Arbeitsblatt: Kommunikation

Material-Details

Unterrichtsreihe über das Thema Kommunikation
Deutsch
Gespräche
8. Schuljahr
46 Seiten

Statistik

40077
2090
143
14.05.2009

Autor/in

Kein Spitzname erfasst
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

PHZH, Herbstsemester 2008 DE 251 – Fachpraktikum Deutsch Eine Unterrichtseinheit zum Thema «Kommunikation» 1 1. Einleitung Vorliegende Unterrichtseinheit wurde für eine 1. Klasser der Sekundarstufe 1 geplant und im Rahmen des Fachpraktikums Deutsch durchgeführt. Während sieben Lektionen wird das Thema „Kommunikation behandelt, wobei Akzente auf den Sprecher und Hörer gelegt werden. Ersterer bietet den Einstieg ins Thema. Anhand der Theorie von Watzlawick und Schulz von Thun erfahren die Schülerinnen und Schüler grundlegende Prinzipien und Merkmale der mündlichen Kommunikation, welche sie stets aufgefordert werden aktiv umzusetzen. Die anschliessende Sequenz zum Hörer basiert auf den Prinzipien und Merkmalen des aktiven Zuhörens. Auch hier werden die Schülerinnen und Schüler stets aufgefordert sich aktiv am Unterricht zu beteiligen. Als roter Faden durchs ganze Thema führt der Film „creatures comfort. Darin unterhalten sich unterschiedliche Tiere eines Bauernhofes über Kommunikation. Dieser Film enthält alle Aspekte des Sprechers wie auch des Hörers und bietet genügend Beispiele sich mit der Thematik auf interessante und humorvolle Weise auseinanderzusetzen. Die Inhalte vorgestellter Sequenz sind folgendermassen dargestellt: Als Basis dient die Grobplanung. Darin sind die wichtigsten Punkte in Kürze enthalten sowie die zentralen Lernziele aufgelistet. Anschliessend folgen die Checklisten zu den einzelnen Lektionen sowie die dazugehörenden Arbeitsblätter. In einem letzen Kapitel erläutern wir noch kurz Beispiele, wie die Lektion abgeschlossen werden kann (mündlich, schriftlich, etc.) 2 3 2. Grobplanung Deutsch Fachpraktikum: 6 Blöcke à 2 Lektionen Schwerpunkt sprachlicher Teilbereich: Kommunikation Block Thema Inhalte Lernzielinhalte 1 Verbalität Nonverbalität Film als Einstieg ins Thema Sammeln von Informationen aus dem Film Blatt verbal/nonverbal Übung zur Verbalität Wortschatzerweiterung Praktisches Anwenden von Beispielen Aktives Zuhören und Beobachten Man kann nicht nicht kommunizieren 2 Vier Schnäbel Quiz zur letzen Lektion Übung zu den vier Schnäbeln Arbeitsblatt Theorie Kommunikationsquadrat Relation Schnabel Umfeld Lehrzielkontrolle vom letzen Mal Bewusst werden über Ausdruckswege 3 Vier Ebenen Cartoon zur Auffrischung „Gemeint – gesagt – gehört – verstanden? Erkennen der vier Ebenen bei einem Bsp. 4 Zuhören Hörspiel Strategien aktives zuhören erarbeitete Zuhörstrategien anwenden können 5 Aktives Zuhören Theorie Beispiele Sch. verbinden Theorie und Praxis Kennen Merkmale des aktiven Zuhörens 6 Aktives Zuhören Rollenspiel Beobachten und Beschreiben Warum aktiv zuhören? Merkmale des aktiven Zuhören selbst anwenden 7 Abschluss Du dartst Vier Ohren Einordnen Feedback Die Sequenzen sind abgeschlossen und alle Sch. haben Ordnung 4 3.1 Woche 1 Checkliste Lektion 1 (erste Hälfte der Lektion) Tipps Erkenntnisse bzgl. Fachdidaktik aus dem letzen Gespräch • Keine da erste Lektion Beobachtungsfragen, welche die Fachdidaktik betreffen • Können Schüler einem Film zentrale Informationen entnehmen? • Können die Schüler die gesammelten Informationen wiedergeben? Lernziele • Jeder Schüler jede Schülerin kann drei eigene Beispiele zu Verbalität, Nonverbalität und Paraverbalität nennen. Aufträge so wie sie den SuS präsentiert werden • Film: Im folgenden Film werden sich unterschiedliche Tiere über Kommunikation unterhalten. Notiert euch, was sie über Gespräche und weitere Sprechanlässe sagen und beobachtet dabei auch, welche Mittel sie zusätzlich zum Ausdruck bringen • Folie: Ihr werdet der Klasse nun euere Beobachtungen mitteilen und ich werde sie am Hellraumprojektor aufschreiben (LP gruppiert die Aussage in drei Kategorien: verbal, nonverbal, paraverbal. Die Schüler und Schülerinnen kennen die Kategorien noch nicht. Anschliessend suchen wir im Plenum nach geeigneten Übertiteln für die Kategorien. Abschliessend werden die neuen Begriffe eingeführt. Anforderungen an die Sprachkompetenz • Voraussetzungen: Die SuS können sich während fünf Minuten auf einen Film konzentrieren und daraus zentrale Informationen entnehmen. Alle SuS beherrschen die deutsche Sprache. 5 • Vorwissen: Es braucht kein Vorwissen bezüglich des Themas Kommunikation, da der Film als gemeinsamer Einstieg ins Thema geplant ist. • Neues: Gemeinsam werden Informationen zusammengetragen, Notizen ausgetauscht und neue Begriffe gelernt and angewandt. • Schwierigkeiten: Es könnte sein, dass die SuS durch den Film „abgelenkt sind und sich weniger auf dessen Inhalt konzentrieren als auf dessen Aufmachung. Ferner bringt der Film viele Informationen mit sich, welche während dem Schauen aufgeschrieben werden müssen und auch gleich mit neuen Informationen ergänzt werden. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass allen SuS dieselben Infos geblieben sind. Nötige Hilfestellungen Zur Übertragung des Films werden Laptop, Film, Beamer und AudioAusgang benötigt. Für das anschliessende Zusammentragen ist ein erstelltes Arbeitsblatt pro Schüler plus eine Folie für die Lehrperson vorbereitet. Lehrmittel Für die vorgesehene Sequenz werden keine Lehrmittel gebraucht. Beurteilungskriterien Das Lernziel ist dann erreicht, wenn jeder Schüler und jede Schülerin benennen kann, was Nonverbalität von Verbalität unterscheidet und dies mit einem eigenen Beispiel ergänzen kann. Didaktische Begründung Auftrag Begründung Film Der Einstieg ins neue Thema findet gemeinsam statt. Auf humorvolle Weise werden die SuS ans neue Thema herangeführt. Da kaum Vorwissen vorhanden sein wird, eignet sich dieser Einstieg, um gemeinsam den Grundstein für folgende Zusammenarbeit zu legen und im Plenum ein Basiswissen zu erarbeiten. Folie Die Folie dient dazu die Notizen zu sammeln und das Beobachtete 6 festzuhalten. Die SuS bringen eigene Beispiele, welche kategorisiert werden. Durch eine eigene Überschrift pro Kategorie müssen die SuS erst Gemeinsamkeiten innerhalb einer Gruppe oder Unterschiede der Gruppen untereinander herausfinden. Sie haben sich die Grundlagen so selbst erarbeitet und es werden nun die Fachbegriffe im bekannten Kontext eingeführt. Checkliste Unterrichtsplanung: 1. Lektion, 2. Hälfte • Beobachtungsfragen, welche die Fachdidaktik betreffen Können die SuS während der Diskussion zur These von Watzlawick (Man kann nicht nicht kommunizieren) selbst ihre mündlichen Beiträge gekonnt mit Verbalem, Nonverbalem und Paraverbalem ausdrücken? Können sie die These mit Aussagen, welche die neu gelernten Fachbegriffe richtig beinhalten, diskutieren, also unterstützen oder verwerfen? Sind die SuS in der Lage ihre Rollen mit dem Augenmerk auf Verbalem, Nonverbalem und Paraverbalem, in einem kurzen Rollenspiel nachvollziehbar und gekonnt zu übernehmen, evtl. gar der Klasse vorzuführen? Können die SuS in den vorgeführten Rollenspielen Verbales, Nonverbales und Paraverbales erkennen und benennen? • Lernziele Die SuS sind in der Lage die neu gelernten Begriffe in der Diskussion richtig zu verwenden. Die SuS sind können die einzelnen Aspekte der Kommunikation in einem kurzen vorgeschriebenen Rollenspiel stimmig einsetzen. Die SuS sind imstande die einzelnen Begriffe bei einem ihnen unbekannten Rollenspiel von aussen zu erkennen und zu benennen. • Aufträge, so wie sie den SuS präsentiert werden Die These von Watzlawick wird den SuS schriftlich an der WT präsentiert. Dazu wird die Frage gestellt, ob sie mit dieser Aussage einverstanden seien oder nicht und weshalb. 