Arbeitsblatt: Die Sage von Willhelm Tell

Material-Details

Zusammenfassung mit Übertiteln und Bildern.
Geschichte
Schweizer Geschichte
6. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

93815
1641
38
04.02.2012

Autor/in

Michael Hefti
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Die Sage von Willhelm Tell (Erzählung nach dem Weissen Buch von Sarnen um 1470) Da geschah es, dass der Landvogt nach Uri fuhr und dort unter der Linde einen Stecken aufrichten liess, auf den er einen Hut legte. Er stellte einen Krieger dazu und verkündete, dass jeder, der vorübergehe, den Hut grüssen solle, wie wenn der Herr da wäre. Er werde den, der das nicht täte, strafen und schwer büssen. Der Krieger sollte auf einen Verweigerer warten und ihn anzeigen. Ein Ehrenmann namens Tell, der mit Landammann Stauffacher geschworen hatte, ging mehrmals am Stecken vorbei, ohne ihn zu grüssen. Der Krieger verklagte ihn beim Vogt. Dieser kam herbei, liess Tell holen und fragte ihn, warum er sein Gebot nicht befolge. Tell sagte, das sei unabsichtlich geschehen, denn er hätte nicht gewusst, dass das für den Vogt so wichtig sei. Hätte er mehr Verstand, so hiesse er nicht der Tell. Tell war ein guter Schütze und hatte schöne Kinder. Die liess der Vogt holen und zwang Tell, einem seiner Kinder einen Apfel Bild aus der Etterlin Chronik 1507 vom Kopf zu schiessen. Er legte den Apfel auf. Tell sah, dass ihm nichts anderes übrig blieb, nahm einen Pfeil und steckte ihn ein. Einen zweiten nahm er in die Hand, spannte die Armbrust, bat Gott, dass er sein Kind behüte, und schoss dem Kind den Apfel vom Kopf. Das gefiel dem Vogt, aber er fragte, was er mit dem zweiten Pfeil habe tun wollen. Tell antwortete ausweichend, doch der Vogt liess nicht ab und wollte es wissen. Tell fürchtete, der Herr wolle ihn töten. Der Vogt merkte das und sprach: «Sag mir die Wahrheit, ich sichere dir dein Leben zu und werde dich nicht töten.» Tell antwortete: «Da Ihr mir Sicherheit gegeben habt, will ich die Wahrheit sagen. Wenn ich bei einem Fehlschuss mein Kind erschossen hätte, würde ich auf Euch oder einen der Euren geschossen haben. Da sprach der Vogt: «Es ist wahr, ich habe dir das Leben zugesichert.» Er liess ihn aber binden und sagte, er werde ihn an einen Ort bringen, wo er weder Sonne noch Mond je wieder sehe. Die Krieger nahmen ihn in ein Schiff, legten seine Waffe auf das Hinterbord und fuhren den See hinab bis zu den Axen (am Urnersee). Da ging aber ein so starker Wind, dass der Vogt und alle anderen fürchteten, sie müssten ertrinken. Einer von ihnen sagte: «Herr, Ihr seht, wie es tut. Lasst Tell frei, damit er uns hilft, dass wir durchkommen.» Dieser sprach: «Willst du dein bestes tun, so will ich dir die Fesseln lösen, damit du uns helfen kannst.» Tell antwortete: «Ja Herr, gern.» Er stand an das Steuer, fuhr weiter und schaute immer wieder zu seiner Waffe. Als er zu einem Felsvorsprung ruderte, rief er allen zu, sie sollten stark ziehen. Wenn sie an der Felsplatte vorbei seien, hätten sie das Schlimmste überstanden. Da zogen sie alle gewaltig und er sah, dass er den Fels erreichen konnte, lenkte das Schiff dahin, nahm seine Waffe, sprang aus dem Schiff, gab dem Schiff noch einen Stoss und liess sie auf dem See schwanken. Dann lief er so schnell er konnte durch Schwyz und auf der Schattenseite dem Berg entlang bis zur Hohlen Gasse bei Küssnacht, wo er vor dem Vogt ankam und wartete. Als dieser daher geritten kam, stand er hinter einen Strauch, spannte die Armbrust, schoss einen Pfeil auf ihn und lief dann zurück über die Berge nach Uri. 1. Lest den Text durch und erklärt euch wenn nötig schwierige Wörter 2. Schreibt über jeden Abschnitt einen Untertitel 3. Mache zu jedem Teil eine Zeichnung der wichtigsten Situation