Arbeitsblatt: Sachtext
Material-Details
Dies ist ein Sachtext über Seepferdchen
Deutsch
Gemischte Themen
6. Schuljahr
1 Seiten
Statistik
93236
1098
14
27.01.2012
Autor/in
Nora Muff
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Texte kürzen Sachtext „Seepferdchen Seepferdchen Die Seepferdchen gehören zu den Fischen, obwohl ihr Äusseres nur sehr wenig an einen Fisch erinnert. Ihr Kopf ähnelt eher dem eines Pferdes, ihr Hinterleib einem Wurm. Dieses Aussehen brachte den Tieren auch ihren wissenschaftlichen Namen ein: „Hippocampus, die Pferderaupe. Zwei Arten der Seepferdchen leben im Mittelmeer. Aufgrund ihrer Kopfform werden sie als „Langschnäuziges Seepferdchen (Hippocampus guttulatus) und „Kurzschnäuziges Seepferdchen (Hippocampus hippocampus) benannt. Fortpflanzung Neben ihrem Aussehen weist jedoch auch ihre Lebensweise ein paar Besonderheiten auf. So werden bei ihnen nicht die Weibchen, sondern die Männchen trächtig. Die Weibchen produzieren zwar die Eier, legen sie aber in die Bruthöhle des Männchens. Ein Männchen trägt teilweise Eier von mehreren Weibchen. Die Entwicklung der jungen Fische dauert etwa zehn bis zwölf Tage. Nach dieser Zeit zieht sich das Männchen mit seiner Brut in das Seegras zurück und beginnt unter grossen Anstrengungen die Jungfische zu gebären. Die kleinen Fische sind sofort auf sich selbst gestellt und beginnen mit der Jagd auf Kleinkrebse im Plankton. Bei einigen Arten pflanzen sich die Seepferdchen bereits nach einem einzigen Tag wieder fort. Gefährdung Seepferdchen gehören zu den gefährdeten Tiergattungen der Welt. Sie haben zwar nur sehr wenige natürliche Feinde, da sie mit ihren Knochenplatten, Stacheln und vielen Gräten eine schwer zu verzehrende Nahrung darstellen. Der Rückgang ihrer Zahl liegt vor allem an der starken Zerstörung ihrer Lebensräume. Hinzu kommt, dass die Menschen, vor allem in China und Südostasien, glauben, dass Pulver aus zerriebenen Seepferdchen grosse Heilwirkung habe. Ausserdem ist ihr hoher Wert als Touristensouvenir ein Grund für ihre Gefährdung. Schätzungsweise 24 Millionen getrocknete Seepferdchen gelangen jedes Jahr in den Welthandel. Mehrere hunderttausend lebende Exemplare werden in Tierhandlungen für die Haltung in Aquarien verkauft. 1 Texte kürzen Viele Arten Weltweit wurden bislang etwa 50 verschiedene Arten von Seepferdchen beschrieben. Die Tatsache, dass erst im Mai des Jahres 2003 eine ganz neue Art gefunden wurde, zeigt allerdings, dass wahrscheinlich noch mehr Arten existieren. Gerade einmal die Grösse eines Fingernagels erreicht die kleinste Seepferdchenart der Welt: Die 16 Millimeter langen Tierchen leben in Korallenbänken vor der Küste Indonesiens und wurden bisher für Jungtiere anderer Seepferdchen gehalten. Wie hoch der Bestand dieser Miniseepferdchen ist, weiss derzeit niemand, da sie nur selten gesichtet werden. 2