Arbeitsblatt: Kommunikationsstile

Material-Details

Theorie von F. Schulz von Thun
Lebenskunde
Kommunikation / Medien
8. Schuljahr
8 Seiten

Statistik

32708
1624
39
15.01.2009

Autor/in

Tobias Binz
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Kommunikationsstile Die vier Seiten einer Nachricht Einleitung Das Kommunikationsquadrat ist das bekannteste und inzwischen auch weit verbreitete Modell von Friedemann Schulz von Thun. Bekannt geworden ist dieses Modell auch als Vier-Ohren-Modell. Die vier Ebenen der Kommunikation haben nicht nur Bedeutung für das private Miteinander, sondern auch und vor allem für den beruflichen Bereich, wo das Professionelle und das Menschliche ständig miteinander verzahnt sind. Was bedeutet für dich dieser Satz: Gehe und hole mir einen Stift! Diskutiert die Bedeutung des Satzes kurz zu zweit! Wie funktioniert unsere Kommunikation? Wenn ich als Mensch etwas von mir gebe, bin ich auf vierfache Weise wirksam. Jede meiner Äußerungen enthält, ob ich will oder nicht, vier Botschaften gleichzeitig: Was haben diese vier Eben für eine Bedeutung? Sachebene Appellseite Beziehungsseite Selbstsicht Beispiel: Aussage der Mutter • eine Sachinformation (worüber ich informiere) blau • eine Selbstkundgabe (was ich von mir zu erkennen gebe) grün, • einen Beziehungshinweis (was ich von dir halte und wie ich zu dir stehe) gelb, • einen Appell (was ich bei dir erreichen möchte) rot. Lösung: Gruppenarbeiten Auf der Sachebene des Gesprächs steht die Sachinformation im Vordergrund, hier geht es um Daten, Fakten und Sachverhalte. Dabei gilt zum einen das Wahrheitskriterium wahr oder unwahr (zutreffend/nicht zutreffend), zum anderen das Kriterium der Relevanz (sind die aufgeführten Sachverhalte für das anstehende Thema von Belang/nicht von Belang?) und zum Dritten erscheint das Kriterium der Hinlänglichkeit (sind die angeführten Sachhinweise für das Thema ausreichend, oder muss vieles andere auch bedacht sein?) Für den Sender gilt es also den Sachverhalt klar und verständlich zu vermitteln. Der Empfänger, der das Sachohr aufgesperrt hat, hört auf: die Daten, Fakten und Sachverhalte und hat entsprechend der drei genannten Kriterien viele Möglichkeiten einzuhaken. Selbstkundgabe: Wenn jemand etwas von sich gibt, gibt er auch etwas von sich Jede Äußerung enthält auch, ob ich will oder nicht, eine Selbstkundgabe, einen Hinweis darauf, was in mir vorgeht, wie mir ums Herz ist, wofür ich stehe und wie ich meine Rolle auffasse. Dies kann explizit (Ich-Botschaft) oder implizit geschehen. Dieser Umstand macht jede Nachricht zu einer kleinen Kostprobe der Persönlichkeit, was dem Sender nicht nur in Prüfungen und in der Begegnung mit Psychologen einige Besorgnis verursachen kann. Während der Sender also mit dem Selbstkundgabe-Schnabel, implizit oder explizit, Informationen über sich preis gibt, nimmt der Empfänger diese mit dem Selbstkundgabe-Ohr auf: Was sagt mir das über den Anderen? Was ist der für einer? Wie ist er gestimmt? etc. Die Beziehungsseite. Ob ich will oder nicht: Wenn ich jemanden anspreche, gebe ich (durch Formulierung, Tonfall, Begleitmimik) auch zu erkennen, wie ich zum Anderen stehe und was ich von ihm halte — jedenfalls bezogen auf den aktuellen Gesprächsgegenstand. In jeder Äußerung steckt somit auch ein Beziehungshinweis, für welchen der Empfänger oft ein besonders sensibles (über)empfindliches BeziehungsOhr besitzt. Aufgrund dieses Ohres wird entschieden: Wie fühle ich mich behandelt durch die Art, in der der andere mit mir spricht? Was hält der andere von mir und wie steht er zu mir? Appellseite: Wenn jemand das Wort ergreift und es an jemanden richtet, will er in der Regel auch etwas bewirken, Einfluss nehmen; den anderen nicht nur erreichen sondern auch etwas bei ihm erreichen. Offen oder verdeckt geht es auf dieser Ebene um Wünsche, Appelle, Ratschläge, Handlungsanweisungen, Effekte etc. Das Appell-Ohr ist folglich besonders empfangsbereit für die Frage: Was soll ich jetzt machen, denken oder fühlen? Schulz von Thun Ergänze die Aussagen/ Fragen jeweils mit dem richtigen Begriff! Übungen: Tamiana zu Florian: Du schreibst überhaupt nicht schön! Floh zu Lea: Du kannst aber sehr gut rudern! Burcu und Steffi stehen auf der Treppe im Schulhaus: Wann gehen wir endlich ins Turnen? Remo und Tim schreien am FCL Match aufs Spielfeld: Schiri, pfeife doch endlich mal richtig! Larissa sagt zu Herr Koller: Ich verstehe überhaupt nichts in Mathe! Er Zimmermann meint in der Musik am Ende der Lektion: Ihr alle singt wirklich toll! Eigene Beispiele: Eigene Beispiele