Arbeitsblatt: Rollenspiel im sozialen Lernen
Material-Details
Thema: Konflikte
Beziehungsnetz, Konflikte innerhalb verschiedener Verbindungen, 7 Bsp. möglicher Rollenspiele dazu (für jeweils 2-3 Kinder)
Lebenskunde
Persönlichkeitsentwicklung
6. Schuljahr
4 Seiten
Statistik
76566
988
4
11.02.2011
Autor/in
Eli (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Rollenspiele im sozialen Lernen Thema: Konflikte Kollege/ Kolleginnen Freund/ Freundin Lehrer/ Lehrerin ICH Mitschüler/ Mitschülerin Geschwister Vater Mutter Man könnte mit den Kindern ein solches „Netz anfertigen. Dabei könnten sie z.B. durch die Distanz (z.B. Ich Geschwister) zeigen, wie nahe sie einer Person stehen. Ab einem gewissen Alter kann das Kind selbst entscheiden, wie seine sozialen Beziehungen aussehen. Bei kleinen Kindern entscheiden dies die Eltern. So eine Darstellung kann hilfreich sein, wenn man ein Kind mit Schwierigkeiten hat in der Klasse. Dabei könnte das Kind selbst ein solches Beziehungsnetz zeichnen. Man könnte dann schauen, wie die sozialen Beziehungen des Kindes aussehen. Oft fragt man dann die Klasse, welche Gründe es gibt, dass es zu Konflikten zwischen diesen Beziehungen kommt: Intoleranz Missverständnisse Respektlosigkeit Meinungsverschiedenheiten Ungerechtigkeit Neid Eifersucht Geld Ausgang Betrügen Lügen Lästern Situationsabhängig: Stress, Schlaflosigkeit Nachdem die SuS selbst ein Netz angefertigt haben, wird über Konflikte (mit konkreten Beispielen) innerhalb der einzelnen Verbindungen gesprochen. Auftrag: Ein kurzes Theaterspiel einproben. Das Kriterium dabei ist, dass die kurzen Szenen kein Happy End beinhalten und einen sich entwickelnden Konflikt aufzeigen. SuS verteilen Rollen untereinander, geben den Figuren Namen, überlegen sich die Szenen, üben (ca. 15min), vorspielen, besprechen, ev. Rollen innerhalb der Gruppen tauschen und noch einmal ohne vorherige Übung spielen lassen. Den Kindern werden Themen zur Verfügung gestellt. Die Beispiele dienen nur als Denkanstoss: Eifersucht, Ungerechtigkeit (3 P.) • Eine neue Schülerin kommt in die Klasse und versteht sich gut mit deiner besten Freundin. • Deine Schwester/dein Bruder bekommt zu Weihnachten tollere Geschenke als du. • • • Pärchen-Streit (2P.) Moritz möchte lieber mit Freunden weg, als mit Lisa etwas zu unternehmen. Lisa schlägt den Kompromiss vor, dass sie einfach mit ihm und seinen Freunden mitkommt, was Moritz aber auch nicht möchte. (Mögliche Gründe: Er möchte vielleicht mehr Zeit für sich, sie beklagt sich, dass er zu wenig Zeit für sie hat.) Beide sind schlussendlich wütend aufeinander und fühlen sich missverstanden. W: Versetzt werden/ Ausgegrenzt sein (3P.) Du (P1) fragst deine Freundin (P2), ob sie am Nachmittag was mit dir machen wolle. Sie sagt, dass sie keine Zeit habe und zu Hause helfen müsse. Als du am Nachmittag spazieren gehst, siehst du, dass ein anderes Mädchen (P3) mit deiner Freundin unterwegs ist. Alle werden an die Geburtstagsparty eines Mitschülers eingeladen, nur du erhältst keine Einladung. Eltern und Ausgang (2 P.) • Du möchtest am Abend mit Freunden in den Ausgang. Es folgen alle möglichen Überredungsstrategien. Trotz allem Deine Eltern lassen sich nicht dazu überreden, einzuwilligen. • Du musst mit deinen Eltern an ein Familienessen. Eigentlich hattest du dich schon mit deinen Freunden verabredet. Du musst aber trotzdem mit und hast keine andere Wahl. • Intoleranz (3P.) Zwei gute Freunde sprechen miteinander. Ein Aussenseiter fasst allen Mut zusammen und fragt die Zwei, ob sie auch seine Party kommen. Einer von ihnen gibt klar zum Ausdruck, dass er bei ihnen nichts zu suchen hat. Der Andere ist zwar nicht der Meinung seines Freundes, möchte aber nicht uncool sein und zeigt dem Aussenseiter auch die kühle Schuler. Der Aussenseiter geht schlussendlich verletzt weg. • Missverständnis (2P.) Ihr wolltet euch treffen. Beide warten schlussendlich an zwei verschiedenen Orten aufeinander. • Lästern (3P.) Ein neues Kind kommt in eure Schulklasse. Ihr tuschelt über beispielsweise die Kleidung, das Aussehen, den Geruch, das Verhalten etc. Weitere, mögliche Themen: Meinungsverschiedenheit Betrügen Lügen Geld Respektlosigkeit Arroganz Regeln fürs Theater spielen 1. 2. 3. 4. Keine Seitengespräche, während des Vorspielens Das Spiel soll sich zum Publikum richten Es soll ein Abstand zwischen den Spielenden und dem Publikum bestehen. Spielende müssen versuchen in der Rolle zu bleiben Kinder beginnen oft Seitengespräche zu führen, wenn sie nicht genug Zeit hatten, ihre Szene vorzubereiten. Eine Möglichkeit ist es, die Kinder raus zu schicken und ihnen noch etwas mehr Zeit zu geben, während man drinnen aber schon beginnt. Ein weiterer Grund für Seitengespräche ist wenn zwei oder mehrere Gruppen die gleiche oder eine ähnliche Szene vorbereitet haben. Das ist aber nicht weiter schlimm, da es trotzdem immer wieder etwas anderes ist. Es ist wichtig die Kinder dafür zu sensibilisieren. Rollenspielanalyse Fragen an die SpielerInnen wie hast du das Spiel gefunden? zu dieser Frage sollten sich zu Beginn alle äußern - warum hast du deine Rolle gewählt? wie hast du dich in deiner Rolle gefühlt? wie stark hast du dich mit deiner Rolle identifiziert? warum - welche Argumente waren besonders überzeugend? welche Erfahrungen, Einsichten, Lernprozesse hast du gemacht? Sachinformation, Diskussionstechnik,.) hast du Auswirkungen bei anderen Diskussionen bemerkt bei Dir selber oder bei anderen? was war für dich besonders interessant motivierend störend lehrreich