Arbeitsblatt: Desertifikation
Material-Details
Was bedeutet Desertifikation Reinblatt mit Lösung
Was kann man dagegen tun.
Geographie
Afrika
9. Schuljahr
6 Seiten
Statistik
95466
854
15
08.03.2012
Autor/in
Roman Heini
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Was bedeutet Desertifikation? Wenn in Gebieten mit relativ trockenem Klima die natürlichen Ressourcen (Boden, Vegetation, Wasser) als Folge einer zu intensiven menschlichen Nutzung beeinträchtigt oder zerstört werden, hat das dramatische Folgen: Da dieser Prozess zur Ausbreitung bzw. Entstehung von wüstenähnlichen Verhältnissen führt, nennt man diesen Vorgang „Desertifikation. Im deutschen Sprachgebrauch wird der Begriff meist mit Wüstenbildung übersetzt. Desertifikation ist die Zerstörung: • des fruchtbaren Bodens, • der Pflanzendecke und des Wasserhaushalts. Das ist zurzeit die Lebenssituation von rund 200 Millionen Menschen. Viele müssen in Gebiete abwandern, in denen die Nahrungsressourcen nicht so stark geschädigt sind. Dort beginnt die Spirale vielfach von neuem. Desertifikation/Bodendegradation: Vor 80 Jahren gab es noch Löwen und Elefanten. Nun kann man hier nicht mehr leben! Die Wüstenbildung wird durch den Treibhauseffekt Bedingte Klimawandel noch verstärkt. Was bedeutet Desertifikation? Lösung Wenn in Gebieten mit relativ trockenem Klima die natürlichen Ressourcen (Boden, Vegetation, Wasser) als Folge einer zu intensiven menschlichen Nutzung beeinträchtigt oder zerstört werden, hat das dramatische Folgen: Die Vegetation geht zurück oder verschwindet vollständig Die Böden erodieren, versalzen oder versanden und können nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden Das Land wird unfruchtbar und verödet. Sand wird vom Wind verfrachtet und zerstört die Infrastruktur. Das Wasser wird zum Mangelgut und kann nicht mehr wegen einer oberflächigen Verdichtung der Böden in das Erdreich eindringen Da dieser Prozess zur Ausbreitung bzw. Entstehung von wüstenähnlichen Verhältnissen führt, nennt man diesen Vorgang „Desertifikation. Im deutschen Sprachgebrauch wird der Begriff meist mit Wüstenbildung übersetzt. Desertifikation ist die Zerstörung: • des fruchtbaren Bodens, • der Pflanzendecke und des Wasserhaushalts. Das ist zurzeit die Lebenssituation von rund 200 Millionen Menschen. Viele müssen in Gebiete abwandern, in denen die Nahrungsressourcen nicht so stark geschädigt sind. Dort beginnt die Spirale vielfach von neuem. Desertifikation/Bodendegradation: Vor 80 Jahren gab es noch Löwen und Elefanten. Nun kann man hier nicht mehr leben! Die Wüstenbildung wird durch den Treibhauseffekt Bedingte Klimawandel noch verstärkt. „Steine gegen die Wüste Die Bauerngruppen wollen ihre gesamte Ackerfläche mit Steinwällen verbauen. Das Regenwasser wird durch die Steinwälle beim Abfließen gebremst und kann in den Boden eindringen Steinwälle gegen die Austrocknung Diese Steinwälle sind notwendig, um das Regenwasser in der trockenen Sahelzone besser zu nutzen und den Boden vor Erosion zu schützen. Ohne den Bau von Steinwällen wird der fruchtbare Teil des Bodens vom Regenwasser weggespült. Damit dies nicht geschieht, müssen noch viele Steine bewegt werden. Eine Familie mit rund vier Hektar Ackerfläche braucht über 200 Tonnen Steine. Das Brechen der Steine und das Verlegen im Feld ist harte Arbeit. Wenn alle anpacken, kann eine Familie im Jahr max. einen Hektar mit Steinwällen verbauen. Keine Insellösungen sondern Erhalt eines ganzen Lebensraumes Die großflächige Boden und Wasserkonservierung bewirkt eine allgemeine Zunahme der Vegetation: die Kontursteinwälle ermöglichen eine Intensivierung der Landwirtschaft und diese vermindert den Druck, Ackerflächen auf Kosten noch halbwegs intakter Savannen auszudehnen. Trotz einer starken Bevölkerungszunahme ist es mit einer tatkräftigen Hilfe von außen möglich, in einem sehr schwierigen Lebensraum leben und wirtschaften zu können, ohne die Biosphäre vernichten zu müssen. Hier ist der Boden vor Erosion geschützt Die Ernährungssicherheit in der Sahelzone wird so einfach und höchst effektiv wieder hergestellt. Vor 20 Jahren war hier eine unfruchtbare Steppe. Wirkungen Der Oberflächenabfluss des Wassers wird gebremst, das Wasser kann besser eindringen und die Erosion wird vermindert. Gleichzeitig werden angeschwemmte Sedimente festgehalten und damit die Bodenfruchtbarkeit erhöht. Die hauptsächlichsten Wirkungen sind: Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktion Ertragssicherung auch in Jahren mit unregelmäßiger Niederschlagsverteilung Anhebung des Grundwasserspiegels und damit besseres Wachstum von Bäumen und Sträuchern Die Anreicherung des Grundwassers verbessert die Leistung der Trinkwasserbrunnen In fünf Jahren wird der gesamte Landstrich wieder wie ein grüner, geschlossener Teppich aussehen Beitrag zur Friedenssicherung Böden erhalten heißt aber nicht nur Armut bekämpfen und Umwelt erhalten, sondern auch Krisen präventiv abwenden und damit Frieden sichern. Viele Länder in Westafrika befinden sich in einer Krisensituation oder gar in einem Bürgerkrieg. Die nachhaltige Entwicklung großer Lebensräume ist deshalb auch eine Sicherheitsaufgabe.