Arbeitsblatt: Tsunami
Material-Details
Arbeitstext zum Seebeben im Dezember 2004, inhaltlich in nummerierte Abschnitte eingeteilt. Zum jeweiligen Abschnitt werden dann (Experten-)Fragen an die Schüler gestellt. Dazu gibt es auch ein Kreuzworträtsel.
Geographie
Geologie / Tektonik / Vulkanismus
7. Schuljahr
3 Seiten
Statistik
83198
532
4
23.06.2011
Autor/in
Gelöschtes Profil (Spitzname)
Land:
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Name: Datum: Seebeben in Asien 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Am 26. Dezember 2004 ist es in Südasien zu einer großen Naturkatastrophe gekommen. Eine riesige Flutwelle hat die Küsten mehrerer Länder überschwemmt. Dabei starben mindestens 160000 Menschen. Das Unglück war so schlimm, weil gleich zwei gefährliche Naturereignisse zusammentrafen. Genauer gesagt löste das eine das andere aus: Zuerst gab es ein schweres Erdbeben unter dem Meer zwischen den Ländern Indien, Thailand und Indonesien. Wie ist es zu dem Erdbeben gekommen? Das war so: Unsere Erde besteht nicht aus einer gesamten Kugel, sondern aus 14 größeren Erdplatten und vielen kleineren Platten. Diese Erdplatten sind immer in Bewegung. Unter dem Indischen Ozean, also dort wo dieses Mal die Erde bebte, treffen drei Erdplatten aufeinander. Diese reiben aneinander und schieben sich über oder untereinander. Weil das alles unter dem Meer passiert ist, sprechen wir von einem Seebeben. Bei diesem Beben ist der Boden am Meeresgrund abgesackt. Dadurch sind gewaltige Wassermassen in Bewegung geraten und das hat eine große Flutwelle, einen Tsunami ausgelöst. „Tsunami ist ein japanisches Wort und bedeutet „Welle im Hafen. Warum das so heißt? Weil die Welle auf dem offenen Meer noch ganz klein und harmlos aussieht und erst im Hafen, also an der Küste, richtig groß wird. Auf dem offenen Meer schwappt sie vielleicht gerade mal einen halben Meter hoch und wird von Fischern häufig gar nicht bemerkt. Aber anders als normale Wellen, bei denen nur die Wasseroberfläche bewegt wird, reichen Tsunamis bis zum Meeresgrund. Und je öfter sie gegen den Boden prallen, desto stärker und schneller werden sie. Wenn die Wellen dann in Küstennähe in flaches Wasser geraten, haben sie häufig eine gewaltige Kraft erreicht. Tsunamis können so schnell werden wie ein Düsenflugzeug (bis 1000 km/h) und bis zu 35 Meter hoch (wie ein neunstöckiges Bürogebäude). An Land gibt es verschiedene Vorzeichen, an denen man einen Tsunami erkennen kann: erst steigt das Wasser an den Küsten um ein bis zwei Meter, dann zieht sich das Meer – wie bei Ebbe weit zurück. Manchmal ist kilometerweit nur noch trockener Meeresboden zu sehen. Und schon baut sich der Tsunami als riesige, fast senkrechte Wand vor der Küste auf und bricht mit großer Kraft hinein. Die Wellen dringen viele Kilometer ins Landesinnere, kurz darauf werden sie im Sog wieder ins Meer zurückgespült. Solch einen Tsunami kann niemand stoppen. Man kann sich nur auf höher gelegene Teile flüchten. Obwohl ein Tsunami mit 1000 Kilometern pro Stunde sehr schnell ist, vergeht oft einige Zeit, bis er nach einem Beben im Meer das Land erreicht. Diese Zeit kann man nutzen, um die Menschen an den Küsten vor der Flutwelle zu warnen. Wie funktioniert so ein Frühwarnsystem? Am Meeresboden sind Fühler befestigt, die mit Bojen an der Wasseroberfläche verbunden sind. Misst ein Fühler ein Erdbeben, leitet er das an die Boje per Kabel weiter. Die Boje funkt dann diese Meldung an ein Erdbebenzentrum an Land weiter. Von dort aus werden Radio und Fernsehrstationen informiert, die die Menschen warnen können. Im Pazifischen Ozean gibt es schon seit vielen Jahren so ein Frühwarnsystem. Die Länder in Südasien sind aber sehr arm und können es sich nicht leisten, ein Frühwarnsystem im Indischen Ozean aufzubauen. Außerdem sind die Menschen in den betroffenen Ländern so arm, dass sie sich noch nicht einmal einen Fernseher, ein Radio oder ein Telefon kaufen können. Deshalb ist es sehr schwierig, die Bevölkerung vor einem Tsunami zu warnen. Jetzt ist der Tsunami vorbei, aber nun drohen neue Gefahren: Viele Millionen sind obdachlos und 11 wissen nicht, wohin. Strom und Wasserversorgung sind ausgefallen, das heißt, dass es kein sauberes Trinkwasser mehr gibt und Lebensmittel können nicht mehr gekühlt werden. Außerdem liegen viele Leichen herum. Es besteht Seuchengefahr für die Überlebenden und für die Helfer. Aus vielen Ländern der Welt werden Helfer zu den Menschen nach Südasien geschickt. Diese Helfer bringen Medikamente, Essen, Maschinen, mit denen man aus dreckigem Wasser Trinkwasser machen kann, Zelte und Decken. Die Helfer sorgen auch dafür, dass die Leichen so schnell wie möglich beerdigt werden. Auch aus Deutschland kommt Hilfe, zum Beispiel holt ein Krankenhausflugzeug Verletzte aus Thailand. Expertenfragen 1. Wann ist es zu der großen Naturkatastrophe gekommen? Wie viele Menschen sind dabei gestorben? 2. Was gab es zuerst? 3. Wie kommt es zu einem Erdbeben? 4. Was ist danach im Meer passiert? 5. Warum heißt Tsunami „Welle im Hafen? Wie hoch und wie schnell können Tsunamis werden? 6. Welche Vorzeichen gibt es? 7. Welchen einzigen Schutz gibt es vor einem Tsunami? 8. Wie funktioniert ein Frühwarnsystem? 9. Warum gibt es in Südasien kein Frühwarnsystem? 10. Welche Gefahren drohen nun? 11. Was machen die Helfer?