Arbeitsblatt: Merksätze Lernen

Material-Details

Wie lernt man? Zusammengefasst auf einigen Seiten die besten Tipps und Tricks.
Lebenskunde
Anderes Thema
5. Schuljahr
12 Seiten

Statistik

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04.02.2012

Autor/in

Michael Hefti
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Bevor wir starten. • Freue dich wenn du etwas Neues lernen kannst! • • Sei stolz auf das was du schon kannst! – Sogar wenn es dein Talent ist Kaugummis zu 2m grossen Kugeln zu blasen. Überlege dir immer wieder, was gut gelaufen ist und wie du dein Lernen noch verbessern könntest. 2 IHNHALT Motivation3 Konzentration4 Einen Plan fürs Lernen6 Texte verarbeiten8 Lerntechniken9 LerntippsZusammenfassung13 Gruppenarbeit.16 Prüfungsstress17 Vortrag gestalten.18 Informationen sammeln.20 InternetSuche.22 3 SO BIN ICH. Name Vorname Adresse Telefon Email In Notfällen zu kontaktieren Geburtsdatum Allergien, Medikamente Hobbys Lieblingsessen 4 MEINE ZIELE UND DEREN UMSETZUNG 1. Quartalsziel: Woran erkenne ich, dass das Ziel erreicht ist? Wie kann ich mein Ziel erreichen? (Etappenziele, Hilfsmittel, Unterstützung) 1. Wochenziel Erreicht wenn. Wie? Erreicht Warum? 2. Wochenziel Erreicht wenn. Wie? Erreicht Warum? 3. Wochenziel Erreicht wenn. Wie? Erreicht Warum? 4. Wochenziel Erreicht wenn. Wie? Erreicht Warum? 5. Wochenziel Erreicht wenn. 5 Wie? Erreicht Warum? 6. Wochenziel Erreicht wenn. Wie? Erreicht Warum? 7. Wochenziel Erreicht wenn. Wie? Erreicht Warum? Bemerkungen Lehrperson 6 MOTIVATION Überlege dir, wie du das, was du lernen sollst, im Alltag oder im späteren Leben brauchen kannst. Probiere auch am Ball zu bleiben bei Dingen die nicht deine Lieblingsthemen sind. Es gibt auch Sachen, die man einfach lernen muss. • Belohnung Alle Menschen brauchen Annerkennung. Wenn du etwas gut gemacht hast, kannst du dich auch selbst belohnen oder loben. Schreibe auf einen Notizzettel dein Erfolgserlebnis und hänge ihn auf. • Da bin ich aber fleissig gewesen! • Hier habe ich sehr schön geschrieben. Eine Belohnung kann aber auch anders aussehen: • Sich eine kleine Süssigkeit gönnen • ein Spiel machen • ins Hallenbad, Kino etc. gehen • sein Lieblingsbuch, heft anschauen Heute war ich in der Prüfung viel besser als das letzte Mal. Ich habe auch viel geübt. Ich bin stolz darauf. Mein Arbeitsplatz • • • • • • • Ein guter Stuhl vor dem Arbeitstisch, vielleicht ein Sitzball. Frische Luft, gutes Licht, ev. ein Glas Wasser. Damit du deine Sachen findest, räumst du deinen Lernplatz selber auf. Räume Dinge weg, die dich ablenken könnten: kein Spielzeug; Fernseher oder Computer ausschalten. Suche dir einen zweiten gemütlichen Platz zum Lesen, Fantasieren, Auswendiglernen. Ein LHD (LernHelferDing ): ein Stein, Stofftier oder sonst etwas Besonderes, das dir hilft zielbewusst und erfolgreich zu lernen. 7 KONZENTRATION Die STOPPMethode Es kommt vor, dass die eigenen Gedanken plötzlich abschweifen. Dann beginnt man über das letzte Fussballspiel oder den Streit in der Pause nachzudenken. In diesen Situationen muss man sich sagen: Stopp, darüber denke ich später nach! oder du sagst dir: Stopp, jetzt will ich zuerst fertig werden und erst nachher kommt das dran! Male dir einen Notizzettel mit einem grossen StoppSchild, das dir hilft deine Gedanken zu konzentrieren. Aufmerksam zuhören Versuche alle störenden Gedanken auf die Seite zu schieben. Wiederhole innerlich 3 den Satz: Ich kann verstehen, was erzählt wird. Verbinde, das was du hörst mit deinem Vorwissen. Stelle dir Bilder vor, wie