Arbeitsblatt: Arbeitsmittel der Astronomen
Material-Details
zweiseitiges Arbeitsblatt mit Lösung
Physik
Astronomie
7. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
60534
1506
3
09.05.2010
Autor/in
Stefanie Frei
Obstgartenweg 9
8617 Mönchaltorf
8617 Mönchaltorf
078 794 14 03
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Thema Astronomie, Sommer 2009 Name: _ ARBEITSMITTEL DER ASTRONOMEN Die wichtigste Information, die wir dem Licht der Sterne entnehmen können, ist die Richtung, aus der es kommt. Bei den Wandelsternen (Planeten) ändert sich die Herkunftsrichtung, bei den Fixsternen nicht. Das Licht informiert also über die Positionen der Sterne. Die zweite Information, die ein Lichtstrahl in sich birgt, besteht in den verschiedenen Helligkeiten der Objekte. Dass die Sonne viel heller strahlt als die Sterne, ist natürlich schon immer bekannt gewesen. Doch auch die unterschiedliche Helligkeit der Sterne konnte bald bei aufmerksamer Betrachtung des Himmels entdeckt werden. Schon im antiken Griechenland haben die grossen Astronomen die Sterne deshalb verschiedenen Grössenklassen zugeordnet. Diese Zuteilung wurde lange beibehalten, bis um Mitte des 19. Jahrhunderts die Spektralanalyse neue Erkenntnisse zuliess. Dabei wird das von den Sternen kommende Licht durch Glasprismen zerlegt und ein Spektrum des Lichts entsteht. Man fand bald heraus, dass man Sterne je nach Temperatur in drei Klassen einteilen konnte, die eindeutig mit den Farben zusammenhängen: Temperatur: EXPERIMENT Material: Meine Beobachtung: Meine Erklärung: Thema Astronomie, Sommer 2009 Name: _ VOM SCHATTENSTAB ZUM RIESENSPIEGEL Das einfachste und wohl älteste astronomische Beobachtungsinstrument ist der Schattenstab, auch Gnomon genannt. Damit wurde beispielsweise die tägliche Bewegung der Sonne verfolgt. Auch mit anderen, vergleichsweise einfachen Peilinstrumenten erzielten die Astronomen früher erstaunliche Ergebnisse. Heute ist die moderne Astronomie ohne Fernrohre jedoch nicht mehr denkbar. Mit ihrer Hilfe können Bilder von weit entfernten Gegenständen erzeugt werden. Im Laufe der Jahr wurden so ganz neue Erkenntnisse möglich: Planeten konnten erstmals nicht mehr nur als Lichtpunkte wahrgenommen werden, Sonnenflecken wurden entdeckt und die Milchstrasse konnte in Einzelsterne aufgelöst werden. LINSENFERNROHR Das Linsenfernrohr (Refraktor) wurde um das Jahr 1600 herum erfunden. Diese neue Erfindung breitete sich rasch aus und drang bald auch zu dem damals 45-‐jährigen GALILEO GALILEI (1564-‐1642), Professor der Physik an der Universität zu Padua. GALILEI baute das Linsenfernrohr nach und verwendete es als Erster bei astronomischen Beobachtungen. Er entdeckte u. a. vier Jupitermonde (die galileischen Monde) sowie Berge und Täler auf dem Mond. Die wesentlichen Leistungen eines astronomischen Fernrohres bestehen zum einen darin, dass weit entfernte Objekte größer abgebildet werden als bei der Betrachtung mit bloßem Auge. Zum anderen wird das Licht durch eine größere Fläche gesammelt und das beobachtete Objekt erscheint uns damit heller als bei Betrachtung mit bloßem Auge. Über Umwege konnte auch JOHANNES KEPLER (1571-‐1630) ein galileisches Fernrohr elf Tage lang testen. Im Jahr 1611 schrieb er eine theoretische Abhandlung, in der er ein Fernrohr mit zwei Sammellinsen beschrieb. Es liefert wegen seiner konvexen Okularlinsen ein seitenverkehrtes, auf dem Kopf stehendes Bild, weil die Richtung der Strahlen in der Okularlinse bezüglich der optischen Achse gespiegelt wird. SPIEGELTELESKOP Etwa gleichzeitig mit dem Linsenfernrohr kamen auch die ersten Spiegelteleskope auf. Der berühmte Physiker ISAAC NEWTON (1643-‐1727) baute um 1668 als Erster ein Spiegelteleskop, das nach ihm benannt ist. Ein Spiegel reflektiert alle Farben in der gleichen Art. Seitdem standen Linsenfernrohre und Spiegelteleskope für lange Zeit im Wettstreit miteinander. Entscheidend waren immer die jeweiligen Vor-‐ und Nachteile. Der Hauptnachteil der Linsenfernrohre bestand in den Farbsäumen der Bilder, die als Folge von Abbildungsfehlern auftraten. Der abbildende Spiegel konnte dagegen farbfehlerfreie Bilder vorweisen, was ihn der Linse überlegen machte. Später konnten durch neue Konstruktionen Farbfehler bei Linsen vermieden werden. Newton begab sich später auch auf die Suche nach neuen Legierungen für das Spiegelmaterial, da die Metallspiegel rasch oxidierten und dadurch „blind wurden. Im Unterschied zu Spiegeln war es aber bei Linsenfernrohren nicht möglich, Thema Astronomie, Sommer 2009 Name: _ den Durchmesser der Objektive wesentlich zu vergrößern. Das größte jemals hergestellte Fernrohrobjektiv mit 102cm Öffnung wurde für das Yerkes-‐Observatorium in der USA entwickelt. FERNROHR ODER SPIEGELTELESKOP? 1. Lies die Texte noch einmal in Ruhe für dich durch! 2. Sucht zu zweit die wichtigsten Informationen heraus und unterstreicht sie! 3. Vergleicht die beiden Beobachtungsinstrumente miteinander: Name / Fremdwort: Wie funktioniert das Instrument? Erfinder: Vorteile: Nachteile: (Zeichnung Beschreibung)