Arbeitsblatt: Geschichte des Abfalls
Material-Details
Text zur Geschichte des Abfalls
Biologie
Oekologie
5. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
74675
1105
4
14.01.2011
Autor/in
educa (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Abfall Recycling Abfälle sind kein Problem, das erst in der neuen Zeit aufgetreten ist: Im Mittelalter, das ist ungefähr die Zeit zwischen 500 und 1500 n. Chr., warf man Abfälle und Exkremente (den Kot also, den wir heute in der WC-Schüssel entsorgen) einfach auf die Strasse. Da kannst du dir wohl vorstellen, dass vor allem die Städte sehr verschmutzt waren und der Gestank manchmal fast nicht mehr auszuhalten war. Erst viel später, im 18. Und 19. Jahrhundert, merkte man, dass diese Art der Abfallentsorgung ein grosses Problem war. Er löste viele schlimme Krankheiten aus. Dieser Abfall zog auch Ratten an, die dann die Pest verbreiteten. Das Trinkwasser wurde zudem verschmutzt und dies lösten die Krankheiten Typhus und Cholera aus. Die Leute im Mittelalter legten wegen des Drecks oft Bretter auf die Strassen. Das machte das Gehen auf den Wegen etwas angenehmer. Der berühmte italienische Maler und Erfinder Leonardo da Vinci (1452-1519) merkte, dass eine saubere Stadt etwas sehr wichtiges wäre. Darum organisierte er in Mailand eine Müllabfuhr. Er liess sogar Kanäle für die Transportkähne der Abfallbeseitigung bauen. Vor der Zeit der Industrialisierung bestand der Müll hauptsächlich aus Exkrementen von Menschen und Tieren, aus Lebensmittelabfällen und aus Tonoder Glasscherben. Wahrscheinlich gehörte auch die Asche von Feuerstellen zu diesem Abfall. Während der Industrialisierung wurden immer mehr Maschinen erfunden. Was früher also von Hand gemacht wurde, machten jetzt Maschinen. Man konnte also viel mehr Sachen herstellen. Das hiess aber auch, dass es mehr Abfall gab. Um mit diesen Abfallbergen überhaupt fertig zu werden, entstanden in London (GB) die ersten ‚Kehrichtöfen. Später kamen Deponien dazu. Als die Menschen nach den Weltkriegen zu immer reicher wurden, konnten sie sich auch Luxusgüter leisten. Luxusgüter sind Dinge, die wir zum Leben nicht unbedingt brauchen. Für diese Luxusgüter und auch für Lebensmittel wurden immer aufwendigere Verpackungen verwendet: • Flaschen • Alufolien • Frischhaltebeutel • Blechdosen • Kunststoffflaschen Die reiche Länder, also die Industriestaaten, standen plötzlich vor einem riesengrossen Abfallproblem. Ein normaler Haushalt war 150 Jahre zuvor mit 150 Dingen ausgekommen. Nun waren es plötzlich mehr als 20 000 Gegenstände. Z. B. Zahnstocher, elektrischer Abfall Recycling Rasierapparat, Toaster, Harrspray, elektrische Zahnbürste, Nagelfeile, Fernseher, Kleiderschrank, CD, Computer, Haarföhn, Heftklammer, Batterien, Mixer, Kühlschrank, usw. All diese Dinge gab es vor 150 noch nicht. Man hatte zwar schon am Ende des 20. Jahrhunderts Einrichten aufgebaut, um den Abfall einzusammeln und in Deponien oder auf Kompostplätzen zu entsorgen. Doch durch das Anwachsen der Bevölkerung, vor allem in den Städten, wuchs auch der Abfallberg. Es wurde immer schwieriger, genügend Deponieplätze zu finden. Fast jedes Dorf betrieb hatte seine eigene Gemeindedeponie. So landeten brennbare Abfälle und teils giftige Produktionsrückstände ungestraft in ehemaligen Kiesgruben oder in einem Waldtobel. Erst mit den Jahren merkte man, dass diese Dinge den wertvollen Boden vergifteten und auch das Grundwasser nicht davon verschont blieb. Erst seit 1990 ist es verboten, solche giftigen Abfälle zu deponieren. Leider ist das Hauptproblem unserer Gesellschaft noch nicht gelöst: In der Schweiz und weltweit nehmen der Verbrauch von Rohstoffen, der Einsatz von Energie und auch die Abfallmengen weiter zu. Viele Menschen haben genug Geld, um sich viele überflüssige Dinge zu kaufen. Sind diese Dinge nicht mehr interessant, werden sie weggeworfen, obwohl man sie noch gebrauchen könnte. Technische Geräte werden so hergestellt, dass sie nach ein paar Jahren schon kaputt gehen und man ein neues Gerät kaufen muss. Das ist nur eines von vielen solcher Beispiele. Für jeden einzelnen von uns ist es also wichtig, darauf zu achten, dass wir nicht immer gleich alles auf den Abfall werfen und sorge zu unserer Umwelt tragen.