Arbeitsblatt: Auf den Spuren der Geschichte

Material-Details

Was heisst "Geschichte"? Textblatt
Geschichte
Anderes Thema
5. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

94603
1073
8
19.02.2012

Autor/in

Renate Sturzenegger
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Auf den Spuren der Geschichte Jeder von uns hat schon einmal etwas gefunden. Vielleicht war es ein Geldstück am Strassenrand, eine Uhr, die man zum Fundbüro bringen musste oder ein verrostetes Hufeisen auf einem Feldweg. Wie lange lag das Fundstück wohl schon auf der Erde? Ein Taucher, der den Grund des Zürichsees absucht, findet neben einem rostigen Fahrrad mittelalterliche Ofenkacheln und zwischen bronzezeitlichen Topfscherben alte Pneus und Gummistiefel. Ein Bauarbeiter ist gewohnt, in der Erde, die er für einen Leitungsgraben aushebt, Scherben, rostige Nägel und vielerlei anderen Abfall zu entdecken. Der Weg durch die Zeit ist wie der Weg auf einen hohen Berg: Blickt man zurück, so sieht man alles, was am Ende der Wanderung liegt, gross und deutlich, Was weit weg am Anfang des Weges stand, ist dagegen sehr klein geworden oder überhaupt nicht mehr sichtbar. Mit der Geschichte, dem Weg des Menschen durch die Zeit, verhält es sich ähnlich. Vom 20. Jahrhundert wissen wir sehr viel: Wie die Menschen wohnten, was sie assen, wer welches Land regierte, welche Länder Krieg führten, wie Kleider und Frisuren aussahen, wie Autos funktionierten usw. Je weiter wir aber in der Zeit zurückgehen, desto weniger wissen wir. Vieles ist in Vergessenheit geraten, weil es nie aufgeschrieben wurde, Gegenstände sind verloren gegangen, weil sie verbrannten oder vermoderten. Aus urgeschichtlicher Zeit (ca. 2,5 Mio. Jahre bis zu den ersten schriftlichen Zeugnissen) kann man nur noch wenige Dinge finden. Ähnlich wie Fingerabdrücke und Fussspuren im Kriminalfilm können sie uns aber Hinweise auf den Hergang der Geschichte geben. Die Archäologen versuchen, aus den spärlichen Resten, die der Zerstörung durch Feuer, Wind und Wetter vieler Jahre entgangen sind, Leben und Geschichte früherer Menschen zu rekonstruieren. Sie haben gelernt, auf einer Ausgrabung nicht nur die Funde aus Metall oder Ton, sondern auch Spuren unscheinbarer Art zu entziffern wie ein altes Buch. Allerdings sind in diesem Buch viele Seiten zerrissen oder fehlen ganz, so dass sich ihr Inhalt nur erraten lässt. So werden die Archäologen wohl nie herausfinden können, in welcher Sprache sich die Menschen der Altsteinzeit verständigt haben oder welche Haar- und Augenfarbe in der Bronzezeit vorherrschend war. Hier müssen wir entweder ein Fragezeichen stehen lassen oder unsere eigene Phantasie bemühen. (Autor unbekannt)