Arbeitsblatt: Domestikation der Wildtiere - Schwein

Material-Details

Text und Arbeitsanweisung zum Erstellen eines Plakats in Gruppenarbeit
Biologie
Anderes Thema
5. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

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1038
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28.05.2011

Autor/in

Simone Blessing
Land: andere Länder
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Vom Wildschwein zum Hausschwein Einst vor ewigen Zeiten, als der Mensch noch nicht sesshaft war, statt dessen noch als Jäger und Sammler durch die Gegend zog, musste er alles Erforderliche für seinen Lebensunterhalt der Natur entnehmen. So ein Wildschwein war in jenen Zeiten eine willkommene Beute und stopfte als Mahlzeit viele hungrige Mäuler. Später im Verlauf der Sesshaftwerdung erkannte der Mensch sehr schnell, dass eine Domestizierung des Wildschweins zum Hausschwein viele Vorteile mit sich bringen würde. Unter anderem spielte hier sicherlich die sehr begrenzte Haltbarkeit von tierischen Produkten eine wesentliche Rolle. So ein Hausschwein stellte einen stetig verfügbaren Frischfleischvorrat dar und brauchte nicht erst mühsam aufgespürt, verfolgt und erlegt werden. Wie die Domestikation des Hausschweins vor sich ging, ist nicht eindeutig geklärt. So ist es zumindest nicht völlig auszuschließen, dass Wildschweine als Resteverwerter von allein die Nähe des Menschen suchten. Auch heutige Wildschweine suchen mitunter Kleingartenanlagen auf, um in Komposthaufen zu wühlen und Kleingärten zu verwüsten. Würde der Mensch dieses Verhalten von Wildschweinen wohlgesonnen betrachten, könnten Wildschweine möglicherweise von Generation zu Generation zutraulicher werden und sich von alleine dem Menschen anschließen. Erst als die Menschen sesshaft wurden, konnten sie durch ihre zunehmende Kultivierung Wildtiere, also auch Schweine, zähmen und in Rotten oder einzeln halten. Ab 4000 v. Chr. wurden in Mitteleuropa Wildschweine gezähmt. Das Schwein diente dabei als lebender Fleischvorrat und als Opfertier. Durch Handel verbreiteten sich in vorgeschichtlicher Zeit domestizierte Schweine über viele Teile der Erde. Während dieser Zeit hat sich das Aussehen der Tiere durch züchterische Maßnahmen stark verändert (das Hausschwein hat z.B. ein zusätzliches Rippenpaar ). Sein Verhalten hat sich im Vergleich zum Wildschwein aber nicht verändert. Gleich ob Wildschwein oder Hausschwein, um sich richtig sauwohl zu fühlen, muss für Schweine die Gelegenheit bestehen, sich ab und an im Schlamm zu suhlen. Im Gegensatz zu den Verhaltensweisen von kleineren menschlichen Ferkeln, dient bei den Wildschweinen diese Verhaltensweise nicht dazu die Mutter zu verärgern, sondern der körperlichen Hygiene und zum Teil wohl noch der Wärmeregulierung in den Sommermonaten. Nach dem der Schlamm auf dem Fellkleid getrocknet ist, suchen Wildschweine einen in der Nähe der Suhle gelegenen Malbaum auf. An diesem Malbaum scheuern sich die Wildscheine die getrocknete Schlammschicht wieder ab. Zusammen mit der Schlammschicht werden dabei in der Schlammschicht eingetrocknete Parasiten mit entfernt. Das Schwein wird seit Jahrtausenden als Nutztier zur Erzeugung von Fleisch gehalten. Darüber hinausgehend wurde das Schwein in der Antike von den alten Griechen zu Ehren ihrer Mutter und Fruchtbarkeitsgöttin Demeter geopfert und von den alten Germanen als heiliges Tier verehrt. Letzteres trifft zumindest auf den männlichen Part des wilden Schweins zu. In der Neuzeit werden Mastschweine zu Millionen in der industriellen Landwirtschaft gehalten, um die Nachfrage der Bevölkerung an Schweinefleisch zu decken.