Arbeitsblatt: Wahlverwandtschaften

Material-Details

Vom eigenen Porträt in fünf Schritten zum Porträt meines Kameraden.
Bildnerisches Gestalten
Collage / Montage
9. Schuljahr
1 Seiten

Statistik

75572
1246
3
27.01.2011

Autor/in

Georges Ammann


Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Wahlverwandtschaften Ziel: Ich erfahre, wie durch die Reduktion der bildnerischen Mittel auf den Schwarzweisskontrast eine schrittweise Überführung eines Porträts in ein anderes besonders gut möglich ist. Gestalterischer Aspekt: Helligkeit Material: Fotokopien Porträts unserer Schülerinnen und Schüler Leimstift Japanmesser Tipex Schwarzer Filzstift Verfahren: Auswahl des Ausgangs- und Zielporträts (eines ist das eigene). Beide Porträts haben ungefähr dieselbe Grösse und fotographische Schärfe. In beiden Porträts liegt eine ähnliche Lichtrichtung vor. Die Verwandlung erfolgt in fünf Schritten. Dazu bekomme ich sowohl vom Ausgangs- als auch vom Zielporträt je fünf identische Fotokopien, damit ich mit qualitativ vergleich- und kombinierbarem Material arbeiten kann. Die erste und letzte Abbildung der Reihe stellt je ein unverändertes Porträt dar. Nun wird das Ausgangsporträt so verändert, dass in der zweiten Abbildung beispielsweise die Augen der Zielfigur eingefügt werden. Die Gesichtsteile werden ganz einfach mit einem Japanmesser ausgeschnitten und mit Leimstift festgeklebt. Es ist wichtig, dass pro Schritt nicht zu grosse, zu auffallende Veränderungen vorgenommen werden. Je weniger offensichtlich die Eingriffe bleiben, desto überraschender die Ergebnisse. In der dritten Abbildung wird nun möglicherweise der Mund ausgetauscht. Dazu wird nötigenfalls auch die Haartracht etwas angepasst. Zudem müssen die Augen nochmals eingeklebt werden, da sich ein Weiterarbeiten mit Kopien von Kopien wegen der abnehmenden Kopierqualität nicht empfiehlt. Nur noch in der vierten Abbildung wird vom Ausgangsporträt her gearbeitet. Nochmals werden Augen, Mund und Haare angepasst. Zudem wird nun die Nase verändert. Eventuell muss auch die Kleidung etwas manipuliert werden. In der fünften Abbildung dient das Zielporträt als Grundlage. Hier werden Haare und Kleidung weiter verändert, so dass keine krassen „Sprünge zwischen den Bildern entstehen. Zudem muss auch auf die Anpassung der Ohren und des Halses geachtet werden. Mit weissem Tipex und schwarzem Filzstift werden letzte Korrekturen an Licht und Schatten vorgenommen. Beurteilung: Ist eine möglichst fliessende Verwandlung von einem zum andern Porträt entstanden? Ist die Art der Veränderung inhaltlich originell, innovativ, kreativ? Wurde bei der Bildwahl auf die speziellen Anforderungen an Licht und Schatten als Mittel der räumlichen Modulation und Träger der individuellen Merkmale der Gesichter geachtet? Sind die Eingriffe derart sorgfältig vorgenommen worden, dass eigentlich jeder Zwischenschritt auch als Ausgangs- oder Zielporträt verwendet werden könnte? Zeitaufwand: 2 Doppellektionen