Arbeitsblatt: Basler Herbstmesse
Material-Details
Text
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt
Gemischte Themen
8. Schuljahr
1 Seiten
Statistik
79856
963
2
05.04.2011
Autor/in
Eva Spini
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Aufgabe: Finde die richtige Reihenfolge des Textes zur Herbstmesse und suche die passenden Überschriften zu den Kapiteln. Ein anderer, leider völlig verschwundener Brauch ist das Messwünschen. Wenn man früher nach dem Einläuten der Messe einem guten Freund oder einer guten Freundin mit dem Ausruf Kromet! (von kramt mir) zuvorkam, so musste der oder die so Überraschte dem Schnelleren ein Geschenk machen. Die Herbstmesse ist nicht gerade eine junge Erfindung. Sie geht zurück auf den 11. Juli 1471, als Kaiser Friedrich III. den Baslern das Recht erteilte, pro Jahr zwei Messen abzuhalten, eine im Frühling und eine im Herbst. Während die Frühlingsmesse schon im Jahre 1494 aufgegeben aufgegeben wurde, spielt die Herbstmesse bis heute eine wichtige Rolle im Messekalender. Vorallem früher, als Messen sehr wichtig waren als Treffpunkte und Händler und Gäste aus aller Welt nach Basel brachten. Nebst dem Handel mit Waren war aber schon immer auch das Vergnügen ein wichtiger Teil der Herbstmesse. Schon seit je her waren solche Jahrmarktveranstaltungen bei der basler Bevölkerung sehr beliebt, wie man auch aus den Beschreibungen rund um die Kirchweihfeste den Kilben entnehmen kann. Und so erstaunt es nicht, dass auch in Basel auf der Herbstmesse die typischen Vergnügungen angeboten wurden. So staunten die Basler im Jahre 1710 über einen seltsamen Artisten ohne Hände und Füsse oder im Jahre 1767 über einen Chinesen, der durch einen Zuschauer seinen Partner enthaupten liess und ihm danach den Kopf wieder aufsetzte. Ebenfalls für Aufsehen sorgte im Jahre 1861 ein junger Riese von 2.28 Meter Körpergrösse, der auf seinem Rücken ein Artilleriegeschütz abfeuern liess. Wie auch heute gab es nicht nur einen Platz, wo die Messe stattfand, und ebenfalls nichts Neues ist es, dass es ständig Änderungen bei den Standplätzen gibt. So war zwischen 1821 und 1876 der Münsterplatz das Zentrum der Warenmesse mit seinen Buden, die dann aber in Folge auf den Petersplatz verlegt wurden, weil sie den Schulbetrieb des Gymnasiums am Münsterplatz störten. Die Herbstmesse wird traditionell seit alters her durch das Läuten des Messglöckleins eingeleutet. Früher oblag dies dem Siegristen der ältesten Pfarrkirche in Basel, der St. Martins,kirche, der für diese Aufgabe jeweils ein Paar Handschuhe erhielt, einen für das Einläuten und einen für das Ausläuten der Messe. Heute wird das Messglöcklein noch immer geläutet, aber unter der Führung der Denkmalpflege. Und noch heute ist die erste Fahrt nach dem Einläuten für die Kinder gratis. Ein anderer Brauch, der aber noch sehr lebendig ist, ist das Verteilen eines Messbatzen an Kinder, Grosskinder oder Patenkinder, welcher dann an der Messe in Süssigkeiten oder dergleichen angelegt werden kann. Überschriften Die 533. Herbstmesse in Basel Wie begann es mit der Herbstmesse? Waren und Vergnügen Traditionen und Besonderheiten