Arbeitsblatt: Werkstatt Wasser

Material-Details

15 Posten zum Thema Wasser - ausprobieren, entdecken und tüfteln
Biologie
Anderes Thema
4. Schuljahr
15 Seiten

Statistik

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15.03.2012

Autor/in

Sandra Jordi
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

1 Ist ein randvoll mit Wasser gefülltes Glas wirklich voll? Kannst du in ein Glas, das randvoll mit Wasser gefüllt ist, noch etwas hineintun, ohne dass es überläuft? Mach den Versuch mit einigen Münzen! Benötigte Materialien Mit einigen Münzen und einem Glas voll Wasser kannst du es ausprobieren: Durchführung Lass vorsichtig eine Münze nach der anderen ins Wasser gleiten. Mit jeder zusätzlichen Münze hebt sich der Wasserspiegel ein bisschen mehr. Es bildet sich ein kleiner «Wasserberg», der über den Rand hinausragt. 1 Erklärung Dieser kann entstehen, weil sich die Wassermoleküle gegenseitig anziehen und so etwas wie eine Haut über dem Wasser bilden. Dies nennt man auch Oberflächenspannung. Wenn der Druck des Wassers im Glas zu gross wird, kann die Oberflächenspannung das Wasser nicht mehr zusammenhalten, und das Wasser fliesst über. Die Oberflächenspannung auf der Wasseroberfläche ist auch dafür verantwortlich, dass einige Insekten wie beispielsweise der Wasserläufer auf dem Wasser laufen können, ohne unterzugehen. 2 Lässt sich ein Wasserstrahl verbiegen? Wasser fliesst immer auf dem direktesten Weg nach unten. Immer? Oder schaffst du es, einen Wasserstrahl aus dem Wasserhahn abzulenken und von dir wegzustossen? Dieses Experiment zeigt dir, wie es geht. Benötigte Materialien Du brauchst einen Kamm aus Kunststoff und ein Woll- oder Seidentuch. Durchführung Drehe den Wasserhahn so auf, dass ein dünner, regelmässiger Strahl herausläuft. Reibe nun den Kamm mit dem Tuch und halte ihn nahe zum Wasserstahl. Was geschieht? 2 Beobachtung Der Wasserstrahl nähert sich dem Kamm – das Wasser verbiegt sich. Erklärung Die kleinsten Teilchen des Wassers (die Wassermoleküle) bestehen unter anderem aus negativ geladenen Elektronen und positiv geladenen Protonen. Diese Ladungen sind im Molekül nicht ganz gleichmässig verteilt. Jedes Wassermolekül hat also einen schwachen positiven und einen negativen Pol. Wenn es in die Nähe eines elektrisch geladenen Gegenstandes kommt, richtet es sich wie ein kleiner Magnet im elektrischen Feld aus. Als du den Kamm am Wolltuch gerieben hast, sind Elektronen vom Kamm auf das Tuch gesprungen, so dass der Kamm nun zu wenige Elektronen hat und positiv geladen ist. Bringt man ihn in die Nähe des Wasserstrahls, zieht er den negativen Pol der Wassermoleküle an und lenkt den Strahl ab. 3 Kann eine Büroklammer auf dem Wasser schwimmen? Benötigte Materialien • • • 1 Glas, gefüllt mit Wasser Büroklammern Spülmittel Durchführung 1. Beobachte, wie die Oberfläche des Wassers aussieht 2. Lege die Büroklammern nacheinander vorsichtig auf die Wasseroberfläche 3. Beobachte, was passiert 4. Gib vorsichtig ein paar Tropfen Spülmittel ins Wasser 5. Beobachte, was passiert 3 Beobachtung Die Büroklammern schwimmen auf der Wasseroberfläche. Wenn man Spülmittel ins Wasser gibt, sinken sie jedoch ab. Erklärung Die oberste Schicht von Wasserteilchen verhält sich wie eine