Arbeitsblatt: Geschichtliche Beziehungen Schweiz und Italien
Material-Details
Hauptpunkte über die geschichtliche Beziehung zwischen der Scheiz und Italien. Neutralität, Scheizer Söldner, Papstliche Garden und herrkunft des Names Confederation Helvetica
Geschichte
Schweizer Geschichte
6. Schuljahr
9 Seiten
Statistik
96776
850
10
30.03.2012
Autor/in
davide (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Die geschichtliche Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien 1. Gab es jemals Krieg zwischen der Schweiz und Italien? Die traditionell guten Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien sind geprägt durch enge wirtschaftliche, politische, menschliche und kulturelle Verbindungen, eine gemeinsame Sprache und häufige Besuche auf allen Ebenen. Die Italiener bewunderten die Art der Schweizer und der Neutralität. In Vordergrund stand für die Neutralität der Schweiz die fünf Funktionen der Neutralität: die Integration, die Unabhängigkeit, des Freihandels, Gleichgewichts im Lande und Dienstleistungsfunktion. Die Integrationsfunktion diente dem inneren Frieden und Zusammenhalt der konfessionellen und kulturellen Eidgenossenschaft. Die Unabhängigkeits oder Schutzfunktion gewährleistete den äußeren Frieden, indem Kriege vom eigenen Land fernzuhalten und die Bestrebungen der Großmächte mehr oder weniger abzuwenden. Die Freihandelsfunktion ermöglichte die Weiterführung des Wirtschaftsverkehrs mit dem Krieg führenden und sicherte so das wirtschaftliche Überleben des rohstoffarmen Kleinstaats. Die Gleichgewichtsfunktion diente über lange Zeit den Interessen Europas. Die Dienstleistungsfunktion schließlich trug dazu bei, das neutralitätsbedingte Abseitsstehen solidarisch beizustehen. 2. Geschichtliche Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien Die Beziehungen zwischen Schweizer und italienischen Gebieten (etwa der Lombardei und dem Piemont) fassen auf einer langen und gefestigten Tradition. Die Alpen stellten dabei keine unüberwindliche Barriere dar, sondern waren vielmehr ein Bindeglied zwischen Italien und Nordeuropa, über das Waren und Reisende verkehrten. Im 14. und 15. Jahrhundert trugen beispielsweise italienische Bankkaufleute entscheidend zur Entwicklung der Genfer Messen bei. Ab dem 15. bis zum Beginn des 16. Jahrhundert fand eine entgegengesetzte Bewegung statt, und zwar Militär. Die eidgenössischen Orte drangen Richtung Süden und unternahmen ihre Feldzüge, die schliesslich in die Mailänderkriege und die Eroberung der Tessiner Gebiete mündeten. Sie übernahmen die Kontrolle über die Pässe und damit den Zugang zu den lombardischen Märkten. In der Folge standen zahlreiche Schweizer Soldaten im Dienst italienischen Staat (Fremde Dienste, Reisläufer, Päpstliche Schweizergarde). Die Auswanderung nach Italien hatte aber nicht ausschließlich Militär. Charakter und erfolgte manchmal nur zeitweilig (Saisonarbeit). In der Neuzeit übten insbesondere Tessiner und Bündner eine breite Palette von Aktivitäten in Italien aus. Zwar von einfachen Arbeiten bis zu Tätigkeiten, die hohe technische und künstlerische Fertigkeiten erforderten. 