in einem Film. Die Details, die erzählt werden, kommen auch in den Bildern vor. Getraue dich Fragen zu stellen. Ganz wichtig für die Konzentration ist, dass du sehr bewusst trennst zwischen Arbeit (Konzentration/Anstrengung) und entspannenden Pausen (Freizeit). Verschnaufpause (max. 1 Min.) Wenn du etwa 15 Minuten gut gearbeitet hast, kannst du dich kurz zurücklehnen und dich darüber freuen, was du schon gelernt hast. • Wasser trinken • Tief durchatmen, zurücklehnen • mit dem Finger eine liegende Acht auf den Tisch malen • Dehnen und strecken Entspannunspause (max. 5 Min.) Nach etwa einer halben Stunde Lernarbeit, gönnst du dir vielleicht eine Entspannungspause: • etwas zeichnen oder jonglieren • die Augen schliessen,sich nur auf den Atem konzentrieren • ein ruhiges Plätzchen suchen • einmal ums Haus rennen • Kein TV, kein Computer 8 Erholung (nach dem Lernen) Lerne nicht mehr als 2h pro Tag (z.B. für eine Prüfung) – in der Oberstufe dürfen es auch 3 Stunden sein. Nach dem Lernen darfst du stolz sein und ohne schlechtes Gewissen entspannen, Sport machen oder spielen. 9 EINEN PLAN FÜRS LERNEN Mache dir einen Plan, wenn du eine Prüfung vor dir hast, einen Vortrag oder eine andere Arbeit machen sollst. So kannst du lernen deine Kräfte richtig einzuschätzen. 1. Aufbauphase Trage zusammen, was du alles lernen sollst und verschaffe dir einen Überblick (Lernziele klar? ). Schaue zuerst alleine die verschiedenen Themen an und versuche die Grundlagen zu verstehen. 2. Vertiefungsphase Jetzt geht es daran, auch einige Details zu lernen. Versuche die Grundlagen zu vertiefen. Natürlich repetierst du auch das Gelernte. 3. Prüfungsphase Lass dich abfragen, lerne aber keinen neuen Stoff mehr, sondern versuche einfach das Gelernte zu sichern. Spätestens um 6 Uhr abends vor der Prüfung ist Lernstopp angesagt. Wochenplan /Tagesplan • • Vielleicht lohnt es sich 12 Wochen vor der Prüfung kurz aufzuschreiben, wann du lernen möchtest. Plane auch die Freizeit und die Pausen gut ein. Wichtig bei der Planung ist ein guter Rhythmus: genug Schlaf und kleine Lernportionen. Stell dir vor du bist ein Marathonläufer: Am schnellsten ist er, wenn er von Anfang an ein gutes Tempo hat und z.B. immer nach 30 Min. etwas trinkt. 10 MEINE IDEEN UND GEDANKEN • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • 11 TEXTE VERARBEITEN 4 – Schritte – Methode • • 1. Den Text zunächst flüchtig lesen (Überblick verschaffen). 2. Nun sorgfältig Absatz für Absatz lesen. Unbekannte Wörter Begriffe sofort nachschlagen! Achte auf Hervorhebungen Fettgedrucktes, Unterstrichenes, Kursivgedrucktes usw. und Bilder! 1. Präge dir die Hauptpunkte ein (Untertitel suchen) und fasse das Wichtigste mit eigenen Worten zusammen (durch lautes Sprechen oder auch schriftlich)! 2. Wenn du den gesamten Text bearbeitet hast, stelle den Zusammenhang wieder her. Schau dir dabei deine Notizen bzw. Markierungen oder Unterstreichungen an! Text markieren Um von einem Text das Wichtigste behalten zu können, kannst du gewisse Stellen markieren. Nimm ca. 4 Farben und markiere z.B. folgendermassen: • rot: wichtige Personen wer • grün: Ortsangaben wo • blau: Zeitangaben wann • gelb: die wichtigsten Aussagen, Tatsachen was • Natürlich kannst du auch eine andere Einteilung machen. • ACHTUNG: Der Text sollte am Schluss nicht ganz farbig übermalt sein. Trenne Wichtiges von Unwichtigem. Notizen machen Du kannst dir um einen Text im Gedächnis zu speichern Notizen machen. Oder du machst dir Notizen um Informationen zu sammeln für einen Vortrag. • keine