Arbeitsblatt: Merkblatt zum Thema Lerntagebuch

Material-Details

Warum, weshalb und wie führe ich ein Lerntagebuch
Administration / Methodik
Lehr- und Lernformen
klassenübergreifend
1 Seiten

Statistik

65496
1627
31
14.08.2010

Autor/in

Rachel Rohner
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

1. Warum soll ein Lerntagebuch geführt werden? Das Lerntagebuch soll kein besseres Hausaufgabenheft sein, sondern es soll dir helfen, den roten Faden im Unterricht und bei deiner selbständigen Arbeit nicht zu verlieren. Im Lerntagebuch sollst du notieren, welche neuen Inhalte du erarbeitet oder in der Unterrichtsstunde gelernt hast. Außerdem sollst du dort erläutern, wie du deinen Arbeitsprozess bei größeren Vorhaben (Gruppenarbeiten, Referaten, Facharbeiten) strukturieren willst. 2. Anleitung zur äußeren Form Dein Lerntagebuch sollte ein etwas dickeres Heft im DINA4- Format sein. Am Ende jeder Unterrichtsstunde bzw. noch am gleichen Tag zu Hause vor der Bearbeitung der Hausaufgaben solltest du eine Eintragung machen. Es ist hilfreich, wenn du zwei Farben benutzt. So kannst du neue Inhalte in einer Farbe gestalten und offene Fragen oder Probleme, die du noch hast, oder auch die Planung von weiteren Arbeitsprozessen in einer anderen Farbe gestalten. 3. Fragestellungen Bei deinen Eintragungen solltest du versuchen, einige der folgenden Fragestellungen zu berücksichtigen. 3.1. Inhalte a) Was war das Thema der Stunde? Was konntest du da lernen? (Vergiss das Datum nicht!) b) Wusstest du schon etwas über das Thema? c) Wurden neue Begriffe eingeführt (Definitionen)? In welchem Zusammenhang stehen diese neuen Begriffe mit bereits bekannten Begriffen? Versuche eine Mindmap zu erstellen. d) Ist dir etwas nicht klar geworden? Wenn ja, dann formuliere eine Frage, die du deinen Mitschülern oder deinem Lehrer stellen willst. e) Gab es verschiedene Lösungswege? Hast du andere Ideen zur Lösung gehabt? 3.2. Planung von Arbeitsprozessen a) b) c) d) e) f) Versuche das Problem (die Aufgabe) mit eigenen Worten zu formulieren. Überlege dir eine Lösungsstrategie. In welchen Schritten willst du vorgehen? Lässt sich die Aufgabe arbeitsteilig lösen? Werden zusätzliche Hilfsmittel (Lexika, Fachbücher, Computer) benötigt? Erstelle dir gegebenenfalls einen Arbeitsplan oder eine Mindmap. 3.3. Reflexion deiner Arbeit a) Welche Schwierigkeiten sind bei der Lösung aufgetreten? b) Warum bist du nicht weiter gekommen? Versuche eine Frage zu formulieren, die du den Kursmitgliedern stellen könntest. c) An welchen Stellen hast du etwas für dich Neues gelernt? Hattest du Aha-Erlebnisse? d) Bist du mit deiner Arbeit zufrieden? e) Hast du dein Arbeitsziel in dieser Stunde erreicht? Wenn nicht, woran lag es? f) Wie hast du dich in dieser Stunde im Unterricht oder in der Gruppenarbeit beteiligt? Gib dir eine Note. 4. Die Bewertung deines Lerntagebuchs Die Lerntagebücher werden regelmäßig vom Lehrer kontrolliert und in die Beurteilung miteinbezogen. Dabei wird auf die Beschreibung deines Lernprozesses (also auf deine Planung von Lösungsmöglichkeiten und die Formulierung von Fragestellungen zum Thema) besonderer Wert gelegt. Natürlich wird auch die äußere Form deines Tagebuchs (Sauberkeit, Übersichtlichkeit, Vollständigkeit der Eintragungen) bei der Beurteilung berücksichtigt.