Arbeitsblatt: Schmetterlingsbroschüre
Material-Details
Broschüre zum Thema Schmetterling und Metamorphose.
Biologie
Fortpflanzung / Entwicklung
4. Schuljahr
16 Seiten
Statistik
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21.07.2010
Autor/in
Sandra Wüthrich
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Schmetterlinge 1 Schmetterlinge Einleitung—Raupengeschichte Einmal wohnte in einem grossen grünen p k h f ) eine kleine grüne Raupe. Die kleine ü r e Raupe wohnte gerne in dem grossen e g n ü Kohlkopf, denn es war dort schattig u n kühl, wenn die Sonne schien Es a r gemütlich und trocken, wenn der Regen l s e n e a r h r Es gab auch viel zu fressen in e m Kohlkopf. Die Raupe frass den ganzen g T lang grüne Kohlblätter. Manchmal kroch die k i e ) grüne Raupe aus dem kühlen, grossen n ü e ) Kohlkopf heraus und krabbelte auf den e u ä g e r s Aussenblättern herum. Die kleine grüne Raupe d w u grösser und grösser, bis sie keine l i e ) Raupe mehr war, sondern eine grosse, k c i Eines Tages kroch sie langsam am r s n g grünen Kohlkopf hinauf. Dort stellte sie h c ) auf und streckte den Kopf in e d Höhe als ob sie sagen wollte: „( S t h mich an, wie gross ich bin. u N will ich mich in der Welt h m s n Und sie kroch hinunter bis zur d E ) in der der grosse grüne Kohlkopf e r e v l ) war. Dann kroch sie über den e t a ) unebenen Boden. Die ganze Zeit schien e i heisse Sonne, Bienen flogen vorbei und dicke e a s w ) Käfer und zierliche Marienkäferchen. Weiter und w t r ) kroch die Raupe, bis sie sehr d ü ) war. Dann wurde sie immer langsamer u n langsamer.die Raupe war eingeschlafen. 2 Schmetterlinge Die h r a s t ) Sonne verschwand, die kalte, dunkle Nacht m k Die Bienen flogen nach Hause in e i ) Waben, die zierlichen, kleinen Marienkäferchen krochen u r e grüne Blätter, und die dicken schwarzen K r ä kuschelten sich in das lange Gras. n t e ) in der dunklen Nacht drehte sich i d Raupe um. Ihr war kalt. Wo i s ein wärmerer Platz zum Ruhen? Sie r a zu müde, um weiter zu kriechen s a bis zum Zaun. Dort rollte sie i s ) ein und spann aus feinen Fäden n m u ) rundum, rundum, rundum, rund um sich einen dicken, selbst gemachten Mantel. Als der Frühling wiederkam, die Tage sonnig und warm wurden, wachte die Raupe auf, streckte sich und schlüpfte aus ihrem Mantel. Rat einmal, was geschehen war. 3 Schmetterlinge Aufbau des Schmetterlings Es ist schwer vorstellbar, welche dramatischen Veränderungen eine Raupe in ihrer Zeit als Puppe durchläuft, bis sie als schönes Insekt, als Schmetterling, „wiedergeboren wird. Wie alle Insekten sind auch Schmetterlinge aus einem Kopf, einer Brust mit drei Beinpaaren und einem Hinterleib aufgebaut. Erst ihre mit Schuppen besetzten Flügel und der lange Saugrüssel unterscheiden sie von anderen Insekten. Bezeichne die einzelnen Teile des Schmetterlings. 1. 2. 3. 4. 5. Einzelne Teile des Schmetterlings genauer erklärt: Mundwerkzeuge Die Mundwerkzeuge der Schmetterlinge sind im Vergleich zu anderen Insekten sehr spezialisiert und abgewandelt. Ihr Mund ist, zusammengesetzt aus Oberkiefer und Unterkiefer, wie Röhrchen gebildet. Sein „Mund ist der Saugrüssel. Der Schmetterling kann nur flüssige Nahrung aufnehmen. Daher ernährt er sich hauptsächlich von Blütennektar und anderen Pflanzensäften. Ist der Schmetterling nicht am Essen oder trinken, rollt er den Saugrüssel ein. An heissen Tagen saugen Schmetterlinge auch gerne Wasser aus kleinen Pfützen. Einige Falterarten saugen auch gerne Blut aus offenen Wunden. Bei einigen anderen subtropischen Arten der Eulenfalter, die in Südostasien verbreitet sind, ist der Saugrüssel zu einem Stechrüssel umgebildet. Diese Schmetterlingsarten ernähren sich vom Blut bestimmter Säugetiere und auch des Menschen. 