Arbeitsblatt: Überblick Mittelalter

Material-Details

Einteilung des Mittelalters und wichtige Ereignisse.
Geschichte
Mittelalter
6. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

95098
1189
22
01.03.2012

Autor/in

Sandra Lauth

5608 Stetten

Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Periodisierung des Mittelalters Das Mittelalter wird grob in drei Phasen gegliedert: · Frühmittelalter (5. Jahrhundert bis Anfang 11. Jahrhundert) · Hochmittelalter (Anfang 11. Jahrhundert bis ca. 1250) · Spätmittelalter (ca. 1250 bis ca. 1500) Frühmittelalter In das Frühmittelalter fällt unter anderem auch die Zeit der Völkerwanderung, wobei die Forschung aber mittlerweile dazu tendiert, diese aus dem Mittelalter herauszunehmen, sie als Bindeglied zwischen Antike und Mittelalter zu sehen und der Spätantike zuzurechnen. Weitere einschneidende Entwicklungen sind die weitgehende Christianisierung Europas und der Aufstieg des Islam und sein schnelles Ausgreifen bis nach Europa. Hochmittelalter Das Hochmittelalter ist die Blütezeit des Rittertums und des römisch-deutschen Kaiserreichs, des Lehnswesens und des Minnesangs. Im 11. Jahrhunderts vollzog sich ein umfassender Wandel in Europa. Dieser Wandel wurde durch ein bis in das 14. Jahrhundert anhaltendes Bevölkerungswachstum ausgelöst. Neue Gebiete mussten erschlossen, Produktionsmethoden zur Erhöhung der Erträge verbessert werden. Dies förderte Handwerk und Handel, und damit wiederum die Geldwirtschaft. Die Kirche mit dem herausgebildeten Papsttum entwickelte nach innen eine klare Hierarchie und nach aussen kämpfte sie mit den weltlichen Herrschern um die Vormacht. Diese Machtkämpfe münden schliesslich im Investiturstreit. Bildung wurde in den Vordergrund gerückt. Es entstanden Dom- und Klosterschulen und die ersten Universitäten wurden gegründet; allerdings nicht in den deutschen Ländern des Heiligen Römischen Reichs. Lesen und Schreiben waren nicht mehr nur Fertigkeiten des Klerus, sondern zunehmend auch von Teilen der Laien und Teilen des Adels. Die Literatur bediente die neuen Leser, indem sie nicht nur geistliche und philosophische Themen verarbeitete Das Hochmittelalter ist allerdings auch die Zeit der Kreuzzüge gegen den Islam, denen auch Juden zum Opfer fielen. Spätmittelalter Das Spätmittelalter ist die Zeit des aufsteigenden Bürgertums der Städte und der Geldwirtschaft. In dieser Zeit steigt die Hanse zur Handelsmacht auf. Seit etwa 1280 bis einige Jahrzehnte nach der Grossen Pest (1348-1352) macht die europäische Geschichte einige krisenhafte Entwicklungen, die zu einem starken Bevölkerungsrückgang führen, aber auch zu starken Veränderungen der Gesellschaftsstruktur, die allmählich zur Neuzeit überleiten. Missernten, Hungersnöte und Pestepidemien sowie zunehmende Konflikte (Krise des Papsttums, regionalen Judenverfolgungen und Aufständen der Stadt- und Landbevölkerung) stellten in dieser Zeit ein Problem dar. Ende des Mittelalters Als wesentlich für den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit betrachtet man im Allgemeinen die Zeit der Renaissance, die Entdeckung insbesondere der Neuen Welt durch Christoph Kolumbus 1492, die Erfindung des Buchdrucks 1450 und die damit beschleunigte Verschriftlichung des Wissens, den Verlust des Einflusses der katholischen Kirche und den Beginn der Reformation. Auch die Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen (1453) wird als ein Ereignis genannt, das das Ende des Mittelalters markiert. Westeuropäische Seefahrer erkundeten neue Wege. Dabei wurde unter anderem Amerika entdeckt – zumindest war es das erste Mal, dass die Existenz Amerikas innerhalb weniger Jahre in ganz Europa bekannt wurde.