7 Am Ende der Diskussion sollen die SuS die verschiedenen Definitionen von Kommunikation kurz auf ihr Arbeitsblatt notieren, welche ich am Schluss zusammenfasse. Den SuS wird ein Rollenspiel angekündigt. Zuerst werden ihnen die Rahmenbedingungen mündlich und schriftlich auf dem OHP (als Erinnerungsstütze) mitgeteilt. (Gruppenform, Zeit, Ausführung, zu beobachtende Punkte, Endprodukt) Den SuS werden dazu Rollenbeschreibungen auf Kärtchen aufgezeigt. Die Lehrpersonen führen eine kurze exemplarische Aufführung dazu vor. Anschliessend werden die Kärtchen mit den Rollenbeschreibungen ausgeteilt. • Anforderungen an Sprachkompetenz Voraussetzungen sind, dass die SuS im Allgemeinen wissen, was es bedeutet zu kommunizieren und dies mit den grundlegenden Regeln können. Zurückgreifen kann man auf typische Kommunikationsabläufe, welche den SuS aus ihrem eigenen Alltag bekannt sind. (Zum Beispiel: Begrüssung, Small Talk, ElternKindKonflikt) Neu eingebracht werden muss, dass von gewissen Begriffen, z. B. der Kommunikation, verschiedene Definitionen existieren. Wichtig ist dabei zu beachten, von welchen Annahmen man ausgeht. (Eine Definition stammt zum Beispiel von Watzlawick (Kommunikation Verhalten)) Da ich die Klasse noch nicht gut kenne, ist es schwierig abzuschätzen, was ihre Fähigkeiten sind und wie geübt und mutig sie in Diskussionen und Rollenspielen auftreten. Dazu handelt es sich um ein sehr komplexes Thema. Um zum einen Kommunikation analysieren zu können, muss man empathisch erkennen (Was will das Gegenüber oder wollen Dritte ausdrücken, was fühlt es?) und einzelne Aspekte begreifen und benennen können. (Von der ganzen Kommunikation geht man auf deren einzelne Teilaspekte ein, analysiert diese (Verbales, Nonverbales und Paraverbales), um diese dann wieder zusammen zu fügen und schlussendlich die beobachtete Kommunikation neu wahrnimmt/erkennt) Auf der anderen Seite, braucht es um gut/erfolgreich kommunizieren zu können verschiedene Fertigkeiten, sei dies mündlich, Metawissen, realistische Selbsteinschätzung • Nötige Hilfestellungen 8 In der Diskussion kann die Lehrperson bei Schwierigkeiten mit offenen Fragen zu neuen Gedankengängen und weiteren Fragen und Stellungnahmen anregen. Damit sich die SuS ein besseres Bild davon machen können, wie das Endprodukt des Rollenspieles aussehen kann/soll, wird ihnen eines zur Veranschaulichung vorgeführt. • Lehrmittel (Seitenzahlen) und evtl. ergänzende Materialien Kärtchen mit den Rollenbeschreibungen. (Bsp.: Ihr seid zwei Nachbarn, welche sich auf der Strasse antreffen, begrüssen und richtig nett und höflich Smalltalk führen. In Wirklichkeit können ihr euch aber gegenseitig überhaupt nicht leiden.) • Beurteilungskriterien Die beobachtenden SuS müssen die Vorführungen (sie kennen die Rollen der Vorführenden nicht!) nach Kriterien, was das Verbale, Nonverbale und Paraverbale analysieren und den Kommunikationstyp erkennen können. (Zum Beispiel: verbal: schimpft; nonverbal; aggressive Haltung, Fäuste; paraverbal: laut Streit) • Didaktische Begründung Durch das Besprechen der These, soll den SuS bewusst werden, dass Kommunikation bei weitem nicht nur aus Verbalem besteht. Nonverbales und Paraverbales nehmen je nach Kommunikationstyp einen gleich bedeutenden oder gar wichtigeren Stellenwert ein, was die Hauptaussage betrifft. Durch die verschiedenen Definitionen von Kommunikation soll ihnen bewusst werden, dass Kommunikation zudem keine scharfe Grenze kennt. Es gibt zum Beispiel Situationen, in denen man unbewusst oder ungewollt Signale an die Mitmenschen sendet, also indirekt mit ihnen kommuniziert. Dazu können die SuS in einer Diskussion die neu gelernten Begriffe versuchen anzuwenden. Dies wird dann weiter übernommen für das Rollenspiel. Hier müssen sie die neuen Begriffe, benennen, in der Kommunikation erkennen und gar selbst, je nach Rolle, entsprechend vorführen können. 9 1 1 Du bist beleidigt und zeigst Du willst dich für dein dies deinem Gegenüber Verhalten entschuldigen, deutlich. Auf Versöhnungs traust dich aber nicht versuche lässt du dich nicht recht. Du brauchst einige so einfach ein, lässt sie/ihn Anlaufsversuche. zappeln. 2 Ihr trefft euch auf der Strasse und begrüsst euch laut und überschwänglich. Danach plaudert ihr nett miteinander (Samlltalk). Jedoch mögt ihr euch eigentlich gegenseitig überhaupt nicht. 3 3 Als Elternteil erkundigst du Als Nachwuchs lügst du dich bei deinem Nachwuchs, deinen Elternteil an, du ob die Hausaufgaben schon hättest die HA schon erledigt wurden, ahnend, dass erledigt und willst so dem nicht so ist. Du bohrst schnell wie möglich vom nach. Thema ablenken. 4 4 Enthusiastisch erzählst du Dich interessiert der deinem Gegenüber alles, was Redeschwall deines dich beschäftigt und freust Gegenübers nicht dich jemanden zum Reden zu sonderlich und versuchst haben. Du bist komplett in dein dich möglichst höflich 10 Erzählen vertieft. aus dem Gespräch auszuklinken, was nicht auf Anhieb klappt. 5 5 Du sitzt im Zug und liest Du sitzt im Zug und dir deine Zeitung, wobei du deine ist langweilig. Du bist Ruhe haben willst. Auf Fremde, neugierig auf dein Sitz die schwatzen wollen reagierst nachbar und sprichst ihn du allergisch und versuchst sie an. Bleib hartnäckig. so schnell wie möglich ab zuwimmeln. 6 6 Du hast eine neue Frisur, Die neue Frisur deines/r Welche dich nicht wirklich Freundes/in gefällt dir Überzeugt. Du fragst deinen überhaupt nicht, sie ist Freund/in, erwartungsvoll, was schrecklich. Du ver er/sie davon halte, um Unter suchst ihm/ihr dies stützung und Bestätigung zu durch die Blume mit zu bekommen. teilen. 7 7 Enthusiastisch erzählst du Dich interessiert der deinem Gegenüber alles, was Redeschwall deines dich beschäftigt und freust Gegenübers nicht dich jemanden zum Reden zu sonderlich, tust jedoch haben. Du bist komplett in dein so, als ob du zuhören Erzählen vertieft, bis du merkst, würdest. Du hast keine dass er/sie dir nicht richtig zuhört Ahnung worum es geht. und Rückfragen stellst. 8 8 11 Du bist der Boss einer grossen Als kleiner Angestellter Firma und hast ein gutes, erfüllt dich der Anblick jedoch distanziertes Verhältnis deines Bosses mit Ehr zu deinen Angestellten. Du bist furcht. Du suchst nach interessiert, was dein/e Ange einem Weg ihn um eine stellte/r von dir will. Gehaltserhöhung zu bitten. Bist dabei sehr scheu. 9 9 Dir wurde dein Handy ge Du hast das Handy nicht Stohlen und du vermutest, gestohlen und verteidigst dass es dein Gegenüber war. dich bis zum bitteren Zuerst fragst du nur nach, Ende. hakst nach Verneinung nach und behauptest am Schluss, immer wütender er/sie sei es ganz gewiss gewesen. 