4 Schmetterlinge Augen Schmetterlinge haben Facettenaugen welche aus einer Unzahl von kleinen Einzelaugen bestehen. Darum sehen Schmetterlinge alles zusammengesetzt aus vielen kleinen Einzelbildern. Schmetterlinge können nicht sehr deutlich sehen und nicht alle Farben wahrnehmen, die wir sehen. Dafür sehen sie ultraviolette Muster, die für uns unsichtbar sind. Schmetterlinge können in al- Füsse Viele Schmetterlinge schmecken mit ihren Füssen. So wissen sie sofort, ob die Pflanze, auf der sie gerade sitzen, als Futter für ihre Raupen geeignet wäre oder nicht. Am ersten Fusspaar ist eine Art Bürste, mit der der Schmetterling seine Fühler säubern kann. An den Füssen sind ausserdem noch Krallen, mit denen sich der Schmetterling auf glatten Oberflächen festhalten kann. Fühler Die Oberfläche der Fühler ist dicht mit Geruchssinnesorganen bedeckt. Manche Falter können ein Weibchen schon riechen, wenn es einige Kilometer entfernt ist! Die Weibchen senden einen Duft aus, der die Männchen zur Flügel Schmetterlinge haben vier Flügel, zwei Vorder- und zwei Hinterflügel. Die Ober- und Unterseite der Flügel sind oft unterschiedlich gemustert. Wenn man die Flügel genauer anschaut, sehen sie irgendwie staubig aus. Das kommt daher, dass sie mit vielen winzigen Schuppen bedeckt sind. Diese Schuppen sind gefärbt und bestimmen so die Farbe des Schmetterlings. B.Wiedemann, Die gesamte Körperoberfläche ist mit einer Wachsschicht bedeckt, die den Schmetterling wie eine Regenjacke vor Regen schützt. 5 Schmetterlinge Metamorphose Schmetterlinge sind wahre Verwandlungskünstler. Im Laufe ihres Lebens ändern sie mehrmals ihre Gestalt, bis sie ein fertiger Falter sind, der fliegen kann. Diese Verwandlung nennt man Metamorphose. Die Verwandlung passiert in vier Schritten. 1. Ei Das Schmetterlingsweibchen legt seine winzigen Eier auf ein Blatt oder einen Baumstamm. Nach einiger Zeit schlüpft eine kleine Raupe aus dem Ei. 2. Raupe: Wenn die Raupe geschlüpft ist, denkt sie nur noch ans Fressen, um möglichst schnell zu wachsen. Die meisten Raupen fressen zuerst einmal die Reste ihres Eis, bevor sie sich an Blätter machen. Das ist nötig, weil sie später als Puppe für einige Zeit keine Nahrung mehr zu sich nehmen können. Wenn die Raupe größer und dicker wird, wird ihre Haut zu eng und platzt auf. Die Raupe streift sie ab. Das nennt man häuten. Die Raupe häutet sich vier bis fünf Mal, bevor sie sich verpuppt. 3. Puppe: Wenn sie groß genug ist, schaut sich die Raupe nach einem guten Ort um, um sich zu verpuppen. Dort häutet sie sich ein letztes Mal und zum Vorschein kommt eine harte Hülle. Die Raupe ist zur Puppe geworden. Die Raupen einiger Arten umgeben sich erst mit einer schützenden Hülle aus Seide. Von außen sieht man der Puppe kaum an, welche großen Veränderungen innen stattfinden. Die Raupe verwandelt sich in einen Schmetterling. Manche Arten schaffen diese Verwandlung in einigen Tagen, andere brauchen einige Jahre dafür. 4. Schmetterling: Wenn die Verwandlung abgeschlossen ist, zwängt sich ein fertiger Schmetterling aus der Puppenhülle. Dies ist nicht immer ganz einfach, vor allem wenn sich die Puppe in einem schützenden Kokon befand. Die Flügel des frisch geschlüpften Fakters sind noch zerknittert und weich, er muss sie ausbreiten, damit sie trocknen und hart werden. Wenn das geschehen ist, kann der Schmetterling endlich fliegen, um einen Partner zur Paarung zu finden, um selbst wieder Eier legen zu können. 6 Schmetterlinge Metamorphose Schreibe die richtigen Bezeichnungen zu den Abschnitten im Leben des Schmetterlings. Schreibe zu jedem Abschnitt eine kurze Erklärung: 1. 