Arbeitsblatt: Demokratie, Initiativrecht

Material-Details

Einführung in das Thema Initiativrecht
Administration / Methodik
Unterrichtsplanung
10. Schuljahr
8 Seiten

Statistik

70881
1140
5
10.11.2010

Autor/in

moni64 (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

Downloads Arbeitsblätter / Lösungen / Zusatzmaterial

Die Download-Funktion steht nur registrierten, eingeloggten Benutzern/Benutzerinnen zur Verfügung.

Textauszüge aus dem Inhalt:

Thema: Staat und Politik Unterthema: Meine politischen Rechte Unterrichtssequenz: Initiative (Mitsprache im Staat) Die folgenden zwei Unterrichtssequenzen befassen sich mit dem Initiativrecht. Die Lernenden erfahren, wie die Mitsprache im Staat aussehen kann. Nach den Sommerferien ist ein neues „Raucherreglement, an der Berufsfachschule Olten, in Kraft getreten. Die Plätze, an denen geraucht werden darf, sind massiv eingeschränkt worden. Eine Konsequenz davon ist, dass die Lernenden nur noch unter freiem Himmel rauchen dürfen und somit bei Regen nass werden. Die Missachtung der Regeln hat eine Busse von Fr. 50.- zur Folge. Lektionsziele: Die Lernenden erleben, wie das Initiativrecht umgesetzt werden kann Die Lernenden kennen das Mitspracherecht der Initiative Die Lernenden können einen einfachen Text zum Initiativrecht verstehen und wichtige Informationen daraus ableiten Zeit Inhalt Überlegungen 10 Einstieg Begrüssung Anwesenheitskontrolle Auflegen der Unterrichtsziele und kurz erläutern, was wir heute machen Die Anwesenheitskontrolle ist ein fester Bestandteil des täglichen Schulablaufs Vorwissen aktivieren Ich hänge einen Plan auf, auf dem die knapp bemessenen Raucherzonen (nicht überdacht) auf dem Schulareal eingezeichnet sind. Daneben eine Statistik Ich weiss, dass die Lernenden mit den neuen Regeln sehr unzufrieden sind. Ich möchte die Lernenden auf das Thema gedanklich einstimmen 10 Ich gebe den Lernenden einen Überblick über den Verlauf der Lektionen, damit Sie eine Vorstellung haben, wie der Unterricht abläuft mit den Busgeldern der letzten zwei Monate für „Rauchen in verbotenen Zonen. 10 5-10 Was denken Sie, weshalb wurden so viele Busen ausgesprochen? Auftrag Schauen Sie das Schulreglement Absatz: „Rauchen auf dem Schulareal, an. Markieren Sie diejenigen Stellen, die etwas darüber aussagen, wo geraucht werden darf. (EA) Schreiben Sie zwei Argumente auf, welche die Schulleitung dazu bewogen haben könnte, die neuen Raucherregeln zu erfassen (EA) Vergleichen Sie Ihre Argumente miteinander und schreiben Sie je ein Beispiel dafür auf, was veränderbar und was nicht veränderbar sein könnte. (4 er Gruppen) Kurze Einstiegsdiskussion um die Stimmung in der Klasse zu spüren Die Lernenden erkennen, dass die neuen Regeln eng gesetzt sind Den Lernenden ist bewusst, dass Verstösse gegen die neuen Regeln, unmittelbare Konsequenzen mit sich ziehen Sich mit dem aktuellen „ Gesetz auseinander setzen Sich in die Lage der „Gegenseite versetzen Sich bewusst werden, dass es „Gesetze gibt, die eventuell veränderbar sind Wir sammeln an der Wandtafel in zwei Sparten, was veränderbar ist und was auf keinen Fall veränderbar ist. Veranschaulichen der gesammelten Ideen als Grundlage für einen Entscheidungsprozess Im Klassenverband diskutieren und sich auf eine veränderbare Regel einigen. (Plenum) In einem Prozess sich auf ein Thema einigen 5 Informieren Auftrag II Vergleichen Sie die in der Tabelle aufgeführten politischen Rechte von Staatsbürgern in der Schweiz und markieren Sie diejenige, die einem Gesuch durch die Lernenden an der GIBS Olten am nächsten kommt. (Anhang I) (PA) Die Lernenden können einen Bezug zwischen Initiativrecht und Gesuch durch die Lernenden an die Schulleitung herstellen. 