Arbeitsblatt: Fotogramm und Camera obscura

Material-Details

Theorie und Praxis fürs Fotolabor; Das Fotopapier Wie ein Bild entsteht Fotogramme Camera obscura selber bauen Mit der Camera obscura fotografieren
Physik
Anderes Thema
klassenübergreifend
10 Seiten

Statistik

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23.02.2011

Autor/in

Zumbach Petra
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Das Fotopapier 1. Das Fotopapier muss Licht aufnehmen und speichern können. Farben sind zurückgeworfenes Licht. Das Licht hat ein Farbspektrum. Die Farben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Dunkelblau und Violett sieht man, wenn man das Licht mit einem Prisma bricht. Sonnenlicht Sonnenlicht, Weiss Sonnenlicht Sonnenlicht Spalt Prisma Rot Orange Gelb Grün Blau Dunkelblau Violett aufgebrochenes Sonnenlicht 2. Genau gleich entsteht ein Regenbogen. Die Wassertropfen in der Luft brechen das Sonnenlicht, genau wie das Prisma. Dadurch entsteht ein Regenbogen in den schönsten Farben. 3. Das Fotopapier ist so gemacht, dass es nur den blauen Anteil des Lichtes aufnimmt. Im Fotolabor wird deshalb mit gelb/rotem Licht beleuchtet. Es schadet dem Fotopapier und dem unentwickelten Bild darauf nicht. Wie ein Bild entsteht Belichtung des Fotopapieres 1. In einer analogen Fotokamera wird ein Film eingelegt. Der Fotofilm wird belichtet, wenn man auf den Auslöser drückt. Für unsere Camera obscura verwenden wir direkt Fotopapier. 2. Fotopapiere sind mit einer Bromsilberemulsion (AgBr) beschichtet. Bromit (Silberbromid als fester Stoff) ist ein seltenes Gestein aus der Mineralklasse der Halogenide. Das Gestein gibt es in grüner bis gelber Farbe. Die Silberbromidkristalle sind sehr lichtempfindlich. Das wird in der Fotografie genutzt. (Foto vom griechischen Wort photos Licht und -grafie, auch Grafik kommt vom griechischen Wort graphein zeichnen) 3. Wenn Licht in ein solches Kristall gelangt wird es beschädigt. Die Emulsion auf dem Fotopapier besteht also nach der Belichtung aus mehr oder weniger stark beschädigten Silberkristallen. Enwicklung des Filmes oder Fotopapieres 4. Wenn man das Fotopapier im Labor mit chemischen Mitteln entwickelt, verwandeln sich die beschädigten Kristalle in reines, schwarzes Silber. Darum sind alle Stellen, auf die Licht gefallen ist, nach der Entwicklung schwarz. Stellen, auf welche kein oder nicht sehr viel Licht gefallen sind, bestehen immer noch aus weisslichem Silber. Man muss aber das Fotopapier noch vor dem Licht schützen. Wie man das Fotopapier im Labor entwickelt entwickeln stoppen fixieren die belichteten der Entwickler die unbelichteten und Silberkristalle wird neutralisiert unentwickelten Silber- werden sichtbar kristalle werden ausge- gemacht. waschen 2 Minuten 3 Minuten 30 Sekunden Danach folgt das Wässern alle Chemikalien werden aus dem Fotopapier ausgewaschen. 15 20 Minuten Fixieren des Fotopapieres 5. Erst nach dem Fixierbad ist das Fotopapier vor Licht geschützt. Im Fixierbad werden alle Silberbromidkristalle, die bei der Belichtung nicht beschädigt wurden, herausgewaschen. Negativ Positiv 6. Wir haben jetzt ein Fotonegativ. Mit einer speziellen Lampenvorrichtung kann man das Negativ vergrössern. Dazu nehmen wir ein frisches Fotopapier. Weil alles mit Licht gemacht wird, geschieht das Umgekehrte. An den schwarzen Stellen des Fotonegativs kommt kein Licht vorbei. Nur an den weissen Stellen strahlt das Licht durch. So wird das Negativ zum Positiv. Rechts: Fotonegativ Links: Fotopositiv Fällt dir sonst noch etwas an den beiden Bildern auf? Schaue ganz genau. Das Fotogramm Das Fotogramm ist eine gute Möglichkeit, das Fotolabor kennenzulernen. Du brauchst dazu: eine Lichtquelle Vergrösserer) Fotopapier diverse Gegenstände (feste, teildurchlässige und durchsichtige) Chemie zum Entwickeln Das Prinzip ist denkbar einfach. Die Möglichkeiten sind unendlich vielfältig. Was du daraus machst, hängt von dir ab. 1. Sammle verschiedene Gegenstände. 