Arbeitsblatt: Bob Marley
Material-Details
Kurze Biografie über Bob Marley zum Thema Reggae
Musik
Anderes Thema
7. Schuljahr
3 Seiten
Statistik
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12.11.2008
Autor/in
Mario Bokstaller
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Musikunterricht: Reggae BOB MARLEY Robert Marley wurde am 6. Februar 1945 in einem kleinen Dorf in den Bergen Jamaikas geboren. Seine Mutter war eine 18jährige Farbige und sein Vater ein 50jähriger Offizier der englischen Armee. Die Heirat der beiden war ein riesiger Skandal und führte zum Ausscheiden Captain Marleys aus der Armee. Schon bald verliess er seine Frau und Cadella Marley musste nun selber für sich und ihren Sohn aufkommen – sie eröffnete einen kleinen Gemüseladen. Als Bob 5 Jahre alt war holte Vater Marley seinen Sohn unter einem Vorwand nach Kingston. Angeblich sollte er dort eine bessere Ausbildung erhalten. Doch Bob wurde zu einer älteren Frau gebracht, die ihn vor seiner Mutter verstecken sollte. Cadella fand ihren Sohn nach einem Jahr durch einen Zufall wieder und holte ihn nach Nine Miles zurück. Zu dieser Zeit stand Bob unter grossem Einfluss seiner Verwandten. Vor allem von seinem Grossvater lernte er Geschichten über Jamaika und die Rastafaris. Die Religion sollte in Marleys Leben noch eine bedeutende Rolle spielen. Ein enger Verwandter, zeigte Bob die ersten Griffe auf der Gitarre. Bob war damals 12 Jahre alt und seine Mutter entschied sich, nach Kingston zu gehen, um dort mehr Geld zu verdienen. Bob sollte nachkommen, sobald sie Arbeit und eine Wohnung gefunden habe. Nachdem er einige Zeit bei seiner Tante gelebt hatte, zog Bob zu seiner Mutter nach Kingston, in eines der Slums, das Trenchtown hiess. Einer von Bobs engsten Freunden war Neville Bunny Livingstone. Mit ihm zusammen lernte er Geschichten über Mythen und Magie. Gemeinsam entdeckten sie ihre Leidenschaft für Musik. Er und Bunny erhielten in Trenchtown ihren ersten richtigen Musikunterricht bei Joe Higgs. Joe war einer der ersten jamaikanischen Musiker, die eine Platte aufgenommen hatten. Durch ihn lernten die beiden Peter Tosh kennen. Mit 14 Jahren verliess Bob die Schule; nicht weil er unbegabt oder zu faul war, sondern um Geld zu verdienen. Er fand eine Stelle als Schweisser. Er mochte diese Arbeit nicht. Bald kündete er die Stelle um sich ganz der Musik zu widmen. Er gründete mit seinen Kumpels Bunny Livingstone und Peter Tosh eine Band. Die „Wailers, entstanden 1961 in Kingston. Die Wailers spielten anfangs vor allem den schnellen Ska. Bis zum Ende der 60er Jahre wurden zusätzlich Teile der jamaikanischen Volksmusik dazugenommen. Die Wailers verlangsamten den Beat ihrer Songs und bald entstand der Reggae, der zur Musik der jamaikanischen Slums wurde. Bob begann sich mehr und mehr mit der Religion der Rastafari zu identifizieren. Die Glaubensgemeinschaft der Rastafaris benutzte den Reggae um die soziale Situation der Schwarzen in dieser Zeit darzustellen; auch wenn nicht alle Rastas schwarz waren, handelten die Texte doch meist von der Unterdrückung der Schwarzen und der Sklaverei. Die Reggae-Anhänger hatten es sich zum Ziel gemacht, die Menschen zu vereinen und die Unterdrückung abzuschaffen. Sie glaubten, der äthiopische Kaiser Hail Selassie sei der lebendige Jah. Auch das Rauchen von Marihuana galt bei den Rastas als heilig. Doch dadurch gewannen sie nicht gerade den Zuspruch der Gesellschaft. Rastafaris erkannte man auch an ihren Dreadlocks, die ihnen ein löwenartiges Aussehen gab. 1967 gründete