2. 3. 4. 7 Schmetterlinge Nahrung Die meisten Raupen fressen Blätter. Einige Arten haben sich auf eine bestimmte Pflanzenart spezialisiert. Sie verhungern lieber, als auf eine andere Pflanzenart umzusteigen. Andere bevorzugen Tierhaare, Wachs, Textilien, tote Insekten oder greifen sogar Artgenossen an. Einige Schmetterlingsarten, haben eine aussergewöhnliche Weise entwickelt, um an Nahrung zu kommen. Die Raupen produzieren eine Art Honigtau, wenn Ameisen in der Nähe sind. Die Ameisen lieben diese süsse Flüssigkeit. Wenn sich die Raupe zum letzten mal gehäutet hat, tragen die Ameisen sie darum in ihren Bau. Dort füttern sie die Raupe, weil sie sich wie eine Ameisenlarve benimmt. Die Raupe produziert immer noch die süsse Flüssigkeit, doch gleichzeitig frisst sie die Larven der Ameisen. Es gibt Nachtfalterarten, die nehmen nur als Raupen Nahrung zu sich. Als geschlüpfte Falter werden sie niemals etwas fressen, weil sie keine Fresswerkzeuge haben. Darum leben sie nur so lange, bis sie sich fortgepflanzt und Eier gelegt haben. Doch die Schmetterlinge der meisten anderen Arten können fressen und sie tun es auch. Wie du sicher weisst, lieben viele von ihnen Blütennektar. Er ist jedoch nicht ihre einzige Nahrungsquelle. Manche Arten werden von Dingen angelockt, die uns nicht sehr appetitlich erscheinen: faulende Früchte oder alte Pilze, Saft, der aus frisch geschlagenen Baumstämmen rinnt oder sogar die Augenflüssigkeit und das Blut von Tieren. Für dich sind stinkender Käse und Kot nicht gerade ein Essen für Feinschmecker? Nun, wenn du ein Schmetterling wärst, würdest du vielleicht anders darüber denken. 8 Schmetterlinge Feinde Schmetterlinge sind bevorzugte Beute von vielen Tierarten wie Fledermäusen, Mäusen und sogar Insekten, beispielsweise großen Wespen. Eidechsen mögen ebenfalls Schmetterlinge. Nicht nur Falter, sondern auch Eier, Raupen und Puppen sind eine willkommene Mahlzeit für Skorpione, Ameisen, Vögel und Insekten. Es gibt Insekten, die ihre Eier in Raupen legen. Ihre Larven leben im Körper der Raupe und fressen diese von innen auf. Diese Insekten nennt man Parasiten. Wenn die Puppe, die aus der Raupe geworden ist, später geöffnet wird, kommen die Parasiten anstatt eines Schmetterlings heraus. Schutz vor Feinden Wenn man von so vielen Tieren als Futter geschätzt wird, muss man sich Möglichkeiten ausdenken, um sich vor ihnen zu schützen. Schmetterlinge haben zahlreiche Schutzmaßnahmen entwickelt: unsichtbar durch perfekte Tarnung. Einige Raupen und Puppen haben ein besonderes Muster, das sie wie ihre Umgebung aussehen lässt. Als die Raupe oben jünger war, sah sie aus wie Vogelkot, der selbst für hungrige Vögel nicht gerade ein erstrebenswertes Mahl ist. Darum werden sie die Raupe in Ruhe lassen. wie eine Rüstung: Ein Kokon schützt die Puppe darin wie eine Ritterrüstung, sie ist schwer zu knacken. Waffen zur Verteidigung: Vögel können sich an den Raupenhaaren verletzen und werden deshalb die Raupe lieber meiden, nachdem sie einmal Bekanntschaft mit den Haaren geschlossen haben. Die Haare reizen auch die menschliche Haut, also berühre solche Raupen besser nicht. Leuchtende Farben bedeuten: Vorsicht! Ich bin ungenießbar! Das Gift in den Schmetterlingen kommt aus den Pflanzen, die sie als Raupen gefressen haben. Die Raupen speichern das Gift, das ausgezeichnet Feinde abschreckt. Ein Angriff auf die Nase: Wenn man manche Raupen anstößt, geben sie Buttersäure ab, die fürchterlich stinkt! Das vertreibt auch den größten Hunger. 