Arbeitsblatt: Pronomen
Material-Details
Pronomen Zusatzblatt
Deutsch
Grammatik
7. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
98827
905
8
15.05.2012
Autor/in
Cinzia Affolter
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Pronomen 1. Lies den Text durch. 2. Streiche alle bestimmten Artikel blau an. 3. Streiche alle unbestimmten Artikel rot an. 4. Streiche alle Personalpronomen gelb an. 5. Streiche alle restlichen Pronomen mit grün an. Das Königskind Es war einmal ein König. In seiner Stadt herrschte grosse Armut. Die Menschen in seiner Stadt waren verbittert und unzufrieden und sie fürchteten ihren Herrscher. Eines Tages liess der König alle Bewohner am Stadtplatz versammeln, um ihnen etwas Wichtiges mitzuteilen. Gespannt und ängstlich richteten die Menschen ihre Blicke auf den König und waren neugierig auf die wichtige Mitteilung. Der König sprach: „Ich habe heimlich ein Königskind gegen eines eurer Kinder getauscht. Behandelt es gut. Sollte ich erfahren, dass meinem Kind Schlechtes widerfährt, werde ich den Schuldigen zur Rechenschaft ziehen! Dann kehrte der König auf sein Schloss zurück. Die Stadtbewohner fürchteten die Strafe, weil niemand wusste, welches das Königskind war. Deshalb begannen die Menschen alle Kinder in der Stadt so zu behandeln, als wäre jedes einzelne das Königskind. Es vergingen viele Jahre. Die Kinder wurden zu Erwachsenen und bekamen selber Kinder. Der mittlerweile alte König beobachtete mit Genugtuung die Entwicklung in seiner Stadt. Aus der früheren armen und schmutzigen Stadt wurde eine prachtvolle, weit über die Landesgrenzen bekannte Stadt. Es gab Krankenhäuser, Schulen, eine grosse Bibliothek. Die Bewohner waren zufrieden und glücklich. Und warum? Weil alle Bewohner die Kinder in der Stadt mit viel Liebe und gut erzogen haben. Da niemand wusste, welches Kind das Königskind war, wurde jedes in der Stadt so behandelt, als wäre es vom König. 1 1. Lies den Text durch. 2. Streiche alle bestimmten Artikel blau an. 3. Streiche alle unbestimmten Artikel rot an. 4. Streiche alle Personalpronomen gelb an. 5. Streiche alle restlichen Pronomen mit grün an. König sucht seinen Nachfolger! Es war einmal ein König mit zwei Söhnen. Einer von ihnen sollte sein Nachfolger werden. Weil er nicht wusste, wen er wählen sollte, stellte er beiden Söhnen eine Aufgabe. Er gab jedem fünf Silberstücke und sagte zu ihnen: „Mit diesem Geld sollt ihr bis zum Abend die Halle in unserem Schloss füllen. Womit, das bleibt euch überlassen. Die beiden Söhne machten sich auf den Weg. Der ältere kam an einem Feld vorbei, wo die Arbeiter bei der Zuckerrohrernte waren. Das ausgepresste Zuckerrohr liessen sie auf dem Feld liegen. Da dachte sich der Königssohn: „Mit diesem nutzlosen Zeug kann ich die Halle meines Vaters füllen. Mit den Arbeitern wurde er einig, und bis zum späten Nachmittag schafften sie das ausgedroschene Zuckerrohr in die Halle des Schlosses. Als sie gefüllt war, ging der ältere Königssohn zu seinem Vater und sagte: „Vater, ich habe deine Aufgabe erfüllt. Auf meinen Bruder brauchst du nicht mehr zu warten. Mach mich zu deinem Nachfolger. Der König antwortete: „Noch ist es nicht Abend. Ich werde warten. Schon bald kam auch der jüngere Sohn. Er liess das ausgedroschene Zuckerrohr wieder aus der Halle entfernen. Dann stellte er mitten in die Halle eine Kerze und zündete sie an. Der Kerzenschein füllte die Halle bis in die letzte Ecke. Der König sagte: „Du sollst mein Nachfolger sein. Dein Bruder hat fünf Silberstücke ausgegeben, um die Halle mit nutzlosem Zeug zu füllen. Du aber hast nicht einmal ein Silberstück gebraucht und hast sie mit Licht erfüllt. 