Arbeitsblatt: 5 Säulen des Islams

Material-Details

Textarbeit mit AB
Lebenskunde
Feste / Traditionen
7. Schuljahr
5 Seiten

Statistik

94646
884
3
20.02.2012

Autor/in

susanne müller
Land: Deutschland
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Glaubenbekenntnis Die islamischen Lebensregeln gründen auf dem Glaubensbekenntnis (Schahada): „Es gibt keine Gottheit außer Allah. Ich bezeuge, dass Mohammed der Gesandte Gottes ist. „ Diese Worte werden einem Neugeborenen ins Ohr geflüstert und es sind die letzten Worte, die ein Muslim im Sterben spricht. Alle Lehren sind diesem Bekenntnis nachgeordnet. Wichtig ist dem Muslim vor allem die Abgrenzung gegenüber einem Glauben an viele Götter und die Disziplin, mit der der Glaube an den einen Gott im alltäglichen Leben im Gebet und in Übereinstimmung mit den sittlichen Normen vollzogen wird. Wer das Bekenntnis vor Zeugen ausspricht, ist damit zum Islam übergetreten. Der Gebetsrufer (Muezzin) verkündet es, wenn er die Gläubigen zum Gebet ruft. Jede(r) gläubige Muslim(a) betet es täglich viele Male. Es wird bei der Beerdigung gebetet, damit dem Toten das Leben im Paradies geschenkt werde. Pflichtgebet Neben dem privaten Gebet gibt es das für alle erwachsenen Muslime verbindliche Pflichtgebet (Salat). Es wird zwar vom einzelnen verrichtet, ist aber durch seine vorgeschriebene Form ein einheitsstiftendes Element der Muslime auf der ganzen Welt. Es gibt fünf Gebetszeiten: vor Sonnenaufgang, mittags, nachmittags, bei Sonnenuntergang und nach Einbruch der Nacht. Als symbolischer Ausdruck für das Verlangen nach innerer Reinheit werden vor dem Gebet Kleidung und Körper gereinigt. Zum Gebet selbst wird ebenfalls ein reiner Platz benötigt. Man legt Matten oder Teppiche aus, wo man sich gerade befindet. Am Freitag betet man gemeinsam in der Moschee. Dort zeigt eine Nische (Mihrab) in der Wand die vorgeschriebene Gebetsrichtung nach Mekka an. Beim Gebet ist jede Haltung des Körpers, der Hände und jedes Wort festgelegt (Raka). Die Gläubigen stellen sich in Reihen auf, an der Spitze der Vorbeter. Das Gebet wird vom Beugen des Oberkörpers, vom Knien und Niederwerfen begleitet. Pflichtabgabe Neben der Pflege der Beziehung des einzelnen zu Gott wird im Islam die Verantwortung des Gläubigen gegenüber dem Mitmenschen für unverzichtbar gehalten. Zum Gebot, Almosen zu geben, gehört es, seinen Besitz mit Armen, Schuldnern, Bedürftigen, Gefangenen und Reisenden zu teilen. Daraus entwickelte sich zum einen die verbindliche Pflichtabgabe (Zakat) und zum anderen die freiwillige Gabe (Sadaqua). Im Koran ist mehr der innere Wert des Gebens als die Menge der Gabe bedeutend. Jeder Muslime, dessen Einkommen ein festgesetztes Maß übersteigt, hat jährlich 2,5 bis 10 davon an bedürftige Mitbürger zur Verfügung zu stellen. In einigen islamischen Ländern erhebt der Staat die Pflichtabgabe, ansonsten muss der einzelne die Verpflichtung selbst erfüllen. In einer Gemeinschaft, die vom Islam geprägt ist, soll es keine ungerechten Verhältnisse und keine notleidenden Menschen geben. Fasten Das Fasten im Monat Ramadan ist für den Muslim neben dem täglichen Gebt das wichtigste Kennzeichen seines Glaubens. Während des Fastenmonats enthalten sich Muslime, solange es hell ist, jeglicher Speisen und Getränke. In mehrfacher Hinsicht ist dies die sichtbarste Gemeinsamkeit aller Muslime. Das Fasten führt dazu, dass sich das Leben wandelt: der Lebenrhythmus verlangsamt sich, gesellschaftliche Beziehungen werden intensiver gepflegt, allabendlich trifft man sich zum gemeinsamen Essen, Versöhnung werden gefördert, und die soziale Gemeinschaft wird betont. Die Besuche in der Moschee nehmen ebenfalls zu. Die Absicht des Fastens ist die Danksagung an Gott, denn der Ramadan ist jener Monat, in dem Mohammed die erste Offenbarung des Korans erhielt. Im Ramadan schränken Muslime ihren persönlichen Lebensbedarf ein und geben das eingesparte als Almosen. Kinder, Altersschwache und unheilbar Kranke müssen nicht fasten. Reisende, schwangere und stillende Frauen sowie Alte und Kranke können ihr Fasten verschieben. Pilgerfahrt Jede(r) erwachsene Muslim(a) soll einmal in seinem Leben nach Mekka pilgern, um dort am zentralen Heiligtum, der Kaaba, zu Gott zu beten, sofern es die Lebensverhältnisse erlauben. Am Hadsch nehmen im Pilgermonat mehr als eine Million Gläubige teil. Sie ist für für alle Muslime von großer religiöser Bedeutung. Die Pilgerfahrt zeigt die Verbundenheit der Muslime und ihre grundsätzliche Gleichheit vor Gott. Ausdruck dafür sind die einheitliche weiße Kleidung für Männer – und nicht zwingend – für Frauen, sowie der gemeinsame Vollzug religiöser Riten. Pflicht sind das 7-malige Laufen zwischen zwei Hügeln zum Gedenken an Hagars Wassersuche, als Abraham sie mit ihrem Sohn Ismael in die Wüste fortgeschickt hatte. Die Fünf Säulen des Islam Ergänze den Lückentext 1. Das Glaubensbekenntnis Schahada Die Muslime haben ihren Glauben in einem einzigen Satz zusammengefasst: „Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer gibt und dass . der Gesandte Gottes ist. Der Muslime spricht dieses Glaubensbekenntnis mehrmals täglich. 2. Das fünfmalige tägliche Pflichtgebet Salat Jeder Muslime soll täglich beten. Vor dem Gebet soll er sich . Die Haltung des Körpers und der Hände ist genau festgelegt, ebenso der Wortlaut des Gebetes. Am . kommen die Muslime zum Gebet in die 3. Das Fasten im Monat Ramadan Saum Im Monat fasten die gläubigen Muslime. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang dürfen sie nichts und trinken. Kinder, und Menschen müssen nicht fasten. 4. Die Pflichtabgabe Sakat Der Koran sagt, dass die Wohlhabenden von ihrem Besitz etwas für die abgeben sollen. Daraus ist die entstanden. Es soll keine ungerechten Verhältnisse und geben. 5. Die Pilgerfahrt nach Mekka Hadsch Einmal im Leben soll jeder Muslime nach pilgern, wo sich die befindet, das wichtigste Heiligtum der Muslime. Alle Pilger tragen ein Gewand zum Zeichen der Gemeinschaft aller Muslime.