Arbeitsblatt: Thema Farben
Material-Details
Theorie über Farben
Bildnerisches Gestalten
Farbe
6. Schuljahr
7 Seiten
Statistik
69864
2523
82
22.10.2010
Autor/in
Evelyne Wunderlin
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Bildnerisches Gestalten E.Wunderlin 1. Oberstufe Leben mit Farben Was wäre eine Welt ohne Farben? Farben gehören zu unserem Alltag, in die Natur und in unser Leben. Meist erscheinen sie uns so selbstverständlich, dass wir sie kaum bewusst wahrnehmen. Sie sind schön oder erregend, zart oder grell, lebendig oder langweilig. Jeder Mensch hat seine eigene Lieblingsfarbe und auch Farben, die er nicht mag. Dass Rot der Liebe und Grün der Hoffnung zugeordnet werden, wissen viele Menschen. Doch welche Symbolik und Eigenschaften haben die Farben, Orange, Gelb, Blau und Violett? Die Farbe Rot und ihre Eigenschaften: Mut, Energie, Vitalität, Basis, Stärke, Leidenschaft, körperliche Sexualität, Aggressivität, Wut, Zorn, Kompromisslosigkeit, Überreizung,. Die Farbe Orange und ihre Eigenschaften: Freude, Mut, Kreativität, Optimismus, Zuversicht, Enthusiasmus, soziales Verhalten, Ziellosigkeit, Stolz, Feigheit, Zappelphilipp, Nervosität,. Die Farbe Gelb und ihre Eigenschaften: Beweglichkeit, Herzlichkeit, Intelligenz, Glück, Wissen, mentale Kraft, Konzentration, analytische Fähigkeiten, Neid, Eifersucht, Übertreibung,. Die Farbe Grün und ihre Eigenschaften: Harmonie, Balance, Ausgeglichenheit, Mitgefühl, Hoffnung, Friedfertigkeit, Wachstum, Zufriedenheit, Machtgier, Selbstsucht, Harmoniesüchtig,. Die Farbe Türkis und ihre Eigenschaften: Kommunikation, Klarheit, Wahrheit, Weite, Raum, Stimme, Ausdruck,. Die Farbe Blau und ihre Eigenschaften: Ruhe, Vertrauen, Hingabe, Tiefe, Entspannung, Glauben, Sanftmut, Ergebenheit, Gelassenheit, Teilnahmslosigkeit, Verschlossenheit, Vereinsamung, Überheblichkeit,. Die Farbe Violett und ihre Eigenschaften: Weisheit, Mystik, Transformation, Spiritualität, Ganzheit, Ausgleich von Yin und Yang, Erkenntnis, Intuition, Reinigung, Fanatismus, Machtmissbrauch, Arroganz, Geistesabwesenheit,. Farbenlehre 1 Bildnerisches Gestalten E.Wunderlin 1. Oberstufe Johan Wolfgang von Goethe hat in seiner Farbenlehre das Sonnenlicht am Glasprisma brechen können und hat so das Licht in Spektralfarben aufgeteilt. Goethe unterscheidet zwischen Licht und Pigmentfarben. Die Summe aller Lichtfarben gibt weiß (in Form von Licht) und die Mischung aller Pigmentfarben gibt schwarz (kein reines schwarz, eher ein sehr dunkles grau). Die Komplementärfarbe, auch Ergänzungsfarbe genannt, ist eine Wechselbeziehung von Primär und Sekundärfarbe. Das heißt, sie ergänzen sich gegenseitig. Die Komplementärfarbe von Gelb ist Violett, von Rot Grün und von Blau Orange. Werden zwei Komplementärfarben miteinander gemischt, entsteht ein Grau. Die Komplementärfarben liegen sich im Farbkreis gegenüber. Goethe stellt die Frage: . gehört die Farbe nicht ganz eigentlich dem Gesicht an? Entsteht die Farbe nicht im Auge? Wär nicht das Auge sonnenhaft, wie könnten wir das Licht erblicken? Johann Wolfgang von Goethe, 1749 1832 Licht Farben Alles was lebt, lebt im Licht, alles, was existiert, strahlt Licht aus. Alle Dinge empfangen ihr Leben von Licht, 2 Bildnerisches Gestalten E.Wunderlin 1. Oberstufe und dieses Licht ist in seiner Wurzel selbst Leben. Paracelsus Was ist eigentlich Farbe? Das ist eine gute Frage. Denn Farbe entsteht eigentlich erst in unserem Gehirn. Das wird dann Farbempfindung genannt. Aber eigentlich ist das erst der dritte Schritt. Farbenreiz, Farbvalenz und Farbempfindung Wie in der folgenden Graphik ersichtlich, entsteht Farbe in drei Schritten. 3 Bildnerisches Gestalten E.Wunderlin 1. Oberstufe Von allen bestehenden Farbenwellen sehen wir nur einen kleinsten Teil. Licht ist ein kleiner, ganz bestimmter Ausschnitt aus vielen elektromagnetischen Schwingungen (Wellen). Das sichtbare Licht ist nur ein kleiner Schwingungsbereich. Diese Schwingungen unterscheiden sich durch die Wellenlänge. Die Lichtwellen sind sehr klein. Sie werden deshalb ins tausendstel oder sogar in Millionstel Millimeter angegeben. 1/1000000mm 1 Nanometer (nm). Rot hat etwa die Wellenlänge 750 nm und Violett hat etwa die Wellenlänge 450 nm. Das sichtbare Licht, und somit die Farben, befinden sich im Bereich von 750 450 nm. Die Farben des Regenbogens zeigen uns immer wieder, welche Schönheit und subtile Kraft im Licht der Sonne steckt. Erst durch das Sonnenlicht können wir Menschen überhaupt auf der Erde existieren. Es schenkt uns Wärme und wir nehmen mit Hilfe des Sonnenlichts die Energien auf, um Vitamin im Körper herstellen zu können. Der Mangel an Sonnenlicht im Winter führt oft zu Niedergeschlagenheit. Die rötlich aufsteigende Morgensonne gibt uns den Impuls zur täglichen Aktivität, das abendliche Blau des Nachthimmels bringt uns Entspannung und Ruhe. Farbempfindung Die dritte Stufe findet nun im Gehirn statt. Die Aktionsströme kommen über die Nervenbahnen im Sehzentrum an und lösen dort ein Farbempfinden aus. 4 Bildnerisches Gestalten E.Wunderlin 1. Oberstufe Gleiche Farben lösen aber nicht unbedingt gleiche Farbempfindungen aus. Als Beispiel dient folgende Graphik. Die Farben der Kreise sind jeweils gleich, lösen jedoch denselben Farbenreiz aus, empfunden (im Gehirn) werden sie aber unterschiedlich. Wie entsteht Weiss und Schwarz? Additive Farbmischung: Mischung von Lichtfarben, Primärfarben: Rot, Grün und Blau (RGB); wobei alle drei Farben, zu gleichen Teilen übereinander projiziert, Weiß ergeben. Sekundärfarben: Cyan, Magenta und Gelb. Subtraktive Farbmischung: Mischung von Materialfarben, Primärfarben: Cyan, Magenta und Gelb (CMY); wobei alle drei Farben, zu gleichen Teilen übereinander gedruckt, Schwarz ergeben; Sekundärfarben: Rot, Grün und Blau. Farbenblind? 5 Bildnerisches Gestalten E.Wunderlin KomplementärfarbenTest Schaue während 6 Sekunden auf das erste schwarze Kreuz, dann auf der untere Kreuz! Welche Farben siehst du jetzt? 6 1. Oberstufe