Arbeitsblatt: Der Schablonendruck
Material-Details
Arbeitsanleitung
Werken / Handarbeit
Anderes Thema
7. Schuljahr
2 Seiten
Statistik
84666
1154
5
06.08.2011
Autor/in
Yvonne Letter
Land: Schweiz
Registriert vor 2006
Textauszüge aus dem Inhalt:
Der Schablonendruck Bunte Muster verhelfen Alltagsgegenständen zu neuem Ansehen! Geschichtliches Mit Farbe und Schablone Räume und Innendekorationen zu gestalten, ist keine Neuerfindung, denn bereits im Mittelalter war die Schablonenmalerei bekannt. Damals wurde die Figurenmalerei mit der Schablonen-Technik zusammen kombiniert angewandt. Das aufwendige Freihandmalen an Gewölben und Mauern konnte mit dieser Technik zum Teil ersetzt werden. So entstanden in leeren Feldern und Flächen schöne Bordürenmuster und Schablonenmotive. Über Jahrzehnte geriet das Malen mit Schablone in Vergessenheit und wurde kaum noch praktiziert. Erst im 19. Jahrhundert erinnerte man sich dieser Technik wieder und sie wurde vor allem für die Dekoration von Zimmerwänden angewandt. Wohlhabende Bürger „tapezierten ihre Wände mit handgemalten Wandbespannungen. Diesen Luxus konnten sich Bauern und Handwerker nicht leisten, sie stellten deshalb Leute an, die gegen Kost und Logis die kunstvollen Schablonenmalereien schnell und wirkungsvoll auf Holzbalken und Wände druckten. Heute erlebt die schöne alte Technik eine Renaissance. Dem kreativen Tatendrang sind kaum Grenzen gesetzt, von der Fussmatte bis zu den Wänden, auf Materialien wie Stoff, Holz und Papier, beinahe überall lässt sich der Schablonendruck anwenden. Das Prinzip ist einfach: Aus einem festen Material, wie Karton oder Klebefolie, wird mit dem Messer oder der Schere das Motiv ausgeschnitten, das man drucken will. Diese Schablone wird nun auf das Material gelegt und die Farbe mit einem stumpfen Pinsel aufgetupft oder mit einer Rolle aufgetragen. Grosse Flächen können so relativ rasch und effektvoll verziert werden. Der Arbeitsablauf Ziel: Gestalte einen einfarbigen Schablonendruck mit deinem Namen und einem kleinen Motiv (z.B. Herz, Stern, Blume.) Material: Durchsichtige Klebefolie Wasserfester Folienstift Radiergummi Japanmesser Bastelschere Schneideunterlage Metall-Lineal Stoffstück (helle Farbe) Stoffmalfarbe Plastikbecher (in der Höhe verkleinert) Altes Tischset Stempel (aus Korkzapfen und Schaumstoffstück) Haushaltpapier bereite deinen Arbeitsplatz mit all diesen Materialien vor 1. Zeichne auf ein Notizpapier deinen Entwurf. nicht größer als A5 2. Schneide die Selbstklebefolie zu. Folie soll rundum 2-3cm größer als dein Entwurf sein 3. Übertrage deinen Entwurf mit wasserfestem Folienstift auf die Selbstklebefolie damit das Motiv nicht seitenverkehrt wird unbedingt auf die Folie zeichnen! 4. Schneide auf der Schneideunterlage mit dem Japanmesser das Motiv exakt aus. du brauchst zum Drucken die Negativform ( Form aussenherum) die Form darf nicht zerschnitten werden! restliche Folienstift-Farbe evtl. ausradieren 5. Schneide einen hellen Stoff in der Größe deiner Folie zu. 6. Klebe die Form (Schablone) sorgfältig und flach auf den Stoff. die Folie muss überall dicht auf dem Stoff kleben, damit die Farbe nicht unter die Folie läuft! 7. Wähle eine Stoffmalfarbe aus und fülle wenig in deinen vorbereiteten Plastikbecher. 8. Bedrucke nun den Stoff (Freiraum) mit der ausgewählten Stoffmalfarbe, indem du deinen Stempel senkrecht hältst und auf den Stoff „stupfst. darauf achten, dass die Farbe nicht zu flüssig ist nur mit wenig Farbe arbeiten, dafür 2-3mal Farbe auftragen von außen nach innen arbeiten 9. Wenn du sorgfältig arbeitest kann die Folie auch mehrmals verwendet werden, solange sie genügend klebt. 10. Das Stoffstück auf dem Tischset flach zum Trocknen legen und die Farbe vollständig trocknen lassen. 11. Das Motiv kann am Schluss mit wenigen Pinselstrichen vervollständigt werden. dazu brauchst du Stoffmalstifte 12. Den Druck von der Rückseite 2-3 Minuten bügeln und die Farbe so fixieren. Fixier-Anleitung auf der Stoffmalfarbe beachten! Tipps für mehrfarbige Drucke Immer mit der hellsten Farbe beginnen. Darauf achten, dass die Folie keine Reste der vorherigen Farbe mehr enthält. Evtl. müssen mehrere Schablonen hergestellt werden. Vor dem Farbwechsel aufgetragene Farben immer erst trocknen lassen, damit ein Verschmieren vermieden wird.