10 10 Du stehst vor der Kasse mit Genervt stehst du im einem Getränk und musst auf Abendverkauf und musst den Zug, der in wenigen jetzt auch noch diesen Minuten fährt. Du bittest die rotzfrechen Bengel vor Person vor dir, mit grossem lassen. Einkauf dich durchzulassen. 12 Kommunikation Grundbegriffe Definition: Unter Kommunikation (lat. Mitteilung, Unterredung) versteht man den wechselseitigen Austausch von Gedanken in Sprache (verbal) mit bestimmter Betonung (paraverbal), und den Einsatz von Gestik und Mimik (nonverbal). Beispiele: verbal nonverbal paraverbal Notizen: 13 Checkliste Unterrichtsplanung: 2. Lektion • Beobachtungsfragen, welche die Fachdidaktik betreffen Ist den SuS bewusst, dass jede Aussage/Kommunikation mehrere Ebenen besitzt? Das heisst vor allem, ist ihnen klar, dass ein Satz mehr beinhalten kann als nur reine Information? (Also nach Schultz von Thun die Appell, Selbstoffenbarungs, Sach und Beziehungsebene.) Sind die SuS im Unterricht in der Lage nach vorgespielten Beispielen mit Beobachtungsauftrag dazu diese Ebenen mit eigenen Worten zu benennen oder zu erklären? Es kann sein, dass die SuS die verschiedenen Ebenen ansprechen, ohne sich dessen bewusst zu sein, jedoch zeigt dies eine gewisse Sensibilität gegenüber der Kommunikation. Sind die SuS in der Lage ihre gesammelten Begriffe und Erklärungen, welche von der Lp nach den vier Ebenen aufgeteilt gruppiert werden, einen Übertitel zu geben? Hier leistet die Lp Hilfestellung indem sie eine gewisse Ordnung in die Beobachtungen bringt. Dazu stellt sich die Frage, ob die SuS nach dieser Ordnung gewisse Gesetzmässigkeiten innerhalb und zwischen den Gruppen erkennen können, und wie schon erwähnt, passend benennen können. Nach der gemeinsamen Erarbeitung der vier Schnäbel gemäss Schultz von Thun (vier Ohren werden noch bewusst weggelassen, siehe erster Punkt!) wird den SuS ein AB ausgeteilt mit typischen Aussagen des Schulalltages. Hier zeigt sich, ob die SuS in zweier Gruppen in der Lage sind die vier Ebenen erkennen und die Beispiele danach erklären können. • Lernziele Die SuS festigen durch die Repetition (Quiz am Anfang der Stunde) die Begriffe verbal und nonverbal der letzten Stunde und können Arbeitsaufträge, welche diese in der aktuellen Stunde beinhalten, korrekt ausführen. Die SuS kennen die vier Ebenen nach Schultz von Thun und können diese bei Beispielen erkennen und erklären. Die SuS sind in der Lage sich verschiedene typische Aussagen zu den vier Ebenen auszudenken und diese evtl. auch entsprechend vorzuführen. Die SuS sind sich anhand der Erklärung und des bearbeiteten ABs bewusst, dass jede Aussage alle vier Ebenen beinhaltet, jedoch meist eine oder zwei davon gewichtet sind. 14 • Aufträge, so wie sie den SuS präsentiert werden Zu Beginn der Stunde sollen die SuS verschiedene vorgespielte Aussagen nach folgenden Fragen beobachten: Was sind das für Personen die da vorsprechen? Was sagen sie mit ihren Aussagen alles aus? Hört und schaut genau hin! Diese Sätze sollen die SuS zuerst in ihr Notizheft schreiben, anschliessend werden sie sich immer nach jeder Vorführung Notizen machen. Arbeitsblatt wird die Aussage beinhalten und die klare Aufforderung diese nach den vier Ebenen zu analysieren/zu erklären. Ein Beispiel wird dabei sein. Falls am Ende der Stunde noch Zeit vorhanden ist, sollen die SuS sich in 2er Gruppen typische Aussagen zu den vier Ebenen ausdenken und diese vorspielen. • Anforderungen an Sprachkompetenz Diese Lektion geht vor allem auf die Metaebene betreffend Kommunikation ein. SuS müssen in einem ersten Schritt, beim Beobachten der vorgespielten Situationen, ein Feingefühl haben, um das Ungesagte durch das Gesagte zu erkennen. Das heisst, dass sie alles, was die Kommunikation in diesem Moment betrifft (Wer spricht, verbale/nonverbale Aussage) in Betracht ziehen und zueinander in Verbindung bringen müssen. Ein weiterer Schritt wird sein, das Wissen der Metaebene anwenden zu können, indem die SuS sich selber Beispiele zu den vier Ebenen ausdenken und vorspielen können. Um diese nachvollziehbar vorspielen zu können müssen die SuS alle Aspekte der Kommunikation mit einbeziehen (Rollenbewusstsein, nonverbales Verhalten). • Nötige Hilfestellungen Die Lp hilft den SuS zu Beginn der Stunde, wenn die Beobachtungen zu den vorgespielten Beispielen auf dem OHP gesammelt werden. Die Lp gruppiert die gesammelten Beobachtungen nach den vier Ebenen auf (ohne diese anzuschreiben oder zu benennen). Dadurch erhalten die SuS Anhaltspunkte für die bevorstehende Theorie, welche sie selbst (hier die vier Überbegriffe) entdecken sollen. 15 • Lehrmittel (Seitenzahlen) und evtl. ergänzende Materialien In dieser Lektion wird evlt. mit Filmausschnitten und einem Arbeitsblatt gearbeitet. • Beurteilungskriterien Sind die SuS in der Lage bei der Beobachtungsaufgabe verschiedene Ebenen zu benennen, ohne sich derer wirklich bewusst zu sein? Können sie diese umschreiben oder mit Begriffen benennen? Können die SuS bei eigenen Beispielen durch Veränderung der Aussagen, der Nonverbalität, der Lautstärke mit der Hauptebene oder gewichteten Ebene spielen? Das heisst, erkennen sie, was sie bei einer Aussage verändern müssen, damit diese eher einer entsprechenden Ebene zugeordnet werden kann? • Didaktische Begründung Den SuS soll die Komplexität der Sprache Schritt für Schritt bewusst werden. In dieser ersten Lektion lernen sie, dass jede Aussage verschiedene Informationen beinhaltet, man diese nach Ebenen aufteilen kann und meist eine oder zwei mehr gewichtet sind. Dieses Metawissen ist Voraussetzung für besseres Zuhören (Was will der andere mir ALLES sagen) und regt zum Überdenken von eigenen Aussagen an (Was teile ich mit dieser Aussage ALLES mit?) In dieser Lektion wird auf den ersten Aspekt der Kommunikation zwischen zwei Menschen eingegangen, nämlich der Aussage. In einer weiteren Stunde werden wir dann speziell auf das Zuhören (vier Ohren) eingehen und daraus folgend auf Teufelskreissituationen in der Kommunikation. 16 17 18 Checkliste Unterrichtsplanung: 3. Lektion • Beobachtungsfragen, welche die Fachdidaktik betreffen Können sich die SuS an die Begriffe der letzten Lektion (4 Ebenen) erinnern, wenn sie vier typische Situationen, welche ihnen zu Beginn der Stunde vorgespielt werden beschreiben? Das heisst benutzen sie die eingeführten Begriffe bei ihrer Beschreibung der vorgespielten Sequenzen? (Wie Lernzielüberprüfung von letztem Mal HAKontrolle, mussten Theorieteil lesen: Haben sie davon etwas verstanden, können sie es anwenden und wenn, dann richtig?) In folgenden Sequenzen werden durch visualisierte Beispiele, Comic Ausschnitten, Radiohörbeispiele, DVD Ausschnitten (Diesmal klappt es hoffentlich!) die vier Ebenen behandelt, dies jedoch ohne explizite Nennung davon. Merken die SuS welche Seite der Kommunikation gerade vertieft behandelt wurde, nachdem sie die Beispiele dazu allgemein beschrieben und besprochen haben? In einem weiteren Schritt werden die SuS zu jeder Seite in 2er Gruppen sich selbst Situationen ausdenken in welcher eine Ebene stark zum Tragen kommt. Abschliessend und falls Zeit vorhanden werden sich die SuS mit einem Comic oder Hörbeispiel auseinandersetzen, in welchem etwas komplexer ein Streitgespräch oder Missverständnis vorkommt. Hier sollen sie beschreiben, was sie alles feststellen können und evtl. gelingt es ihnen auch Beschriebenes einer der vier Ebenen zuzuordnen. • Lernziele Die SuS repetieren und erinnern sich durch 4 einleuchtende Beispiele pro Ebene an die letztmals vier eingeführten Begriffe und nennen diese in der Beschreibung. (Anmerkung: Dieses Lernziel wird wahrscheinlich nicht erfüllt, jedoch finde ich es wichtig dies zu überprüfen, damit ich selber erfahre, wie viel in der letzten Stunde effektiv bei den SuS hängen geblieben ist oder nicht. Solche Erfahrungen, denke ich, ermöglichen mir in Zukunft ein besseres Abschätzen, was das Erreichen von Lernzielen betrifft.) Die SuS sind in der Lage die vertieft behandelten Seiten im Nachhinein zu erkennen und zu benennen. Die SuS sind in der Lage sich verschiedene typische Aussagen zu den vier Ebenen auszudenken und diese evtl. auch entsprechend vorzuführen. • Aufträge, so wie sie den SuS präsentiert werden 19 Zu Beginn der Stunde sollen die SuS verschiedene vorgespielte Aussagen nach folgenden Fragen beobachten: Was sind das für Personen die da vorsprechen? Was sagen sie mit ihren Aussagen alles aus? Hört und schaut genau hin! Welcher Ebene könnt ihr das Beispiel vor allem zuordnen. Beobachtet die folgende Situation und beschreibt diese genau. Nach kurzer Besprechung zu zweit, macht ihr euch Notizen ins Heft. Zu zweit könnt ihr während ca. 10 Minuten selbst typische Beispiele für jede Ebene sammeln und diese Vorspielbereit vorbereiten. • Anforderungen an Sprachkompetenz Die SuS müssen ihre Kompetenzen gebrauchen und schulen, vor allem was das Beobachten und Beschreiben von vorgeführten Situationen betrifft. In einem weiteren Schritt können sie evtl. diese Situationen oder einzelne Beobachtungen einer der vier Theorieebenen zuordnen. • Nötige Hilfestellungen Lp steht für Fragen zur Verfügung und spielt einzelne Sequenzen vor. Hilft indem sie den SuS zeigt, worauf sie genauer achten müssen/können. • Lehrmittel (Seitenzahlen) und evtl. ergänzende Materialien Sprachwelt Deutsch DVD Hörbeispiele (Anmerkung: Nicht alles muss unbedingt vorkommen, jedoch ist es so geplant) • Beurteilungskriterien Sind die SuS in der Lage bei den Beobachtungsaufgaben, diese so vielfältig wie möglich zu umschreiben, indirekt die verschiedenen Ebenen anzusprechen und evtl. auch explizit zu nennen? Können sich die SuS selbst in zweier Gruppen zu den Ebenen typische Beispiele ausdenken und evtl. vorspielen? Sind diese nachvollziehbar für die anderen SuS und die Lehrperson? • Didaktische Begründung 20 Vom Phänomen ausgehend, welche die SuS aus ihrem Alltag kennen, sollen sie ihre eigene Kompetenz durch genaues Beobachten, Beschreiben und Anwenden ausbauen. Erst in einem zweiten Schritt werden die Gesetzmässigkeiten aufgegriffen und thematisiert. Auf diese Weise, wissen kommen die SuS selber auf die Theorie oder haben zumindest viele Anschauungsbeispiele dafür (also keine leere Theorie). 21 22 23 24 Checkliste Unterrichtsplanung: 4. Lektion • Beobachtungsfragen, welche die Fachdidaktik betreffen Was wissen die SuS über das Zuhören? Als Einstieg dient hier eine Flüsterreihe/kette und deren Resultat am Schluss. Also welche Information hat der letzte/die letzte in der Reihe von der Startinformation noch. Kennen sie Strategien, wie sie sich Gehörtes besser merken können. Ist ihnen bewusst, dass Menschen nur selektiv zuhören können? Das heisst, dass sie aus einem Informationsschwall sich immer nur einen Teil merken können. Wie gehen die SuS bei dem Beantworten von Fragen eines Hörbeispieles vor? Hier wird ihnen nur mitgeteilt, dass sie Fragen zu einem Hörbeispiel schriftlich beantworten müssen. Jedoch werden ihnen keine genauen Anweisungen gegeben. Sind die SuS in Gruppen nach Auftrag in der Lage 23 nützliche Strategien zusammenzutragen und diese kurz vorzustellen. SuS können erklären, was anders daran ist, wenn das Hörbeispiel, also eine Geschichte, nicht vom Player her kommt, sondern von einem Gegenüber in Fleisch und Blut. Sind die SuS nach kurzem Theorieinput, aktives Zuhören betreffend mit konkreten Umsetzungsbeispielen, in der Lage dies in einer Gruppenübung zu dritt umzusetzen? Dies in der Rolle des Sprechenden, Zuhörenden und Beobachtenden (je nach Zeitverfügung). • Lernziele Die SuS können mindestens 23 Zuhörstrategien nennen und anhand je eines Beispiels erklären u. begründen, wann die jeweilige Strategie eingesetzt werden kann. Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage die schriftlich festgehaltenen Zuhörstrategien zum aktiven Zuhören in einem Rollenspiel anzuwenden, auf diese zu reagieren, diese zu beobachten und schriftlich festhalten zu können. • Aufträge, so wie sie den SuS präsentiert werden Die Aufträge werden den SuS meist schriftlich auf Arbeitsblättern gestellt. Sie werden so gestellt, dass sie alleine und in der Gruppe anhand von klaren Anweisungen und Fragen Schritt für Schritt arbeiten können. Der erste Auftrag zur Flüsterkette wird mündlich mitgeteilt und wird auch gleich Schritt für Schritt zusammen mit den SuS durchgeführt: 25 1. Bildet eine Kette, einen Halbkreis um die vorderen Pulte herum. (SuS gehen in Position, ich als Lp stelle mich an das eine Ende des Halbkreises. Lp erklärt weiter) 2. Nun werde ich XY einige Sätze zuflüstern, welche er dann an den nächsten Schüler weiterflüstert, jene/r dann wieder der Nächsten/dem Nächsten usw. Der Letzte, die Letzte wird uns allen mitteilen, was ihm/ihr zugeflüstert wurde. Diese Vergleichen wir dann mit der anfänglichen Aussage. (Evtl. mit Infos der SuS aus der Kette vergleichen, so kann man nachvollziehen, wann wie viel verloren geht und auf welche Art sich eine Aussage verändern kann.) SuS werden feststellen können, dass nur ein Teil der anfänglichen Informationen bei der letzten Person angekommen ist. 3. Warum kommt nicht die ganze Information 1:1 bei der letzten Person an? Nach Besprechung, werden SuS aufgefordert an ihren Platz zurückzukehren und sich Notizen zum Ausdruck Besonderheiten der mündlichen Überlieferung über das Zuhören (Ausdruck auf OHP notieren) machen. Der zweite Auftrag wird durchgeführt, nachdem die Arbeitsblätter mit den Fragen zum Hörbeispiel ausgeteilt wurden. Vor dem Austeilen der Blätter der mündliche Auftrag: 1. Beantwortet die Fragen schriftlich zu dem Hörbeispiel. Auf weitere Anweisungen wird hier bewusst verzichtet, damit jeder/jede SuS auf sich selbst gestellt ist und selbst die nötigen Strategien erdenken und anwenden muss/kann. (Nach dem Austeilen der ABs und dem Abspielen des Hörbeispieles wird bewusst einige Zeit gewartet, evlt. beginnen einige SuS damit die Fragen durchzulesen.) Nach dem Hörbeispiel, erhalten die SuS die Anweisung das Blatt umzudrehen: Auf der Rückseite des Blattes stehen folgende schriftliche Anweisungen: Setze dich mit 2 oder 4 anderen MitschülerInnen in einer Gruppe zusammen. Vergleicht eure Antworten untereinander und anschliessend mit dem Lösungsblatt, welches ihr von der Lp erhält. Jede/r von euch soll sich überlegen, wie sie/er vor und während dem Hörbeispiel vorgegangen ist, um die Fragen dazu zu beantworten. Hält eure Vorgehensweisen schriftlich fest (Zeilen dafür auf AB vorhanden) Tauscht euch in der Gruppe über eure Vorgehensweisen aus. Welche haben geholfen, welche weniger? Gibt es welche, die euch im Nachhinein einfallen? Sammelt 23 gute Vorgehensweisen, Strategien und schreibt diese auf das Folienstück auf, welches euch die Lp austeilt. Danach kehre an deinen Platz zurück. 