Arbeitsblatt: Herstellung eines Duschmittels
Material-Details
Herstellung eines Duschmittels im Rahmen eines Chemiepraktikums
Chemie
Gemischte Themen
9. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
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729
3
25.02.2012
Autor/in
Andrea Neudecker
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Biochemiepraktikum Bezirksschule Wohlen Herstellung eines Shampoos/Duschmittels Wir arbeiten mit chemischen Substanzen, die wir anschliessend an uns anwenden. Es ist deshalb bei der Verarbeitung auf sehr exaktes und sauberes Arbeiten zu achten!!!!!!!!! Die Angaben sind für jeweils einen Schüler berechnet. Vorbereitung: Destilliertes Wasser abkochen (ca. 2 Liter) Herstellung: • 4g Sanfteen in ein 250ml Becherglas geben, 110ml heisses dest. Wasser dazu geben und das Sanfteen auflösen. • 40g Glycintensid abwägen, dazugeben und auflösen • 20g Betain abwägen, dazugeben und auflösen • 20g Zetesol abwägen, dazugeben und auflösen • 1 Messlöffel Haarquat zugeben und durch rühren gut vermischen. • Die gesamte Lösung durch rühren auf eine handwarme Temperatur abkühlen lassen, dann einen Messlöffel D-Panthenol zugeben. • 15 Tropfen ätherisches Öl nach eigenem Geschmack zugeben und gut rühren. • Fertiges Shampoo/Duschmittel in Flasche umfüllen. Achtung: Wir haben keine Konservierungsstoffe verwendet, also bitte innerhalb von 4 Wochen aufbrauchen. Das Shampoo/Duschmittel wird nach ein paar Tagen klarer und dünnflüssiger, das ist normal. Biochemiepraktikum Bezirksschule Wohlen Theorie zu Shamoo/Duschmittel Geschichtliches Historisch wurde zunächst Wasser und ggf. gewöhnliche Seife für die Haarwäsche verwendet. Wegen ihres alkalischen pH-Wertes war sie für Kopf- und Augenschleimhaut jedoch wenig verträglich. Hinzu kam, dass Seife mit Calciumionen des Wassers Kalkseife bildete, die das Haar nach dem Waschen stumpf und glanzlos machte. Nach dem Waschen mit Seife wurde daher eine zweite Spülung mit verdünnter Essig- oder Zitronensäure vorgenommen.[1] Im 19. Jahrhundert kochten Englische Friseure erste Haarwaschmittel aus Seifenflocken mit Wasser und Kräuterzusätzen, die dem Haar Glanz und Duft verliehen. Als frühester namentlich bekannter Hersteller von Shampoos gilt derzeit Kasey Hebert. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts gibt es kommerziell erhältliche Haarwaschmittel. Hans Schwarzkopf vermarktete in einer Berliner Apotheke bereits im Jahr 1903 ein Haarwaschmittel in Pulverform. 1927 entwickelte Schwarzkopf das erste flüssige Haarwaschmittel. 1932 kamen als Ersatz für Seifen die Alkylsulfate auf den Markt. Sie sind weniger alkalisch und weniger härteempfindlich als Seifen. Bis in die 1960er Jahre wurden Haarwaschmittel als weißes Pulver in Papiertäschchen oder auch in Tuben verkauft („Schauma von Schwarzkopf, „Smyx-Haarwaschmittel von Olivin-Wiesbaden). Mit der Entwicklung der Alkylethersulfate in den 1960er Jahren gab es erstmals sehr gut hautverträgliche Produkte zur Haarreinigung. Zusammen mit der Entwicklung von Kunststoffen und Kunststoffverpackungsflaschen standen nun preiswerte und gute Haarpflegeprodukte für breite Bevölkerungsschichten zur Verfügung. Anwendung Bei der Anwendung werden ca. 10 Shampoo im nassen Haar unter Reiben mit den Fingerspitzen auf der Kopfhaut verteilt, sodass sich ein feinblasiger Schaum bildet. Nach kurzer Einwirkungszeit wird mit warmem Wasser gründlich ausgespült. Das in den Talgdrüsen gebildete Hautfett und die aus den Schweißdrüsen mit Wasser austretenden anorganischen Salze, Aminosäuren, Harnstoff und Milchsäure, abgenutzte Hautpartikel, Umweltschmutz und gegebenenfalls Rückstände haarkosmetischer Behandlungen sollen so entfernt werden. Produktanforderungen für Shampoos Je nach Verkaufspreis sind in einem Haarshampoo höherwertige Rohstoffe oder preiswerte Inhaltsstoffe enthalten. Ein Haarwaschmittel sollte folgende Anforderungen erfüllen: • Gute Haarreinigungskraft • • • • • Unempfindlich gegen Wasserhärte Hautverträglichkeit Schaumvermögen Biologische Abbaubarkeit Gute Wirkung auf das Haar (Glätte, Glanz, pflegende Wirkung)