Arbeitsblatt: Textgestaltung mit dem PC

Material-Details

Grundsätze für die Textgestaltung mit dem Computer. Seitenaufteilung, Einsatz von Schriften, Zeichen richtig setzen, Verpönt-Liste. Word-Dokument (anpassbar)
Informatik
Anderes Thema
9. Schuljahr
5 Seiten

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02.09.2010

Autor/in

Teacher (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Gestalten mit dem Computer Die Arbeit mit einem Textprogramm hat jede Anwenderin und jeder Anwender schnell im Griff. Aber zur Gestaltung von guten Textdokumenten gehört ein gutes Auge und viel Erfahrung. Die folgenden Grundregeln sollen helfen, ansprechende Drucksachen zu entwerfen. Grundsätze für die Textgestaltung 1. Informationen gliedern Die Informationen sollen in drei Stufen gegliedert werden. Für Titel eignen sich Grössen über 14 Punkt, Leadtext und Fliesstext wird in den Schriftgrössen zwischen 9 und 12 Punkt gesetzt. • Schlagzeile • • Leadtext (kurze Zusammenfassung oder Einführung am Anfang des Textes) Lauftext (auch Fliesstext genannt) 2. Texte gliedern Texte in kleine, überschaubare Abschnitte gliedern, mit Bildern, Zwischentiteln oder Initialen (Übergrosse Buchstaben am Anfang eines Abschnitts) auflockern. 3. Kurz und klar texten Die Leserin oder der Leser muss schnell bei den für ihn wichtigen Informationen ankommen, sonst wird abgehängt. Alles andere weglassen. 4. Informieren statt «werbetexten» Es ist wichtig, dass man klare Informationen bietet. Ein Spruch, ein Gag, oder eine Karikatur können wohl einen guten Einstieg bieten, dann aber müssen Informationen folgen und keine Sprüche. 5. An wen richtet sich die Botschaft? Je nach dem Zielpublikum unterscheidet sich auch die Gestaltung eines Dokumentes. Ist das Zielpublikum jung, darf das Dokument schreierisch aufgemacht sein, für ältere Leserinnen und Leser soll das Schriftstück klar und einfach aufgebaut sein. Crashkurs «Gestalten mit dem Computer» Seite 1 von 5 Grundsätze für die Seitengestaltung Gestalten am Computer braucht besonders viel Selbstdisziplin. Weil man am Computer alles auf Knopfdruck erreichen kann, ist die Verlockung besonders gross, eine wilde Mischung von Effekten hinzuzaubern, anstatt eine saubere Gestaltung zu erarbeiten. Daher gilt: Computereffekte ganz sparsam und gezielt einsetzen! Egal, ob es um ein Plakat, ein Flugblatt oder ein Textdokument geht: Texte und Bilder müssen auf der verfügbaren Fläche ausgewogen verteilt werden. 1. Fläche rhythmisieren Eine gut gestaltete Fläche sollte sowohl dichte wie lockere/leere Bereiche haben. Das Auge will wandern, Neues entdecken, an etwas Auffälligem hängen bleiben. Eine gleichmässig gefüllte Fläche wirkt langweilig und grau. interessant langweilig 2. Fläche nicht überfüllen Auch wenn viele Informationen anbringen will, soll die Fläche nicht überfüllt werden. Der Leser schaft vergeht sonst die LeseLust und alles, was an Informationen auf der Fläche untergebracht wurde, kommt gar nicht an. 3. Sparsam illustrieren Eine gut platzierte Illustration wirkt besser als eine Unzahl kleiner Bildchen. Bilder wirken optisch schwerer als Schrift. So drückt ein Bild am oberen Rand angeordnet auf den Text darunter. Bei mehreren Bildern sollte man sich für ein Hauptbild entscheiden, die kleineren Bilder erlauben eine wirkungsvolle Gestaltung. Eine Doppelseite ist immer als eine Einheit zu betrachten. Crashkurs «Gestalten mit dem Computer» Seite 2 von 5 4. Schriften richtig einsetzen Je lesefreundlicher das Druckerzeugnis ist, desto weniger ermüden Augen und Geist. Die Müdigkeit spielt also hauptsächlich bei längeren Textmengen eine Rolle. Bei kurzen Texten muss man auf die optische Lesbarkeit weniger Rücksicht nehmen. Doch aufgepasst, der Leser übergeht Texte, die ihm optisch zu mühselig erscheinen, dies meist unbewusst. • Wenige Schriften verwenden Am besten nur eine Schrift in verschiedenen Schriftstärken und Grössen einsetzen. • Wenige Schriftgrössen verwenden Sparsam umgehen mit verschiedenen Schriftgrössen! 