26 Erläutert eure Strategien im Klassenverband, wenn sie aufgelegt werden. Schreibt euch die Strategien der anderen Gruppen auf. (Zeilen auf AB dafür) Übergang zum dritten Auftrag: Diese Frage wird der Klasse gestellt: Was würde sich ändern, wenn das Hörbeispiel nicht von einem CDPlayer stammen würde, sondern von jemandem, der es euch erzählt? Anmerkungen der SuS sammeln, stichwortartig auf OHP festhalten: SuS notieren sich diese auf AB unter dem Titel: Unterschied von Hörbeispiel ab CDPlayer abgespielt oder erzählt von einer Person. Der dritte Auftrag beginnt mit der Aufforderung, dass die SuS sich in 3er Gruppen zusammensetzen. Danach werden die ABs mit der Theorie und dem Auftrag ausgeteilt. 1. Lest folgenden Abschnitt mit Informationen zum aktiven Zuhören mit Umsetzungsbeispielen durch. Besprechtt die Theorie und die Umsetzungsbeispiele in der Gruppe, gibt es Unklarheiten? 2. Führt folgende Übung durch: redet, hört aktiv zu, beobachtet, ob aktiv zugehört wird und macht sich Notizen dazu (Zeilen auf AB). Für lautet das Thema: Was mich furchtbar nervt. Redet ca. 23 Minuten. 3. Tauscht euch aus: Fühlte sich von verstanden, schien interessiert? Wie war das Zuhören für B? Was konnte beobachten? (Falls Zeit vorhanden) 4. Führt das Ganze nochmals mit anderer Rollenverteilung aus. 5. Setzt euch mit einer anderen 3er Gruppe zusammen und berichtet euch von euren Eindrücken. Was schien euch besonders wichtig für das aktive Zuhören? Notiert euch die Erkenntnisse dazu auf dem AB (Zeilen dafür). Gebt die ausgefüllten ABs am Ende der Stunde ab. • Anforderungen an Sprachkompetenz Die SuS sind gefordert Wichtiges aus Gehörtem herauszuschälen und sich zu merken/zu notieren. Benennen oder gar Wissen über Strategien, wie man diese Aufgaben erfolgreich umsetzen kann. Die SuS werden in einer Gesprächsübung zu dritt die Anleitung zu aktivem Zuhören verbal umsetzen und diese auch beobachten können müssen/dürfen. • Nötige Hilfestellungen 27 Die Lp gibt mündliche Anweisungen (welche auch schriftlich vorhanden sind), gliedert die „Zeiteinheiten, steht bei Fragen oder Schwierigkeiten zur Verfügung. • Lehrmittel (Seitenzahlen) und evtl. ergänzende Materialien Hörbeispiel aus Sprachwelt Deutsch • Beurteilungskriterien Zur Beurteilung dient der Eindruck, wie gut die SuS eigenständig an den Aufträgen arbeiten können und natürlich auch wie erfolgreich. Haben sie am Schluss hilfreiche Erkenntnisse aus den Übungen gewinnen können? Können die SuS mind. 3 unterschiedliche Strategien beobachten nennen und Auskunft darüber gebe, wann die konkrete Strategie eingesetzt werden sollte? • Didaktische Begründung Das Thema Zuhören wurde und wird von den Themen Sprechen und Schreiben verdrängt. Dies ist wohl auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Tätigkeit Zuhören nicht aktiv ausgeführt wird und so auch schwieriger zu erfassen und zu beurteilen ist. Aus diesem Grunde ist es auch schwerer wissenschaftlich fundierte Informationen darüber zu finden. Übungen, Beurteilungskriterien für Lehrpersonen ect. sind in Lehrmitteln kaum oder nur spärlich vorhanden. Jedoch macht gerade diese unscheinbare Tätigkeit einen grossen Teil des Verständnisses im Allgemeinen (zum Beispiel Anweisungen befolgen, 100%) oder zum Beispiel der Kommunikation (ca. 50%) aus. Deshalb erachten wir es als wichtig das Zuhören zu üben und zu untersuchen, um sich dessen bewusst zu werden und daraus Strategien für erfolgreiches Zuhören erlernen zu können. 28 29 30 31 32 Checkliste Unterrichtsplanung: 5. Lektion • Beobachtungsfragen, welche die Fachdidaktik betreffen Können sich die SuS noch an die erarbeiteten Strategien der letzten Lektion erinnern? Sind sie in der Lage diesen, gruppiert, einen Titel zu geben? Erkennen die SuS Unterschiede zwischen dem Zuhören bei einem Hörbeispiel ab CDPlayer und dem Zuhören zwischen zwei Personen während einem Gespräch? Wie viele verschiedene Unterschiede kennen sie dazu (WT). Sind die SuS nach eigenen Überlegungen zu gutem Zuhören und kurzem Theorieinput, aktives Zuhören betreffend mit konkreten Umsetzungsbeispielen, in der Lage dies in einer Gruppenübung zu dritt umzusetzen? Dies in der Rolle des Sprechenden, Zuhörenden und Beobachtenden (je nach Zeitverfügung). • Lernziele Die SuS kennen von der letzten Lektion mindestens 23 Vorgehensweisen (Strategien) für das Zuhören während einem Hörbeispiel. Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage die schriftlich festgehaltenen Zuhörstrategien zum aktiven Zuhören in einem Rollenspiel anzuwenden, auf diese zu reagieren, diese zu beobachten und schriftlich festhalten zu können. • Aufträge, so wie sie den SuS präsentiert werden • „Wir haben die von euch genannten Strategien eingeteilt in drei Arten und diese Arten in je einem Abschnitt aufgeschrieben. Was meint ihr, wie könnte man die drei Arten bezeichnen? Was haben die Strategien in einem Abschnitt jeweils gemeinsam? Sucht nach geeigneten Titeln für die drei Abschnitte. Wenn ihr das gemacht habt, markiert euch in jedem Abschnitt 23 Vorgehensweisen, die euch am wichtigsten bzw. am hilfreichsten sind. (Kurze Absprache über Titel, LP erklärt wofür das Blatt gebraucht wird und wo es zu versorgen ist.) Nachdem den SuS die von den Lp kommentierten ABs zurückgegeben wurden, lösen diese die letzte schriftliche Aufgabe des zweiten ABs mit den Angaben, in 2er Gruppen besprechen, dann stichwortartig festhalten, ca. 3 Minuten Zeit: Was ändert sich, wenn das Hörbeispiel nicht von einem CDPlayer stammt, sondern von einer Person? Die SuS werden dazu aufgefordert ihre eigenen Erkenntnisse an die WT zu schreiben. Danach wird im Plenum die Frage diskutiert oder die Stichworte 33 genannt, welche die wichtigsten Unterschiede darstellen. SuS ergänzen ihre eigenen Notizen auf dem AB. Frage an SuS: Ist Zuhören schwierig? Antworten der SuS abwarten, evtl. entsteht eine Diskussion. Danach Lese ich den SuS eine Ausschnitt aus dem Buch Momo von Michael Ende vor, der seine eigene Meinung zum Zuhören hat und beschreibt wie gut Momo im Zuhören ist und warum. AB an SuS austeilen, mit dem eben vorgelesenen Text und der Frage: Was genau macht Momo, dass sie als solch gute Zuhörerin gerühmt wird? Kennst du jemanden, der dir gut zuhören kann? Was macht diese Person währenddem sie dir zuhört? (Zeilen für Antwort) Tausch dich mit deinem/r Banknachbar/in aus. Der letzte Auftrag beginnt mit der Aufforderung, dass die SuS sich in 3er Gruppen zusammensetzen. Danach werden die ABs mit der Theorie und dem Auftrag ausgeteilt. 1. Lest euch folgende Theorie zum aktiven Zuhören mit Umsetzungsbeispielen durch. Besprecht dieTheorie und die Umsetzungsbeispiele in der Gruppe, gibt es Unklarheiten? 2. Führt folgende Übung durch: redet, hört aktiv zu, beobachtet, ob aktiv zugehört wird und macht sich Notizen dazu (Zeilen auf AB). Für lautet das Thema lautet: Was mich furchtbar nervt. Redet ca. 23 Minuten. 