Arbeitsblatt: Wie England und Frankreich die Schweiz beeinflussten...
Material-Details
Eine Übersicht
Geschichte
Schweizer Geschichte
12. Schuljahr
7 Seiten
Statistik
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16.02.2012
Autor/in
Werner Bänziger
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Wie England und Frankreich die moderne Schweiz beeinflussten. England begann für unser Land erst Ende des 18. Jahrhunderts eine Rolle zu spielen. Im Rahmen des Philhelvetismus („Liebe zur Schweiz) entdeckten die Briten die Bergwelt Alpinismus, erster Tourismus. Geschätzt wurden vorab die Urwüchsigkeit und Natürlichkeit des Schweizer Mit Frankreich verbanden uns alte Handelsbeziehungen. Während des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit pflegte die Schweiz vorab ein Exportgut: das Söldnerwesen. Dies hatte intensive Beziehungen zwischen dem französischen Staat und Schweizer Eliten zur Folge. Grossbritannien war das erste Land, das sich industrialisierte. Viele Impulse für die Schweiz gingen von der „Insel aus. Bezeichnenderweise wurde unser Eisenbahnnetz, das Mitte des 19. Jahrhunderts aus privaten Mitteln ausgebaut wurde, mit englischem Kapital erbaut. Die „moderne Schweiz wäre ohne Frankreich nicht denkbar. Als 1798 die Franzosen in die Schweiz einmarschierten, lösten sie jene Erschütterungen aus, die zum Bundesstaat von 1848 führten. Gleichberechtigung, Niederlassungsfreiheit und Gewerbefreiheit waren die Gebote der Stunde. England war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein treuer Verbündeter der Schweiz. Die liberalen Kräfte Grossbritanniens stellten sich in allen Krisen schützend vor die „liberale Insel Schweiz. Die Neutralität unseres Landes konnte nur dank den Briten verteidigt werden. Europa war nach 1815 reaktionär. Die liberalen Kantone waren der „Heiligen Allianz ein Dorn im Auge. Immer wieder wurde versucht, das „Revoluzzernest Schweiz unter Druck zu setzen und ins System Metternich einzubinden – letztlich erfolglos. Grossbritannien und Frankreich als Zentren von Imperien hatten mit dem Kleinstaat Schweiz wenig gemein. Die Handelsbeziehungen führten aber dazu, dass sich auch in Schweizer Verkaufsgeschäften mehr und mehr Kolonialgüter fanden. Mental liegt uns Schweizern der britische Pragmatismus und die auf Ausgleich bedachte Politik näher. Hier wie dort werden „Revolutionen verabscheut, Freiheit und Stabilität gelten als die wichtigsten Ziele der Politik. Frankreich, das Land der Revolutionen, das Land der Revolte, ist uns in vielen Belangen fremd geblieben, insbesondere für den französischen Zentralismus vermochten wir uns nie zu erwärmen. London und Zürich: Die Finanzplätze in beiden Staaten sind heute das stärkste Bindeglied. Dass die Briten ihr Pfund ebenso hartnäckig verteidigen wie die Schweizer ihren Franken, ist darauf zurückzuführen. Die sichtbarsten Spuren französischen Einflusses sind in der Militärorganisation zu finden. Vom Söldnerwesen bis zur modernen Armee: Die Schweiz war immer auf den westlichen Nachbarn ausgerichtet.