Arbeitsblatt: Uri wird reichsfrei - Teil 2
Material-Details
Warum bekamen die Urner 1231 einen Freiheitsbrief. Fortsetzung von Uri wird reichsfrei Teil 1
Geschichte
Schweizer Geschichte
6. Schuljahr
1 Seiten
Statistik
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2198
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17.03.2012
Autor/in
Adrian Wilhelm
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
1218 erhob der deutsche Kaiser Friedrich II. Uri zur reichsfreien Talgemeinde, die ihm persönlich unterstand. An ihrer Spitze stand ein Talamman, mit dem der Kaiser direkt verkehrte. Der Kaiser erwartete dafür ganz besondere Treue und Unterstützung in seinem Kampf in Italien gegen die Städte der Lombardei und den Papst. Sein Sohn Heinrich VII. (regierte anstelle seines Vaters in Deutschland) bestimmte als Reichsvogt für Uri den Grafen Rudolf II. von Habsburg. Er zog die Steuern in Uri ein und war der oberste Richter. Graf Rudolf II. war eng mit dem Kaiser befreundet und unterstützte ihn bei seinem Krieg in Italien. Doch dafür verlangte er eine Belohnung. Da der Kaiser hoch verschuldet war, konnte er Rudolf II. kein Geld bezahlen. Deshalb verlangte dieser vom Kaiser, die Verpfändung des Reichtals Uri. Friedrich konnte dem Habsburger keinen Gefallen abschlagen und musste ihm wohl oder übel das Tal Uri übergeben. Dies war ein schwerer Schlag für Uri. Über die Habsburger hatte man nicht viel Gutes gehört. Sie waren sehr streng, behandelten die Bauern oft schlecht und liessen ihnen kein Mitspracherecht. Ich, König Heinrich von Gottes Gnaden, will stets all das tun, was zu Euerem Nutzen und Vorteil dient. Darum habe ich Euch hiermit von dem Besitze des Grafen Rufdolf von Habsburg losgekauft und frei gemacht. Ich verspreche Euch, dass ich Euch niemals wieder Heinrich werde, veräussern weder als Lehen noch ducrch Die Urner sahen nur einen Ausweg: Sie beschlossen die Pfandsumme selber aufzubringen. Jeder Einheimische musste ungefähr das Zehnfache seiner normalen Steuern bezahlen. Dies war ein gewaltiges Opfer für alle Urner. Aber ihnen waren Freiheit und Sicherheit mehr wert als alles Geld und Gut. So konnte man dem Kaiser den hohen Betrag übergeben, Habsburger den dieser Grafen brauchte, zu um den entschädigen. Selbstverständlich war der Kaiser hocherfreut, denn so erhielt er die Möglichkeit, ohne dass es ihn etwas gekostet hatte, das wichtige Tal samt seinen künftigen Steuern wieder für das Reich zu gewinnen. 1231 erhielten die Urner einen Freiheitsbrief. Darin versprach König Heinrich VII, der Sohn des Kaisers, das Tal Uri nie mehr weiterzugeben, weder als Pfand noch als Lehen.