Arbeitsblatt: Rollenspiel Kinderarbeit

Material-Details

Die Kinder bekommen eine Rolle in einer Diskussuinsrunde. Z.B. Kind, Kinderabriet Gegner, Fabrikbesitzer...
Lebenskunde
Persönlichkeitsentwicklung
6. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

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22.11.2010

Autor/in

Franziska Zürcher
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Rollenspiel: Diskussionsrunde Kinderarbeit Thema der Diskussion: Welche Lösungen gibt es, damit alle Kinder in die Schule gehen können? Oscar Du bist ein 10 jähriger Junge aus Guatemala, der Kaffeekirschen pflückt. Du kannst kaum schreiben noch lesen. Du gehst nicht mehr in die Schule, würdest aber gerne gehen. Deine Eltern sind arm und können die Schule nicht bezahlen. Du arbeitest jeden Tag von fünf Uhr morgens bis drei Uhr Nachmittags. Danach gehst du Holz suchen. Du isst zwei Mal am Tag. Manchmal hast du Hunger. Du hast fünf Geschwister. Zwei von ihnen helfen auf der Plantage. Eine Schwester macht den Haushalt und hütet die beiden kleinen Geschwister. Ihr habt Rückenschmerzen und wunde Finger von der Arbeit. Du verdienst etwa 3 Euro am Tag. Du weißt nicht, wer den Kaffee trinkt, von dem du die Früchte gepflückt hast. Ali Du bist 13 Jahre alt und kommst aus Tansania. Du hast das Glück, dass du in die Schule gehen darfst. Ihr seid 60 Kinder im Schulzimmer. Papier und Bücher gibt es nicht. Ihr lernt alles auswendig und schreibt auf Schiefertafeln. Deine Eltern hatten Lepra und wurden in eurem Dorf ausgesetzt. Zum Glück haben Hilfsorganisationen ein kleines Hospital aufgebaut und die Kranken geheilt oder zumindest die Krankheit gestoppt. Deine Eltern arbeiten so viel sie können, mit ihren Behinderungen von der Lepra her. Der Vater bringt den Armen und Kranken Essen, das er gekocht hat. Du kannst nach der Schule mit deinen Freunden spielen. Beim Holz suchen hilfst du. Am Abend sitzt die ganze Familie beieinander. Geschichten werden erzählt. Maria Elena Du bist 15 Jahre alt und kommst aus Guatemala. Du arbeitest in der Textilindustrie. Immer wieder wechselst du den Arbeitgeber (Maquilas). Diese Maquilas sind sehr streng. Wenn man nur eine Minute zu spät kommt, schlagen sie dich und geben dir den Tageslohn nicht. Aber arbeiten musst du trotzdem. Wer nicht arbeiten will, kann gehen. Es gibt genug Näherinnen. Du nähst jeden Tag nur Hemdkragen. Das fertige Hemd siehst du nie. Deine Schwester ist erst zwölf Jahr alt. Sie muss auch als Näherin arbeiten, obwohl man dazu 14 Jahre alt sein muss. Sie hat sich einfach deinen Pass ausgeliehen und arbeitet nun in einer anderen Fabrik. Du träumst von einem Land, in dem es besser ist. Du hast gehört, dass die Hemden in die Schweiz kommen. Die Schweiz ist weit weg. Du möchtest bald heiraten und dann in die Schweiz reisen. Aber da musst du noch viel Arbeiten und sparen. Andreas Binz Du bist ein 45 jähriger Politiker aus der Schweiz, der sich für die Kinderrechte einsetzt. Du hast zwei Kinder in der Oberstufe. Du forderst eine Beschränkung der Arbeitszeit auf 9 Stunden pro Tag. Jugendliche sollen erst ab 15 Jahre einer Erwerbstätigkeit nachgehen dürfen. Die Arbeitnehmer sollen 15 Tage Ferien pro Jahr haben und pro Woche nur 5 Tage arbeiten müssen. Die Arbeitnehmer sollen versichert sein gegen Krankheit und Unfall. Der Lohn von zwei Eltern muss genug hoch sein, damit die Familie sich durchbringen kann und das Schulgeld für die Kinder bezahlen kann. Die Kinder sollen bei ihren eigenen Eltern aufwachsen, nicht in fremden Haushalten dienen müssen. Rosaneli de Yurita Du bist eine 35 jährige Geschäftsfrau aus Guatemala. Du hast keine eigenen Kinder. Du bist überzeugt, dass die Arbeit den Kindern gut tut. Die Arbeit macht die Kinder selbstbewusst und erfüllt sie mit stolz. Sie helfen die Wirtschaft mitzutragen. Die Mädchen, die zum Beispiel in der Kosmetikindustrie arbeiten machen eine Veränderung durch, wenn sie Puder herstellen. Sie haben dann so ein Lächeln im Gesicht. Die Mayafrauen seine besonders gute Arbeiterinnen. Da sie sich nie wehren, gefalle ihnen die Arbeit bestimmt. Ohne Kinder würden viele Wirtschaftszweige ein Problem bekommen. Die Herstellung werde teurerer und somit würden auch die Produkte teurer für die Kunden.