Haut über dem restlichen Wasser, da sich die Teilchen gegenseitig anziehen und zum Inneren der Wassermasse gezogen werden. Das nennt man Oberflächenspannung. Dank dieser Haut kann sogar eine Büroklammer aus Metall auf der Wasseroberfläche schwimmen, wenn man sie ganz vorsichtig darauflegt. Wenn man nicht sorgfältig genug ist und die Wasser-Haut zerreisst, sinkt die Büroklammer jedoch ab. Sie hat eine höhere Dichte als Wasser; man sagt auch, Metall hat ein höheres spezifisches Gewicht als Wasser. Das bedeutet, dass ein Metallwürfel schwerer ist als ein Wasserwürfel von genau derselben Grösse. Die Büroklammer versinkt auch, wenn man Spülmittel ins Wasser gibt. Spülmittel (oder jede andere Seife) setzt nämlich die Oberflächenspannung des Wassers herab. Die Wasser-Haut ist nun nicht mehr stark genug, um die Büroklammer zu tragen. 4 Wie kann ich aus Salzwasser Trinkwasser herstellen? Was würdest du tun, wenn du auf einer einsamen Insel strandest, es dort aber kein Trinkwasser gibt? Dieses Experiment zeigt dir, wie du Salz aus dem Meerwasser entfernen kannst. Benötigte Materialien • • • • • Schüssel Salz Ein Glas Klarsichtfolie Ein Stein Durchführung Fülle eine Schüssel mit Salzwasser. Nun stellst du in die Mitte der Schüssel ein leeres Glas. Stelle die Schüssel mit dem Glas an die Sonne und decke sie mit einer Klarsichtfolie ab. Lege einen Stein so auf die Folie, dass der tiefste Punkt der Folie genau über dem Glas liegt. Warte nun ab, bis sich im Glas Wasser bildet. Nach was schmeckt es? Ist es noch salzig? 4 Beobachtung Das Wasser in der Schüssel verdunstet und sammelt sich unten an der Folie. Erklärung Weil der Stein die Folie trichterförmig formt, rollen die gebildeten Süsswassertropfen zur Mitte und tropfen ins Glas. Das Salz bleibt in der Schüssel zurück, weil nur Wasser verdunsten kann, nicht aber Salz. 5 Das Wasser fließt bergauf! Kannst du dir vorstellen, dass das Wasser aus Deinem Glas durch den Strohhalm in ein anderes Glas fließt? Ohne dass du daran die ganze Zeit saugst?? Nicht, dann mal los, der Versuch ist ganz einfach. Alles was du brauchst: Benötigte Materialien • • • 2 Gläser eine kleine Kiste oder Box (ungefähr so groß wie dein Glas) 1 Strohhalm zum Abknicken Durchführung Stelle die Kiste mit dem Boden nach oben hin. 2. Ein Glas füllst du mit Wasser und stellst es vorsichtig auf die Box. Das andere stellst du auf den Boden, so dass es tiefer steht als das Glas auf der Box. 3. Halte den Strohhalm in das volle Glas und sauge an ihm. Ist der Strohhalm mit Wasser gefüllt, hältst du das Ende an dem du gesaugt hast mit einem Finger zu. 4. Halte nun den Strohhalm in das noch unbenutzte Glas und nimm den Finger von der Öffnung. 1. Was passiert? 5 Erklärung Scheinbar fließt das Wasser bergauf! Die Erklärung ist nicht so schwierig wie du meinst. Das Gewicht des Wassers im zweiten, etwas längeren Teil des Strohhalms ist ein wenig größer als der Teil des Strohhalms, der im Wasser eingetaucht ist. Das Wasser läuft aus dem längeren Teil ab, weil eine Kraft (die sogenannte Kohäsionskraft) dafür sorgt, dass das Wasser zusammen bleibt. Die Wasserteilchen im längeren Teil ziehen sozusagen das Wasser aus dem kürzeren Teil hinterher. Daher kann das Wasser auch bergauf fließen, weil oben am Knick das Wasser in dem längeren Strohhalmstück das Wasser aus dem kürzeren Stück mit auf seine Seite zieht. 