3–4 Grössen reichen meistens. Die Gliederungen lieber durch klare Abstände zwischen den Textblöcken erreichen als durch zu viele verschiedene Text und Titelarten. • Sparsam mit Fettschrift, Unterstreichen, Schräg und Schattenschrift umgehen Wenn man zuviele Dinge aufs Mal hervorheben will, tritt am Ende gar nichts mehr in den Vordergrund, weil das Schriftbild zu unruhig wird. Unterstreichen mit dem Computer ist sogar verpönt, weil der Unterstreichungsstrich zu nahe an die Buchstaben kommt. Einige Informationen über Schrift Man unterscheidet grundsätzlich zwei Gruppen von Schriften, diejenigen ohne und diejenigen mit «Füsschen» (oder Serifen). Schriften ohne Füsschen Grotesk (serifenlos) Schriften mit Füsschen (mit Serifen: Antiqua) Serifenlose Schriften sind sachlicher und plakativer und werden häufig für Überschriften und Titel verwendet. (z.B. Schlagzeilen). Schriften mit Füsschen gelten als besser lesbar. Bei grossen Textmengen werden fast alles Serifenschriften verwendet (z. B. Bücher, Zeitungen und Zeitschriften). Bei der Schriftgestaltung ist es wichtig, dass Titel und Text sich genügend voneinander unterscheiden und trotzdem optisch zusammenpassen. Crashkurs «Gestalten mit dem Computer» Seite 3 von 5 5. Zeichen und Ziffern richtig setzen Im Duden finden sich unter den «Richtlinien für den Schriftsatz» einige Hinweise. Man muss jedoch beachten, dass für jedes Land andere Usanzen bestehen. • Punkt, Komma, Strichpunkt, Doppelpunkt, Frage und Ausrufezeichen Diese Satzzeichen folgen direkt nach dem letzten Buchstaben. • Anführungszeichen Verwenden Sie die richtigen Anführungs und Schlusszeichen. Verwenden Sie typografische Anführungszeichen, so genannte «Guillemets» anstelle von Zollzeichen. In Deutschland stehen sie mit der Spitze nach innen »«, in der Schweiz und Frankreich mit der Spitze nach aussen «». In Deutschland und in der Schweiz sind auch diese „Anführungs und Schlusszeichen in Gebrauch. Die typografischen Anführungszeichen werden wie folgt erzeugt: « 174 (auf dem Zahlenblock); » 175 (auf dem Zahlenblock). • Bindestrich (zu finden neben dem Punkt) In der Fachsprache Divis genannt, dient dazu, um zusammengesetzte Wörter zu verbinden. DesktopPublishing, RainbowWarrior. • Gedankenstrich – Minus [auf dem Zahlenblock]) Der Gedankenstrich (korrekt Halbgeviertstrich) wird mit einem Abstand vor und nach dem Strich dargestellt. Die weitere Verwendung des Gedankenstrichs: Streckenstrich, Hier wird kein Leerraum geschrieben: Luzern–Sursee–Zofingen–Olten. • BisStrich – Minus [auf dem Zahlenblock]) Auch hier kein Leerraum: 12–14 Uhr, Montag–Freitag • BetragsStrich Ausserdem setzen Sie diesen Strich (Halbgeviertstrich) auch ein, wenn es um Beträge im Text geht: CHF 125.– 11200.– Fr. –.50. • Gliederungszeichen, Rechenzeichen Dieser so genannte Halbgeviertstrich findet auch in Aufzählungen als Gliederungszeichen und in Rechenaufgaben bzw. bei negativen Zahlen als Minuszeichen Anwendung. –8; aber –8 C. Crashkurs «Gestalten mit dem Computer» Seite 4 von 5 Die schwarze Liste (mehr als verpönt!) Schriftgrössen unter 24 Punkt in Konturschrift (Umrissschrift) setzen: unleserlich Schattiert bei Schriften unter 24 Punkt: Schattiert, Relief, Gravur Die Funktion unterstreichen: Regenbogen Mischen von mehr als zwei Schriften Verwenden von mehr als drei Schriftgrössen. Ausweg: Mit verschiedenen Stilen arbeiten. Verwenden von sehr ähnlichen Schriften Rechtsbündige Darstellung: Das Auge findet den Zeilenanfang schlecht. Blocksatz bei schmalen Spalten: Erzeugt grosse Wortzwischenräume. Text in Grossbuchstaben: WESENTLICH SCHWIERIGER ZU LESEN Ausrichten von Text mit Leerschlägen (!!!) Das letzte Wort oder die letzte Zeile eines Absatzes auf die nächste Seite setzen (in der Typografensprache ‚Hurenkind genannt). Das erste Wort oder die erste Zeile alleine unten auf der Seite, unten in der Spalte oder oberhalb eines Bildes setzen. Dies heisst ‚Schusterjunge in der Sprache der Typografen. Mehr als drei Trennungen (an Zeilenenden) hintereinander Titelzeile trennen Sinnlose oder sinnzerstörende Trennungen: Urinstinkt, Spargelder Antiqua mit Antiqua oder Grotesk mit Grotesk mischen Text in einen Rahmen hineinquetschen: Auf genügende Abstände achten. keine Umlaute setzen: aergerlich, Uebel, froehlich Crashkurs «Gestalten mit dem Computer» Seite 5 von 5