1. Lies den Text durch. 2 2. Streiche alle bestimmten Artikel blau an. 3. Streiche alle unbestimmten Artikel rot an. 4. Streiche alle Personalpronomen gelb an. 5. Streiche alle restlichen Pronomen mit grün an. Die Einladung! Eine Frau beobachtete vor ihrem Haus drei alte Männer. Sie hatten lange weisse Bärte und sahen aus, als wären sie schon weit herum gekommen. Die Frau war neugierig und ging nach draussen. Sie fragte die Männer nach ihren Namen. „Reichtum, Erfolg und Liebe, antwortete einer von ihnen. Die Frau fragte die Männer, ob sie hungrig seien und ob sie ins Haus kommen wollen. Einer antwortete: „Vielen Dank für die Einladung, aber es kann nur einer von uns in Ihr Haus kommen. Sie müssen sich entscheiden, wen Sie von uns in Ihr Haus bitten wollen. Die Frau ging ins Haus zurück und erzählte ihrem Mann, was die drei auf die Einladung geantwortet haben. Ihr Mann freute sich und sagte: „Toll, laden wir doch den Reichtum ein! Die Frau widersprach: „Nein, ich möchte lieber den Erfolg in unser Haus holen. Die Tochter aber sagte: „Es wäre doch viel schöner, wenn die Liebe in unser Haus kommt. Damit waren auch die Eltern einverstanden und die Frau ging wieder raus zu den drei Männern. „Wer von euch ist Liebe? Bitte seien Sie unser Gast. Liebe stand auf und begleitete die Frau ins Haus. Und auch die anderen beiden Männer folgten ihr. Überrascht fragte die Frau Erfolg und Reichtum: „Ich habe nur Liebe eingeladen. Gerne könnt Ihr auch mitkommen. Aber ich habe geglaubt, das ist nicht möglich? Die alten Männer antworteten einstimmig: „Wenn Sie Erfolg oder Reichtum eingeladen hätten, wären die beiden anderen draussen geblieben. Da Sie aber Liebe ausgewählt haben, gehen die anderen dorthin, wohin die Liebe geht. 1. Lies den Text durch. 3 2. Streiche alle bestimmten Artikel blau an. 3. Streiche alle unbestimmten Artikel rot an. 4. Streiche alle Personalpronomen gelb an. 5. Streiche alle restlichen Pronomen mit grün an. Die Nägel im Zaun Es war einmal ein kleiner Bub, der schnell wütend wurde und dann ausrastete. Da gab ihm sein Vater einen Hammer und eine grosse Packung voller Nägel: „Jedes Mal, wenn du wieder wütend wirst und ausrastet, gehst du zu diesem Zaun, und schlägst einen Nagel hinein. Der Junge war einverstanden, auch wenn er den Sinn dahinter nicht verstand. Am nächsten Tag hämmerte der Bub bereits 30 Nägel in den Zaun. Die Tage vergingen und mit jedem Tag wurden es weniger Nägel, die der Junge in den Zaun schlug. Ihm wurde bewusst, dass es einfacher war, Nägel in den Zaun zu hämmern, als auszurasten. Eines Tages war es schliesslich so weit, dass er überhaupt nicht mehr ausrastete. Ganz stolz teilte er das seinem Vater mit. Der Vater nahm ihn bei der Hand und ging mit ihm zum Zaun: „Von nun an machen wir es so: Für jeden Tag, den du nicht ausrastet, darfst du einen Nagel wieder aus dem Zaun ziehen. Der Bub war wieder einverstanden. Wieder vergingen mehrere Tage, bis der Junge zu seinem Vater lief und ihm mitteilte, dass nun keine Nägel mehr im Zaun sind. Der Sohn freute sich sehr. Gemeinsam gingen sie zum Zaun. Der Vater sagte zu ihm: „Ich bin sehr stolz auf dich. Das hast du toll gemacht. Aber schau dir die vielen Löcher im Zaun an, die die Nägel hinterlassen haben. Der Zaun ist nicht mehr der, der er einmal war. Der Junge stimmte seinem Vater zu. Der Vater fuhr fort: „Denk daran, wenn du das nächste Mal wütend etwas zu anderen Menschen sagst. Deine Worte könnten Narben hinterlassen, so wie diese Nägel Spuren im Zaun hinterlassen haben. Auch wenn du dich entschuldigt, die Narben bleiben. 4