Arbeitsblatt: Medizinische Ethik
Material-Details
Kind als Schaden, Achtlinge
Lebenskunde
Ethik / Moral
10. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
76852
866
3
16.02.2011
Autor/in
Bernd Goldgruber
Land: Österreich
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Medizinische Ethik Kind als Schaden Kind als Schaden oder auch Wrongful life (engl. mit einem Fehler behaftetes Leben) ist ein juristisches Schlagwort, welches die juristischen Probleme um die Schadensersatzansprüche von Eltern eines behinderten Kindes beschreibt. Ausgangssituation ist meist, dass der Arzt einer Schwangeren es schuldhaft nicht erkannt hat, dass das Kind behindert zur Welt kommen wird. Nach der Geburt des behinderten Kindes nehmen die Eltern den behandelnden Arzt aus vertraglicher und deliktischer Haftung in Anspruch und begehren den Unterhalt als Schaden. Ein Problem ist oft, dass der Behandlungsvertrag meist nur mit der Mutter und nicht mit dem Vater zustande gekommen ist. Aufgrund der Grundsätze des Vertrages mit Schutzwirkung zugunsten Dritter steht jedoch dem Vater dem Grund nach auch ein Schadensersatzanspruch zu. Der ersatzfähige Schaden ist hierbei nicht das Kind als solches, da die Würde des Menschen, die aus Art. 1 GG folgt, es verbietet das Kind als Schadensposten einzuordnen, jedoch stellen die Unterhaltskosten einen ersatzfähigen Schaden dar. Hierbei ist nicht zwischen den behinderungsbedingten Mehrkosten und den Kosten für ein nicht behindertes Kind zu unterscheiden, da diese Kosten nicht teilbar seien. Ob das Kind auch einen Schadensersatzanspruch hat, bildet die Kernfrage des Problems, da, sofern man eine Einbeziehung des Kindes in den Schutzbereich des Vertrages bejaht, dies einem Anspruch auf Nichtexistenz gleichkommen würde. Bei einem rechtmäßigen Alternativverhalten hätte der Arzt die Schwangere über die Behinderungen des Kindes aufgeklärt und die Schwangere sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden. Ein Recht auf Nichtexistenz gibt es nicht, und es wäre auch mit Art. 1 GG unvereinbar. Insofern stehen dem Kind keine Schadensersatzansprüche zu. Behinderte als „Schaden: Bandion will SPÖ umstimmen Justizministerin Claudia Bandion-Ortner verteidigt ihre umstrittene Novelle zur Abschaffung der Schadenshaftung für Ärzte im Fall einer nicht diagnostizierten Behinderung von Babys in der Schwangerschaft. Sie werde weiter versuchen, den Koalitionspartner zu überzeugen, und sei im Gespräch mit anderen Ressorts bezüglich eines Fonds für Familien mit behinderten Kindern, so die Ministerin gestern im APA-Gespräch. „Also ich denke, wenn man hier eine Annäherung schafft bzw. wenn man für sozialrechtliche Begleitmaßnahmen sorgt, wird man sich auch vom Koalitionspartner zu einer Novelle überreden lassen. Hundstorfer sieht Fonds kritisch Die Schaffung dieses Fonds dürfte nicht ganz einfach werden. „Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) steht hinter dem Standpunkt von Frauenministerin Gabriele HeinischHosek (SPÖ), hieß es aus dem Büro Hundstorfers. Realpolitisch sei dessen Einrichtung nicht so schnell möglich. Der umstrittene Gesetzesentwurf sieht eine Abschaffung der Haftungspflicht für Ärzte im Fall einer nicht diagnostizierten Behinderung von Babys in der Schwangerschaft vor. HeinischHosek hatte die Novelle scharf kritisiert und ihr Veto dagegen angekündigt. Fragen: 1. Warum wurde ein behindertes Kind von österreichischen und europäischen Gerichten als Schaden eingestuft? Warum ist das makaber. 2. Sollte das so bleiben oder nicht? Wenn ja warum, wenn nein warum? Medizinische Ethik Kontroverse in den USA Wir sind, die Achtlinge! Mother of 14: Amerikas Übermutter Nadya Suleman will aus eigener Kraft für ihren Nachwuchs sorgen. Jetzt bittet sie auf einer Webseite um Spenden. Zweieinhalb Wochen nach der spektakulären Geburt ihrer Achtlinge bittet die MehrlingsMutter Nadya Suleman aus Kalifornien im Internet um Spenden für ihre Großfamilie. Wir danken für die Zuwendungen und Glückwünsche, die wir aus aller Welt erhalten haben, heißt es auf der neu eingerichteten Webseite www.thenadyasulemanfamily.com. Darauf sind Fotos der sechs Jungen und zwei Mädchen und der 33-Jährigen zu sehen, die sich als stolze Mutter von 14 präsentiert. Die am 26. Januar geborenen Babys sind alle gesund und werden täglich kräftiger, schreibt Suleman. Die Sprecher der ins Kreuzfeuer der Kritik geratenen Mutter machten keine Angaben über bisherige Spendeneinnahmen. Sie teilten lediglich mit, dass Suleman Angebote für Babykleidung und Möbel erhalten habe. Wir bekommen so viele Anrufe und Schreiben, sagte Sprecherin Joann Killeen der USZeitschrift People. Es ist schön, dass so viele Menschen ihre Schränke und ihre Herzen öffnen. Inzwischen gibt es auch Fotos der Achtlinge. Zunächst hatte die Mutter die Ärzte dazu angehalten, ihre Identität geheim zu halten. Allerdings kamen dann immer mehr Details ans Licht, unter anderem, dass Nadya Suleman bereits sechs Kinder hat alle sind das Ergebnis einer künstlichen Befruchtung. Suleman gab für alle Behandlungen rund 100.000 Dollar aus, sagte sie in einem Interview. Suleman hatte sich die Embryonen in einer Fruchtbarkeitsklinik in Beverly Hills einpflanzen lassen. Die kalifornische Gesundheitsbehörde prüft derzeit, ob der behandelnde Arzt möglicherweise seine medizinische Fürsorgepflicht verletzt hat. Amerika rechnet: Was kosten die Achtlinge den Staat? Ein Sprecher Sulemans bestätigte der Los Angeles Times, dass die Mutter für den älteren Nachwuchs staatliche Unterstützung erhält: knapp 500 Dollar monatlich an Lebensmittelmarken sowie Zuschüsse für drei ihrer Kinder, die Behinderungen haben. Die 33-Jährige versprach in einem Fernsehinterview, sie werde sich aus eigener Kraft um die Familie kümmern, ihren Universitätsabschluss nachmachen und Geld verdienen. Doch daran zweifelt selbst die Oma der Kinder öffentlich. Sie betreut ihre Enkel im eigenen Haus. Die Wahrheit ist, dass Nadya es nicht schaffen wird, 14 Kinder großzuziehen, sagte sie der Webseite RadarOnline.com. Fragen: 1. Wie stehst du zum Thema künstliche Befruchtung? 2. Sollte man einer 6 fachen Mutter erlauben, durch künstliche Befruchtung noch mehr Kinder zu haben? Was sollte immer berücksichtigt werden? Medizinische Ethik 3. Achtlinge, zu welchem Preis?