Sätze, sondern Stichworte • kurz und klar • lesbar • Zettel an Pinnwand, ins Etui • wenn erledigt, dann fortschmeissen 12 LERNTECHNIKEN Fragen stellen und beantworten • • • • • • Was ist das Wichtigste an diesem Thema? In welche 34 Untertitel könnte man das Thema gliedern? Womit hängt das Thema auch noch zusammen? Welche 2 einfachen/schwierigen Fragen könnte der Lehrer dazu stellen? Wie würde ich einem anderen Kind das Thema in 2 (oder auch 15) Sätzen erklären? Wo kann man das Gelernte im Alltag brauchen? Lernplakat • • • • • • • Wichtige Formeln oder schwierige Wörter schreibst du auf ein grosses Papier und hängst es an einem Ort auf, wo du es immer wieder siehst. So prägst du dir die Dinge auf dem Lernplakat ein: Lies das Wort auf dem Plakat aufmerksam durch. Schliess die Augen und lass es vor dir auftauchen. Buchstabiere das Wort von vorne und von hinten. Stell dir das Wort in deiner Lieblingsfarbe vor. Verbinde die Wörter mit einem Bild Spickzettel schreiben 1. Du schreibst alle wichtigen Informationen auf ein grosses Blatt Papier. 2. Am nächsten Tag nimmst du ein halb so grosses Papier und schreibst das Wichtigste des ersten Papiers darauf. Überlege dir, was du zu den Stichworten alles weisst. 3. Zeichne ev. ein Bild oder Plan zu einigen Stichworten. 4. Nach einigen Tagen schreibst du nun nur noch das allerwichtigste auf eine Postkarte. Lernkärtchen schreiben Eine gute Möglichkeit Dinge zu lernen besteht darin, dass man sich Fragen aus dem Stoffgebiet zusammenstellt und auf einzelne Kärtchen schreibt. (Die Antwort schreibst du ev. schon auf die Rückseite). Diese Kärtchen werden gemischt und man zieht dann eine Prüfungsfrage und versucht, sie schriftlich oder mündlich zu beantworten. Diesen Prüfungsquiz kann man auch mit einem Kassettenrecorder machen: man liest die Frage und die Antwort auf Band, anschliessend hört man sich beides an. 13 Eselsbrücken Um sich etwas Schwieriges gut einprägen zu können, lohnt es sich, für sich selbst Gedankenstützen zu konstruieren. Es gibt viele Möglichkeiten Eselsbrücken zu gestalten. • Sprüche und Reime: • 6 6 ist 36 ist der Lehrer noch so fleißig. • wer nämlich mit h schreibt ist dämlich • gar nicht wird gar nicht zusammengeschrieben. • Abkürzungen: z.B. SKAT für die Anfangsbuchstaben der bedeutendsten griechischen Staaten: Sparta, Korinth, Athen und Theben. • Zahlenfolgen mit Wörtern verknüpfen: Die Brille kann man sich als Symbol für die Zwei merken; die Hand für die Fünf, die sieben Zwerge für die Sieben usw. Für die Zahl 572 beispielsweise merkt man sich dann eine Hand, die einen Zwerg festhält, der eine Brille aufhat. Wiederholung mit einem Mindmap • • • • • Brauche auch Farben Erstelle Verbindungen Male Zeichnungen zu einem Hauptast /Zweig Das MindMap ist wie eine Landkarte von deinem Gehirn. 14 MEINE IDEEN UND GEDANKEN • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • 15 ZUSAMMENFASSUNG LERNTIPPS Plane deine Zeit gut, so dass du an jedem Tag etwa gleich viel Lernzeit hast. BergsteigerPrinzip: Zum wahren Erfolg führt kein Lift! Geh mit kleinen Schritten voran, sonst wird man mutlos. Setze dir zunächst kleine Ziele und wachse mit deinen Erfolgen! Überblick verschaffen: Versuche dein Lernen zu planen. Hake die kleinen erledigten Aufgaben ab und freue dich darüber. Die Einzelschritte helfen dir die grosse Aufgabe zu unterteilen. Repetition: Damit sich ein Stoff richtig einprägen kann, musst du ihn öfters lernen und wiederholen. Markiere, was du noch nicht so gut kannst und repetiere das gründlicher. Nach 3 Stunden (z.B. Repetition am Abend) 3 Repetitionen in der selben Woche 3 Repetitionen im folgenden Monat Was ist wichtig?: Unterscheide zwischen Wichtigem und unwichtigem. Lerne zuerst die Grundlagen und dann erst die Details. • • Gestaltung des Heftes: Schaufenster von Kaufhäusern sind meist sehr eindrucksvoll gestaltet. Sie sind: • übersichtlich • haben verschiedene Effekte • verschiedene Farben Mache es ebenso mit deinem Lernstoff! Jede Seite kannst du durch Unterstreichen, durch Ordnen in verschiedenen Farben interessanter machen. 