6 Der Tauchwettbewerb Keine Angst, wenn alles klappt, wirst du nicht nass. Benötigte Materialien Für diesen kleinen Zaubertrick brauchst du: eine Papierserviette, eine Schere zwei Gläser mit Wasser etwas Spülmittel Durchführung Zuerst schneidest du aus der Serviette zwei gleich große Männchen (die Taucher) aus. Dann wettest du mit jemandem, dass dein Taucher schneller im Wasser versinkt, als seiner oder ihrer. Wenn Ihr die Taucher dann zu Wasser lasst, wird großes Staunen aufkommen, denn das klappt. Allerdings nur, wenn du in dein Glas vorher eine Spur Spülmittel gibst. Das benetzt nämlich das Papier viel besser, als Wasser ohne Spülmittel. Deshalb saugt sich dein Taucher schneller voll und geht schneller unter. 7 Kann man Wasser biegen? Wasser biegen - Das geht doch gar nicht - Oh, doch Und es ist ganz einfach. Du brauchst nur einen oder zwei billige Kugelschreiber mit Plastikgehäuse. Du hast bestimmt schon mal beobachtet, dass Kugelschreiber zum Beispiel kleine Papierschnipsel anziehen, wenn man sie vorher an einem Wollpullover gerubbelt hat. Genauso zieht solch ein geriebener Kugelschreiber auch einen Wasserstrahl an. Also reibe den Kugelschreiber mehrmals an deinem Wollpullover. Dann drehst du den Wasserhahn ganz schwach auf. Wenn du nun den Kugelschreiber dicht an den Wasserstrahl hältst, wird er total verbogen. Noch mehr Spaß macht das mit zwei Kugelschreibern, denn dann kannst du ihn noch verrückter verbiegen. Tipps: Wenn es mit dem Kuli nicht so recht funktionieren will, klappt das auch ganz prima mit einem Luftballon, den du an Wolle reibst oder an den Haaren. Oder einem plastik Kamm 7 Erklärung Du hast dir sicher schon gedacht, dass der Kugelschreiber elektrisch geladen wird, wenn du ihn an deinem Pullover reibst. Ganz genau so ist das. Dass er dann andere geladene Teile anzieht, ist ja auch noch verständlich, aber Wasser ist doch nicht geladen oder doch? Naja, irgendwie schon. Die Moleküle des Wassers haben einen ganz besonderen Aufbau. Sie sind zwar insgesamt elektrisch neutral also nach außen nicht geladen aber sie besitzen zwei verschieden geladene Seiten. Eine Seite ist negativ geladen, die andere positiv. Das gleicht sich zwar insgesamt aus, aber wenn du nun den geladenen Kugelschreiber in die Nähe des Wasserstrahls bringst, drehen sich die Wassermoleküle alle so hin, dass die negativen Pole dem Kugelschreiber zugewandt sind. (Der ist nämlich positiv geladen.) Nun ist die eine Seite des Wasserstrahls anders geladen als die andere, und der Kugelschreiber kann nun die Seite, die entgegengesetzt zu ihm geladen ist, zu sich heranziehen. Dadurch biegt sich der Strahl zum Kugelschreiber hin. 8 Die schwimmende Büroklammer Eigentlich schwimmt Metall nicht es kommt aber darauf an, wie geschickt man sich anstellt. Benötigte Materialien • Büroklammer • Glas mit Wasser Durchführung Was passiert, wenn du eine Büroklammer ins Wasser fallen lässt? Genau! Sie geht unter und das auch ziemlich schnell. Wenn du es aber schaffst, sie ganz flach auf das Wasser zu legen, dann schwimmt sie. Am besten geht das, indem du sie mit einer zu einem gebogenen Klammer