3. Tauscht euch aus: Fühlte sich von verstanden, schien interessiert? Wie war das Zuhören für B? Was konnte beobachten? (Falls Zeit vorhanden) 4. Führt das Ganze nochmals mit anderer Rollenverteilung aus. 5. Setzt euch mit einer anderen 3er Gruppe zusammen und berichtet euch von euren Eindrücken. Was schien euch besonders wichtig für das aktive Zuhören? Notiert euch die Erkenntnisse dazu auf dem AB (Zeilen dafür). Gebt die ausgefüllten ABs am Ende der Stunde ab. • Anforderungen an Sprachkompetenz Die SuS müssen in der Lage sein ihre Strategien einer übergeordneten Strategiegruppe zuzuordnen. SuS müssen sich in eine Gesprächssituation versetzen können und sich vorstellen können, was auf der Zuhörerseite genau abläuft. Zudem müssen sie sich überlegen, was gute Zuhörstrategien in einem 34 Gespräch mit einem Visàvis sind. Die SuS werden in einer Gesprächsübung zu dritt die Anleitung zu aktivem Zuhören verbal umsetzen und diese auch beobachten können müssen/dürfen. • Nötige Hilfestellungen Die Lp gibt mündliche Anweisungen (welche auch schriftlich vorhanden sind), gliedert die „Zeiteinheiten, steht bei Fragen oder Schwierigkeiten zur Verfügung. Lp teilt Gruppen ein und hält zudem schriftlich fest wie ein Auftrag ausgeführt (WT oder OHP) werden muss (wo und wie Antwort, wie viel Zeit, ect.) • Lehrmittel (Seitenzahlen) und evtl. ergänzende Materialien Arbeitsblätter Auszug aus dem Buch Momo von Michael Ende • Beurteilungskriterien Erinnern sich die SuS an ihre Strategien von der letzten Lektion, sind sie in der Lage diesen einen Überschrift zu geben? Mündliche Beiträge: Sind sich die SuS der Herausforderung des guten Zuhörens bewusst, wissen sie welche Kompetenzen dies einschliesst oder empfinden sie es als Nebensache, einfach und können es nicht detailliert beschreiben? Stichwortartig nachfragen. ABs werden eingesammelt Was macht für die SuS ein guter Zuhörer aus, was muss dieser machen? Kennen die SuS Strategien für gutes Zuhören aus dem eigenen Leben? Die Erkenntnisse, welche die SuS aus dem Rollenspiel gewinnen und schriftlich festhalten. • Didaktische Begründung Nachdem die SuS sich mit einer weniger komplexen Variante (Dies wage ich hier zu behaupten, da es bei dieser Art von Zuhören keine Interaktion gibt zwischen zwei Seiten) des Zuhörens auseinander gesetzt haben, wird in dieser Lektion das Zuhören in Gesprächen thematisiert. In der ersten Lektion wurden schon einige wichtige Grunderkenntnisse und Grundvorgehensweisen zum Thema Zuhören gesammelt. Diese werden nun ausgebaut durch Vergleich der zwei unterschiedlichen Situationen, Vergleich zu Erfahrungen im eigenen Alltagsleben und Vergleich zur Theorie des aktiven Zuhörens. Aktives Zuhören gibt 35 grundlegende Regeln für das Zuhören mit, welche zu vertieftem Verständnis führen können. Indem die Theorie den SuS nicht von Anfang an vorgesetzt wird, sondern diese Schritt für Schritt erarbeitet wird, wird sie den SuS logisch erscheinen und auch besser in Erinnerung bleiben. Das Rollenspiel lässt es zu, dass die SuS die Theorie nicht nur kennen lernen, sondern auch erfahren. 36 Strategien fürs Zuhören .dem Zuhören Fragen lesen sich konzentrieren Klären: Nach welchen Informationen muss ich suchen? Unklarheiten klären Vermutungen für Antworten oder Aussagen machen Was weiss ich bereits über das Thema? .dem Zuhören hinhören und sich einen Überblick verschaffen gut zuhören, gezielt auf Informationen achten gut hinsehen (falls es ein Film oder eine Aufführung ist) Notizen machen Fragen beantworten (wenn bereits möglich) vielleicht Fragen überspringen Wesentliches von Unwesentlichen unterscheiden WFragen beantworten: Wer? Wie? Was? Wo? Warum? Wann? .dem Zuhören Notizen zu Sätzen ausformulieren Informationen zusammenfassen Wortschatz erweitern: nicht verstandene Wörter klären Fragen beantworten Frage nochmals durchlesen und Antwort überprüfen falsche Antworten korrigieren mit anderen über Thema/Antworten austauschen Inhalte oder Antworten präsentieren 37 38 Checkliste Unterrichtsplanung: 6. Lektion • Beobachtungsfragen, welche die Fachdidaktik betreffen Verstehen die SuS die Theorien und Satzanfänge des aZ. Können sie es evtl. schon mit eigenen Alltagserfahrungen in Verbindung bringen? Können sich die Schülerinnen und Schüler bezüglich aZ in die Hörer und Sprecherrolle hineinversetzen? Erkennen die Schülerinnen und Schüler aZ in einem Beispiel? Wenn ja, können sie dieses auch beschreiben und später in die eigene Zuhörerrolle einbauen? • Lernziele Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage die schriftlich festgehaltenen Zuhörstrategien zum aktiven Zuhören in einem Rollenspiel anzuwenden, auf diese zu reagieren, diese zu beobachten und schriftlich festhalten zu können. Die SuS sind in der Lage Situationen aus ihrem Alltag zu nennen, in denen Teile von aktivem Zuhören vorkommen oder solche nützen könnten. • Aufträge, so wie sie den SuS präsentiert werden Wir haben das letzte Mal die Theorie des aktiven Zuhörens kennen gelernt, erinnert ihr euch noch an einige der Punkte oder Satzanfänge, die für das aZ wichtig sind? (Sammeln in Klasse, danach lesen SuS nochmals Theorieblatt durch, Fragen klären) Ausserdem werden wir untersuchen, warum aktives Zuhören eingesetzt wird, was es dem Hörer wie auch Sprecher bringt und besonders auch, wie es euch in eurem Alltag helfen könnte. Dafür haben wir folgendes AB vorbereitet (austeilen des AB). Die linke Spalte nennt die fünf Formen des aZs und enthält dazu je ein Beispiel. Die mittlere Spalte bezieht sich auf den Hörer im Gespräch und ist zur Zeit noch leer. Genauso die rechte Spalte, diese ist für den Sprecher bestimmt und muss ebenfalls noch ergänzt werden. Ich habe hier nun fünf Abschnitte, die zeigen, was der Hörer beim aZ will (kleine Folien mit Lösungen, nicht in der korrekten Reihenfolge auf HP gelegt). Lest diese nun mit euerem Banknachbar durch und ordnet sie zu den passenden Formen des Zuhörens. Schreibt zu den Formen nicht den gesamten entsprechenden Zettel ab, sondern übernehmt die Nummern davon. Wenn ihr fertig seid, vergleicht eure Lösungen mit einer anderen Partnergruppe. (Anschliessendes korrigieren im Plenum, SuS erhalten abgetippte Lösungen, 39 welche sie als Hausaufgabe ausschneiden und aufkleben. Vorgehen für Sprecher ist analog). In der ersten Lektion haben wir den Film „Creature Comfort geschaut. Unterschiedliche Tiere haben darin über Kommunikation gesprochen. Ihr seht nun anschliessend zwei Beispiele von aktivem Zuhören. Ihr seht Beispiele von aktivem Zuhören. Um zu notieren, welche Formen des aktiven Zuhörens gebraucht wurden, dient euch die Tabelle auf der Rückseite des AB. Kreuzt in den Spalten für das entsprechende Beispiel an, ob die Form eingesetzt wurde (Häklein bei „ja oder „nein). Kommt die Methode vor, dann notiert in wenigen Stichworten wie sie dargestellt wurde. (Film schauen(evtl. 2x), anschliessend besprechen. Analog für das zweite Beispiel, wenn genügend Zeit.) (Der dritte Auftrag beginnt mit der Aufforderung, dass die SuS sich in 3er Gruppen zusammensetzen. Danach wird ein Blatt mit Hilfestellungen zur Aufgabe erteilt.) Lest euch nochmals das Blatt durch, welches wir zu Beginn der Lektion ausgefüllt haben. Führt folgende Übung durch: redet, hört