Arbeitsblatt: Das Wunder von Chile
Material-Details
Ein Arbeitsblatt zur Rettung der Bergleute von Chile
Deutsch
Hörverstehen
klassenübergreifend
2 Seiten
Statistik
78680
927
2
15.03.2011
Autor/in
Schattdorf (Spitzname)
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Datum: Weekendstunde Name: Das Wunder von Chile Am 5. August 2010 waren 33 Bergleute beim Einsturz einer kleinen Gold und Kupfermine in der chilenischen AtacamaWüste verschüttet worden. Nach 69 Tagen in der eingestürzten SanJosé Mine sind sie seit dem 14.10.2010 wieder an der Oberfläche. In weniger als 24 Stunden gelang es den Rettungskräften, die Männer aus über 600 Metern Tiefe mit der Rettungskapsel Phoenix 2 zu befreien. Es passiert am 5. August: Die kleine Gold und Kupfermine San José am Rand von Copiapo in der chilenischen AtacamaWüste stürzt ein. Von den 33 Bergleuten fehlt zunächst jedes Lebenszeichen. Eine sofort angelaufene Rettungsaktion verläuft erfolglos. Helfer müssen ihre Suche abbrechen, nachdem sie durch einen Steinschlag beinahe selbst verschüttet werden. Wir sind alle am Leben Die Hoffnung, die Bergleute zu finden und lebend zu retten, schwindet. Am 12. August erklärt das Bergbauministerium, die Wahrscheinlichkeit, die Kumpel noch lebend zu finden, sei gering. Dann am 22. August geht die Sensationsmeldung um die Welt: Die Verschütteten werden knapp 700 Meter unter Tage lebend geortet. Mit einer Sonde schicken sie zwei kleine Briefe nach oben. Hier sind 33 Personen. Wir sind alle am Leben, steht auf einem Zettel, den die Männer durch einen acht Zentimeter schmalen Schacht an die Oberfläche schicken. Über eine herabgelassene Minikamera können Angehörige die Verschütteten sehen. Eine Kamera zeigt erste Bilder der Kumpel. Einen Tag später wird erstmals Verpflegung heruntergelassen. Filmausschnitt „erste Lebenszeichen Bis wann wird eine Rettung erwartet? Filmausschnitt „Rückblick Fasse die kritische Aussage zusammen, die über die Politik der Betriebsbewilligungen gemacht wird. Am 31. August beginnt die mehrfach verschobene Bohrung eines Rettungsschachts mit einem Spezialbohrer. Später startet eine zweite und schnellere Rettungsbohrung. Filmausschnitt „Sondierungsschacht Weshalb ist die Angst der Angehörigen weg? Filmausschnitt „Durchstich Wie reagieren die Bergleute, als der Rettungsschacht gebohrt wurde? Filmausschnitt „Rettung Beschreibe eine Reaktion eines geretteten Bergmannes. Datum: Weekendstunde Name: Filmausschnitt „Medienereignis Weshalb hat dieses Ereignis so viel Interesse geweckt? Audiobeitrag Als letzter Bergmann wurde in Chile der Schichtleiter wieder ans Tageslicht geholt. Er war derjenige, der die 33 Verschütteten zusammengehalten hat, als sie 17 Tage nicht entdeckt worden waren. Was trug der Schichtleiter zur Rettung bei? Welche Fragen stellen sich nach der Rettung für die Politiker in Chile oder anderen Ländern, die Minen betreiben? Als die 33 Kumpel, nach 69 Tagen aus der Grube geholt wurden, trugen sie geheimnisvolle TShirts über ihrer BergmannKleidung. Nun ist das Rätsel um diese Kluft gelöst. Auf dem Shirt prangt ein weisser Stern, umgeben von den chilenischen Nationalfarben, darüber steht «Gracias Señor – Thank You Lord», auf dem linken Ärmel ist das Logo für das «Jesus Film Project» zu sehen. Das Kleidungsstück stammt von «Campus für Christus», die Kumpel haben selber darum gebeten. Einer der Eingeschlossenen hatte von seinen Verwandten eine «JesusFilmProject»Datei erhalten, der Film dauert zwei Stunden und erzählt das Alte und Neue Testament. Der Bergmann José Henríquez Gonzalez (54) dankte in einem Brief und fragte, ob sie für ihn und seine Kumpel solche Shirts nach unten schicken könnten. Er endete mit den Worten aus Psalm 95,4: «Denn in seiner Hand ist, was unten in der Erde ist; und die Höhen der Berge sind auch sein.» Dieses BibelZitat wurde auf die Rückseite der Shirts gedruckt. Zur Anzeige wird der QuickTimeª Dekompressor ãÒ ben¶ tigt. Zum Gebet gefunden: Bohrmeister José Henriquez, ein gläubiger Mann, arbeitet seit 33 Jahren im Bergbau, tröstete die Mitarbeiter und war die gute Seele im Schacht. Abgeschieden im dunklen Verlies wendeten sich viele dem Glauben zu. So wird etwa Kumpel Ricardo Villaroel Godoy (28) zitiert: «Ich habe vorher nie gebetet, aber in der Grube habe ich gelernt zu beten. Ich habe zu Gott gefunden.» Was wäre wenn. Was würdest du alles machen, um die Zeit des Wartens gut zu nützen?