herunter lässt, oder wenn du sie auf einen Finger legst und dann den Finger samt Klammer ganz langsam untertauchst. Sei aber nicht enttäuscht, wenn es nicht auf Anhieb klappt es braucht etwas Übung und sehr viel Fingerspitzengefühl. Wie funktioniert das? Tipp: Wenn du nicht so viel Fingerspitzengefühl hast, und dir die Klammer immer untergeht, dann kannst du sie auch auf ein Stück Löschpapier legen. Wenn du das Papier dann auf die Wasseroberfläche legst, geht das Papier unter, und die Klammer schwimmt. 8 Erklärung Warum schwimmt die Klammer? Tja, aus demselben Grund, warum auch Wasserläufer auf dem Wasser gehen können. Der Grund ist die sogenannte Oberflächenspannung des Wassers. Das Wasser scheint so etwas wie eine Haut zu besitzen. Das kann man auch sehen, wenn man sich die schwimmende Büroklammer genauer anschaut. Sie scheint sogar das Wasser einzudrücken. Wo kommt die Oberflächenspannung her? Siehe Beilage! Wo kommt die Oberflächenspannung her? Diese Frage ist nur schwer mit einfachen Worten zu beantworten, aber ich will es versuchen: Das Wasser besteht (wie alle anderen Stoffe auch) aus unvorstellbar winzigen Molekülen, die wiederum aus den einzelnen Atomen zusammengesetzt sind. Aufgrund der besonderen Form der Wassermoleküle ziehen sich diese gegenseitig an. In einem Behälter mit Wasser fällt einem das nicht auf, denn da jedes Molekül von seinem linken und seinem rechten Nachbarn und gleichzeitig von seinem oberen und unteren Nachbarn angezogen wird, gleichen sich die Kräfte wieder aus. Alle Moleküle ziehen schließlich gleich stark. Die obere Schicht der Wassermoleküle hat aber keinen oberen Nachbarn. Also gleichen sich die Kräfte hier nicht aus, und die obere Schicht wird nach innen gezogen. Diesen Effekt bemerkt man zum Beispiel bei einem Wassertropfen. Er hat immer eine kugelrunde Form, da alle äußeren Moleküle stark nach innen gezogen werden. Daher besitzt nun die Wasseroberfläche eine besondere Festigkeit und wirkt fast wie eine Gummihaut. Manche Tiere, wie dieser Wasserläufer, nutzen die Oberflächenspannung, um sich auf der Wasseroberfläche fort zu bewegen. Spülmittel bewirkt nun, dass die Oberflächenspannung zerstört wird. Die Moleküle der Seife oder des Spülmittels oder was auch immer schieben sich sozusagen zwischen die Wassermoleküle, so dass die Festigkeit verloren geht. Diesen Effekt nutz man beim Abwaschen aus. Das Fett, was man noch am Topf kleben hat, läßt sich ja vom Wasser nicht wegspülen, weil die Wasseroberfläche einen zu starken Zusammenhalt hat. Wenn nun das Spülmittel diesen Zusammenhalt zerstört, durchmischen sich Wasser und Fett, und man kann das Fett mit dem Wasser wegspülen. 9 Die Wasserwette Ein kleines Experiment mit ein paar Freunden- Benötigte Materialien Für diese Wetter brauchst du eigentlich nur Wasser, ein Glas und natürlich Geld (10 Rp. Stücke)! Durchführung Du füllst das Glas mit Wasser, gerade so, dass noch ein wenig Platz zwischen Wasseroberfläche und Glasrand ist. Gibst du nun die Münzen nacheinander ins Glas, wirst du bemerken, dass das Wasser ansteigt. Bald erreicht die Wasseroberfläche den Glasrand. Gibst du weiteres Geld ins Glas, dann läuft aber das Wasser nicht gleich über! Betrachtest du nun den Rand, kannst du sehen, dass die Wasseroberfläche eine Kuppel bildet, die über den Rand hinaus geht. Das liegt an der Oberflächenspannung des Wassers. Doch irgendwann wird das Wasser überlaufen, wenn genügend Geldstücke im Glas sind. Das Spiel geht folgendermaßen: Reihum gibt jeder ein Geldstück ins Glas. Wer dann ein Geldstück ins Wasser gibt und das Glas überläuft, hat verloren! 