3. Die Schweizer Söldner 15 000 Männer standen für diesen Dienst zur Verfügung, der von der kleinen Föderation der Kantone organisiert und kontrolliert wurde. Sie vergab das Recht zur Anwerbung von Kriegsleuten und erhielt dafür Weizen, Salz oder günstige Handelsbedingungen. Die Schweizer betrachteten den Kriegsdienst als vorübergehende, nur den Sommer über dauernde Emigration und nahmen deshalb an kurzen großen Feldzügen teil. Dann kehrten sie nach Hause zurück und lebten den Winter über vom Sold und von der Kriegsbeute. Sie waren die besten Soldaten ihrer Zeit, die ohne Kavallerie und mit wenig Artillerie eine geschickte Bewegungstaktik erfunden hatten, die allen anderen überlegen war. Deshalb wurden sie sowohl von Frankreich als auch von Spanien angefordert. Sie bildeten eine undurchdringliche, mit Eisen gespickte, halbbewegliche Mauer. Man kann die Kriege in Italien nicht verstehen, wenn man sich nicht mit diesen Söldnern befasste. Schon im 13. und 14. Jahrhundert, nach der Schweizer Unabhängigkeit, leisteten viele dieser Soldaten Dienst in Deutschland und Italien, und da die Kantone diese Art der Emigration nicht verhindern konnten, versuchten sie zumindest, sie unter Kontrolle zu halten. Schweizer Söldner 4. Helvetische Söldner in Italien, die päpstlichen Garden im Vatikan „Die Geschichte über Soldaten die dem Papst Treue geloben Die eidgenössischen Soldaten galten auf Grund ihres Mutes, ihrer edlen Gesinnung und ihrer sprichwörtlichen Treue als unbesiegbar. Die Helvetier waren ein Volk von Kriegsleuten, dessen Soldaten für ihre Kriegstüchtigkeit weithin bekannt waren. Im Jahre 1512 entschieden sie als Bündnispartner Julius der II. das Schicksal Italiens, und der Papst verlieh ihnen den Titel „Hüter der Freiheit der Kirche. Zu jener Zeit, als das Söldnerwesen üblich war, lebte in den Zentralalpen ein wehrhaftes Volk. Die ersten Schweizer Kantone waren mit ihren zirka 500 000 Einwohnern überbevölkert. Auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Lage damals herrschte große Armut, und der einzige Ausweg aus dieser Situation war die Emigration und eine der gewinnbringendsten Aufgaben der Söldnerdienst. Das offizielle Geburtsdatum der Päpstlichen Schweizergarde ist der 22. Januar 1506. Der Tag, an dem bei Einbruch der Dunkelheit eine Gruppe von 150 Schweizern unter ihrem Hauptmann Kaspar von Silenen aus dem Kanton Uri durch die Portadel Popolo zum ersten Mal in den Vatikan einzog und von Papst Julius II gesegnet wurde. Sixtus der IV hatte schon 1479 einen Vertrag mit den Eidgenossen geschlossen, der die Anwerbung von Söldnern vorsah. In der Nähe der Kirche San Pellegrino, in der heutigen Via San Pellegrino, ließ er Unterkünfte für sie bauen. Innozenz VIII. (14841492) verlangte auf der Grundlage des bestehenden Vertrags ihre Dienste im Kampf gegen den Herzog von Mailand. Auch Alexander der VI. kam in der Zeit des Bündnisses zwischen den Borgia und dem König von Frankreich auf die eidgenössischen Soldaten zurück. Unter der Herrschaft der mächtigen Familie Borghese begannen in Italien die großen Kriege, wo die Schweizer auf der Seite der Franzosen, aber auch des Kirchenstaates oder des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation eine wichtige Rolle spielten. 5. Herkunft des Namen Helvetika Der lateinische Name der Schweiz, Confoederatio Helvetica, nimmt Bezug auf den antiken keltischen Stamm der Helvetier, der im schweizerischen Mittelland und in Teilen Süddeutschlands siedelte. Die Erinnerung an dieses Volk, dessen Spuren sich im Frühmittelalter durch Romanisierung und Vermischung mit germanischen Einwanderern verlieren, blieb durch seine besondere Rolle im Bericht Julius Cäsars über den Gallischen Krieg im kollektiven Gedächtnis der geistigen und politischen Elite der Schweiz haften. 6. Beginn der Immigration (Einwanderung) der Italiener in die Schweiz im 1900 Jahrhundert wegen Arbeitskraft im Baugewerbe Strassen und Eisenbahnbau Des Weiteren spielen seit jeher die Alpen als Bindeglied zwischen dem Süden und dem Norden eine wichtige Rolle. Dem Ausbau der Alpenübergänge folgten 1882 der Bau des GotthardBahntunnels und 1906 jener des SimplenBahntunnels, woran maßgeblich italienische Arbeiter beteiligt waren. Auch heute bildet die im Ausbau befindliche Alpentransversalen (NEAT) ein zentrales Element der Beziehungen zu unserem südlichen Nachbarland. 7. FremdFeindlichkeit zwischen den Schweizer und Italiener In den Jahren zwischen 1870 und 1914 stieg die Zahl der italienischen Immigranten in die Schweiz (Einwanderung) erheblich an. Zählte man im Jahre 1880 41 00 italienische Einwanderer, waren es 1910 schon 203 00 Personen. Dies führte natürlich zu Spannungen und Fremdfeindlichkeiten. Die kulturellen Unterschiede und die Art vom Leben waren unterschiedlich. Dies begleiteten die beiden Länder bis zum heutigen Zeitpunkt. Das noch heute typische Beispiel ist die Namensgebung „Tschingg an die Italiener. Dies war für die Italiener ein Schimpfwort und ein unterwürdiger Ausdruck. Eigentlich kommt das Wort Tschingg von einem spiel das „Morra hiess. Das war ein traditionelles Spiel mit den Händen. Das Spiel namens Morra wo der italienische Ausruf Cinque la morra benutzt wurde und in verschweizerdeutscht Tschinggelamora ausgesprochen wurde, rief man den Italiener nicht wissend Tschinggelamora Dräck de Schnorra zu. Aber warum das als Schimpfwort genutzt wurde ist immer noch unklar. Denn Tschingg ist nichts Negatives. Die Zahl fünf ist ja nicht irgendwie Synonym für Schlechtes. 8. Die Beziehung von Mussolini und der Schweiz (2. Weltkrieg) Im Juli 1902 kam Mussolini aus Abenteuerlust und ohne festes Ziel, in die Schweiz. Hier arbeitete er für das Organ der italienischen Sozialisten in der Schweiz, LAvvenire del Lavoratore, organisierte Versammlungen und hielt Vorträge für die Italienischen Arbeiter. Ausserdem war er Sekretär der italienischen Maurer und Hilfsarbeitergewerkschaft in Lausanne. Er übte verschwiegene temporäre Tätigkeiten aus und kam mit wichtigen Exponenten des italienischen Sozialismus in der Schweiz in Kontakt. Weil er die Idee eines Generalstreiks mit gewaltsamen Mitteln unterstützte, wurde er im Juni 1903 im Kanton Bern verhaftet und ausgewiesen und nach Chiasso gebracht und der italienischen Polizei übergeben. Er kehrte in die Schweiz zurück, wurde aber im April 1904 vom Kanton Genf wieder ausgewiesen, da er das Gültigkeitsdatum seines Passes gefälscht hatte. Dank den Protesten der Genfer Sozialisten und auf Intervention der Tessiner Regierung wurde er schliesslich in Bellinzona wieder freigelassen. Am 7. Mai immatrikulierte er sich an der Universität Lausanne, wo er Vorlesungen von Vilfredo Pareto und Pasquale Boninsegni belegte. Gleichzeitig hielt er weitere Reden für italienische Arbeiter. Im Nov. 1904 kehrte er Lausanne endgültig den Rücken und ging nach Italien zurück, weil er von der Amnestie für einfache Fahnenflucht, für die er in Abwesenheit verurteilt worden war, profitieren wollte. 9. Was Mussolini über die Schweiz dachte und sagte Hier die Worte, die Mussolini im März 1939 vor dem faschistischen Großrat in Hinblick auf die sagte: „Ich blicke beständig auf das Tessin, weil die Schweiz ihren Zusammenhalt verloren hat, und sie sie eines Tages verschwinden und sich in viele kleine Staaten zerstreuen wird. Am 19. Oktober 1940 nach der Niederlage von Frankreich teilt Mussolini Hitler seine Sicht der internationalen Lage mit. „Ich werde die Schweiz zweifellos nicht überraschen, wenn ich die Schweiz zu den letzten kontinentalposten von Großbritannien zählen. Durch ihre Halten einer unverständlichen Feindseligkeit stellt die Schweiz selbst das Problem ihre Existenz dar.