Arbeitsblatt: Text kürzen - Feldhase
Material-Details
Deutsch: Schriftliche Kommunikation: 3.1 Sich schriftlich mitteilen, Texte kürzen / Beurteilungskriterien - Lösungsvorschlag
Deutsch
Texte schreiben
6. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
19422
1603
5
15.03.2012
Autor/in
Silvia Burri (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
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In den Alpen lebt zudem der Schneehase (Lepus timidus), mit dem man den Feldhasen leicht verwechseln kann, zumal in einigen Alpentälern beide Arten nebeneinander vorkommen. Das Winterfell des Schneehasen ist schneeweiss, das Sommerfell graubraun; Ohren und Schwanz sind kürzer. An wenigen, klimatisch günstigen Stellen der Schweiz kommt auch das Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus) vor. Es ist kleiner und zierlicher als der Feldhase, seine Ohren sind kürzer, das Fell grauer. Wo lebt er? Feldhasen leben in der Schweiz in allen offenen und halboffenen Lebensräumen vom Flachland bis in die Voralpen. Seine höchsten Vorkommen liegen auf 1800 m.ü.M. Ansonsten ist die Art in Europa, im europäischen Teil Russlands, in Kleinasien, Nahost und im Irak verbreitet. Sie fehlt nur in den arktischen Teilen Skandinaviens und weiten Teilen der Iberischen Halbinsel. Eine Vorliebe hat der Feldhase für offenes Ackerland, Wiesen und Weiden, in denen verschiedene Kleinstrukturen Verstecke und Nahrung bieten. Siedlungen, Wälder und Obstgärten meidet er in der Regel. Zoologen vermuten, dass der Feldhase aus den baumlosen Steppen Osteuropas und Vorderasiens Mitteleuropa erobert hat. Das glückte ihm aber erst, nachdem die Menschen den Wald gerodet hatten und eine offene, artenreiche Feldflur schuffen. Das frisst ein Hase Der Feldhase liebts vielseitig. Über 100 verschiedene Arten von Kräutern und Gräsern stehen auf seinem Speisezettel. Allerdings fressen Hasen am liebsten Süssgräser, Schmetterlingsblütler, Korbblütler, Kreuzblütler und Wegerichgewächse. Je nach Jahreszeit knabbern sie auch an Knospen, Zweigen oder Rinde. In intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten können Feldhasen auch Kulturpflanzen wie Weizen oder Gerste fressen. Hasentiere fressen ihren eigenen Blinddarmkot. Dadurch entziehen sie ihm Nährstoffe, die der Körper bei der ersten Darmpassage nicht aufgenommen hat. Erst nach dem zweiten Darmdurchlauf scheiden Hasen den nunmehr harten und fasrigen Kot endgültig aus. Deutsch: Schriftliche Kommunikation: 3.1 Sich schriftlich mitteilen, Texte kürzen 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 Das Hasenjahr Schon mitten im Winter, meist ab Januar, treffen sich Männchen, Rammler genannt, und Häsinnen zur Brautwerbung und Paarung auf Feldern und Äckern. Dabei kommt es zu den spektakulären Verfolgungsjagden und Kämpfen zwischen den Häsinnen und den Rammlern. Je grösser die Rammlergruppe, desto grösser wird der Erfolg bei der Fortpflanzung. Die Häsinnen wählen sich die die stärksten Hasenmänner aus und paaren sich mit ihnen. Nicht umsonst sind Hasen Fruchtbarkeitssymbole. Bereits im März (bei mildem Wetter früher) kann die Häsin zum ersten Mal Junge zur Welt bringen. Eins bis drei Häschen pro Wurf sind die Norm. Gelegentlich kommen 5 oder selten auch mehr Junge zur Welt. Die letzten Geburten können im September stattfinden. Im Mittel setzt eine Häsin pro Jahr 8 Jungtiere, im Maximum bis zu 20! Junghasen sind Nestflüchter: Bei Geburt können sie sehen, hören, riechen und sind bereits recht selbständig. Bei Gefahr drücken sich die Häschen an den Boden; dank ihrer braunen Fellfarbe sind sie für Feinde kaum sichtbar. Die Fürsorge für die Jungen hält sich dagegen in Grenzen. Die Mutter säugt ihre Jungen 33 Tage lang. Danach sind die Jungen selbständig. Die Jungen haben ein hartes Los. Nur eines von 10 Jungtieren wird das nächste Jahr erleben. Ein nasskalter Frühling macht vielen Jungen den Garaus. Die Junghasen fallen Fuchs, Marder, Greifvögeln und Eulen zum Opfer. Auch Hunde – mittlerweile die häufigsten Raubfeinde in Hasengebieten – dürften den Hasenbestand negativ beeinflussen. Häufig werden Feldhasen von Landwirtschaftsmaschinen getötet. Erwachsene Hasen hingegen haben kaum mehr natürliche Feinde. Sie sind zu gross, zu wendig (Haken schlagen!) und zu schnell. Nur Uhu oder Steinadler hätten genügend Kraft, um einen 5 Kilo-Hasen zu überwältigen. Die Lebenserwartung beträgt sofern der Junghase den ersten Herbst erreicht, trotzdem nur 1,43 Jahre. Das Höchstalter liegt bei 13 Jahren. 647 Worte Die Zusammenfassung, ca. 15-20 Sätze, 200 Worte . stimmt inhaltlich mit dem Originaltext überein . erwähnt das Wichtigste. . verzichtet auf Unwichtiges und Nebensächliches. . ist verständlich geschrieben. . hat keine Fehler in der Reihenfolge. 89 Deutsch: Schriftliche Kommunikation: 3.1 Sich schriftlich mitteilen, Texte kürzen