10 Schichtwechsel Du konntest doch sicher schon mal beobachten, dass Sahne auf Milch schwimmt, oder? Und hast du dir schon einmal überlegt, warum manche Gegenstände im Wasser versinken, in einer anderen Flüssigkeit aber schwimmen? Mit diesem tollen Experiment kannst Du in einem einzigen Gefäß einem bunten Cocktail aus verschiedenen Flüssigkeiten mixen und dabei eine Menge über sie herausfinden. Benötigte Materialien · einen Becher · verschiedene Flüssigkeiten, z.B.: mit Tinte oder Lebensmittelfarbe gefärbtes Wasser heller Sirup (Honig) Speiseöl · Gegenstände zum Eintauchen, z.B.: Haselnüsse Spielzeug aus Plastik (LegoBausteine) kleine Tomaten Metallgegenstände (nicht zu groß, z.B. Schrauben oder Muttern) Weintrauben Makkaroni Durchführung Gib als erstes den Sirup in den Becher. Am besten lässt du ihn über den Rücken eines Esslöffels langsam in das Gefäß laufen, bis es zu einem Viertel gefüllt ist. Als nächstes kommt die selbe Menge Speiseöl und nun noch genauso viel von dem gefärbten Wasser. Warte bis sich die verschiedenen Flüssigkeiten in Schichten abgesetzt haben und gib dann die Gegenstände ins Gefäß, um herauszufinden, welche davon schwimmen. 10 Erklärung Die Flüssigkeiten vermischen sich nicht, sondern bilden drei Schichten, nämlich: der Honig unten, das Wasser in der Mitte und ganz oben das Öl. Das kommt daher, dass manche Flüssigkeiten leichter sind als andere. Man sagt: sie haben eine geringere Dichte. Eine leichte Flüssigkeit schwimmt über der schwereren oder derjenigen, die eine größere Dichte besitzt. Öl hat also eine geringere Dichte als Wasser und das Sirup. Auch die Gegenstände, die du in das Gefäß wirfst, haben eine bestimmte Dichte. Daher kannst du beobachten, dass einige der Dinge ganz untergehen, während andere in unterschiedlichen Höhen schwimmen. Ein Gegenstand schwimmt in einer Flüssigkeit, wenn seine Dichte kleiner ist als die der Flüssigkeit. Aber er geht unter, wenn seine Dichte höher ist als die der Flüssigkeit. 11 Musik machen mit Gläsern Benötigte Materialien Was brauche ich? • mehrere möglichst dünnwandige Gläser (mit Rotwein- oder Sektgläsern geht es manchmal ganz gut, aber Vorsicht: je dünnwandiger die Gläser sind, desto leichter zerbrechen sie auch • Wasser Durchführung Fülle die Gläser mit unterschiedlich viel Wasser. Feuchte deine Finger an, und fahre langsam am Rand eines Glases entlang. Du solltest dabei das Glas unten festhalten und deinen Finger auf den Rand des Glases etwas drücken. Wenn zunächst kein Ton zu hören ist, versuche vorsichtig!!! (der Glasrand ist vielleicht zerbrechlich) den Druck auf das Glas zu erhöhen. 