Arbeitsblatt: Zeitungsartikel Schnupftabak
Material-Details
Zeitungsartikel 20min Schnupftabak
Lebenskunde
Drogen / Prävention
8. Schuljahr
1 Seiten
Statistik
58632
1157
4
10.04.2010
Autor/in
big (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Rauchverbot kommt 20MinutenOnline, 07. April 2010 18:19 Jetzt wird der Tabak geschnupft und gekaut von Felix Burch Schnupfen und Tabak kauen ist im Trend. Auch in der Stadt und bei Jugendlichen. Der Konsum ist richtiggehend explodiert. Mit dem Rauchverbot wird ein weiterer Schub erwartet Fabio Lundgren von der Tabakkeller Shop GmbH reibt sich die Hände: «Ich habe im Jahre 2009 rund 40 Prozent mehr Kautabak verkauft als im Vorjahr, beim Schnupftabak ist die Zunahme ebenfalls enorm.» Lundgren ist einer der grösseren Kau- und Schnupftabakimporteure in der Schweiz und vertreibt seine Produkte auch online. Der Run auf die Ware sei extrem. Und: Wegen der Einführung des gesamtschweizerischen Rauchverbots rechnet Lundgren mit weiterem Zuwachs. Die Leute suchen nach Alternativen zum Rauchen. «Schnupfen und Tabak kauen kann der Gast im Restaurant ohne jemanden zu stören», sagt Lundgren. Online bestellen gemäss Lundgren viele junge Leute Schnupftabak, der Kautabak sei bei Sportlern beliebt. Auch in der Stadt und an Sportveranstaltungen immer beliebter das Schnupfen. (Bild: Keystone) Schnupfen in der Snowboard- und Skaterszene Branchenkollegen spüren den Boom ebenfalls. Ein Importeur, der nicht genannt werden will, weiss, dass die Zigaretten und Zigarren-Alternativprodukte bei Jugendlichen im Trend sind. «Schnupfen ist beispielsweise in der Snowboard- und auch in der Skaterszene verbreitet, deshalb bewirbt die Industrie solche Anlässe.» Geschnupft werde auf keinen Fall nur auf dem Land, es verbreite sich zunehmend in urbanen Zentren. In den Schweizer Fussballstadien sei das Schnupfen ebenfalls auf dem Vormarsch. Laut dem Importeur spielt das Rauchverbot, welches bereits in einigen Kantonen gilt, auch eine Rolle für den Trend, die Verkaufszahlen hätten extrem angezogen und würden weiter steigen. Thomas Fritsche von der Breeze GmbH spricht von konstanten Umsatzzahlen. Importe mehr als verdoppelt Am eindrücklichsten beweisen den Trend die Zahlen von der Eidgenössischen Zollverwaltung. Waren es im Jahre 2007 noch knapp 17 Tonnen Kau- und Schnupftabak, die in die Schweiz eingeführt wurden, sind es nun über 45 Tonnen. Tendenz steigend. Experten warnen Gesundheitsexperten reagieren besorgt: Thomas Beutler, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention, warnt: «Schnupfen und Tabakkauen kann, wie das Rauchen auch, zu Herz- und Kreislaufproblemen führen.» Er spricht von Trendwellen in diesem Bereich. Momentan sei das Schnupfen sehr angesagt in der Schweiz. Es gehe bei den Jugendlichen darum, es einfach mindestens einmal ausprobiert zu haben. Cornelis Kooijman von der Lungenliga Schweiz sagt: «Auch das Tabakkauen und Schnupfen ist gesundheitsgefährdend, es werden aber keine Dritten geschädigt.»