2. Lege die Gegenstände auf ein Fotopapier und belichte es. Die Länge der Belichtung ist abhängig vom Gegenstand. Bei einer langen Belichtung wird das Fotopapier , bei einer kurzen wird es. 3. Du kannst die Gegenstände überlappen oder mehrmals belichten. Dazwischen andere Gegenstände aufs Fotopapier legen. Du kannst Gegenstände direkt aufs Papier legen oder während der Belichtung bewegen. 4. Probiere einfach alles aus. Hier ein Beispiel Camera obscura (Lochkamera) Wie entsteht das Bild Positiv (Natur) Camera obscura Negativ (Foto) Positiv (Foto) Das entstandene Bild steht auf dem Kopf und ist seitenverkehrt. (In jeder Kamera) Es entsteht ein Negativ, das wir durch umkopieren im Labor wieder umdrehen zum Positiv. Bauanleitung 1. Zuerst muss du wissen, welche Art Kamera du bauen willst. Bei einer breiten Schachtel ist der Bildwinkel grösser als bei einer langen Schachtel. Weitwinkel normal breiter Bildausschnitt tele ( fern) kleiner Bildausschnitt 2. Schneide in der Mitte der Schachtel ein Loch aus (0.5 0.5 cm). Hier werden wir später das *Objektiv einsetzen. 3. Schneide ein Stück Blech ab (1 1 cm). Steche in der Mitte ein Loch. Ein kleines Loch: Ein grosses Loch: Camera obscura Camera obscura mit kleinem Loch: mit grossem Loch: das Bild wird scharf, das Bild wird unscharf, es braucht mehr es braucht weniger Licht längere Licht kürzere Belichtungszeit. Belichtungszeit. 4. Klebe das Blech auf die Schachtel auf. Das Loch sollte genau in der Mitte sein. 5. Als „Verschluss benützen wir ein Stück schwarzes, lichtdichtes Klebeband. 6. Für das Fotografieren muss das Fotopapier flach in der Camera obscura liegen. Dafür musst du eine Halterung aus Karton bauen. Schneide vier Kartonstreifen. Zwei Streifen 1.5 cm breit und zwei Streifen 1 cm breit. (Die Länge ist von der Grösse deiner Schachtel abhängig. Klebe die Kartonstreifen zusammen. Der dunkelgraue Karton wird an die Wand der Camera obscura geklebt (gegenüber vom „Objektiv). Der helle Karton ist die Halterung für das Papier. Das Fotopapier musst du in der Dunkelkammer zurechtschneiden. Denke daran, dass dein Papier nur 13 18 cm gross ist. 7. Jetzt fehlt nur noch der passende Deckel, damit die Kamera auch wirklich „dicht ist. Wie der Deckel aussieht, ist von Schachtel zu Schachtel verschieden. 8. Ein Beispiel: Du hast eine Schuhschachtel gewählt. normale Schuhschachtel Lösung a: verlängert Lösung b: baut zusätzlich mit Deckel den Deckel eine zweite Schachtel in der Gegenrichtung Du kannst auch andere Lösungen ausprobieren. Hauptsache die Schachtel ist dicht. 8. Wichtig: Die Kamera muss absolut dicht sein. Es darf nirgendwo Licht eindringen. Deine Kamera muss nicht schön sein, sondern funktionieren. 9. Damit du weisst, ob deine Camera obscura lichtdicht ist, kannst du ein Fotopapier einlegen (in der Dunklekammer) und die Schachtel 5 Minuten ins Tageslicht stellen. Nachher musst du das Fotopapier entwickeln, gleich wie beim Fotogramm. Wenn das Papier weiss bleibt oder gleichmässig grau wird, ist die Kamera dicht. Wenn sich das Papier schwärzt (vielleicht auch Stellenweise), dann dringt irgendwo Licht ein. Suche die Kamera ab, finde das Leck und repariere es. Fotografieren mit der Camera obscura 1. Lege im Labor das Fotopapier ein. 2. Suche ein Sujet aus. Der Ausschnitt, den du fotografierst, lässt sich ziemlich genau bestimmen. Fotobereich Blicke zuerst von der linken hinteren Ecke über die Mitte (wo das Objektiv ist). Das ergibt Strahl A. Blicke dann von der rechten hinteren Ecke über die Mitte (wo das Objektiv ist). Das ergibt Strahl B. Alles innerhalb der Geraden und wird auf dem Foto abgelichtet. 3. Wie lange du das Fotopapier dem Licht aussetzt, also belichtest ist abhängig von: a: b: c: d: Als Faustregel gilt: Erste Belichtung 2 Minuten! 4. Wenn beim Entwickeln im Labor das Bild zu hell ist, musst du das nächste Foto belichten. Falls das Bild zu dunkel wird, musst du das nächste Foto belichten. Es entsteht ein Negativ. 5. Wenn das Foto lange genug gewässert ist (minimum 15 Minuten), kannst du es trocknen und dann ein Positiv davon erstellen. Wichtig: Beim Kopieren musst du die Schichtseite vom Negativ (Bild) auf die Schichtseite des neuen Fotopapieres legen. Schicht auf Schicht. Das Negativ ist seitenverkehrt. Es wird durch das Umkopieren: a: b: