Arbeitsblatt: Wasservögel
Material-Details
Texte zu verschiedenen Arten
Biologie
Anderes Thema
3. Schuljahr
5 Seiten
Statistik
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06.06.2011
Autor/in
Margrith Wernli
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Kormoran Merkmale: Schwarz mit grünlichem Schimmer und weissem Gesichtsfleck; kräftiger, hakenförmiger Schnabel; zur Brutzeit weisslicher Kopf und weisser Fleck an den Schenkeln; sitzt in aufrechter Haltung; beide Geschlechter gleich. Der schwarze Vogel, früher Seerabe genannt, ist ein perfekter Taucher und Fischer. Kormorane fischen oft gemeinsam; dies garantiert einen höheren Jagderfolg. Jeder Vogel frisst etwa 500 Fisch pro Tag. Häufig sehen wir die Kormorane mit ausgebreiteten Flügeln auf Bojen und Mauern sitzen. Beim Tauchen werden die Schwingen nass, sie müssen getrocknet werden. Zwar besitzen die Kormorane auch eine Bürzeldrüse zum Einfetten des Gefieders, doch werden die Flügel wegen der grossen Abstände zwischen den Federstrahlen nass. Diese Federstruktur ist zum Tauchen wichtig, die Vögel hätten sonst unter Wasser zuviel Auftrieb. Er hat einen stromlinienförmigen Körper und kräftige Ruderfüsse. Reiherente Merkmale: Am Hinterkopf des Erpels hängt ein Federbusch herab, seine weisse Brust sticht vom sonst dunkeln Gefieder ab; im Schlichtkleid (Juni bis August) ähnelt er, wenn auch etwas dunkler gefärbt, der Ente, die einen kleineren Federbusch hat; beide zeigen im Flug die weissen Flügelbinden. Sie ist unsere häufigste Entenart. Die geselligen Vögel nisten am Ufer von Seen und Weihern, wo sie in Schilf, Brennesseln und anderem Bewuchs Schutz finden. Sie tauchen tiefer als Tafelenten und ziehen tierische Nahrung vor. Graureiher Merkmale: Oberseite grau; dunkelgraue Schwungfedern; schwarze Haube; buschiger Brustschild und kräftiger gelber Schnabel; fliegt meist mit nach hinten gestreckten Beinen und eingezogenem Kopf; Geschlechter gleich. Wie ein grosser grauer Wächter steht der Graureiher im seichten Wasser oder auf Feldern, stets bereit, unvorsichtige Beutetiere wie Mäuse oder Fische blitzschnell zu packen. Bei den Fischen bevorzugt er die kleineren, die er ohne Mühe kopfvoran ganz verschlingen kann. Für die Nahrungssuche fliegt er bis zu 20 km weit. Er jagt fast nur bei Tag, an verschiedenartigen Gewässern oder im offenen Kulturland. Der Graureiher kehrt stets zum gleichen Nistplatz zurück. Unter seinen zahlreichen, krächzenden und würgenden Lauten ist ein lautes, raues Kronk der häufigste. Stockente Merkmale: Erpel mit schillernd grünem Kopf, weissem Halsband und purpurbrauner Brust; im Schlichtkleid (Juli-September) ähnlich braun gefärbt wie Ente, nur dunkler; beide mit blau schillernden Flügelspiegeln. In Parkteichen und anderen Gewässern sehen wir Stockenten häufig, den Erpel mit dem schillernd grünen Kopf und dem weissen Halsring und die schlichte Ente. Sie gibt laute quakende Töne von sich, der Erpel ruft gedämpfter und höher kwok oder kwak. Höckerschwan Merkmale: Weisses Gefieder; orangefarbener Schnabel mit schwarzem Schnabelgrund und Höcker (beim Weibchen weniger ausgeprägt); langer, meist S-förmig gebogener Hals; beim Flug pfeifendes Geräusch; beide Geschlechter gleich. Höckerschwäne leben wie alle Gänsevögel in Dauerehe und strecken im Flug den Hals geradeaus. Bekannt ist ihre Drohstellung mit S-förmig gebogenem Hals und über den Rücken hochgezogenen Flügeln. Teichhuhn Merkmale: Rotes Stirnschild, das bis auf den Schnabel reicht; weisse Unterschwanzdecken und Flankenlinie; lange, grüne Beine; wippt beim Schwimmen und im Laufen beständig mit dem Schwanz; beide Geschlechter gleich. Das Teichhuhn ist an reich bewachsenen Gewässern recht häufig anzutreffen. Wenn es bei Gefahr untertaucht, hält es sich unter Wasser, indem es die Luft aus dem Gefieder und den Luftsäcken presst und Wasser tritt. Nur der Schnabel ragt dann noch wie ein Schnorchel über die Wasseroberfläche heraus. Teichhühner nisten am liebsten im Dickicht am Rande von Tümpeln, Teichen oder Flüssen. Sie verteidigen ihr Revier geradezu eifersüchtig. Bei ihren wilden Kämpfen im Wasser brechen sich die Männchen gelegentlich auch einen Zeh oder renken sich den Fuss aus. Wie viele Wasservögel fliegt das Teichhuhn nicht sehr kraftvoll. Nur schwer hebt es sich unter heftigem Flügelschlagen und Wassertreten vom Wasser ab. Beim Schwimmen, aber noch mehr auf dem Trockenen, bewegt es sich ruckartig und zuckt dabei mit dem Schwanz, so dass die weisse Zeichnung unter den Schwanzfedern aufleuchtet. Dank den langen Zehen kann es sich auf Schwimmblättern fortbewegen. Seine krächzenden, recht flüssigen Rufe lauten kurruck und