Arbeitsblatt: Reggaeton

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Unterrichtsziele: Wir lernen eine neue Musikrichtung kennen Wir vertiefen unsere Kenntnisse Musik hören
Musik
Anderes Thema
8. Schuljahr
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17.02.2012

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Reggaeton Unterrichtsziel: Wir lernen eine neue Musikrichtung kennen. Wir vertiefen unsere Kenntnisse. Musik hören Reggaeton ist eine Musikrichtung, die sich entwickelte aus • Reggae • Dancehall • Hip Hop • Lateinamerikanische Musikrichtungen • Dance Musik Ursprünglich kommt der Reggaeton aus Puerto Rico und Panama. Inzwischen ist er in ganz Lateinamerika und Spanien populär geworden. In den USA bauen bereits einige Majorlabel Beteiligungen an Plattenfirmen in Puerto Rico auf, um die Musik vertreiben zu können. Es existieren in Europa zwar noch keine Vertriebswege, dennoch erlangt der Reggaeton auch hier eine immer größere Bekanntheit. In vielen großen Städten des Kontinents findet man Clubs, in denen Reggaeton aufgelegt wird. Geschichte Die ersten Reggaemusiker Lateinamerikas tauchten Mitte der 1970er in Panama auf. Der Reggae war hier Dank der vielen jamaikanischen Einwanderer, die zum Bau des Panamakanals ins Land gekommen waren, populär geworden. Entscheidende, den Reggaeton ebenfalls charakterisierende Einflüsse aus Hip Hop und House, wurden jedoch erst von Künstlern aus Puerto Rico entwickelt. Die ersten spanischsprachigen Hip-Hop-Tapes kamen Mitte der 1980er aus Puerto Rico. Anfang der 1990er fand auch Ragga aus Jamaika auf der Insel eine breitere Aufmerksamkeit. Die CD Dancehall Reggaespanol (Major-Label Columbia) brachte die Musik auch nach Europa. Die spanischen Versionen von Ragga-Hits wie El desorden von Nando Boom (Original Stick it up von Cutty Ranks) und Hombre Murio von Killer Ranks (Original Nuff Man Dead von Super Cat) muteten zwar exotisch an, waren aber richtungweisend für den weiteren Verlauf der Entwicklung des Reggaeton. Man nannte diese Musik damals under, als Kurzform von Underground. Auch wenn Panama eine längere Reggae-, und eigentlich auch Reggaetonkultur vorzuweisen hat, blieben die neuen Riddims aus Puerto Rico nicht unbemerkt. In den folgenden Jahren mischte sich der Reggaeton aus Panama mit dem Reggaeton aus Puerto Rico. Auch kubanische Elemente kamen hinzu. Der heutzutage in Lateinamerika so erfolgreiche Reggaeton war geboren. Im Laufe der 1990er Jahre wurde der Reggaeton zu einem bedeutenden Musikstil in ganz Lateinamerika. Einer der ersten Welterfolge war Meneaito (1989) von Gaby Er wurde nach 1990 mehrmals remixt und in vielen südamerikanischen Ländern, in verschiedenen Versionen, zu einem beliebten Club-Hit. Der Sound des Reggaetons wurde immer weiter perfektioniert und die Bewegung insgesamt kommerzialisiert. Erst 1995 wurde die Musikrichtung unter dem Begriff Reggaeton bekannt, vermutlich von El General, einem der Pioniere dieser Musikrichtung. Gegen Ende der 1990er Jahre kam Reggaeton auch nach Europa, wo sie in Spanien populär wurde. Die bekanntesten Reggaeton-Hits in Europa waren • Papi Chulo von Lorna (aus dem gleichnamigen Film von 2003) • Sientelo von Speedy feat. • Lumidee Culcha aus Puerto Rico 2004 (eigentlich Antonio Ortiz Garcia) • 2005 gelang mit Gasolina von Daddy Yankee erstmals ein Reggaeton-Hit in die deutschen Top Ten der Charts. Reggaeton heute Seit N.O.R.E.s Oye Mi Canto gibt es auch von zahlreichen Hip-Hop-Songs Reggaeton-Remixe. Reggaeton-Einflüsse sind spürbar bei: • Sean Paul • Mr. Vegas • Nina Sky • Cypress Hill • R.Kelly • Ruff Ryders Einige Reggaeton-Künstler coverten amerikanische Hip-Hop-Stücke. So unterlegte Tego Calderon die Beats von 50 Cents P.I.M.P. und In Da Club mit spanischen Raps. Auch in den Produktionen der Berliner Gruppe Culcha Candela finden sich Elemente des Reggaetons. Charakterisierende Elemente Das wohl auffälligste Merkmal des Reggaetons ist der konstante Rhythmus eines Drumcomputers (Drum-Machine). Der charakteristische Rhythmus des Reggaeton heißt Dem-Bow-Rhythmus, benannt nach dem gleichnamigem Song von Shabba Ranks, der die Entwicklung des Reggaeton-Sounds stark beeinflusst hat. Es ist eine sehr eindringliche, konstant zum Tanzen animierende Musik. Man spürt nicht nur die Einflüsse von Dancehall und elektronischer Musik (wie z. B. Hip-HopBeats), sondern sogar afrikanische Elemente, die sich über die Musik der Sklaven in verschiedene lateinamerikanische Stile wie Bomba und Plena gerettet haben und sich im Reggaeton wieder finden. Die Texte sind sehr direkt und unverblümt. Die Künstler singen über alltägliche Kriminalität und Gewalt, die sie aus ihrer Heimat kennen. Themen wie die Liebe und das Tanzen sind ebenfalls sehr häufig. Die Texte sind fast durchweg in spanischem Sprechgesang gehalten, die stilistisch zwischen dem schnellen, harten Toasting im Dancehall und eher melodischen oder langsameren Old School Hip Hop liegen. Die Musik ist aufpeitschend, mit interessanten, abwechslungsreichen Rhythmen. Der sparsam instrumentierte Stilmix spiegelt den Culture Clash der karibischen Musikstile wieder. In Kuba hat der verwendete Text sogar eine politisch-sozialkritische Funktion, da hier verschlüsselte Systemkritik geübt wird. Bedeutende Interpreten Bekannte Vertreter des Reggaetons sind • Daddy Yankee • Don Omar • El General • Ivy Queen • Tego Calderon • Tempo, Speedy • Pitbull • Hector Tito • Zion Lennox • Wisin Yandel