Arbeitsblatt: Der Weg des Pfeffersackes

Material-Details

Dossier zum Thema Entdecker "Der Weg des Pfeffersackes" aus DGzG1, mit Übungsmaterial, Karten und Fragen. Arbeit mit Atlas. Lösung angehängt.
Geschichte
Gemischte Themen
7. Schuljahr
5 Seiten

Statistik

86389
5174
78
09.09.2011

Autor/in

Marec (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Der Weg eines Pfeffersacks AB2 RZ Die Ernte auf Sumatra Um das Jahr 1400 läuft auf der Insel Sumatra die Pfefferernte auf vollen Touren. Das ganze Dorf beschäftigt sich mit der Ernte der noch unreifen grünen Pfefferbeeren, die nach dem Trocknen den scharfen schwarzen Pfeffer ergeben. Einen Teil der Beeren wird man erst später ernten, wenn sie reif geworden sind, um daraus dann den milden weissen Pfeffer zu machen. Die Männer, Frauen und Kinder pflücken die Beeren und füllen sie in grosse Säcke ab. Die Säcke werden ins Dorf transportiert, wo bereits ein chinesischer Händler wartet, um den Pfeffer zu kaufen. Er bezahlt für jeden Pfeffersack ein Goldstück. Anschliessend lässt er die Pfeffersäcke aus dem Dorf zur Meeresküste tragen und in ein grosses Boot verladen. Von dort fährt er in die Hafenstadt Malakka auf der benachbarten Insel Malaysia, wo auch ein malaiischer Sultan seinen Sitz hat. Handel auf Malakka In der Hafenstadt Malakka trifft unser chinesischer Händler einen arabischen Kaufmann, der feine Stoffe, stahlharte Schwerter, prachtvolle Teppiche und Elfenbein aus Afrika verkauft und andere Güter, insbesondere Pfeffer aufkauft. Unser chinesischer Händler bekommt für einen Pfeffersack sieben Goldstücke, also das Siebenfache des Preises, den er bezahlt hat. In Malakka treffen auch andere Boote ein. Von den Molukkeninseln bringen sie Gewürznelken und Muskatnüsse, aus Java Sandelholzöl, aus China Seide und Porzellan. Reise nach Bagdad Der arabische Kaufmann verlädt den Pfeffer auf sein Schiff und steuert Richtung indische Küste, nach Kalikut, Goa oder Kotschin. Dort hat er noch einige Geschäfte zu erledigen, es gibt Perlen, Edelsteine, Zimt und Safran zu kaufen. Der Pfeffer aber bleibt an Bord des Schiffes. Die Fahrt geht weiter nach Westen. Ein Teil der Kaufleute fährt über Aden durch das Rote Meer nach Suez. In Suez wird die Ware auf Kamele geladen. Diese tragen die Waren durch die Wüste zum Nil, wo sie wiederum auf Booten nilabwärts nach Alexandria transportiert werden. Der andere Teil der Kaufleute fährt nun durch das Arabische Meer und den Persischen Golf nach Hormus, von dort aus nach Basra. Dort werden der Pfeffer und die anderen Waren in kleine Boote umgeladen, mit denen es den Tigris hinauf bis nach Bagdad geht. In dieser grossen Stadt kann der arabische Kaufmann seine Waren günstig verkaufen. Für den Pfeffersack erhält er von einem anderen Kaufmann 40 Goldstücke. Nächstes Ziel: Genua Über den Landweg auf Kamelen wird der Pfeffer durch die Türkei bis nach Konstantinopel (heute: Istanbul) transportiert. Hier warten Händler aus Genua. Sie kaufen den Pfeffer und bezahlen 70 Goldstücke für einen Sack. Nach einigen Wochen Fahrt durch das Ägäische Meer, vorbei an Kreta, durch das Mittelmeer, vorbei an Sardinien und Korsika, erreicht unser Pfeffersack die italienische Hafenstadt Genua. Endlich in England Die Reise ist aber noch nicht zu Ende. Belgische Kaufleute kaufen den Pfeffer und bezahlen für einen Sack 100 Goldstücke. Mit Pferden transportieren sie den Pfeffer durch Oberitalien, über den Gotthardpass, durch die Schweiz bis zum Rhein. Dort wartet ein Boot, das ihn nach Holland bringt. Ein seetüchtiges Schiff bringt ihn von dort nach London, wo er schliesslich für 140 Goldstücke an den Küchenmeister des Königs von England verkauft wird. Die Reise unseres Pfeffersacks von Sumatra bis in die königliche Küche hat etwa ein Jahr gedauert. Der Weg des Pfeffersackes und die Stationen 1. 2. Malakka 3.Molukken (Inselgruppe) 4. 5. 6. 7. 8. Kalikut 9. Kotschin 10. Aden 11. 12. 13. 14. Hormus 15. 16. 17. 18. 19. 20. Venedig 21. Genua 22. 23. 24. 25. Auftrag 1. Woher kamen die in Europa im Mittelalter so sehr beliebten Gewürze? 2. Weshalb wurden die Waren auf dem Weg nach Europa so viel teurer? 3. Zähle einige Waren auf, welche wir auch heute noch aus Ostasien beziehen. Überlege dir, warum die Waren heute eher billig sind! 4. Übermale in der Karte die Gewässer blau, die Länder braun. Ergänze mit Hilfe des Atlas die fehlenden Städte, Länder oder Flüsse in der Legende. Zeichne den Weg eines Pfeffersacks deutlich ein (den Text genau lesen!). Wie beurteilst du diesen Weg? Der Weg eines Pfeffersacks: Lösung 1. Woher kamen die in Europa im Mittelalter sosehr beliebten Gewürze? • aus Indien, Ostasien 2. Weshalb wurden die Waren auf dem Weg nach Europa so viel teurer? • Weil sie von verschiedenen Zwischenhändlern gekauft und wieder verkauft wurden. Sie mussten mehrere Male umgeladen werden von Schiff zu Schiff oder auf Tiere. 3. Zähle einige Waren auf, welche wir auch heute noch aus Ostasien beziehen. Überlege dir, warum die Waren heute eher billig sind? • Gewürze, Stoffe, Reis, technische Geräte, etc • Sie werden von billigen Arbeitskräften hergestellt. Der Transport ist billiger und einfacher. Es wird in grossen Mengen produziert. 4. Übermale in der Karte die Gewässer blau, die Länder braun. Ergänze mit Hilfe des Atlas die fehlenden Städte, Länder oder Flüsse in der Legende. Zeichne den Weg eines Pfeffersacks deutlich ein (den Text genau lesen!). Wie beurteilst du diesen Weg? • Weg ist sehr lang, kompliziert und beschwerlich. Der Weg des Pfeffersackes und die Stationen 1. Sumatra 2. Malakka 3.Molukken (Inselgruppe) 4.Java 5. China 6. Indien 7. Goa 8.Kalikut 9. Kotschin 10. Aden 11. Suez 12.Nil 13. Alexandria 14. Hormus 15. Basra 16. Tigris 17. Bagdad 18. Türkei 19. Konstantinopel (Istanbul) 20. Venedig 21. Genua 22. Gotthardpass 23. Rhein 24. Holland 25. London