kittick Zwergtaucher Merkmale: Im Sommer Rücken dunkelbraun, Brust, Hals und Wangen tief kastanienbraun, kleiner gelblicher Fleck beidseits am Schnabelgrund; im Winter insgesamt heller; beide Geschlechter gleich; laut trillernde Rufe. Dieser kleinste Taucher brütet an Seen, Teichen und langsam strömenden Flüssen. Zur Brutzeit ist er auf naturnahe Gewässer mit störungsarmen, mit Röhricht bewachsenen Ufern angewiesen. Meistens ist er in der dichten Pflanzenwelt verborgen. Der geradlinige Flug des Zwergtauchers ist kraftlos. Den dabei ausgestreckten Hals lässt er weit unter die Körperachse durchhängen, und die Beine zieht er nach. Vom Wasser hebt er sich nur schwer ab, schwimmt und taucht dafür aber umso geschickter. Am Land ist er recht unbeholfen und verlässt deshalb das Wasser fast nie. Die kaum geschlüpften Jungen können schon schwimmen. Sie kriechen den Eltern auf den Rücken und verstecken sich dort, sobald sie den Warnruf Wuitwuit hören. Tafelente Merkmale: Erpel mit kastanienbraunem Kopf, schwarzer Brust, grauem Körper; die Ente ist braun mit hellem Fleck am Schnabelgrund ;Erpel im Schlichtkleid (Juli-September) ähnlich der Ente, aber grauer im Rücken. Tafelenten tauchen selten nur den Vorderkörper ins Wasser, sondern holen sich meist ihre Nahrung wie alle Tauchenten vom Grunde der Gewässer in Tiefen von 510 m. Ihre zum Schwimmen und Tauchen bestimmten Beine sitzen weit hinten am Körper. Sie gehen deshalb schwerfällig und halten sich selten an Land auf. Bei Gefahr schwimmen sie lieber weg, denn wenn sie auffliegen wollen, müssen sie, wie alle Tauchenten, erst auf der Wasseroberfläche einen Anlauf nehmen. Sind sie erst in der Luft, dann fliegen sie schnell und meist in dichten Gruppen. Kolbenente Merkmale: Erpel mit orangerotem, buschig dickem Kopf und korallenrotem Schnabel, Hals und Unterseite schwarz; Ente bräunlich mit weissgrauen Wangen, die sich scharf von der dunklen Kopfplatte abheben, Schnabel dunkelgrau; ruft knarrend körr. Mit dem leuchtend roten Schnabel und dem orangefarbenen Kopf wirken die Männchen der Kolbenente recht exotisch. Haubentaucher Merkmale: Im Brutkleid zweispitzige Federhaube und kastanienfarbene Krause an den Kopfseiten; langer weisser Hals, ist in geduckter Sitzstellung oft nicht zu sehen; beide Geschlechter gleich; Stimme: ein lautes Köck-köck oder ein knarrendes Ärrr. Der mit seinem schlanken, weissen Hals und dem bunten Kopfputz vornehm wirkende Haubentaucher ist eine Zierde unserer Seen und langsam fliessenden Flüsse. Er ist ein Fischfresser. Beim Brüten auf dem Schwimmnest im Schilf wechseln sich die Eltern alle drei Stunden im Nest ab. Schon wenige Stunden nach dem Schlüpfen verlassen die kaum faustgrossen Jungen mit den Altvögeln das Nest. Sie können wohl schon gut schwimmen, ermüden aber bald und werden leicht nass. Die Jungen verkriechen sich dann gerne im Federkleid der Eltern und lassen sich tragen. Sie werden sogar beim Tauchen mit unter Wasser mitgenommen, erscheinen allerdings meist schon nach kurzer Zeit wie Korken auf der Wasseroberfläche. Blesshuhn Merkmale: Schwarz bis auf das weisse Hornschild auf der Stirn und die schmale, helle, im Flug sichtbare Flügelbinde; das Hornschild ist beim Männchen grösser, sonst Geschlechter gleich. Das Blässhuhn ist an fast allen Seen, langsam fliessenden Gewässern, Teichen und in Sümpfen zu finden. Die angriffslustigen Vögel mit ihrem ausgeprägten Reviersinn gehen oft zänkisch aufeinander los; es kann vorkommen, dass diese Kämpfe blutig ausgehen. Stösst ein Greifvogel auf eine Gruppe Blässhühner nieder, rennen sie flügelschlagend über die Wasserfläche ins nächste Röhricht und lassen eine Sprühwolke hinter sich. Den Namen haben sie von der weissen Stirnblesse, die sich scharf vom schwarzen Gefieder abhebt sind auf dem Wasser äusserst wendig und können bei Gefahr wie Teichhühner mit dem Körper ganz untertauchen, so dass nur noch der Schnabel herausragt. Lachmöwe Merkmale: Im Prachtkleid mit schokoladebraunem Kopf; Rücken grau; Flügel mit weissem Vorderrand und schwarzer Spitze, übriges Gefieder weiss; Beine und Schnabel rot; Jugendkleid fleckig braun-weiss mit brauner Schwanzbinde; beide Geschlechter gleich. Die Lachmöwe, nach den flachen stehenden Binnengewässern (Lachen) benannt, an denen sie nisten kann, brütet in der Schweiz in Verlandungszonen von Seen und Teichen, in Riedgraswiesen am Rand grösserer Schilfbestände und auf kleinen, bewachsenen Inseln. Lachmöwen fressen besonders gerne Regenwürmer. Mancher Landwirt hat sich deshalb schon Sorgen um die Regenwurmfauna gemacht, wenn sich die Möwen auf dem frisch gepflügten Feld gleich scharenweise über sie hermachen.