dem verheerenden Erdbeben in China mit zahlreichen Nachbeben ist die Zahl der Toten nach offiziellen Angaben auf knapp 67200 gestiegen. Rund 20000 Menschen seien noch vermisst. Damit könnte die Zahl der Todesopfer nach Befürchtungen der Regierung auf mehr als 80000 steigen. Ein starkes Nachbeben mit der Stärke 5,4 versetzte viele Menschen in der Katastrophenregion der Provinz Sichuan heute erneut in Panik. Das Beben war auch in der Provinzhauptstadt Chengdu und Teilen der Nachbarprovinzen Gansu und Shaanxi zu spüren, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. MIANZHU – Im chinesischen Erdbebengebiet arbeiten Hunderte Soldaten und Ingenieure fieberhaft an einer riesigen Abflussrinne für einen anschwellenden Erdbeben-See. Um eine neue Katastrophe nach einem Dammbruch zu verhindern, wurden bereits 30000 Menschen aus der Umgebung des Tangjiashan- Sees in Sicherheit gebracht, 100000 weitere sollen noch folgen, wie die Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag meldete. Ein Vertreter des Ministeriums für Wasserressourcen sagte, der See sei mittlerweile auf mehr als 725 Meter angestiegen und damit nur noch 26 Meter unter unterhalb seiner niedrigsten Begrenzung.