16 Verwende bei schwer einprägbaren Lerninhalten Eselsbrücken, Bilder, Skizzen oder Verse als Gedächtnisstützen. • • Lerne auf mehreren Lernwegen: mit dem Auge, mit dem Ohr und mit der Hand. Das Durchlesen allein genügt nicht. Lies Wichtiges laut. Versuche einen Text in eigenen Worten wiederzugeben. Unterstreiche Wichtiges. Schreibe Wichtiges heraus. Fasse mit eigenen Worten zusammen! Fertige Zeichnungen, Skizzen und Mind Maps an. Lerne nicht alles an einem Stück. Lege zwischendurch immer wieder kleine Pausen ein. Lerne nicht mehr als 2 Stunden ohne grössere Pause. • OasenPrinzip: Manchmal will man einfach aufhören und kann nicht mehr weiter. Dann stelle dir dein Ziel (die Oase) vor, auf das du hinarbeitest und für das du lernst! • 17 GRUPPENARBEIT Die Partnerarbeit ist vor allem hilfreich beim Abfragen/Repetieren von Themen, die man selber schon gut alleine gelernt hat. Die Gruppenarbeit (35 Personen) eignet sich für einen Austausch untereinander oder für die Arbeit an einem Projekt. Regeln für die Gruppenarbeit (und Partnerarbeit) 1. Ziel und Vorgehen bestimmen: Was wollen wir erreichen und wie machen wir das. Dann kleinere Teilziele vereinbaren. 2. Arbeit aufteilen: Wer ist für welchen Bereich Experte/ Verantwortlicher? 3. Konzentration auf das Thema: Ablenkungen auf die Pause/Freizeit verschieben. 4. Umgang mit Konflikten: Alle dürfen mitbestimmen. Ev. mit einer Abstimmung einen Entscheid treffen. Diskutiert nicht zu lange – nach spätestens 5 Minuten soll man sich entscheiden. Versucht Kompromisse einzu gehen. 18 PRÜFUNGSSTRESS Wie kann man Angst bekämpfen? • • • • • • Die Prüfungssituation zu Hause zu üben. Versuche unter Zeitdruck eine Frage zu beantworten. Denk daran, dass dich die Menschen um dich herum auch noch mögen, wenn du keine 6 machst. Etwas Prüfungsangst ist normal und hilft dir auch dich zu konzentrieren. Was ist das Schlimmste, das passieren kann, wenn die Prüfung in die Hosen geht? – Genau: Es ist kein Weltuntergang. Wer sich gut vorbereitet, braucht keine Angst zu haben. Lenke dich ab mit Sport oder sont etwas, was dir gut tut. Wie bleibt man bei der Prüfung ruhig? • • • • • Kurz vor der Prüfung am besten mit niemandem mehr über die Prüfung sprechen. Lass dich nicht von den Diskussionen der anderen nervös machen. Du hast gut gelernt und kannst dir vertrauen. Bewusst tief durchatmen und bewusst die Schultern locker fallen lassen und sich sagen: Ich bin ganz ruhig; Bei schriftlichen Prüfungen zunächst einen Überblick gewinnen und dann mit der leichtesten Aufgabe beginnen (möglichst viel erledigen). Die Anleitungen möglichst genau durchlesen. Schreibe möglichst zu jeder Aufgabe etwas. Notiere alles was du weißt, auch wenn du unsicher bist. Was ist, wenn die Prüfung schief geht? • • • Kein Drama daraus machen, sondern Verbesserungsmöglichkeiten für die nächsten Prüfungen suchen. Eine Analyse des Misserfolgs machen: Wie kam es zu dem Versagen? Dementsprechende Maßnahmen setzen: z.B. gezielter Lernen, früher mit Lernen beginnen etc. 19