aktiv zu, beobachtet, ob aktiv zugehört wird und macht sich Notizen (Komma setzen) welche Formen des aktiven Zuhörens eingesetzt hat. Das Blatt mit den Erklärungen dürfen alle drei als Hilfestellung verwenden. Für lautet das Thema: Was ich mir wünsche. Redet ca. 23 Minuten. Tauscht euch anschliessend zu Folgendem aus: Fühlte sich von verstanden, schien interessiert? Wie war das Zuhören für B? Was konnte beobachten? (Falls Zeit das ganze wiederholen.) Je 2 Gruppen tauschen ihre Erfahrungen aus, halten die wichtigsten schriftlich fest. Besprechen am Ende der Stunde: Über das Rollenspiel zu: Habt ihr schon aktiv zugehört? Was hält ihr davon? In welchen Situationen kann es nützlich sein? • Anforderungen an Sprachkompetenz SuS müssen sich in eine Gesprächssituation versetzen können und sich vorstellen können, was auf der Sprecher und Zuhörerseite genau abläuft. Dementsprechend müssen sie die Kärtchen zuteilen können zu den verschiedenen Formen des aZ. Die SuS werden in einer Gesprächsübung zu dritt die Anleitung zu aktivem Zuhören verbal umsetzen und diese auch beobachten können müssen/dürfen. Am Schluss soll das aZ im eigenen Alltag erkannt werden 40 und/oder darüber reflektiert werden, in welchen alltäglichen Situationen dieses helfen könnte. • Nötige Hilfestellungen Die Lp gibt mündliche Anweisungen (welche auch schriftlich vorhanden sind. Lp teilt Gruppen ein. Lp klärt mit den SuS die Theorie und veranschaulicht diese durch Videoausschnitten. • Lehrmittel (Seitenzahlen) und evtl. ergänzende Materialien Film „Creature Comfort • Beurteilungskriterien Können die SuS zu Beginn der Stunde die Sätze auf Folie auf dem AB den aZ Strategien richtig zuordnen? Was für Erkenntnisse haben die SuS aus dem Rollenspiel gewonnen, was tragen sie in der Gruppenbesprechung und evlt. im Plenum zusammen. Sind sie in der Lage aZ in ihrem eigenen Alltag zu erkennen und geeignete Situationen dafür zu nennen? • Didaktische Begründung Da das Zuhören wegen seiner scheinbaren Passivität oft als einfach eingeschätzt wird und deshalb oft vernachlässigt wird (im Vergleich zu Mündlichem und Schriftlichem) erachten wir es wichtig dieses zu analysieren und mit den SuS zu üben. Gutes Zuhören wird ihnen nicht nur in der Schule bei Hörbeispielen eine Hilfe sein, sonder kann sie in alltäglichen Situationen (vor allem mit Theorie des aktiven Zuhörens) unterstützen. 41 Wozu aktiv zuhören??? Folgende Tabelle zeigt dir, wie der Hörer aktiv zuhören kann und wozu er es einsetzen kann. Weiter gibt sie dir Informationen, wie sich der Sprechende fühlt, wenn sein Gegenüber aktiv zuhört. Wie zuhören? Wozu braucht der Hörer das Wie fühlt sich der Sprecher? aktive Zuhören? Ermuntern Interesse bekunden Dass du am Samstag gekommen bist, ist super! Achtung: Nicht zu stark ermuntern, sonst fühlt sich der Sprecher nicht ernst genommen. Wiederholen Das war also letzen Samstag Achtung: Nicht zu oft wiederholen, sonst fühlt sich der Sprecher veräppelt. Nachfragen Wie kam es letzen Samstag zu diesem Vorfall? Achtung: Nicht zu oft nachfragen, sonst fühlt sich der Sprecher nicht verstanden. Gefühle des Sprechers erfassen Der Samstag war ein in trauriger Tag für dich. Zusammenfassen Nachdem am letzen Samstag dieser Vorfall passiert ist, bist du gekommen. Es war für dich ein trauriger Tag. Achtung: Die Gefühle nicht zu stark betonen, sonst verliert das Gespräch an Sachlichkeit. Achtung: Erst am Ende zusammenfassen, sonst wird das Gespräch unstet. Übung für aktive Zuhörer Du siehst nun anschliessend zwei Beispiele von aktivem Zuhören. Um zu notieren, welche Formen des aktiven Zuhörens angewendet wurden, dient dir untenstehende Tabelle. Kreuze in den Spalten für das 42 entsprechende Beispiel an, ob die Form eingesetzt wurde (Häklein bei „ja oder „nein). Kommt die Methode vor, dann notiere in wenigen Stichworten wie sie dargestellt wurde. Beispiele werden wiederholt gezeigt) Wie zuhören? Ermuntern Interesse bekunden Dass du am Samstag gekommen bist, ist super! Beispiel 1 Ja: Beispiel 2 Nein: Wie wurde die Methode dargestellt? Wiederholen Das war also letzen Samstag Ja: Nachfragen Wie kam es letzen Samstag zu diesem Vorfall? Ja: Gefühle des Sprechers erfassen Der Samstag war ein trauriger Tag für dich. Ja: Zusammenfassen Nachdem am letzen Samstag dieser Vorfall passiert ist, bist du gekommen. Es war für dich ein trauriger Tag. Ja: Nein: Wie wurde die Methode dargestellt? Nein: Wie wurde die Methode dargestellt? Nein: Wie wurde die Methode dargestellt? Nein: Wie wurde die Methode dargestellt? 43 Lösung: Wozu aktiv zuhören??? Wie zuhören? Ermuntern Interesse bekunden Dass du am Samstag gekommen bist, ist super! Wozu braucht der Hörer das aktive Zuhören? will dass der Sprecher weiter spricht will den Sprecher ermutigen will mehr erfahren Wie fühlt sich der Sprecher? bestätigt und spricht weiter fühlt sich im Gespräch wohl wird weiter sprechen Wiederholen Das war also letzen Samstag Achtung: Nicht zu stark ermuntern, sonst fühlt sich der Sprecher nicht ernst genommen. das Gesagte noch einmal betonen fühlt sich verstanden Wortwahl des Sprechers verwenden fühlt sich ernst genommen will nochmals ein Thema aufgreifen erweckt Sympathie und Vertrauen für den Hörer Nachfragen Wie kam es letzen Samstag zu diesem Vorfall? Achtung: Nicht zu oft wiederholen, sonst fühlt sich der Sprecher veräppelt. möchte etwas nochmals erklärt haben erkennt Interesse des Zuhörers möchte etwas genauer wissen fühlt sich ernst genommen möchte Interesse am Gespräch zeigen hat sich zuvor unklar ausgedrückt und gibt sich nun Mühe klar und deutlich zu sprechen Gefühle des Sprechers erfassen Der Samstag war ein trauriger Tag für dich. Zusammenfassen Nachdem am letzen Samstag dieser Vorfall passiert ist, bist du gekommen. Es war für dich ein trauriger Tag. Achtung: Nicht zu oft nachfragen, sonst fühlt sich der Sprecher nicht verstanden. will zeigen, dass er sich in die Gefühle merkt, dass der Hörer mitfühlt des Sprechers versetzen kann fühlt sich verstanden will beim Sprecher vertrauen erwecken wird motiviert und spricht weiter will seine Einschätzung des Sprechers prüfen Achtung: Die Gefühle nicht zu stark betonen, sonst verliert das Gespräch an Sachlichkeit. will noch einmal den Inhalt des hört von jemand anderem was er im Gesprächs verdeutlichen Gespräch gesagt hat fühlt sich prüft ob er den Sprecher richtig verstanden verstanden hat hat ein „gutes Gefühl am Ende des Gesprächs und wird das nächste Mal gerne wieder sprechen Achtung: Erst am Ende zusammenfassen, sonst wird das Gespräch unstet. 44 Fachbereich: Deutsch Voraussetzungen der SuS: Die SuS kennen das Vierohrenmodell von Schultz von Thun und kennen Strategien des aktiven Zuhörens. Besonderes: Teamteaching Lernziele für SuS: Die SuS sind in der Lage eine Konfliktsituation mit Hilfe des ABs nach dem Vierohrenmodell zu kommentieren. Die SuS sind in der Lage einen Schluss für den Comic zu erfinden, indem sie die Strategien beachten oder extra nicht beachten. Klasse: 2 1. Sek SuS: je 22 Lektion: 10.12. 