9 Schmetterlinge Täuschung von Feinden: Dieser Schmetterling sieht wie eine wehrhafte Wespe aus und wird darum von hungrigen Feinden gemieden, die sich lieber ein einfacheres Opfer suchen. einen giftigen Schmetterling nachahmen. Die Feinde halten den ungiftigen aufgrund seiner Färbung für giftig und halten sich daher von ihm fern. Diese Nachahmung nennt man Mimikry. Das Hinterteil mancher Schmetterlingsarten sieht aus wie ein Kopf. Um diesen Eindruck zu verstärken, drücken sie ihren echten Kopf nach unten, wenn sie sitzen. Die Vögel werden getäuscht und greifen das Hinterteil an, das nicht so empfindlich ist. Das rettet der Raupe oder dem Falter das Leben. Erschrecken von Feinden: Wenn dieser Schmetterling bedroht wird, breitet er plötzlich seine Flügel aus und zeigt die versteckten Augen auf den Hinterflügeln, um Vögel zu erschrecken. Diese fliehen meist entsetzt. entschlüpfen: Schmetterlinge sind mit Schuppen bedeckt, die sich leicht lösen. So können sie leicht entschlüpfen, wenn sie in ein Spinnennetz geraten oder angegriffen werden. Den Feinden bleibt nur noch ein feiner Staub aus Schuppen als Erinnerung an die entwischte Beute. Auftrag: Benenne die 2 Schutzmöglichkeiten, welche du als Schmetterling anwenden würdest. Erkläre sie und sag auch, warum du ausgerechnet diese ausgewählt hast. 10 Schmetterlinge Tagfalter oder Nachtfalter? Die Schmetterlinge unterscheiden sich ganz grob in Tagfalter und Nachtfalter. Zwar kriechen sie nicht wie Ameisen und Käfer, dennoch sind Schmetterlinge Insekten. Sie bilden die Gruppe der Lepidoptera, was so viel heisst wie „geschuppter Flügel. Die meisten Tagfalter sind bunt, die Nachtfalter eher weniger. Nachtfalter haben meist dicke, haarige Körper und fedrige Fühler. Die Fühler der Tagfalter sind lang und dünn. Welcher dieser Schmetterlinge ist wohl ein Tagfalter, welcher ein Nachtfalter? Die meisten Nachtfalter sind klein, haben kurze Flügel und einen knappen Körper. Wenn sie schlafen, legen sie ihre Flügel so übereinander, dass die Vorderflügel die Hinterflügel bedecken. Ein Tagfalter, der sich ausruht, klappt seine grossen Flügel über seinem Körper zusammen. Achte an warmen Sommertagen auf Tagfalter in dieser Position. Die Fühlerspitzen eines Tagfalters laufen keulenförmig zu. 11 Schmetterlinge Lerne 23 Tagfalter kennen Gib jedem Schmetterling den richtigen Namen. Wenn du nicht weiter weisst, gibt dir deine Lehrerin einen Tipp. Admiral Schwalbenschwanz Kleines Wiesenvöglein Perlmuttfalter Blutströpfchen 2 Kohlweissling Landkärtchen Bläuling Grosser Eisvogel Schachbrett Kleiner Fuchs Tagpfauenauge Distelfalter Waldbrettspiel Aurora-Falter Trauermantel Zitronenfalter Postillon C-Falter Dukaten-Feuerfalter Apollofalter Grosses Ochsenauge 12 Schmetterlinge Kleiner Eisvogel Kleiner Eisvogel (Oberseite) (Unterseite) 13 Schmetterlinge Schmetterlingselfchen Frage deine Leherin, was du mit diesem Schmetterling machen kannst. 14 Schmetterlinge Schmetterlinge aus Filterpapier Auf eine weiße Filtertüte mit Filzstiften viele bunte Punkte malen (nur auf 1 Seite). Anschließend die Tüte mit dem schmalen Rand in einen zuvor aufgestellten großen flachen Teller mit etwas Wasser legen. Der Rand soll gerade so ins Wasser ragen, also nicht zu voll gießen und die Filtertüte nicht zu weit reinlegen. Nun kommt der schönste Teil: Die Filtertüte saugt sich langsam mit Wasser voll und dabei zieht es die Farbe auseinander. Es entstehen Farbverläufe. Anschliessend werden die Tüten sofort zum Trocknen flach auf (vorbereitetes) Zeitungspapier gelegt. Nach dem Trocknen wird die Tüte aufgeschnitten und kann nun zu einem Schmetterling weiterverarbeitet werden (auf blaues Zeichnungspapier kleben, schmalen Körper aus schwarzem Papier herstellen und in der Mitte aufkleben). 15 Schmetterlinge Schmetterlinge zum ausmalen 16