11 Erklärung Wenn du den richtigen Druck hast und das Glas geeignet ist, gibt es singende Töne von sich! Es klappt manchmal nicht sofort, du musst etwas rumprobieren. Aber dann kannst du mit verschiedenen Gläsern eine Melodie spielen! Wie funktioniert das? Durch das Reiben mit dem Finger über den Glasrand fängt das Glas an zu schwingen. Diese Schwingungen erzeugen einen Ton. Je nachdem, wieviel Wasser im Glas ist, gibt es einen anderen Ton. Also: Mehr Wasser im Glas erzeugt tiefere Töne, weniger Wasser erzeugt höhere Töne. Was erzeugt den Ton? Das Glas erzeugt den Ton! Es kann schneller schwingen, wenn weniger Material bewegt wird. Ist Wasser im Glas muss dieses mitbewegt werden und deshalb ist die Schwingung langsamer. Die Frequenz, das ist die Anzahl der Schwingungen in einer Sekunde, wird kleiner. Je kleiner die Frequenz, desto tiefer der Ton. So kannst du eine kleine Melodie spielen! Und jetzt probiere das gleiche Mal mit der Flaschenmusik! 12 Flaschenmusik Benötigte Materialien 2 leere Flaschen • kaltes Wasser Fülle eine der beiden Flaschen mit zur Hälfte mit Wasser. Lege nun nacheinander eine der beiden Flaschen an deine Lippen, so dass du über die Öffnung hinwegblasen kannst. (Nicht in die Flasche hineinblasen!) Kannst du die Töne der Flasche hören? • 12 Erklärung Flaschenmusik Durch das Blasen über die Öffnung der Flaschen, werden Luftwirbel von dir erzeugt. Luftwirbel sind unregelmäßige Bewegungen der Luft. Diese bewegen die Luft im Flaschenhals regelmäßig und schnell hoch und runter. Eine solche Bewegung nennt man Schwingung. Die Luft im Flaschenhals wirkt wie ein Pfropfen, der auf und ab bewegt wird. Der Pfropfen federt auf der Luft im Flaschenbauch, so ähnlich wie du in einer Hüpfburg. Wenn der Flaschenhals länger ist, ist der Pfropfen größer und es schwingt langsamer. Ist die Feder härter, ist die Schwingung schneller. Mehr Wasser in der Flasche macht die Luftfeder härter (wie eine stramm aufgeblasene Hüpfburg). Also: Eine schnellere Schwingung ist ein höherer Ton und eine langsame Schwingung ergibt einen tieferen Ton. Überall dort, wo Luft schwingt entstehen Töne! 16 Wer kann am schnellsten eine Flasche leeren? Benötigte Materialien • 1 durchsichtige Plastikflasche • 1 Knick-Trinkhalm • 1 Becken Durchführung Schütte probehalber eine volle Wasserflasche aus. Beobachte ganz genau, was passiert: Jedes Mal, wenn ein Schwapp Wasser herausgekommen ist, wird der Wasserfluss unterbrochen und in der Flasche steigt eine Luftblase nach oben. Das Leeren geht nur ruckweise vonstatten und dauert entsprechend lange. Wie könntest du die Flasche schneller leeren? Probiere aus! 16 Erklärung Du nimmst den Trinkhalm, knickst ihn ganz um, so dass eine „1 entsteht, und steckst ihn mit dem langen Ende in die Flasche. Nun drehst du die Flasche über dem Becken auf den Kopf und lässt das Wasser herauslaufen. Dabei muss der Trinkhalm in der Flasche bleiben. Und das passiert: Das Wasser läuft in null Komma nix aus der Flasche heraus. Das steckt dahinter: Weil Luft in die Flasche hineinkommen muss, wenn Wasser herausfliessen soll, müssen die beiden Stoffe ihre Plätze tauschen. Das geschieht normalerweise portionsweise und nach dem „pingpong Prinzip: Wasser raus- Luft rein- Wasser raus- Luft rein, usw. Mit Hilfe des Trinkhalms geschieht das gleichzeitig. Die Luft wird mit Hilfe des trinkhalms in die Flasche geleitet, durch das Wasser durch. 