10 Auftrag III Lesen Sie die Information zur Volksinitiative. Stellen Sie einen Vergleich zum Antrag durch die Lernenden auf und tragen Sie ihre Resultate in die Tabelle ein. (EA) (Anhang II) Die Lernenden erfahren wesentliches über die Volksinitiative und können einen Vergleich zu ihrem Recht als Lernender aufstellen. Die Lernenden erkennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede 10 Verarbeiten Die Lernenden sollen erkennen, wie der Antrag Auftrag IIII formuliert sein muss, damit er eine Chance hat, Betrachten Sie die untenstehende Aufstellung: (Anhang angenommen zu werden. III)Schreiben Sie 2 Kriterien auf die es braucht, damit ein Antrag angenommen wird. (EA) 15 Bestimmen Sie stichwortartig, was Sie im Antrag genau formuliert haben möchten und halten Sie das schriftlich fest. (4-er Gruppe) Die Lernenden können wesentliche Punkte festlegen, die es für einen Antrag braucht 15 Auswertung Wir sammeln die Punkte im Plenum und notieren sie auf der Wandtafel auf Die Lernenden bestimmen zwei aus ihrem Kreis, welche auf nächste Woche einen ersten Entwurf verfassen Wichtige Punkte erfassen und festhalten, als Grundlage für den Antrag In einem demokratischen Prozess zwei Delegierte bestimmen (Plenum) Weiteres Vorgehen bestimmen Anhang I: 1. Vergleichen Sie die in der Tabelle aufgeführten politischen Rechte von Staatsbürgern in der Schweiz und markieren Sie diejenige, die einem Gesuch durch die Lernenden an der GIBS Olten am nächsten kommt. Referendum Ist das Recht der Bürgerinnen und Bürger, über bestimmte Beschlüsse des Parlaments an der Urne endgültig zu entscheiden. Initiative Ist das Recht des Volkes, mittels Unterschriftensammlung eine Abstimmung über eine Verfassungsänderung zu verlangen. Wahlrecht Das Recht, Personen in eine Behörde oder ein Amt zu wählen. Die Möglichkeit, selbst für ein Amt gewählt zu werden. Stimmrecht Das Recht, jeder Stimmbürgerin und jedem Stimmbürger zu einer Sachvorlage Ja oder Nein zu sagen. Anhang II 2. Stellen Sie, mit Hilfe der Information Volksinitiative, einen Vergleich zum Antrag durch die Lernenden auf und tragen Sie ihre Resultate in die untenstehende Tabelle 1 ein. (EA) Information Volksinitiative Bei einer eidgenössischen Volksinitiative verlangen Schweizer Stimmbürger eine Revision der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Damit eine Volksinitiative auf Bundesebene zustande kommt, müssen innerhalb von 18 Monaten 100000 Unterschriften von Stimmberechtigten gesammelt werden. Ist dies erreicht, so kann schliesslich – zumeist zwei bis drei Jahre später – das gesamte Schweizer Stimmvolk an der Urne zur entsprechenden Vorlage Stellung nehmen. Wie jede Verfassungsänderung erfordert auch die Annahme einer eidgenössischen Volksinitiative nebst der Zustimmung der Mehrheit der Abstimmenden ebenfalls das Ständemehr (Mehrheit der Kantone). Volksinitiativen gehen von Bürgern, Interessenverbänden und Parteien aus, nicht von der Regierung oder vom Parlament. Tabelle 1: Antrag durch Lernende Wer ist sind die Initiatoren Volksinitiative Wann kommt der Antrag/Initiative zustande? Wie lange dauert es ca., bis ein Entscheid gefällt wird? Wer entscheidet schlussendlich? Was soll geändert werden? Welche Vorteile bietet dieses Verfahren? Welche Nachteile bietet dieses Verfahren? Anhang III 1. Betrachten Sie die untenstehende Aufstellung: Schreiben Sie 2 Kriterien auf die es braucht, damit ein Antrag angenommen wird. (EA) Zusammenstellung: Anträge durch die Schülervertreter Eingereichte und besprochene Anträge davon angenommen abgelehnt Zustandegekommene Anträge: Trinken im Klassenzimmer Papierspender auf den Toiletten Wasserspender auf den Gängen Abgelehnte Anträge: 9 3 6 Pausen verlängern Individuelle Pausen einführen Späterer Unterrichtsbeginn Unterrichtszeiten am Abend kürzen Unterrichtslektionen von 9 auf 8 kürzen. (Turnen freiwillig) Abschaffung Kopiergeld Angenommen: 33%