Bob Marley sein eigenes Label. Dieses ging aber nach einem Jahr Pleite. Bob und die Wailers lernten den Produzenten Lee Perry kenne, der ihnen in Jamaika zum Durchbruch verhalf. Als 1970 die Brüder Barrett am Schlagzeug und am Bass hinzu stossen, galten die Wailers als beste Band der Karibik. Nach einigen US-Auftritten im Vorprogramm Bruce Springsteens nahmen sie 1973 das Album Burnin\ auf, das Lieder wie Get Up, Stand Up und I Shot The Sheriff beinhaltete. Als eine Coverversion von Eric Clapton kurz danach in den USA die Spitze der Singlecharts eroberte, war der Durchbruch geschafft. Die meisten Menschen konnten, obwohl sie die Musik Bob Marleys liebten, den Inhalt der Texte nicht ganz nachvollziehen. Die Aussagekraft dieser wurde jedoch nie in Frage gestellt, da er in seinen Texten von Tatsachen berichtete. Meist konnten nur die Menschen aus den Ghettos seine Texte wirklich verstehen, da den anderen die Situation, die Gefahren und die Probleme der Leute in den Ghettos nicht bewusst war, denn sie hatten sich davor noch nie damit beschäftigt. Das erste Lied, in dem Marley eindeutig alle Unterdrückten dazu aufrief, aufzustehen und für ihre Rechte zu kämpfen, war Get Up, Stand Up. Marley war nun ein gefragter Weltstar, der versuchte, Ruhe in die katastrophale Politik seines Landes zu bringen. Bei einem Aufenthalt in Kingston im Dezember 1976 drangen bewaffnete Männer in sein Haus ein und beschossen ihn. Er kam mit einer leichten Verletzung davon, trat später trotzdem noch auf einem Benefizkonzert auf. Im selben Jahr reiste Marley zum ersten Mal nach Afrika. 1980 stand Bob Marley auf dem Höhepunkt seiner Karriere. In Mailand spielte er vor dem grössten Publikum seines Lebens. 100 00 Leute kamen, um ihn singen zu hören. Niemand ahnte, dass Marley jedoch kurz vor seinem Tod stand. Während einer Tour, auf welcher er sein neues Album „Exodus vorstellte, zog sich Marley beim Fussballspielen mit seinen Kumpels eine schwere Fussverletzung zu, die nicht heilen wollte. Die Ärzte sagten zu ihm, er müsse sich den Fuss amputieren lassen. Doch Bob weigerte sich, auch aus religiösen Gründen. Schon bald darauf brach er im Central Park in New York beim Joggen zusammen. Es liess sich sofort von Ärzten untersuchen die Diagnose stand fest: Gehirntumor. Zwar entschied er sich sofort für eine Behandlung, doch es war schon viel zu spät. Der Krebs wucherte in seinem ganzen Körper. Die Ärzte gaben ihm keine Überlebenschancen. Eine umstrittene Therapie mit einem Naturheilverfahren in München brachte auch keine Besserung. Marley wollte in Jamaika sterben. Im Jahre 1981, im blühenden Alter von nur 36 Jahren, starb Bob Marley auf dem Weg zurück in seine Heimat. Er wurde in Nine Miles, in der Nähe seines Geburtsortes, begraben. Seine Frau verwaltete sein enormes Vermögen von ca. 30 Millionen Dollar. Doch bald kam es zu widerlichen Erbschaftskämpfen zwischen Produzenten, Plattenfirmen und seiner Familie. Bobs Bemühungen um Frieden waren nur wenig erfolgreich gewesen. Die Wailers verliessen wegen anhaltender Gewalttätigkeiten Jamaika. Peter Tosh, Ex-Wailer, wurde in Kingston ebenso ermordet, wie der Drummer der Band, Carlton Barret. Viele Jahre nach seinem Tod ist Bob Marley nach wie vor eine der wichtigsten Figuren der Musikgeschichte. Seine Alben sowie unzählige Best-of verkaufen sich weiterhin mit ungebrochenem Erfolg. Viele seiner Lieder sind allgemeines Kulturgut. Seine Frau geht noch weiter und sagt: Bob war kein normaler Mensch. Er war einer von jenen, die einmal alle 2000 Jahre erscheinen.