Arbeitsblatt: Fette

Material-Details

Theorieblatt zu den Fetten
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt
Gesundheit
8. Schuljahr
2 Seiten

Statistik

84297
1099
3
28.07.2011

Autor/in

Rom Kop
Land: Schweiz
Registriert vor 2006

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Textauszüge aus dem Inhalt:

Fette Fette gehören zu den lebensnotwendigen Nährstoffen in Nahrungsmitteln. Allerdings nicht alle Fettarten. So machen einige Fette eher fit und einige Fette eben eher fett. Welche Fette das sind, kannst du hier erfahren. Was bringen Fette? Fette bringen uns Energie. Die brauchen wir tagtäglich, auch wenn wir den ganzen Tag nur sitzen. Fette liefern uns doppelt so viel Energie pro Gramm wie Kohlenhydrate oder Eiweisse. Daher nehmen wir über fettreiche Nahrungsmittel schnell viele, manchmal zu viele, Kalorien ein. Fette dürfen aber trotzdem nicht aus unserem Menüplan gestrichen werden. In unserem Körper haben Fette bzw. ihre Bestandteile (die Fettsäuren) vielfältige Funktionen: Gewisse Fettsäuren sind lebenswichtige Bestandteile jeder Zelle, die nur mit diesen Fettsäuren richtig funktionieren können. Aus den gleichen Fettsäuren werden auch Gewebehormone aufgebaut. Fette transportieren zudem die fettlöslichen Vitamine A, D, und K. Alle Fette kann der Körper im Fettgewebe speichern. Hier übernehmen Fette die Funktion eines Isoliermantels und Stossdämpfers für empfindliche Organe, wie zum Beispiel der Nieren. Fette stellen den einzigen Langzeitenergiespeicher des Menschen dar. Im Fettgewebe können wir viele Kilos Körperfett für Notzeiten lagern. Ein Umstand, der zu früheren Zeiten sehr nützlich war, heute aber eher problematisch ist, weil wir von Notzeiten mit Hunger und Nahrungsknappheit kaum mehr betroffen sind. Überschüssig aufgenommene Energie wird deshalb direkt in unseren Fettspeichern gelagert. Gesättigt, ungesättigt, gesättigt? Welche Fette gut und welche weniger gut für unsere Gesundheit sind, ist seit langem ein grosses Diskussionsthema in der Forschung. Schon einige Male mussten in den letzten Jahren die Empfehlungen dazu entsprechend den neusten Forschungsergebnissen angepasst werden. Und einige frühere Empfehlungen mussten später berichtigt werden. Hier eine kurze Übersicht: Gesättigte Fettsäuren Definition/ Beschreibung: Fette aus vorwiegend gesättigten Fettsäuren sind bei Zimmertemperatur fest. Wirkung auf den Körper: Für die Gesundheit sind sie weniger günstig, da sie steif und starr sind und die Fliesseigenschaft des Blutes behindern. Gesättigte Fette erhöhen ausserdem den Blutcholesterinspiegel und stellen deshalb einen Risikofaktor für HerzKreislaufKrankheiten dar. Vorkommen: Sie kommen vor allem in tierischen Fetten vor. Beispiele: . Empfehlung: Höchstens 1/3 des täglichen Fettkonsums dürfen gesättigte oder einfach ungesättigte Fettsäuren sein. Einfach ungesättigte Fetts äuren Definition/ Beschreibung: Sie sind in der Regel weich oder flüssig. Wirkung auf den Körper: Diese Fettsäuren wirken sich günstig auf den Cholesterinspiegel aus und schützen so vor Herz und KreislaufErkrankungen. Vorkommen: Sie kommen vor allem in pflanzlichen Ölen und Pflanzen vor. Beispiele: . Empfehlung: Höchstens 1/3 des täglichen Fettkonsums dürfen gesättigte oder einfach ungesättigte Fettsäuren sein. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Essenzielle Fetts äuren) Definition: Es handelt sich dabei um essenzielle Fette, d.h. sie sind lebensnotwendig für Gehirn, Nervensystem und Stoffwechsel. Wir können sie nicht selber herstellen und müssen sie darum mit der Nahrung zu uns nehmen. mehrere CAtome sind nicht gesättigt, es gibt mehrere Doppelbindungen Wirkung auf den Körper: Ihr gesundheitlicher Nutzen liegt im positiven Einfluss auf den Blutcholesterinspiegel und der vorbeugenden Wirkung gegen HerzKreislaufErkrankungen. Vorkommen: Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind reichlich in pflanzlichen Ölen enthalten. Beispiele: . Empfehlung: 2/3 des täglichen Fettkonsums sollten aus pflanzlichen Quellen stammen. Dies entspricht etwa 40 Gramm. Wie viel Fett brauche ich? Wenn Du in die Schule gehst (also den ganzen Tag mehr oder weniger sitzen musst), daneben noch 2x pro Woche Sportunterricht hast und in der Freizeit am liebsten am Computer sitzst, dann ist für Dich die Rechnung einfach (allerdings liegt da nicht all zu viel drin, denn weder das Sitzen in der Schule noch am Computer verbrennt viel Energie bzw. Fett). Nimm deine aktuelle Körpergrösse in cm und ziehe 100 ab. Die Zahl, die übrig bleibt, ergibt die Gramm Fett, die Du täglich essen kannst. Du bist 158 cm gross: 158 100 58 Gramm Fett pro Tag Du bist 177 cm gross: 177 – 100 77 Gramm Fett pro Tag Wenn Du nun allerdings jeden Tag mit dem Velo (Fahrrad) 2 km in die Schule und zurück fährst und das 4x pro Tag, liegen schon etwa 10 mehr drin Wenn Du jetzt neben dem Velo (Fahrrad) als Verkehrsmittel auch noch regelmässig Sport treibst, gibts nochmals etwa 10 bis 15 Gramm mehr Übrigens zum Vergleich: In der Schweiz essen die Menschen durchschnittlich 110 Fett pro Person und Tag. Die wenigsten sind aber 210 cm gross oder treiben täglich genügend Sport, oder arbeiten körperlich so hart, dass sie sich solche Mengen auf lange Dauer leisten können. Wundert es Dich da, wenn in der Schweiz immer mehr Leute Gewichtsprobleme haben?