Arbeitsblatt: asiatische Küche

Material-Details

asiatische Küche Vietnam, China, Thailand, Japan
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt
Gemischte Themen
9. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

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1875
22
19.06.2011

Autor/in

Sarah Egli
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Asiatische Küche Asien ist nicht nur der größte Kontinent, sondern auch ein Kontinent mit zahlreichen köstlichen, hoch entwickelten Küchentraditionen. Unter asiatischer Küche versteht man meist die Kochtraditionen in den Ländern Ost- und Südostasiens: Die unterschiedlichen Küchentraditionen in China und Japan, Thailand und Vietnam. In der asiatischen Küche ist Reis das absolute Grundnahrungsmittel. Fisch und Meeresfrüchte sind allgemein beliebt, und natürlich verzehrt man auch Gemüse und Obst in reicher Vielfalt. Bei der Zubereitung der Lebensmittel dominieren relativ schonende Kochmethoden wie Dünsten oder Dampfgaren. Die Vielfalt von Gewürzen und Würzsaucen, die zum Teil brennend scharf sein können, ist ebenfalls charakteristisch für die asiatische Küche. Thailändische Küche Thailand ist sehr fruchtbar. Reis, exotische Früchte, viel Gemüse und Kräuter gedeihen im tropischen Klima bestens. Die langen Strände und viele Inseln sind nicht nur Touristenattraktionen, sie sind auch der Grund dafür, dass Fisch und Meeresfrüchte in der Thai-Küche eine wichtige Rolle spielen. Aber auch Geflügel, Rind und Schwein werden sehr geschätzt. In Thailand wird oft und gern auch zu Hause mit Familie und Freunden gegessen. Vorspeisen, Suppen, verschiedene Hauptgerichte, Würzsaucen, Dips und Reis — alle Gerichte kommen gleichzeitig auf den Tisch, und man probiert von allem, wie und worauf man gerade Lust hat. Die Gerichte sind sehr raffiniert gewürzt, ausgewogen, leicht und gesund. Nudelgerichte werden mit Stäbchen, alle anderen Gerichte mit Löffel und Gabel gegessen. Ein Messer auf dem Tisch ist unschicklich, daher kommen die Gerichte immer klein geschnitten auf den Tisch. Häppchen darf man auch von Hand essen, dann aber nur die rechte Hand benützen, die linke Hand ist hier strikt tabu! Vietnamesische Küche Neben China hat auch Frankreich die vietnamesische Küche beeinflusst. Von den Chinesen haben die Vietnamesen den Wok, das Essen mit Stäbchen und das Zerkleinern der Speisen in mundgerechte Häppchen übernommen. Die klimatischen Bedingungen des Landes führten zur Entstehung einer nord-, mittelund südvietnamesischen Regionalküche. Gemeinsam haben sie die Vorliebe für vegetarische Gerichte, da in Vietnam viele Buddhisten leben. S.W. Im Norden werden Reisnudel- und Rindfleischgerichte bevorzugt, die Mitte Vietnams wurde von der königlichen Tradition geprägt, hier wird üppig aufgetischt, die abwechslungsreichen Speisen werden alle gleichzeitig serviert. Südvietnam hat einen grossen Reichtum an Gemüse und exotischen Früchten wie Mangos, Guaven, Lychees, Drachenfrüchte oder Kokosnüsse. Viele Gerichte sind pikant, Chili wird oft und gerne verwendet. Aber es gibt auch Einheit in der Vielfalt: Reis und Reisnudeln isst man überall. Fleisch spielt in Vietnam eher eine untergeordnete Rolle, während Fisch und Meeresfrüchte die Küche stark geprägt haben. Reis und Reisnudeln bilden die Grundlage vieler köstlicher Gerichte. Chinesische Küche Die chinesische Küche ist so vielseitig wie das Land selbst. Es gibt keine einheitliche nationale Küche, sondern verschiedene Regionalküchen. Den gemeinsamen Nenner gibt es dennoch: Auf die Harmonie von Aroma, Farbe und Geschmack wird grösster Wert gelegt. Um die berühmte Harmonie in den Gerichten zu erreichen, folgen chinesische Köche und Hausfrauen den Prinzipien von Yin und Yang, die auf Ausgewogenheit und Balance, aber auch auf Kontrasten basieren. Diese Prinzipien bilden auch die Grundlage für gesundheitsfördernde Kriterien bei der Auswahl der Gerichte und ihrer Zubereitung, ein ausgewogenes Verhältnis von Stärkebeilagen, Fleisch und Gemüse ist dabei sehr wichtig. Typisch ist auch, dass Milchprodukte in China weitgehend gemieden werden — die Laktoseintoleranz ist weit verbreitet. Die Zutaten sind naturbelassen und behalten dank der kurzen Garzeit viele Vitamine. Die Gerichte werden in mundgerechten Häppchen serviert — eine Voraussetzung, um sie mit Stäbchen zu essen. Meist kommt bei den Mahlzeiten die ganze Familie zusammen. Gegessen wird an runden Tischen, die Speisen werden fast alle gleichzeitig aufgetragen und auf einer Drehplatte in der Tischmitte angeordnet. Sämtliche Gerichte werden miteinander geteilt. Oftmals schliesst eine Suppe die Mahlzeit ab. Japanische Küche Sushi haben Japans Fischköstlichkeiten weltbekannt gemacht. Fisch und Meeresfrüchte, aber auch Algen und Seetang nehmen zusammen mit Reis die zentralen Rollen in der japanischen Küche ein. Sojasauce, eingelegter Ingwer und der sehr scharfe japanische Meerrettich (Wasabi) setzen geschmackliche Akzente. Weltbekannt ist ebenfalls die berühmte Miso-Suppe. Miso ist eine Paste aus Sojabohnen, die mit Dashi (Fischsud) zu einer Suppe aufgekocht wird. Tofu und Gemüse bereichern die leichte Suppe. Diese wird direkt aus der Schale getrunken, die Einlage mit den Stäbchen herausgefischt — Schlürfen ist durchaus erlaubt. Die Miso-Suppe wird zu allen Mahlzeiten gegessen, also auch zum Frühstück. Der Konsum von Fleisch war in Japan viele Jahrhunderte lang verboten. Erst seit 1850 wird Rindfleisch gegessen, Schweinefleisch erst seit knapp hundert Jahren. Sehr beliebt ist heute die japanische Version des Fondue chinoise: Shabu Shabu. Der Qualität der Nahrungsmittel wird grösste Bedeutung beigemessen. Die japanische Küche ist leicht, vitaminreich und gesund. S.W. Dem Anrichten wird grosse Aufmerksamkeit geschenkt, ebenfalls der Wahl des Geschirrs. Dieses soll möglichst abwechslungsreich und auf die Gerichte abgestimmt sein. Ein ganzes Service mit demselben Muster gilt als langweilig. Die Gerichte werden alle zusammen serviert, gegessen wird mit Stäbchen, wobei man Sushi auch von Hand essen darf. Zu den Mahlzeiten wird fast immer Grüntee gereicht. S.W.