Arbeitsblatt: Das Passwort
Material-Details
Nach welchen Kriterien ein Pwd erstellt werden sollte
Informatik
Anderes Thema
8. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
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663
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12.08.2010
Autor/in
Christian Muff
Land: andere Länder
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Das Passwort Ein Passwort (oder Kennwort) dient zur eindeutigen Identifizierung. Hierzu wird eine Information benutzt, die als Ausweis dient und möglichst unverwechselbar die eigene Identität bestätigt. Vor allem durch Keylogging und Phishing wird versucht Passwörter zu knacken. Ein Keylogger zeichnet sämtliche Daten auf, die in einen Computer eingegeben werden. Die Passwörter können anschliessend über das Internet weiter vermittelt werden. Beim Phishing werden wwwSeiten gefälscht. Wenn sich der Benutzer auf so einer gefälschten Seite befindet, gibt er sein Passwort ein, welches direkt an die Drittperson übermittelt wird. Als dritte Variante können Programme eingesetzt werden, welche die Passwörter zufällig ermitteln, indem die z. B. Wörter des Dudens, häufige Kombinationen, Eigennamen einsetzen oder einfach alle möglichen Kombinationen durchgehen. 1 Einsatz von Passwörtern Häufiger Einsatz von Kennwörtern findet in der Computerwelt in Verbindung mit einem Benutzernamen statt, z. B. bei der Abfrage der Emails. Hier ist das Kennwort eine beliebige, vom Nutzer selbst gewählte Zeichenfolge. 2 Wahl von sicheren Kennwörtern Da die Länge der Kennwörter, die zur Verschlüsselung verwendet werden können, softwareseitig oft begrenzt ist, sollte man immer Zeichenkombinationen wählen, die aus seltenen Wörtern und Wortstellungen, Phantasiewörtern oder fremdsprachigen Wörtern, Anfangsbuchstaben eines Satzes, Zahlen und/oder Sonderzeichen oder noch besser Kombinationen davon bestehen. Deren Bestandteile sollten für einen gut über die Person und ihre Interessen informierten Angreifer nicht vorhersehbar sein. Eine Alternative ist es, einen Kennwortgenerator zu benutzen, wie du diesen unter dem folgenden Link findest. Das sicherste ist es, sich das Kennwort entweder gut einzuprägen. Ein relativ sicheres Kennwort könnte sein: 0aJ/4%(hGs$dfY! (16 Zeichen). Die Problematik solcher Zufallszeichenfolgen ist jedoch, dass sie schwer zu merken sind und deshalb irgendwo notiert werden. Gut geeignet ist die Verwendung der Anfangsbuchstaben eines Satzes (z. B. Ie90%dÄf7€! gebildet aus den fett hervorgehobenen Zeichen von „Ich esse 90 der Äpfel für 7 € !). Generell gilt: je länger ein Passwort, desto sicherer ist es. Werden 62 Zeichen überprüft, wobei das Computerprogramm 1 Million Tastaturanschlägen pro Sekunde macht, braucht ein Computer folgende Zeiten um alle Kombinationen durch zu rechnen: 3 Zeichen ca. 0,2 Sekunden 5 Zeichen ca. 14 Minuten 8 Zeichen ca. 53252 Stunden 10 Zeichen ca. 1179469 Wochen 12 Zeichen ca. 84168853 Jahre 15 Zeichen ca. 19104730610573 Jahre 3 Ungünstige Kennwörter Hierzu zählt man die leichtesten Kennwörter, also Wörter die einen Sinn ergeben. Einige Beispiele: • • • • • • • 4 123456 passwort God oder Gott Eigennamen Triviale Tastaturzeichenfolgen (1qay2wsx, asdf, qwert ) Vokale oder Selbstlaute (aeiou) Geburtsjahre, Geburtstage o. Ä. (1985, 5.1.1987) Befolge möglichst viele der folgenden Regeln • • • • • • • • • • Benutzen Sie ein Passwort, das aus mit mindestens acht Zeichen besteht. Ideal ist eine Kombination aus Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Wenn dabei Groß und Kleinschreibung gewechselt wird, ist das Passwort noch sicherer. Wenn irgendwie möglich, jeden Buchstaben und jede Zahl nur einmal verwenden. Ganz wichtig: Auf keinen Fall den eigenen Namen verwenden, auch nicht als Bestandteil. Auch Tricks wie den Namen rückwärts zu notieren oder die Reihenfolge von Vor und Nachnamen zu vertauschen sind viel zu gefährlich. Genau sind die Namen von Ehefrau/Ehemann, Kinder, Haustiere oder Wohnort zu verwenden. Auch Floskeln wie test, demo oder passwort kommen nicht in Frage. Sie sollten niemals ein bereits woanders oder in der Vergangenheit verwendetes Passwort erneut benutzen. Für verschiedene Zugänge sollten Sie immer auch unterschiedliche Kennwörter verwenden. Ein Passwort muss auch wirklich geheim bleiben. Speichern Sie Kennungen und Passwörter grundsätzlich nie unverschlüsselt auf der Festplatte ab. Lehnen Sie, wenn möglich, auch die automatische Speicherung der Kennwörter durch den Browser ab. Schreiben Sie kein Passwort auf. Niemals. Im Idealfall verwenden Sie keine Begriffe, die in Lexika vorkommen. Ebenso sind Begriffe aus Filmen ungeeignet. Eine Untersuchung in den USA hat ergeben, dass erstaunlich viele Konten durch Kennwörter wie Gandalf, Harry Potter oder Mirkwood gesichert sind. Ob ein Kennwort sicher ist, kannst du testen. Beispielsweise unter: aus: