Arbeitsblatt: hieroglyphen
Material-Details
Kurzinfo (Thema Ägypten oder Geheimschrift)
Geschichte
Altertum
5. Schuljahr
1 Seiten
Statistik
84563
689
2
04.08.2011
Autor/in
Marcel Greter
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Was bedeuten die Hieroglyphen? So einfach wie sie aussieht ist diese HieroglyphenSchrift allerdings nicht. Zum einen gab es keine besonderen Zeichen für Vokale, also so etwas wie a, u und e, zum anderen gab es neben Zeichen für Konsonanten auch Zeichen für Silben, wie für wun oder neb. Aber, es gab auch Zeichen für ganze Worte, wie z.B. für Kind oder Tier. Und natürlich haben die ägyptischen Götter auch noch spezielle Zeichen. Zudem kann man von links nach rechts oder von rechts nach links oder von oben nach unten schreiben. Das hört sich schwierig an. Aber das schwierigste kommt ja noch, die Grammatik. Wenn man z.B. ein Junge ist, muss man einen Jungen hinter einem Wort wie Ich malen, wenn man ein Mädchen ist, muss man eben ein Mädchen dahinter malen. Haus Wa die alte Ägy pter so gut wie ver mie den, war en neu Wör ter, die sich aus meh rere zus am men setz en. Etw Sc hul e war da meh Da von Unterricht Hau von Unt erri cht Das mac hte dan reic hlic lang Hier ogly phe ngr upp en: das Hier siehst du, wie mal von oben nach unten und mal von links nach rechts geschrieben wird. Dass nicht von rechts nach links geschrieben ist, sieht man daran, in welche Richtung die Tiere und Menschen schauen. Es gibt Tausende von Hieroglyphen, aber glaube ja nicht, dass ein altägyptischer Schreiber alle kannte. Mehr als etwa 700 Zeichen musste man wissen, das reichte. Die altägyptische Sprache, die ja in diesen Hieroglyphen gemalt wurde, zumindest in offiziellen und religiösen Texten, spricht gar keiner mehr. So weiß man auch nicht mehr, wie die Hieroglyphensprache eigentlich genau gesprochen wird. Na ja, sagen wir mal, es spricht fast keiner mehr diese Sprache. Es gibt da noch die Kopten, das sind ca. 8 Millionen ägyptisch orthodoxe Christen, die religiösen Texte immer noch in dieser alten Schrift haben. Das ist fast wie mit dem Latein, es gibt noch immer Texte in Latein, aber es gibt eben keine Römer mehr. Im modernen Ägypten spricht man übrigens arabisch und nicht mehr altägyptisch. Das meiste, was die Ägypter damals aufschrieben, sind allerdings keine geheimnisvollen Zaubertexte, so magisch die Schrift auch aussehen mag, sondern ganz einfache Buchhaltungen, also wie viele Schweine, Ochsen, Gerste, Holz, usw. wurden von welchem Händler für den ägyptischen Hof gekauft, und was macht das in altägyptischem Geld. Oder sie beschrieben die Jagd, die Landwirtschaft, das Handwerk und ähnliche Dinge des alltäglichen Lebens im damaligen Ägypten. Doch so ganz langweilig wie das klingt, ist es gar nicht. Denn anhand dieser Texte konnte man eben herausfinden, wie zum Beispiel ein Pharao hieß und wie reich der war. Für Grabräuber die ideale Informationsquelle und später auch für die Archäologen. Die Hieroglyphen, die noch heute an den ägyptischen Tempeln zu sehen sind, schildern meist die Größe der dortigen Pharaos und deren Herrscherzeit. Nun konnten ja nicht alle Ägypter lesen und schreiben, so selbstverständlich ist das nicht gewesen. Damit aber alle wenigstens erahnen können worum es in Hieroglyphen ging, malten die ägyptischen Schreiber ganz einfach ein paar Szenen mit dazu. Das waren sozusagen mit die ersten Comics. Die Zeichen für die Mitlaute (Konsonanten) Wie oben schon gesagt, es gibt keine eigenen Zeichen für Selbstlaute (Vokale): tsch tsch tsch (schwach) (schwach) (stark) teils (stimmlos) (stimmlos) (stimmlos) (stimmlos) tsch (stark) (Ende) teils (stark) sch sch ch ch (schwach) (stark) (stark) (schwach) (schwach) ch (stark) teils (stark) (stark) (stark) (Anfang) (Anfang) (stimmlos) (stimmlos) (stimmhaft) (stimmhaft) Zeichen für zwei Mitlaute (Zweikonsonantenzeichen) Da die Vokale weggelassen werden, stehen in einem HieroglyphenWort nur Konsonanten. Die alten Ägypter hatten nun auch Zeichen für zwei nebeneinander stehende Konsonanten, egal ob man da nun ein a, e, i oder u oder auch nichts dazwischen aussprechen musste. wn chn gm hm hn hs ht jb km kt mh mn ms nb nw ph pr sn schn schp scht wt Hk Zeichen für gebräuchliche Wörter Manche Wörter tauchen in Sätzen immer wieder auf, so dass es sich lohnte, für diese Wörter nur ein einziges Zeichen zu nehmen. Hier ein paar Beispiele: männliche Person weibliche Person Kind Tier Körper teil Stoff, Kleidung männliche Gottheit weibliche Gottheit Baum kleinere Pflanze Teil aus Holz Teil aus Stein Gebäude Siedlung Land, Boden Entfer nung Zeit, Licht Wärme flüssig winzig Sehen Bewegen Bein, Gehen Rufen, Beißen Zeichen für die Zahlen Das Zahlensystem der Ägypter war relativ einfach. Für Einer, Zehner, Hunderter, usw. gab es ein bestimmtes Zeichen. So musste man einfach nur noch die jeweiligen Zeichen zählen und zusammenrechnen: Einer 1 Zehner 10 Hunderter 100 Tausender 1.000 Zehntausender 10.000 Hunderttausender 100.000 Ein Alphabet für Namen (Konsonanten und Vokale) Oft findet man heutige Vornamen in Hieroglyphen geschrieben. Dazu braucht man natürlich ein Alphabet mit etwa 25 Hieroglyphen. Aber, leider ist nicht jedes Alphabet das selbe. Der Grund, da ja niemand so genau weiß, wie die einzelnen Hieroglyphen ausgesprochen wurden, und da selbst die Ägypter nicht immer die gleichen Hieroglyphen nahmen, haben sich in Europa, in den USA und sonst wo in der Welt, verschiedene Schreibweisen verbreitet. Folgende Schreibweise hat sich jedoch weltweit besonders durchgesetzt: ch sch u,v,w ts,tsch dsch Und hier mein eigenes Hieroglyphen-Alphabet: e ä k ö ü