13 Schmutzwasser reinigen Benötigte Materialien: • eine Plastikflasche (1,5 l) • einen Trinkhalm • Kaffeefilter • Feinen Sand • Gröberen Split • Watte • Ein Glas • Schmutzwasser Durchführung 1. Schneide den Boden der Plastikflasche ab. Durch den Verschluss bohrst du ein Loch für den Trinkhalm. 2. Drehe die zugeschlossene Flasche um und fülle sie mit einer Lage Watte, gröberem Split, feinem Kies, feinem Sand und Holzkohlenstaub auf. Obenauf setzt du zum Schluss den Kaffeefilter und giesst vorsichtig das Schmutzwasser hinein. Welche Verschmutzungen kann deine Anlage herausfiltern? Teste nach und nach verschiedene Verschmutzungen, z.B. schlammiges Wasser voller Sand und Erde, Spülwasser oder Tee. 13 Erklärung Regenwasser ist eigentlich das sauberste Wasser. Es ist noch mit keinem Gegenstand auf der Erde in Berührung gekommen. Allerdings kann das Regenwasser schmutzig werden, wenn es durch Luftschichten regnet, die z.B. abgase von Autos enthalten. Dann nimmt das Regenwasser diese gase auf und wird zu sogenanntem „sauren Regen. „Saurer Regen beschädigt Pflanzen und Gebäude. Kläranlagen Abwasser, Regenwasser, Brauchwasser der Industrie Bevor gebrauchtes Wasser wieder in die Natur zurückgeleitet werden kann, muss es gereinigt werden sonst sind Pflanzen und Fische in den Flüssen gefährdet. In Kläranlagen in der Stadt oder auf dem Land wird das Wasser gereinigt, gefiltert und sterilisiert, bevor es als Trinkwasser in den Kreislauf zurückkehrt. 14 Die verrückte Flasche Benötigte Materialien • Plastikflasche mit Schraubdeckel • Röhre oder Schlauch mit 5 bis 10 mm Durchmesser, Länge ca. 30 cm Vorbereitung Durch den Verschluss der Flasche ein Loch bohren, in das die Röhre oder der Schlauch luftdicht eingepasst wird. Flasche zu 2/3 mit Wasser füllen. Unteres Ende des Rohres muss ins Wasser reichen. Deckel darauf schrauben. Durchführung Ins Rohr blasen. Die Flasche senkrecht fallen lassen. Das Wasser spritzt im Flug aus der Röhre heraus. 14 Erklärung Auf die Flasche und das darin befindliche Wasser wirkt die Erdanziehung und die Trägheitskraft bei der Beschleunigung des freien Falles. Da sich beide aufheben, hat das Wasser während des freien Falles kein Gewicht. Damit ist aber auch kein hydrostatischer Druck vorhanden und der Überdruck in der Flasche kann sich ausgleichen: Das Wasser wird durch die Röhre herausgedrückt. 15 Wasserleitung bauen Benötigte Materialien • Trinkhalme mit Knick • Schere • Klebefilm Durchführung Zuerst schneidest du einen Trinkhalm am langen Ende mit der Schere ungefähr einen Zentimeter weit ein. Damit du einen Trinkhalm mit einem weiteren verbinden kannst, rollst du das eingeschnittene ende etwas spitz zu und steckst es so weit in das kurze Ende des anderen Trinkhalms, bis der Einschnitt nicht mehr zu sehen ist. Mit etwas Klebefilm drum herum dichtest du die Verbindungsstelle so gut ab, dass keine Luft hineinkommt. So einfach kannst du Trinkhalme beliebig verlängern und eine dünne Rohrleitung bauen. Dank der Knicke kannst du sie sogar um die Ecke biegen und ihnen jeden beliebigen Verlauf geben. 15 Erklärung Rohrleitungen bestehen aus vielen Elementen, die einfach ineinandergesteckt werden. Das Prinzip der Verbindung ist immer dasselbe: Ein schmales Rohrende wird in ein weites Rohrende gesteckt. Jedes Rohrstück ist dazu also an dem einen Ende schmaler als an dem anderen.