Arbeitsblatt: Piraten 3 - Stimmt es, dass...?

Material-Details

Skript
Geographie
Gemischte Themen
6. Schuljahr
5 Seiten

Statistik

95547
529
11
08.03.2012

Autor/in

pm (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

Piraten Teil 3 Die Piratenflagge: Totenkopf mit gekreuzten Knochen Der Jolly heute ein Symbol. Roger: Die typische bekanntes Das Piratenflagge ist bis Sinnbild der Piraten ist bis heute der Totenkopf mit den gekreuzten Knochen oder Entermessern. Diese Flagge wird Jolly Roger genannt. Möglicherweise leitet sich die Bezeichnung von dem Begriff Jolie Rouge ab, den französische Seeräuber verwendet haben sollen. Das bedeutet aus dem Französischen übersetzt etwa hübsches Rot. Zu Beginn waren viele Seeräuber-Flaggen nämlich blutrot. Allerdings gibt es verschiedene Theorien über die Wortherkunft von Jolly Roger. Die Fahne hieß übrigens auch Black Jack, in Anlehnung an den Union Jack, die britische Flagge. Nicht immer dienten die Fahnen aber zur sofortigen Abschreckung der Gegner. Ihre Totenkopf-Flagge hissten viele Piraten erst, wenn sie ein Schiff erfolgreich geentert hatten. Zuvor zogen sie nicht selten die falsche Flagge auf, um andere Schiffe zu täuschen. So setzten sie beispielsweise den Union Jack, um britische Schiffe in Sicherheit zu wiegen. Die Fahne sollte auch die Verachtung der anderen Nationalflaggen ausdrücken Die Symbole bedeuteten natürlich etwas: Schädel und/oder Knochen Wir fürchten den Tod nicht Skelett Gevatter Tod begleitet uns Schwert Kraft Stundenglas Eure Zeit ist gekommen Herz Leben, oder Blut Frauen als Piraten Als Schrecken der Meere waren übrigens auch Frauen unterwegs. Offiziell war ihnen der Aufenthalt auf Piratenschiffen verboten, aber die Engländerin Mary Read und die Irin Anne Bonny segelten, getarnt in Männerkleidern, als Piratinnen über die Weltmeere. Sie galten als unerschrocken und besonders grausam. Haben Piraten wirklich ihre Schätze vergraben? Es heißt, auf der Kokosinsel, einer kleinen Insel vor der Küste Mittelamerikas, sollen besonders viele Piratenschätze zu finden sein. Jede Bucht und jede Landzunge trägt dort den Namen eines Seeräubers. Angeblich hat aber noch nie eine der vielen Suchexpeditionen auch nur einen Schatz geborgen. Es ist auch kaum anzunehmen, dass die Seeräuber früher ihre Schätze verbuddelt haben und das hat einige Gründe: Die Seeräuber brauchten ihr Geld zum Leben. Sie konnten neben Gold, Silber und Edelsteinen all das gebrauchen, was sie verkaufen konnten. Also auch Gewürze, Stoffe, Zucker oder Tabak, aber auch Waffen, Werkzeug, Medikamente, Taue und Segel. Das meiste davon wurde verkauft, der Erlös verprasst. Zum Teil auch in die nächste Fahrt investiert. Jeder Pirat bekam seinen Anteil und den gab er aus. Kaum ein Fall ist bekannt geworden, dass Piraten tatsächlich ihre Beute vergraben haben. Weit häufiger haben die Küstenbewohner sichere Verstecke für ihr Hab und Gut gesucht und Schatzverstecke angelegt, um ihren Besitz vor Seeräubern und Überfällen zu schützen. Hatten Piraten Affen und Papageien? Tja, auch das stimmt nicht. Piraten hatten niemals Papageien oder Äffchen auf ihren Schultern sitzen. Warum und wieso sieht man das immer in Kinofilmen? Eines ist klar: Papageien und Äffchen hätten sich entweder aus dem Staub gemacht oder wären jämmerlich verhungert, da die Piraten oft selbst nicht genug zu essen hatten. Für den Mythos von dem Papagei und dem Affen auf der Schulter ist Hollywood verantwortlich. Gab es wirklich Schiffsjungen auf einem Piratenschiff? Junge Matrosen und Matrosenkinder nennt man Schiffsjungen. Das ist eine Art Lehrlinge, denn auch das Rumsaufen, das Putzen des Decks und das Decken der Putzen sind kompliziert und wollen gelernt sein. Piraten: Leben an Bord das Das Leben auf See war sehr abwechslungsstreich. Wochenlang wartete man auf Beute, dann kurze und heftige Aktivität, wenn ein fremdes Schiff angegriffen, gekapert und ausgeplündert wurde. Die wichtigste Arbeit an Bord war das Schiff auf Kurs zu halten. Zum Navigieren benutzte man einfache Hilfsmittel wie Kompass, ungenaue Seekarten