Arbeitsblatt: Schweiz 2. Weltkrieg - Die Schweiz als Igel
Material-Details
Die Schweiz während des 2.WK als Igel
Geschichte
Schweizer Geschichte
9. Schuljahr
1 Seiten
Statistik
79196
1467
4
24.03.2011
Autor/in
Nicolas Hunziker
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Die Schweiz im zweiten Weltkrieg Januar 2011 DIE ZWISCHENKRIEGSZEIT (1918 1939): Die Schweiz als „Igel Seit 1933 grenzte die Schweiz an drei Staaten, in welchen die Demokratie abgeschafft worden war (Deutschland, Italien und Österreich). In Frankreich fanden ständige Regierungswechsel statt. Die Ausdehnungsabsichten des Deutschen Reiches und Italiens wurden immer deutlicher. Die Furcht, die schweizerische Demokratie, ja sogar der schweizerische Staat könnte von aussen her zerstört werden, nahm zu. Gleichzeitig hielt die Wirtschaftskrise (Börsencrash 1929) an. Als Reaktion wurde die militärische Landesverteidigung angestrebt. Der Igel sträubt die Stacheln: Landesverteidigung auf allen Ebenen Durch grosse Rüstungsaufwendungen, etwa den Kauf von Flugzeugen und Panzern und den Ausbau der Befestigungen, wurde die Modernisierung der Armee verfolgt. Zugleich verlängerte man die Ausbildung der Truppen. Aber auch die Bevölkerung musste überzeugt werden, dass die Schweiz in den jetzigen ungünstigen Verhältnissen eine Existenzberechtigung und eine Überlebenschance hatte. Man sprach von der „geistigen Landesverteidigung. Diese Bemühungen fanden ihren Höhepunkt in der Schweizerischen Landesausstellung in Zürich 1939, an welcher die Leistungen und Besonderheiten der Schweiz hervorgehoben wurden. In manchen Bereichen war diese Darstellung einseitig. So wurde das Leben auf dem Land sehr ausführlich, jenes in der Stadt praktisch nicht behandelt. Von Problemen und offenen Fragen, etwa der Lage der Berufstätigen Frauen (geringe Entlöhnung usw.), war wenig die Rede. Anderseits waren Zustandekommen und Gestaltung der „Landi eine Leistung, die man unter den schwierigen Umständen nicht erwartet hatte. Der psychologische Erfolg war gross. Die verbesserte wirtschaftliche Lage auf der einen, die zunehmende aussenpolitische Bedrohung auf der anderen Seite vermittelte das Gefühl, man gehe zwar schwierigen Zeiten entgegen, werde diese aber meistern können. Fragen zum Text: 1. Wovor sollte die militärische Landesverteidigung beschützen? Die Schweiz im zweiten Weltkrieg Januar 2011 2. Wovor sollte die geistige Landesverteidigung beschützen? 3. Warum wurde wohl das Leben auf dem Land mehr gewichtet als das Stadtleben? Aus der Radioansprache des Bundespräsidenten Philipp Etter, 23. Februar 1939: „Wie cha si die schwizerisch Schueljugend Dienst vom Vatterland stelle? . Was chönd ehr, mini liebä Schwizerbuebe und Schwizermeitschi, jetzt scho für Heimat und fürs Vatterland tue? . Ich weiss, dass under eu Buebe keine isch, au nöd en einzige, wo sich nöd freut druf, spöter einisch Soldat wärde und als Soldat mit dr Waffe dr Hand Heimat und Vatterland verteidige! . Und jetzt, mini liebe Schwizermeitschi, möchte au eu no es bsunders Wort richte. Ehr wärdid einisch nöd, wie Buebe, em Land als Soldate chönne diene. Aber eu wartet en Ufgab, die nöd weniger stolz und schön isch als die vom ene Soldat. Ehr wärdid einisch Fraue und Müettere si. Tüend eu, mini liebä jungä Schwizerinnä, jetzt scho vorbereite druf, einisch gueti Fraue und Müettere wärde. Lehrid alles, was nötig isch für Füehrig vom ene Hushalt: lisme, büeze, choche, Chinderpfläg und Chrankepfläg! Fragen zur Quelle: 1. Welche Absichten verfolgt Etter mit seiner Ansprache? 2. Welche Aufgaben weist Etter den Knaben und welche den Mädchen zu? 3. Zusatz: Stelle dir vor, die Ansprache wäre an dich gerichtet gewesen. Was denkst du darüber? Wie beurteilst du die Haltung Etters aus heutiger Sicht?