08, 10.2011.00 11.0511.50 Thema: Kommunikation Abschluss Studentinnen: Désirée Wilhelm, Simone Lonzi UF Wozu? 1 Lp SuS informieren EA SuS mit witzigem Comic für Thema gewinnen, motivieren 1 1 PA Erste Gedanken, Vorwissen aktivieren Lernzielkontrolle: SuS Überlegungen sammeln, Lösungen zu den Aufgaben im Plenum; Lösungen auf Folien, welche sie vorstellen; Mit wichtigen Gedanken ergänzen. Lektionsablauf Material/ Medien Begrüssung zur letzten Lektion, kurzer Überblick über den Ablauf der Lektion • Einstieg: Austeilen des ABs mit dem Comic Du darfst mit Jakob. Folie auflegen. ABs, Folie Auftrag: Lest den Comic. • 3 Eigene Lernziele: Schüleraktive Lektion durchführen. Hauptteil: Vierohrenmodell und aktives Zuhören in Verbindung mit Comic Auftrag: Auf dem AB habt ihr verschiedene Fragen zu dem Comic. Löst die ersten zwei Aufgaben mit eurem/eurer Banknachbar/in. Schreibt euch die Lösung auf das AB. Danach tauscht ihr euch mit zwei 45 anderen Klassenmitgliedern aus. 2 3 3 2 8 EA PA Lp Abrufen von behandeltem Stoff Repetition des behandelten Stoffes Anwenden des Stoffes auf Comic Lösungen besprechen Zeitökonomie, Lp teilt Klasse auf und Gruppen ein Abrunden des Themas 7 5 Frage an SuS: Erinnert ihr euch an die vier Ebenen des Kommunikationsquadrates? Wisst ihr je ein Beispiel oder eine Erklärung? Auftrag: Nimmt das AB mit dem Kommunikationsquadrat von Schultz von Thun hervor, mit den Blätter ordnen richtig versorgen AB mit Bsp. Bespielen und lest dies zur Repetition durch. Falls Unsicherheiten auftauchen sollten, fragt nach. Auftrag: Löst die Aufgaben 3 und 4 des heutigen ABs wieder zu zweit. Notiert euch die Lösungen auf dem AB. Fragen an SuS: Was habt ihr für Lösungen zu den Aufgaben 3 und 4? Auftrag: Die eine Hälfte der Klasse geht der Frage 5 a), die andere Hälfte der Frage 5 b) nach. Ihr bearbeitet die euch zugeteilte Aufgabe zu viert. Eure Lösungen haltet ihr auf Folie fest und stellt diese am Schluss vor. • 5 Folienstücke Schlussteil: Sammeln der möglichen Reaktionen Begründungen, Einordnen der Blätter, Feedback und Verabschiedung • Vorstellen der Lösungen (einsammeln der Folien) Auftrag: Jede Gruppe kommentiert ihre Lösung und nennt wichtige Überlegungen dazu. EA Folien Locher Ordnen der Blätter (Lp hängt die alle ABs der Lektionsreihe Kommunikation der richtigen Reihenfolge an der WT auf. ABs zurück Auftrag: Nimmt alle ABs der Kommunikation hervor und ordnet diese nach der Reihenfolge der ABs an der WT. Die geordneten Blätter locht ihr und legt sie in eurem Deutschordner ab. • 46 3 1 EA Meinung der SuS einholen; Teil für Reflexionsarbeit der Unterrichtsreihe Feedback einholen Auftrag: Füllt bitte die folgenden Fragen zu unserer Unterrichtsreihe Kommunikation aus. Euren Namen müsst ihr nicht auf das Blatt schreiben. • Feedback Zettel Bedanken und verabschieden. HA für diese Lektion für nächste Lektion Abkürzungen: SuS Schülerinnen und Schüler GA Gruppenarbeit Plenum UF Unterrichtsform Schülerin oder Schüler PA Partnerarbeit Lp Lehrperson AB Arbeitsblatt EA Einzelarbeit P Zeit WT Wandtafel 47 Checkliste Unterrichtsplanung: 7. Lektion • Beobachtungsfragen, welche die Fachdidaktik betreffen Sind die SuS in der Lage anhand der Fragen selbständig zu arbeiten oder brauchen sie vermehrt Hilfe der Lps? Helfen die Hilfestellungen, in Form von zusätzlichen Fragen den SuS die zum Teil anspruchsvollen Aufgaben zu lösen? • Aufträge, so wie sie den SuS präsentiert werden Comic: Reaktion der Lehrerin am Schluss wird herausgeschnitten! Deshalb können die SuS nicht das Buch nehmen, um mit dem Comic zu arbeiten. AB mit Comic und Fragen zum Comic: 1. Warum ärgert sich Jakob? 2. Darf Jakob wirklich? Hat er eine Wahl? 3. Jede Botschaft Aussage enthält vier Ebenen. Auf welche dieser vier reagiert Jakob derart wütend? Erkläre! 4. Auf welcher Ebene schlägt er mit seiner Aussage zurück? 5. Stellt euch die Reaktion der Lehrerin vor, a) wenn sie aktiv zuhört. b) wenn sie nicht aktiv zuhört. Erfindet eine mögliche Reaktion der Lehrerin! Überlegungen dazu: Wundert sie sich über Jakobs Wutausbruch? Denkt sie nach, warum er genau so reagiert? Versteht sie warum er so reagiert? Fragt sie ihn etwas? Ist sie empört und beleidigt? Bestraft sie ihn? Verurteilt sie ihn? Erkennt sie ihren eigenen Fehler? Für die Lösungen sind Zeilen auf dem AB vorgesehen. • Anforderungen an Sprachkompetenz 48 Die SuS müssen sich in die Situation hineinfühlen und die Rolle der jeweiligen Person übernehmen können. Dabei gilt es wirklich auf die Eigenschaften der jeweiligen Person einzugehen Lehrerin, die nicht aktiv zuhören will Lehrerin, die aktiv zuhören will). Aus dieser Rolle heraus sollten sie dann in der Lage sein, entsprechende Aussagen Reaktionen zu formulieren. • Nötige Hilfestellungen Die eine Hilfestellung ist, dass die SuS nicht alle fünf Aufgaben zum Comic nacheinander lösen müssen, sondern dies gestaffelt geschieht. So kann die Lp eingreifen und helfen, wenn Unsicherheiten und Fragen auftauchen. Frage 3 ist eine Hilfestellung zu Frage 2, in dem sie den SuS einen Hinweis gibt. Frage 5 wird ebenfalls mit Hinweisen versehen durch die möglichen Überlegungen. • Lehrmittel (Seitenzahlen) und evtl. ergänzende Materialien Sprachwelt Deutsch, Comic • Didaktische Begründung Am Ende einer Lektionsreihe ist es wichtig das Behandelte anhand eines interessanten Beispieles zu repetieren, anzuwenden und somit zu festigen. Die Wahl fiel auf einen witzigen, provozierenden Comic, da die SuS diesen sicherlich in guter Erinnerung behalten werden und somit auch das behandelte Thema. 49 Jakob darf!? 1. Warum ärgert sich Jakob? 2. Darf Jakob wirklich? Hat er eine Wahl? 3. Jede Botschaft Aussage enthält vier Ebenen. Auf welche dieser vier reagiert Jakob derart wütend? Erkläre! 4. Auf welcher Ebene schlägt er mit seiner Aussage zurück? 5. Stellt euch die Reaktion der Lehrerin vor, a) wenn sie aktiv zuhört. b) wenn sie nicht aktiv zuhört. Erfindet eine mögliche Reaktion der Lehrerin! Überlegungen dazu: Wundert sie sich über Jakobs Wutausbruch? Denkt sie nach, warum er genau so reagiert? Fragt sie ihn etwas? Bestraft sie ihn? Verurteilt sie ihn? Versteht sie warum er so reagiert? Ist sie empört und beleidigt? Erkennt sie ihren eigenen Fehler? 50 4. Abschluss Vorliegende Sequenz ist nicht durch eine Prüfung abgeschlossen. Es ist jedoch der betreffenden Lehrperson überlassen, welchen Abschluss sie wählt. Eine Prüfung im klassischen Sinne (Fragen und Antworten) ist jedoch weniger empfehlenswert, da sie ein aktives Thema auch in einer Art aktiver Auseinandersetzung prüfen soll. Möglich wären zum Beispiel Aufsätze über bestimmte Themen, welche mit dem nun erworbenen Wissen begründet werden. Dabei ist der Inhalt der Aufsätze zu prüfen, weniger die Rechtschreibung oder Grammatik. Ferner eignet sich dieses Thema gut für Beobachtungen von Seiten der Lehrperson. Während den aktiven Sequenzen wie auch den Einzelarbeiten, besteht die Möglichkeit die Klasse zu beobachten und dies in kurzen Notizen festzuhalten. Weiter wären Benotungen einzelner Präsentationen denkbar. Die Durchführung hat gezeigt, dass Schülerinnen und Schüler sich erst etwas zurückhaltend zeigen, wenn sie sich vor der Klasse präsentieren müssen, sich aber schnell daran gewöhnen eine Darbietung zu leisten. Das Thema eignet sich sehr gut für eine erste Klasse, wäre aber durch zusätzliche oder vertiefte Betrachtungen auch für andere Stufen zu gebrauchen. 51