Arbeitsblatt: Rasterwinkelung und Moiré

Material-Details

Einstellung der Rasterwinkelung beim Mehrfarbendruck
Bildnerisches Gestalten
Grafik
10. Schuljahr
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09.03.2011

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Textauszüge aus dem Inhalt:

RASTERWINKELUNG UND MOIRE Beim Mehrfarbendruck treten manchmal lokale, bildfremde Farbunterschiede auf, die als regelmässige Muster über den ganzen Druck verteilt sind. Diese Erscheinung wird besonders stark in den Mitteltönen wahrgenommen und als Moire bezeichnet. Verursacht werden diese Effekte dadurch, dass Flächen, in welchen Punkt auf Punkt gedruckt wird, heller erscheinen als solche, in welchen die Punkte nebeneinander gedruckt sind. Ein Moire kann auch dann entstehen, wenn sich zwei Raster stören, das heisst überein ander zu liegen kommen. Diese Irritation kann auch auftreten, wenn ab bereits gerasterten Vorlagen reproduziert wird. Moireanfällig sind z. B. scharfe Linien- und Siebstrukturen, Fischgrat-Stoffmuster, Wellblech. Die im Mehrfarbendruck auftretenden Moireeffekte lassen sich mathematisch genau berechnen. Auf Grund solcher Berechnungen kann die ideale Rasterwinkelung zwecks Minimierung dieser Störung ermittelt werden. Der Aufwand ist aber beträchtlich. Eine übliche Rasterwinkelung für vierfarbige Arbeiten ist für Cyan 15, Magenta 75, Yellow 0, Schwarz 45. Durch geeignete Rasterwinkel kann ein Moire weitgehend vermieden werden. Bildstrukturabhängig (z. B. bei Textilmustern) kann eine Interferenz (Moiré) nie ganz ausgeschlossen werden.