Arbeitsblatt: Staatskunde Einführung

Material-Details

Staatskunde Einführung
Geschichte
Politik
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

91259
1018
6
15.12.2011

Autor/in

Cinzia Affolter
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

01.12.12 Einstieg: Was macht unser Staat? Brainstorming (Staat: Ein Volk schliesst sich innerhalb eines bestimmten Gebietes zusammen, stellt Regeln für das Zusammenleben auf (Gesetze), führt die Gesetze aus, überwacht das Einhalten der Regeln und bestraft bei Zuwiderhandlungen (Rechtssprechung). Wichtig ist dabei der Wille zur Einheit, Unabhängigkeit und Freiheit.) Was braucht es für einen Staat? Brainstorming (Drei Elemente: Staatsgebiet, Staatsgewalt, Staatsvolk (Die Staatsgewalt ist das wichtigste und entscheidendste der drei Elemente. Hier wird bestimmt, ob ein Volk Rechte hat, sich frei fühlen kann oder ob es unterdrückt und ausgebeutet wird.) Was heisst Souveränität? (Der Staat kann über sein Staatsgebiet frei verfügen, er hat gleiche Rechte wie andere Staaten und ist von anderen Staaten unabhängig.) Aussenpolitisch: Der Staat bleibt in seinen Entscheidungen frei und unabhängig. Er kann mit anderen Staaten verhandeln, Verträge abschliessen und diese auch wieder kündigen und über Krieg und Frieden selbständig entscheiden. Innenpolitisch: Die Souveränität ist die höchste Staatsgewalt für einen bestimmten Bereich; in einer Demokratie hat das Volk die höchste Staatsgewalt inne. Daher spricht man oftmals auch vom „Souverän und meint damit das Volk, welches letztlich die Entscheidungen trifft. Hauptteil: SuS beantworten die Fragen auf S.2 und können ihr Wissen gleich selber überprüfen. Was für Staatsformen gibt es? Ideen? Der Einheitsstaat, Bundesstaat, Staatenbund Der Einheitsstaat Der Einheitsstaat ist ein Staat, der von einem Zentrum aus einheitlich regiert wird (daher auch Zentralstaat genannt). Im ganzen Land gibt es nur eine einzige Regierung. Überall gelten die gleichen Gesetze. Vorteile: • Leicht zu regieren. • Alle Aufgaben werden einheitlich gelöst (Klarheit). • Entscheide können schneller gefällt und ausgeführt werden. Nachteile: • Die Regierung vernachlässigt oft Minderheiten im Staat (Sprache, Religion, wirtschaftliche Randgebiete). • Grosser, wenig übersichtlicher Verwaltungsapparat. Beispiele: Frankreich, Italien, Norwegen, Schweden, Portugal, Griechenland, Japan, Volksrepublik China Der Bundesstaat Der Bundesstaat ist ein Zusammenschluss von Teilstaaten, die nach aussen einen Gesamtstaat bilden. Die einzelnen Teilstaaten können nicht mehr aus dem Gesamtstaat austreten; sie würden militärisch daran gehindert. (Ausnahme: Die anderen Teilstaaten sind einverstanden, dass ein Teil austritt.) Aufgrund eines Vertrages werden die Aufgabenbereiche zwischen dem Gesamtstaat und den Teilstaaten aufgeteilt. Der Gesamtstaat löst Aufgaben, die im Interesse aller Teilstaaten liegen. Nebst der Regierung des Gesamtstaates besteht in jedem Teilstaat eine eigene Regierung und eine eigene Verfassung. Grundsätzlich geht das Recht des Gesamtstaates dem Recht der Teilstaaten vor. Daher ist jeder Teilstaat nur so weit selbständig, als dies mit dem Recht des Gesamtstaates zu vereinbaren ist. Die staatliche Organisation beruht auf dem Föderalismus. Föderalismus bedeutet, dass jeder Teilstaat innerhalb eines Gesamtstaates bestrebt ist, möglichst selbständig zu bleiben und seine Eigenart zu bewahren. Vorteile: • Jeder Teilstaat kann seine Interessen besonders zur Geltung bringen. • Ein föderalistisch regierter Staat kann Rücksicht auf Minderheiten nehmen. • Die Verwaltung ist persönlicher, übersichtlicher, volksnaher. Nachteile: • Die Vielfalt in den Teilstaaten macht das Zusammenleben kompliziert (z.B. verschiedene Schulsysteme) und wird bis zu einem gewissen Grad auch als ungerecht empfunden (z.B. verschieden hohe Steuerbelastungen). • Ein föderalistisch organisierter Staat arbeitet langsamer, schwerfälliger. Entscheide müssen erst durchdiskutiert und mit Kompromissen errungen werden. Beispiele: Schweiz (26 Kantone), Deutschland (16 Bundesländer), Österreich (9 Bundesländer), USA (50 Staaten). Der Staatenbund Der Staatenbund ist ein Zusammenschluss von selbständigen Staaten, die eine oder mehrere Aufgaben (z.B. wirtschaftliche, militärische) gemeinsam lösen wollen. Die miteinander verbündeten Staaten bleiben grundsätzlich eigenständig (souverän). Der Staatenbund ist aus diesem Grund auch kein eigentlicher Staat. Die einzelnen Staaten können wieder aus dem Staatenbund austreten, indem sie den Vertrag kündigen. Vorteile: • Aufgaben können effizienter gelöst werden. • Gegenüber den am Staatenbund nicht beteiligten Staaten kann stärker aufgetreten werden. Nachteile: Entscheidungen sind für die einzelnen Staaten nicht verbindlich. Es können daher trotz Bündnis uneinheitliche Lösungen bestehen bleiben. Um tragfähige Lösungen zu finden, einigt man sich oftmals auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Somit werden Probleme nur langsam gelöst. Beispiele: UNO (Vereinte Nationen), NATO (Nordatlantikpakt; westliches Militärbündnis), OPEC (Organisation Erdöl exportierender Länder), AU (Afrikanische Union) 08.12.12 SuS lösen Aufgaben auf S. 5 15.12.12 22.12.12 12.01.12 19.01.12 26.01.12