und die Sterne. Die Arbeit war hart: Segel mussten gesetzt oder eingeholt werden und die in den zahlreichen Gefechten sowie durch Wind und Wetter stark beanspruchten Segel und Taue immer wieder repariert werden. Zwischen den Kämpfen und bei ruhiger See langweilte sich die Mannschaft häufig. Daher kam es oft zu. Trinkgelagen und zu heftigen Handgreiflichkeiten. Genauso leidenschaftlich wie das Trinken wurde oftmals das Würfel- oder Kartenspiel betrieben. Oft kam es vor, dass ein Pirat all sein Hab und Gut verspielte, was zu Streit innerhalb der Mannschaft und zum Verbot des Glücksspiels in den Piratenverträgen vieler Schiffe führte. Bei rauem Wetter waren die Piraten vom Salzwasser durchnässt, froren, litten an Verletzungen und an Erschöpfung. Nachts schliefen diejenigen, die keine Wache hatten, dicht gedrängt in den unteren Decks. Bestrafung der Piraten Bevor es zur Verhandlung kam, saßen die Piraten oft monatelang in Kerkern ein. Mangelhafte Hygiene und schlechte Ernährung führte dazu, dass viele von ihnen schon starben, noch bevor es zur Verhandlung kam. Die schuldig befundenen wurden fast immer zum Tode verurteilt. Nur selten wurden sie mit langen Haftstrafen belegt oder in die Sklaverei verkauft. Die häufigste Strafe für Piraten war der „Tanz am Hanfstrick (ein Piratenausdruck für „Hängen). Die Hinrichtung war ein öffentliches Ereignis. Die verurteilten Piraten wurden in einer Prozession von ihrem Gefängnis zum Hinrichtungsplatz geführt. Nach einer religiösen Zeremonie durfte sich der verurteilte Pirat noch einmal an die Öffentlichkeit richten, dann wurde er gehängt. Eine Möglichkeit, nicht bestraft zu werden, bestand wenn der Beschuldigte glaubhaft machen konnte, dass er selbst von den Piraten gefangengenommen und zur Piraterie gezwungen worden war. Viele Piraten versuchten sich als Freibeuter im Auftrag einer Regierung auszugeben um der Strafe zu entkommen. Piratengesetze Piraten waren zwar Gesetzlose, hatten aber ihre eigenen Gesetze, um Streit zu verhindern bzw. zu schlichten. Natürlich hatte jedes Piratenschiff seine eigenen Gesetze doch in groben Zügen war sie sich sehr ähnlich. Sie lauteten etwa so: Alle wichtigen Entscheidungen müssen zur Abstimmung gebracht werden. Dabei hat jeder unabhängig von seiner Position das gleiche Stimmrecht. • Im Gefechtsfall hat der Kapitän die uneingeschränkte Befehlsgewalt, gefolgt vom 1.Offizier. • • Jeder, der beim Stehlen erwischt wird, soll ausgesetzt werden. • Alle Pistolen und Entermesser müssen sauber gehalten werden. • An Bord sind keine Frauen erlaubt. • Jeder, der während einer Schlacht vom Schiff desertiert, wird hingerichtet. • Alle Streitigkeiten innerhalb der Mannschaft werden an Land beigelegt. Der Kapitän und der Quartiermeister erhalten je 2 Teile der Beute, der Hauptkanonier und der Bootsmann 1 1/2 Teile, andere Offiziere 1 1/4 Teile und alle anderen Besatzungsmitglieder je einen Teil. • Alle Verletzungen werden entschädigt. Jeder, der ein Körperglied während eines Kampfes verliert, erhält einen Extraanteil der Beute. • Aberglauben der Piraten – der Klaubautermann Die oft leichtgläubige Besatzung sog Geschichten und Sagen von Geisterschiffen, Kobolden und Seeungeheuern förmlich auf. Ein bei Seefahrern weit verbreiteter Aberglaube ist der vom Klabautermann, einem guten Schiffsgeist, der, obwohl er unsichtbar ist, auf jedem Segelschiff mitfährt: Der Klabautermann sah auf einem Schiff nach dem Rechten. Des Nachts ging er mit seinem Hammer umher und klopfte Planken, Wände und Zwischendecks ab, um verfaultes Holz und undichte Stellen zu finden. So zeigte er dem Bordzimmermann, was zu reparieren war. Polterte es im Laderaum, wussten die Seemänner, dass der kleine bärtige Kobold die verrutschte Fracht umstaute und sicherte. Unheimlich war der Schiffsgeist den Seeleuten allemal. Denn wenn man den Klabautermann zu Gesicht bekam, drohte dem Schiff und der Besatzung großes Unglück. Es war das sichere Zeichen dafür, dass das Schiff bald untergehen würde, da der Klabautermann sich nochmals als letzte Warnung zeigte, bevor er das Schiff verließ.