Arbeitsblatt: Die Sprache der Religion verstehen
Material-Details
Verschiedene Religionen kennen lernen/Arbeitsaufträge
Lebenskunde
Religionslehre / Bibel
4. Schuljahr
4 Seiten
Statistik
82371
1310
41
02.06.2011
Autor/in
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Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Die Sprache der Religion verstehen 1 In der Religion gibt es viele Geschichten, die man von aussen wie auch von innen lesen muss, damit man sie verstehen kann. Was ist ein Symbol? Das kann mit einer Geschichte erklärt werden. Im alten Griechenland nehmen zwei Freunde Abschied voneinander. Sie wissen, dass sie einander lange nicht mehr sehen werden. Sie ritzen ihren Namen auf eine Tontafel und brechen diese entzwei. Jeder nimmt eine Hälfte mit und bewahrt sie sorgfältig auf. Nach langer Zeit treffen sich die Freunde wieder. Sie setzen die Teile zusammen und feiern das Fest des Wiedersehens. Das Brechen von Ton und Namen zeigt den Schmerz des Abschieds. Das sorgfältige Aufbewahren zeigt die Treue und die Hoffnung auf ein Wiedersehen. Der zerbrochene Teil der Tontafel ist zwar nicht die Freundschaft, aber es ist ein Erkennungs- und Erinnerungszeichen. Es ist viel mehr als nur eine Tontafel. Auftrag: Hast du zu Hause auch solche Symbole (Muschel aus den Ferien, Buch mit Widmung etc.)? Zeichne und beschrifte. 1August 2010 mst Die Sprache der Religion verstehen 2 Symbolbilder Stellt euch vor, dieses Symbolbild würde verschiedenen Menschen gezeigt: 1. Einem Regenschirmfabrikanten 2. Einem Kind in den Ferien 3. Einem Mann, der sich in der Wüste verirrt hat 4. Einer Lehrerin auf der Schulreise Welche unterschiedlichen Gefühle würde das Bild wohl bei diesen Menschen auslösen und weshalb? Bildworte Unsere Alltagssprache enthält viele „Bilder, die symbolisch gedeutet werden müssen, wenn wir sie richtig verstehen wollen. Versuche, die symbolische Bedeutung dieser „Sprachbilder zu beschreiben. Du bist mein Schatz. Zeichne 2August 2010 mst Das Wasser steht mir bis zum Hals. Mit der Tür ins Haus fallen Das Kind mit dem Bade ausschütten Die Sprache der Religion verstehen 3 Gleichnisse In den Heiligen Schriften der Religionen finden wir viele Bildworte. Das Reden in „Bildern ist Menschen in den verschiedenen Kulturen bekannt. Wenn aus Bildworten Geschichten werden, heissen diese Erzählungen Gleichnisse. 1. Bildet fünf etwa gleich grosse Gruppen 2. Lest pro Gruppe den Text einer Religion 3. Diskutiert miteinander den Text, erklärt schwierige Wörter 4. Jemand aus der Gruppe erzählt der Klasse das Gleichnis in eigenen Worten Christentum (Jesus erzählt) „Was meint ihr? Wenn jemand 100 Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er nicht die 99 auf dem Berg zurück und sucht das verirrte? Und wenn er es findet – amen, ich sage euch: Er freut sich über dieses eine mehr als über die 99, die sich nicht verirrt haben. Islam „Ein gutes Wort ist wie ein guter Baum, dessen Wurzeln fest und dessen Zweige bis zum Himmel reichen. Er bringt seine Frucht zu jeder Zeit mit der Erlaubnis seines Herrn hervor. Und Allah gibt den Menschen Gleichnisse, damit sie nachdenken. Judentum „Gesegnet ist der Mensch, der sich auf Gott verlässt und dessen Zuversicht Gott ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obwohl die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün. Und er sorgt sich nicht, wenn ein dünnes Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte. Buddhismus 3August 2010 mst Tausend Kerzen könne an einer einzigen Kerze angezündet werden und das Leben einer einzelnen Kerze wird dadurch nicht gekürzt werden. Glück wird nicht geringer, indem es geteilt wird. Hinduismus „Zwei Menschen stritten sich heftig über die Farbe des Chamäleons. Der eine sagte: Das Chamäleon auf diesem Palmbaum ist von einem schönen Rot! Der andere widersprach ihm und sagte: Du irrst, das Chamäleon ist nicht rot, sondern blau. Da keiner seine Meinung beweisen konnte, gingen sie zusammen zu einem Menschen, der unter jenem Baum lebte und lange beobachtet hatte, wie das Chamäleon seine Farbe ständig wechselte. Einer der Streitenden sagte: Ist das Chamäleon auf jenem Baum rot? Der Mann entgegnete: Ja, Herr. Der andere Streitende sagte: Was? Wie ist das möglich? Bestimmt ist es nicht rot, sondern blau! Der Mann gab demütig zur Antwort: Ja, Herr, es ist blau. Er wusste, dass das Chamäleon ständig die Farbe wechselt, deshalb beantwortete er die Fragen mit JA. So ist auch das Göttliche verschieden gestaltet. Der Fromme, der Gott nur in einer Gestalt sah, kennt alleine diese. Nur wer ihn in vielfältiger Gestalt sah, kann sagen: All diese Formen sind die eines Gottes, denn vielgestaltig ist Gott! 4August 2010 mst